Pfeil rechts
14

Meine Gedanken heute Morgen....
Es ist Samstag, ein schöner Tag. Das Wetter, herrlich. Habe mir vorgenommen, gleich aufzustehen und ins Bad zu gehen. Dann werde ich die Wohnung schön machen. Ich nenne es schön, weil sauber gemacht habe ich sie gestern schon.
Vielleicht gehe ich später etwas spazieren, vielleicht auch nicht.
Freue mich auch schon ein wenig auf den Abend, denn da mache ich mir was Gutes zu essen. Mal sehen, was. Ein Gläschen Wein ist auch drin.
Das alleine reicht schon, um mich auf den Tag zu freuen.
Ansonsten wird wohl nichts passieren (hoffe ich). Es wird keine Einladung geben, wahrscheinlich auch kein Telefonat. Und wenn eine Kollegin oder Schwester doch anruft, um mich einzuladen, werde ich absagen...Ich habe mich mit der Einsamkeit angefreundet!
Ich frage mich nur, warum ich so geworden bin...War ich nicht mal anders?
Ja, ich war es. Natürlich, vor allem dann, wenn ich in einer Beziehung war. Da waren Tagestouren drin...Ein Abendessen im Restaurant...Erinnerungen kommen hoch...
Gefühle, die ich hatte wenn ich verliebt war.

In meiner letzten Beziehung (vor ca3Jahren) war ich eigentlich angekommen. Dort wo ich sein wollte. Wir dachten es beide. Und doch hat das Anderssein uns getrennt. Seitdem baue ich an meiner Mauer. Sie ist mittlerweile über mein Herz gewachsen. So hoch....
Aber das macht mir nichts mehr aus. Schliesslich mache ich mir mein Leben auch alleine schön...Das nette Abendessen, der Spaziergang....

Warum nur weine ich immer, wenn ich schöne Liebesszenen im Fernsehen sehe.. Warum tut es so weh, wenn ich Pärchen Hand in Hand beobachtete?
Was wollen mir meine AlbTräume sagen?
Ist die Einsamkeit doch nicht so nett wie sie (oder ich)immer tut?
Aber so kann mich niemand mehr verletzen. So kann ich nicht mehr von ganz oben in die bodenlose Tiefe fallen...

Ich frage mich nur, was ist schmerzhafter?
Die Sehnsucht wenn ich nach dem guten Essen und dem Glas Wein alleine im Wohnzimmer sitze und mir meine, ach so aufgeräumte Wohnung angucke?
Oder nochmal mein Herz zu öffnen und hinausgehen zu Menschen, die eventuell wieder meine Gefühle mit den Füßen treten und ich wieder ins Bodenlose falle?

wünsche euch ein schönes Wochenende,
NoraMarie

18.07.2015 06:22 • 02.04.2016 x 5 #1


21 Antworten ↓


Hallo NoraMarie,

ich kann dich sehr gut verstehen. Verletztung die einen zugefügt brennen sich regelrecht ein. Ich habe mich über Jahre hinweg zurück gezogen um gefühlt jetzt alleine dazu stehen. Aber die Einsamkeit quält mich genauso wie dich wenn ich z.B. Verliebte, Pärchen oder glückliche Menschen sehe.

Du vermisst das schöne Gefühl was mal war, weil jeder sich innerlich nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnt. Einsamkeit ist kurzfristig vielleicht mal ganz schön auf lange Dauer aber nicht erstrebenswert.

Schmerzhafter ist momentan vielleicht die Erfahrung die du gemacht hast. Aber auf langfristige Sicht wird deine Einsamkeit nach und nach mehr dich runter ziehen. Ich kann es dir nur raten es nochmal zu probieren. Die Gefahr ist natürlich dass es nochmal so passieren könnte. Aber nur wenn du es nochmal versucht ist die Möglichkeit da dass sich nochmal was verändert.

Defacto hast du also eine Wahl zwischen dein Leben so weiter zu führen wie es momentan ist oder sich auf einen Weg zu begehen wo man nicht wie er verlaufen wird. Ich glaube du weißt was du willst aber die Angst ist ziemlich groß wieder verletzt zu werden.

Wie tief war den das Bodenlose?

Liebe Grüße

Michael

18.07.2015 09:33 • x 2 #2



Die Einsamkeit, der Schutz vor Verletzungen

x 3


Discovery41
Hallo NoraMarie,

dein Beitrag können eins zu eins von mir sein, genau mit dem Thema beschäftige ich mich jeden Tag. Auch ich war vor 5 Jahren in einer Beziehung angekommen, dachte mehr geht nicht, wurde dann aber jämmerlich abserviert, war fast auf den Tag genau vor 3 Jahren !
War danach natürlich wieder online in Datingportalen unterwegs und wenn man sich nicht ganz doof anstellt, findet man auch wieder jemanden. Hatte auch wieder schöne Kontakte, aber im Unterbewusstsein hat sich eine riesen Mauer errichtet, die wo ich selber oft nicht verstehe. Hab die letzten 3 Jahre viel über mich gelernt, Liebeskummer wo ich dachte der endet nie, dadurch Rückzug auf Raten. Gut bin sehr introvertiert, dazu noch HSP,im gewissen Sinne kam ich schon immer alleine gut zu Recht, aber Beziehungen waren immer mein Mitelpunkt und der ist defintiv weg. Aber inzwischen geniese ich diese Unabhängigkeit schon, Termine am WE stressen mich, Geburtstage meide ich eh schon immer. Bin schon gerne unter Menschen, aber am liebsten anonym, sprich es labbert mich keiner an ! Meine Wohnung hab ich mir wunderbar eingerichtet, fühl mich da richtig wohl und freu mich auch an kleinen Dingen, ja schon ein Glas Wein am Abend, Musik,dann bin ich zufrieden. Aber besonders Urlaub und die Sonntage, da flasht es mich nach wie vor ! Überall Paare, spüre Liebe an allen Ecken und nur ich bin der Zuschauer, gegen das Gefühl bin ich immer machtlos.
Dann würde ich alles geben einen Partner zu haben....aber schon am nächsten Morgen ist das Gefühl weg und ich denke wieder ach hast es doch schön......diese Achterbahn kostet mich schon Kraft, merke aber auch wie es immer weniger wird ! Und irgendwo will ich das nicht, weiss der Mensch ist ein Gewohnheitstier, möchte schon wieder aus dem Hamsterrad raus, weil Einsamkeit bzw Alleinsein auf Dauer schon krank macht...Mensch ist nun mal ein Sozialwesen, eben Rudeltier und ohne Liebe, hmmh stirbt doch irgendwas in einem drin...

18.07.2015 11:50 • x 3 #3


Hotin
Hallo NoraMarie,

eine schöne Beschreibung Deiner Situation.

Zitat:
Ist die Einsamkeit doch nicht so nett wie sie (oder ich)immer tut?
Aber so kann mich niemand mehr verletzen. So kann ich nicht mehr von ganz oben in die bodenlose Tiefe fallen...


Allein zu leben ist natürlich nicht so angenehm, wie in einer gut funktionierenden
Beziehung zu leben. Nur, wer lebt denn schon in einer wirklich intakten Partnerschaft?
Damit meine ich, alleine leben hat durch aus sehr viele Vorteile. Nur solltest Du Dich
nicht vor einer neuen Beziehung verschließen und erst recht keine Mauer um Dich bauen.
Auch in einer guten Beziehung ist es wichtig sich soweit zu verstehen und abzugrenzen, dass beide Partner
immer neben der Liebe auch den absoluten Respekt voreinander haben. In solch einer Beziehung brauchst Du
weniger Angst vor Verletzungen zu haben. Du weißt ja, das Du im Notfall auch allein zurecht
kommen kannst.

Viele Grüße

Hotin

18.07.2015 12:15 • x 1 #4


Ach wie schön, dass es euch gibt.

Ich denke, jeder von euch weiß genau, was ich meine. Irgendwann war jeder mal in so einer Schleife gefangen, oder fast jeder.
Das Schlimme ist nur, wenn man darin hängen bleibt und sich das Ganze auch noch schön redet. Es ist eine Strecke im Leben, die entweder ins Leben zurückführt, oder aber in den totalen Rückzug.
Ich rede mir ein, einer kleine Verschnaufpause auf der Strecke kann nicht schaden. Oder doch, schließlich fühle ich mich ja meistens gut. Mit den Gefühlsabstürzen von Zeit zu Zeit kann ich ja leben...Tut zwar sehr weh, aber es geht ja wieder weg......irgendwann.
Ist dieser Ab -und Zu Schmerz erträglicher, als ein eventueller neuer Absturz?
Schließlich besteht ja die minimale Chance, dass dieser Absturz ausbleibt.

Ich verzichte auf die großen Gefühle, weil ich mit Kleinen leben kann und mich so unverletzbar mache!

Michael, du hast Recht... Ich habe die Wahl zwischen dieses Leben so weiter zu führen oder mich auf dem Weg ins Ungewisse zu machen.
Ich weiß, was das Richtige wäre....Aber was ist mit der Mauer?
Wie tief das Bodenlose war? Ich bin noch nicht aufgeschlagen, denke ich...

Discovery,
dann verstehst du genau, was ich meine....
Mit der Mauer, mit der Sehnsucht, mit Allem die Wohnung ist sauber

Ach Du mein Lieblings- Hotin,

Wie Recht Du wieder hast!
Respekt und Vertrauen in einer Beziehung sind das Wichtigste...
Die Mauer ist ja erst herzhoch. Vertrauen und Respekt fangen im Kopf an. Der ist bei mir noch nicht zu gemauert. Das heißt, so ein bischen Hoffnungen habe ich ja noch
Wenn ich soweit kommen würde, kann ich vielleicht diese Mauer Stein für Stein wieder abbauen.
Genau, im Notfall weiß ich, dass ich auch alleine sein kann. So habe ich das noch gar nicht gesehen, danke...

Danke euch allen

18.07.2015 14:03 • #5


Treibgut
Ich frage mich oft selbst, ob es nicht das beste ist sich bewusst für die Einsamkeit zu entscheiden, nur um nicht noch einmal verletzt und in den Grundfesten seiner Existenz erschüttert zu werden. Ich glaube manche Menschen lieben so stark, das sie es nicht ertragen können die Menschen die sie lieben zu verlieren. Irgendwann scheint es einfach nicht mehr zu gehen. Die Wunden sitzen zu tief, und haben zu viel Schaden angerichtet, als das man sich noch einmal blind auf ein Abenteuer stürzen könnte, dessen Ausgang man insgeheim doch schon lange kennt. So begibt man sich dann mit seinem Schmerz in das selbstgewählte Exil, nur um nicht beim nächsten Mal an den Qualen einer gescheiterten Liebe völlig zu zerbrechen. Du bist nicht allein. Ich werde bei meinem nächsten perfekt angerichtetem Abendessen bei dem außer mir niemand zu Gast ist, sicher an dich denken.

Liebe Grüße, Felix.

18.07.2015 16:12 • #6


Du darfst dich auch selber nicht unter Druck setzten. Nehme ich den einen Weg oder den anderen? Eine Verschnaufpause ist immer mal gut. Ich habe nur die Befürchtung dass wenn du es nicht irgendwann nochmal probierst die Frage kommen wird Was wäre wenn ....?.

Bezüglich der Mauer. Wen lässt man denn schon hinter seine Mauer blicken? Ich glaube eine Mauer zu haben ist nicht verkehrt. Schließlich muss ja nicht jeder alles über dich und deine Gefühle wissen. Aber nur bei wirklich gut Freunden sowie ein Partner den du auch Vertrauen könntest wird deine Mauer langsam anfangen zu bröckeln. Bei nur solchen Personen sollte man dies aber auch zulassen.

18.07.2015 17:04 • #7


Treibgut
Zitat von mGl87:
Bezüglich der Mauer. Wen lässt man denn schon hinter seine Mauer blicken? Ich glaube eine Mauer zu haben ist nicht verkehrt. Schließlich muss ja nicht jeder alles über dich und deine Gefühle wissen. Aber nur bei wirklich gut Freunden sowie ein Partner den du auch Vertrauen könntest wird deine Mauer langsam anfangen zu bröckeln. Bei nur solchen Personen sollte man dies aber auch zulassen.


Es gibt da ein altes chinesisches Sprichwort, das heißt: „Sie haben das Recht zu schweigen. Alles was Sie sagen, kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden.“

18.07.2015 18:17 • #8


Treibgut, du sprichst mir aus meiner Seele....
Ja, es gibt noch gefühlvolle Menschen....Das macht Mut, danke

18.07.2015 18:19 • #9


Treibgut
Zitat von NoraMarie:
Treibgut, du sprichst mir aus meiner Seele....


Ist doch 'ne Kleinigkeit.

18.07.2015 18:48 • #10


Hey Leute.

Die Schilderungen hier hätten von mir sein können, ich erlebe das ähnlich. Gerade jetzt, wo draußen Sommer, Sonne Sonnenschein herrscht merke ich, wie allein ich doch bin, gerade weil ich bei dem Wetter das Gefühl in mir trage, dass draußen das Leben spielt und alle die fröhlich, frei und locker sind draußen sind un dnicht in ihrer Wohnung. Pärchen, Grüppchen, Cliquen...alle laufen gefühlt draußen rum wie in keiner anderen Jahreszeit.
Und dann sehe ich mich, ein Typ Anfang 30, der sich zwar selbst als gesellschaftsfähig einstuft, aber dem einfach der Anschluss fehlt, TROTZ Freunde.

Wenn ich durch die Straßen gehe blende ich inzwischen bewusst den Personenkreis bis ca. Mitte 20 aus. Warum ? Diese Zeit liegt hinter mir und ich habe damals auch viel mit meiner Clique gemacht, das Hobby schaffte Kontakte und Beziehungen, jährlich gings auf Festivals etc. Den Spaß durfte ich miterleben, ich bin irgendwie dazwischen auf der Strecke geblieben.
Während meine letzte Beziehung vor 2 Jahren zu Bruch ging festigten sich die meiner Freunde. Einer hat inzwischen zwei Kinder mit seiner Frau, der andere hat mit seiner Liebe gerade ein Haus gekauft. Da ist kein Interesse mehr an Parties am Wochenende, die haben andere Interessen (die nicht immer positiv sind). Ich kann als Neusingle in der Liga nicht mitspielen und habe demnach versucht Anschluss zu finden. So war ich einige Zeit mit meinen Arbeitskollegen unterwegs, die Anfang zwanzig sind, ich wiederrum Anfang dreizig. Was ich dabei feststellte ist, dass ich da einfach vom Kopf nicht mehr zugehöre und auch nicht unbedingt traurig bin, dass es so ist. Man wird halt ruhiger, ist einfach so, jedoch wirds halt schwieriger mit der Partnersuche.
Ich habe heute keine Verpflichtungen, könnte bei schönstem Wetter raus und die Welt mir zu Füssen liegen lassen. Aber ich weiß allerdings nicht wohin.

Was ich letzten Endes sagen will ist, dass die Einsamkeit schei. ist und mich auch sehr oft einholt. Dennoch darf man nicht in jeder Gruppierung,die man auf der Straße sieht die Lebensfreude vor dem Herrn reindichten. Die befinden sich zumeist in einem anderen Lebensabschnitt als man selbst, den wir selbst schon erlebt haben und aufgrund unserer Entwicklung einfach vorbei sind.

Hab gerade nen ähnlichen Trip wie NoraMarie. Hab vor 1,5 Jahren die Eingebung gehabt, dass ein Schlafzimmer in Kiefer unheimlich gemütlich ist. Langsam bemerke ich meinen Fehler und will wieder modenisieren. War heute im Möbelhaus, viele Pärchen, viel Krawall (bei denen untereinander). Ich habe den Ort gefunden, in denen sich die Leute meiner Altersgruppe aufhalten, im Möbelhaus. Und da wird einem die Lust auf Zweisamkeit schnell genommen wenn man mal zwischen den Zeilen zuhört.

Noch einen zum Schluss. Zugegeben, meine letzte Beziehung war mit einer Frau, die extrem eingeengt hat und eifersüchtig war. Zu der Zeit habe ich mir meine heutigen Freiheiten so sehr gewünscht und sie erschienen mir wie das Schlaraffenland. Jetzt sitze ich hier in meiner Wohnung, trink nen kaltes Köpi und plane den morgigen Tag....und aufeinmal erscheint mir der Käfig in dem ich mal lebte als erstrebenswert. Verrückte Welt. Der Rasen des Nachbarn ist immer grüner als der eigene.

18.07.2015 19:12 • x 3 #11


Elini
Hallo,
Ihr schreibt mir aus der Seele

Meine Verletzung dauert schon 16! Jahre, ich fürchte das bleibt auch so...
LG

16.08.2015 16:00 • #12


boomerine
hei,
ihr schreibt mir ebenso aus der Seele.
Nur bei mir geht es nicht um den Partner sondern um gewisse Bekannte.
Warum zieht man sich zurück ?
Weil man verletzt worden ist, man kann viele Verletzungen hinnehmen, nur irgendwann ist eine zu viel.
Und da sagte ich zu mir, lieber bleib ich künftig allein und lasse keinen mehr an mich heran.
Da schleicht sich dann wohl oder übel die Einsamkeit ein.
Wenn ich mir schon vorher überlegen muss, mit wem ich was rede, um ja nicht viel preiszugeben, fehlt es eigentlich schon weit.
Zum einen wenn es gegen einen verwendet wird
oder wenn du nicht mit deinen ständigen Problem aufhörst zu reden, wirst du den Rest der Freunde auch verlieren, weil es nämlich keiner mehr hören kann.
oder wenn du reden willst dann geh zum Psychiater.
oder das Thema wird übergangen
oder überhaupt nicht zugehört.
Und die Einsamkeit ist dann der Preis dafür.
Man wäre gerne dabei und würde dazu gehören,
aber besteht dann das Thema nur: oh, wie herrliches Wetter heute.
lg boomerine

16.08.2015 17:06 • #13


Discovery41
Hi Leidensgenossen,
denke wir gehören zu den wenigen, wo es offen zugeben bzw. merken dass unsere Verletzungen wohl zu tief sind. Über die Jahre hin weg hab ich dank Datingportalen,Facebook einige belanglose Onlinekontakte angesammelt, wo ich eigentlich nonstop lese das wieder eine Beziehung missglückt ist, Freunde keine Freunde waren usw. Anstatt sich vor Verletzungen zu schützen, wird aus Angst vor dem Alleinsein sofort die nächste Beziehung,Freundschaft gesucht. Irgendwann sind die Seelenwracks,aber der Verstand treibt sie immer weiter, man muss ja der Gesellschaft gerecht werden.
Ich gebe inzwischen auch im Bekanntenkreis offen zu dass meine Verletzungne einfach zu groß sind, mich dann die Einsamkeit weniger schmerzt.
Die Sehnsucht nach Liebe wird wohl immer in einem bleiben, aber denke wenn man mit sich immer mehr im Reinen ist, schafft man es auch zu einer gewissen Zufriedenheit.Viel Arbeit,oft auch Rückschritte,aber es gibt soviele Dinge wo auch alleine Freude machen, denke darauf muss man sich konzentrieren. Und ich nehme das Wort Einsamkeit immer weniger in Mund.....Alleinsein....eins sein mit mir, dass passt schon besser und für mich ist das eine neue Lebensform. Mir hilft da auch viel der Buddhismus,eben Achtsamkeit,Genügsamkeit usw.....
Wenn innendrin vieles verletzt wurde, ist es einfach die beste Lebensform und was andere über mich denken, ist mir inzwischen kplt. egal.
Jetzt freu ich mich auf mein XXL Sofa und guter Musik......
Gruß Discovery

16.08.2015 17:46 • #14


Zitat von NoraMarie:
Das alleine reicht schon, um mich auf den Tag zu freuen.
Ansonsten wird wohl nichts passieren (hoffe ich). Es wird keine Einladung geben, wahrscheinlich auch kein Telefonat. Und wenn eine Kollegin oder Schwester doch anruft, um mich einzuladen, werde ich absagen...Ich habe mich mit der Einsamkeit angefreundet!
Ich frage mich nur, warum ich so geworden bin...War ich nicht mal anders?


Ich kann dich da sehr gut verstehen! Nach meiner letzten Beziehung geht es mir auch so. Anfangs hat mich die Einsamkeit gequält. Freunde hatten oft keine Zeit und ich wusste nichts mit mir anzufangen. Ich habe sehr viel gemacht. Gelernt, gezeichnet, renoviert usw usw usw, um nicht so viel nachdenken zu müssen. Ich hatte zwischendrin viele Dates. Waren alle nicht besonders gut, da ich einfach nicht bereit war (bzw noch nicht bin). Irgendwann merkte ich, dass es mir nichts mehr bedeutete wenn Freunde absagten (oft in letztem Moment...kam einfach zu oft vor) und dass ich mein Leben schon so plante, dass ich fest alleine sein werde.

Hatte ich dann meine Pläne (alleine am Wochenende) und jemand fragte nach einem Treffen, sagte ich ab. Irgendwie hat es mich gestört, dass dann mein Plan durcheinander gewirbelt wird.

So kommt man in eine Spirale. Quasi in sein Schneckenhaus.

Sich mit der Einsamkeit abzufinden bzw mit dem Alleinsein, ist nichts schlechtes, aber manchmal wünscht man sich dann doch wieder dieses aufregende Leben oder?

Ich gehe auch gerne alleine ins Restaurant. Ich habe da einige Restaurants die ich sehr gerne mag. Setze mich dort an einen Fensterplatz und beobachte das Geschehen der Stadt. Oder auch im Cafe. Das tut manchmal sehr gut und hin und wieder wurde ich auch schon angesprochen.

Ich merke grad, dass meine Erzählungen in der Vergangenheit sind. Die Situation hat sich nicht geändert bisher. Ich kann also deine Gedanken nachvollziehen. Es ist als sei man ein anderer Mensch und man wünscht sich diesen aufgedrehten Menschen wieder. Dabei ist diese Person ja nicht verschwunden. Es ist mehr so, dass deine jetzigen Charakterzüge einfach besser zu deiner Situation passen. Die waren schon immer da und jetzt ist eben deren Zeit. Aber es werden auch wieder Zeiten kommen, wo deine anderen Wesenszüge wieder die Oberhand gewinnen werden!

17.03.2016 17:33 • #15


boomerine
Ich hatte heute das Thema mit meiner Therapeutin,
ich müsste jetzt den Thread nochmal vorne lesen,
nicht das es schon geschrieben worden ist.
Die Überschrift müsste anders heißen.
Der Schutz vor Verletzungen führt zur Einsamkeit,
dies wiederum kann uns ängstlich machen
oder es macht uns, mit der Zeit, zum Egoisten.
Weil wir nicht mehr verletzt werden wollen.
Nur wir sind irgendwie nicht glücklich in der Rolle.
Es verändert uns.
Die anderen haben dann ein Problem damit.
Es ist gut für mich,
stellt sich nur die Frage :
Sind wir in dieser Rolle, noch beliebt oder unbeliebt ?
Es ergeben sich in dieser Rolle, neue Wege.
Was wollen wir ?

17.03.2016 18:12 • #16


Generell wird ja immer gesagt, dass man sich nicht darum Gedanken machen soll, was andere von einem denken.
Aber genau genommen ist das ja durchaus menschlich. Schon als Kind lebt man von der Reflexion der anderen (besonders von den Eltern). Man lernt was gut und schlecht ist, was Norm ist und was Abnorm ist.
Dieses was denken andere von mir ist also tief in uns verankert. Als erwachsener Mensch kann man sich dem ein wenig widersetzen, aber ganz abschalten kann man es wohl nicht.
Die Frage ist nun, wie wir beliebt und unbeliebt definieren. Was der eine mag, verachtet der andere.
Ich denke was jeder Mensch irgendwie will, ist glücklich zu sein. Dann stellt sich wieder die Frage, was einen glücklich macht.
Ich glaube auch, dass es das ist, was einsame Menschen oft vergessen: Was macht mich glücklich!
Ich bin auch der Meinung, dass Einsamkeit manchmal sehr gut ist, um zu wissen wer man ist und was man will. Man kann alleine Urlaub machen, man kann in sich gehen, sich ausprobieren, neue Dinge entdecken. Ganz alleine und sich seine eigene Wertung darüber machen und vielleicht ergeben sich daraus auch neue Wege.
Das Thema Einsamkeit ist eines der schwersten Themen, finde ich. Es ist einfach ein umfangreicher Bereich und hat so viele Aspekte und Seiten. Einsamkeit kann heilen und zerstören. Das macht das Thema schwer, aber auch mehr als interessant.

19.03.2016 08:25 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

boomerine
Ich hab eine gute Freundin,
die ich auch in das Thema einbringen möchte.
Wie bringt man die Überschrift von dem Thread,
in eine Ehe ein ?
Wie viel muss das geschehen sein, um das auszuhalten ?
Ich verstehe es nicht.
Wenn sie nicht behindert wäre, könnte sie gehen,
aber so nicht.
Sie ist total abhängig.
Sie zieht sich immer mehr und mehr zurück.
Ich kann sie aus ihren Schneckenhaus nicht locken.
Jedesmal gibt es eine Absage.

20.03.2016 19:48 • #18


Die Überschrift denk ich passt ganz gut. Irgendwie hab ich Angst immer mehr einsam zu werden, da ich momentan keine Bereitschaft hab irgend etwas zu unternehmen. Bei mir ist der Grund eher weil ich immer einen Korb bekomm und schön langsam hab ich schon so richtig Angst davor weil es mir wirklich immer sehr schlecht geht dabei. Ich weis gar nicht wie sich eine zweiseitige Liebe anfühlt weil ich ja nur die einseitige kenne. Wahrscheinlich werd ich es jetzt bleiben lassen und mein Leben alleine führen, und somit brauch ich dann keine Angst haben wieder abserviert zu werden.

Liebe Grüsse an alle

21.03.2016 10:33 • #19


boomerine
Im Moment oder auch zur Zeit, hab ich das Gefühl,
das ich ganz brutal auf Rückzug gehe.
Warum, Angst vor weiteren Absagen,
Angst vor weiteren Verletzungen.
Ich bin mittlerweile so weit, das ich versuche,
bestimmten Personen aus dem Weg zu gehen.
Ich stell mir immer wieder die Frage :
Warum ist das so ?
Warum ?
Ich weis es ist hier im Forum, ein altes wiederholtes Thema,
Wie anders müssen wir sein, um irgendeiner Gruppe anzugehören ?
Müssen wir anders sprechen ?
Müssen wir uns anders kleiden ?
Müssen wir uns so verstellen, das man es nicht merkt,
wie empfindsam wir sind ?
Warum kann ich nicht so genommen werden, wie ich bin ?
Wovor haben die Leute Angst ?
Oder haben wir vor den Leuten Angst ?
Heute beim einkaufen, wurde ich nicht begrüßt,
( das ist ein kleiner Laden um die Ecke, hier kennt jeder jeden )
Was denke ich schon wieder ?
Was hab ich jetzt schon wieder getan ?
Was ist schon wieder los ?
Bin ich doof oder bin ich doof ?

01.04.2016 17:27 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler