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freely
Zitat von User_0815_4711:
Kartoffel gingen aber auch ohne gießen, gar nicht viel weniger Ertrag als sonst und sie kamen schon halb gebraten aus der Erde .

Haha sehr praktisch 😉

Habe heute nicht mal meine Zwiebeln gesehen. Ob die auch ohne Grün nach oben in der Erde wachsen? Bin gespannt, wenn ich mal danach buddel.


Zitat von User_0815_4711:
Mein Blumenkohl wächst eher wie Unkraut, nur Kompost als Dünger.

Perfekt. Aber auch ein Kompost braucht Pflege. Der ist bei mir also auch schon verdörrt.
Kompostwürmer fände ich cool.

Ja die Tomaten wachsen bei mir wie Buschbohnen nur ein klein bisschen höher. Wenn da Regen drauf gekommen wäre, hätten sie bestimmt alle gefaul.

Was ich im ganzen Garten habe sind wahrscheinlich Wühlmäuse. Bin vorhin irgendwo im Rasen mit dem Fuß eingebrochen. Verrückt. Und überall Löcher. Fühlen sich bestimmt wohl wenn sie niemand im Garten stört.

An Hühner denke ich immer wenn ich Essensreste weg schmeiße. Das tut mir immer so leid. Wäre perfekt für Hühner. Letztens auch ein fast neues Päckchen mit Naturreis von Mottenlarven besiedelt.

Ideal wäre wenn sich mehrere Leute drum kümmern. Ich hatte bis vor ein paar Jahren noch einen Hund. Aber jetzt wäre niemand mehr da der im Notfall drauf aufpassen könnte. Dieses Risiko mag ich dann auch nicht eingehen.
Wobei ich ja wie geschaffen für einen Hund bin. Das war so eine richtig tolle Zeit.

• x 1 #61


User_0815_4711
Zitat von freely:
Habe heute nicht mal meine Zwiebeln gesehen. Ob die auch ohne Grün nach oben in der Erde wachsen? Bin gespannt, wenn ich mal danach buddel.

Nein, natürlich nicht 😉. Aber die dürften schon länger abgereift sein. Wie lange Zwiebeln in der Erde gut bleiben - keine Ahnung, wahrscheinlich lange.

Zitat von freely:
Aber auch ein Kompost braucht Pflege.

Ich mache beim Komposthaufen gar nichts und bin jetzt mal neugierig, wie er nach diesem Sommer im nächsten Frühjahr aussieht. Ich lasse ihn ein Jahr reifen (habe also zwei Häufen). Normalerweise ist alles voller Kompostwürmer, wenn ich mal nachschaue. Bei Gebrauch sind sie dann weg.
Heuer habe ich wieder ein paar Gummibaumzweige in den Komposthaufen reingesteckt. Sah anfangs gar nicht gut aus (viel zu heiß), aber einer ist anscheinend angewachsen. Muss ich vor dem Frost eintopfen.

Zitat von freely:
Wenn da Regen drauf gekommen wäre, hätten sie bestimmt alle gefaul.

Hin und wieder Regen macht nichts und bei mir liegen auch viele Tomatenpflanzen am Boden. Nur längere Regenperioden sind schlecht. Hatte ich mal, Ende August alles kaputt (Schwarzfäule), haben aber wieder ausgetrieben. Heuer sind sie noch schön grün. Die letzten Wochen sind fast alle aufgeplatzt, nachdem es mal ordentlich Regen gab. Jetzt werden wieder welche reif - Ende September!

Zitat von freely:
Was ich im ganzen Garten habe sind wahrscheinlich Wühlmäuse.

Oh, ich heuer anscheinend auch, bin mir aber auch nicht sicher. Recht viele kleine Löcher im Gemüsegarten. Maulwurf ist sowieso drinnen.

Zitat von freely:
An Hühner denke ich immer wenn ich Essensreste weg schmeiße.

Ja, die Allesverwerter. Wir haben kaum Lebensmittelabfälle. Eher nur Grünzeug vom Gemüseputzen, dazu manchmal Hühnerknochen und so. Kommst alles auf den Kompost, holen Vögel, Mäuse, Katzen, wenn sie es mögen.

Zitat von freely:
Wobei ich ja wie geschaffen für einen Hund bin.

Ich bin ein Katzenmensch. Hatten lange Zeit hintereinander zwei zugelaufene Katzen. Die letzte ist vor 8 Jahren gestorben. Die Katzen, die jetzt hier herumstreunen, nutzen den Garten als Toilette...
Nein, kein Haustier mehr, bin mit meiner Mutter genug beschäftigt.

Nächtle 😉 !

• x 1 #62


A


Alles auf 0

x 3


freely
Also heute war ein recht guter Tag. Der frühe Morgen im Garten war echt herrlich.
Es ist schon ruhiger dort. Hier zuhause halt ständig Straßenlärm.

Beim Rasenmähen stand ich ständig in einer Staubwolke.
Den vorigen Rasenmäher hatte ich geschrottet, bin mit den Schneideblättern an einen Stein gekommen. War aber auch so ein Plastikding. Habe mir dann einen robusten gebrauchten gekauft, sau schwer aber ich glaub der hält mich und den Garten jetzt besser aus.

Und ich glaube die Pumpe die ich habe ist Mist. Die Fördermenge ist viel zu gering. Muss auch wieder etwas gescheites her, sonst kann ich den Garten nie vernünftig gießen.

Mich hatte es ja gewundert, das die anderen Gärten einen perfekt grünen Rasen haben. Macht wohl nur Sinn wenn man oft da ist und den auch genießen kann und will.

Mein Traum ist ja, total in die Natur zu ziehen mit viel Selbstversorgung. Ich sollte das echt mal umsetzten, wenigstens versuchen. Der ganze Irrsinn mit dem vielen Verkehr hier ist mir auch zu doof.

Zitat von User_0815_4711:
Bei Gebrauch sind sie dann weg.
Heuer habe ich wieder ein paar Gummibaumzweige in den Komposthaufen reingesteckt.

Hört sich gut an. Ja ein funktionierender Komposthaufen ist wirklich wichtig. Habe schon viele Male das Schnittgut mit dem Auto zum Wertstoffhof gefahren. Fand das immer quatsch. Aber wusste auch nicht mehr wohin damit.

Aktuell steht der Komposthaufen fast in der prallen Sonne. Zwei große Bäume sind weg und der Schatten fehlt jetzt.


Also heute war etwas anderes als 0.
Und morgen habe ich im Garten auch zu tun.

Nur ein kurzer Anflug von Traurigkeit. Habe gleich dagegen gesteuert.
Ich spiele schon eine Weile so ein online Spiel. Hatte sich ergeben als Kind klein war und ich etwas ruhiges während dem Mittagsschlaf machen wollte. Fand es praktisch weil dort auch Leute zum Chatten sind.

Ich wechselte oft die Spielgruppen, weil mir irgendetwas immer nicht passte. Aktuell bin ich in einer, da spiel ich nur alleine vor mich hin, weil kein andere Spieler mit mir schreibt. Das ist eigentlich ziemlich ungewöhnlich, ich fand bisher immer jemand zum Schreiben. Also entweder es liegt an mir oder an dieser Gruppe.

Die Woche hatte ich einem Spieler geschrieben, dass ich krank bin und nicht on komme. Von dem kam darauf nichts. Kein gute Besserung. Das sind nur zwei Worte. Heute schrieb ich an alle, ich bin wieder da usw. Darauf kam auch nichts. Hm. Das machte mich dann wieder traurig. Ich kenne das so auch aus keiner Gruppe.

Nunja, da waren sie wieder diese Erwartungen. An irgendwelche Leute. Andere schließen dort Freundschaften und ich bin wie Luft. Mein Ego mag das gar nicht 😬
Dafür habe ich dann später real mit einem älteren Gartennachbar gequatscht.
Ich darf das nicht so ernst nehmen mit diesen Online Leuten in einem Spiel. Die Kommunikation ist dort eh sehr beschränkt.
Aber reingezogen hatte ich mir das kurz um wieder traurig zu sein. Und das fürchte ich auch wieder bei realen Kontakten.

Guts Nächtle

• x 2 #63


User_0815_4711
Zitat von freely:
Dafür habe ich dann später real mit einem älteren Gartennachbar gequatscht.
Ich darf das nicht so ernst nehmen mit diesen Online Leuten in einem Spiel.

Ja & Ja.

Ich war heute ab 7 Uhr unterwegs, zuerst kurz meiner Leidenschaft frönen, dann Friedhof, Supermarkt, Hofladen.
Jetzt noch Gemüse gegossen und für den neuen Nachbarn (ca. 40) Kronprinzen gepflückt.
Mit einer anderen Nachbarin (81) gequatscht und noch einem anderen Nachbarn (60) zum Geburtstag gratuliert. Der hat heute eine Riesenparty mit knapp 100 Leuten.
Das reicht mir an Realkontakten für ein paar Tage 😉 .
Meine Mutter mittelgradig demente und schwer sehbehinderte Mutter habe ich ja sowieso immer um mich ☺ .

Wünsche einen angenehmen Tag!

• x 1 #64


Azure
Zitat von freely:
Ich hoffe es hagelt nicht lauter RatSchläge und das Aufzählen von all den Dingen die man tun kann oder sollte wenn es einem schlecht geht. Denn ich kenne diese Möglichkeiten, aber kann und will sie derzeit nicht.

Gut. Ich halte mich mit RatSchlägen und Dingen die man tun kann zurück.

Und ich definiere mit dir zusammen auch meinen aktuellen Stand "Alles auf 0" - und vermute dass auch bei dir - ähnlich wie bei mir von "Stand 0" noch viel Platz nach unten ist, wo wir beide nicht hinwollen. Mein Stand 0 äussert sich in einer tiefen Müdigkeit - nicht zwingend unzufrieden - aber eben Sparflamme zum Erhalt des Stand 0, während um uns herum die Welt transformiert und explodiert.

Lass uns schauen, dass wir ausreichend oberhalb von Stand 0 bleiben, um regelmäßig stabil auf Stand 0 zuückzufallen. Ich freue mich über jeden, der sich zu uns auf Stand 0 hocharbeitet.

• x 1 #65


freely
@Azure
Süß geschrieben von dir. 🙂
Zitat von Azure:
der sich zu uns auf Stand 0 hocharbeitet.

😁
Ich weiß nicht, ob ich noch sagen kann, ich wäre auf Stand 0. Im Vergleich zu ein paar Tagen zuvor, hat sich etwas getan. Teilweise fühlt es sich noch an wie auf dünnem Eis. Es kommen viele Ideen, dann aber auch die Frage wie gut ich weitere Enttäuschungen schon vertrage. Mir dann doch wieder zu viele Illusionen mache.

Ich kenne das sowieso schon, Höhenflug und Absturz. Aber bisschen Höhenflug um alle wichtigen Sachen zu erledigen wäre momentan schon gut.

• x 1 #66


Azure
Zitat von freely:
Aber bisschen Höhenflug um alle wichtigen Sachen zu erledigen wäre momentan schon gut.


Kenne ich zu gut. Und wenn ich dann doch schnell genug flattere sehe oder vermute ich den einen oder anderen Landeplatz oberhalb 0 aber die Energie ist begrenzt.

• x 1 #67


freely
@User_0815_4711
Aus purer Neugier, was ist deine Leidenschaft?

Zitat von User_0815_4711:
für den neuen Nachbarn (ca. 40) Kronprinzen gepflückt.

Wusste nicht was das ist. Äpfel! 😉

Zitat von User_0815_4711:
Das reicht mir an Realkontakten für ein paar Tage .

Ja das errinnert mich an eine Aussage. Das was man nicht hat, meint man am meisten zu brauchen. Fehlannahme.
Aber paar soziale Kontakte hin und wieder sind für die meisten einfach menschliche Bedürfnisse.

Dennoch hörte ich oft, ein Mensch sei emotional stabiler wenn er gute Beziehungen hat. Hm.

Zitat von User_0815_4711:
Meine Mutter mittelgradig demente und schwer sehbehinderte Mutter habe ich ja sowieso immer um mich .

Du nimmst das bereitwillig an und magst sie auch?
Ich konnte das zu dem Zeitpunkt nicht als meine Mutter krank wurde. Es war halt irgendwo die Folge des vielen Alk., dass ihr Gehirn nicht mehr funktionierte. Und ich dachte mir, ich habe schon genug Chaos wegen diesem Alk. in meinem Leben gehabt, auch noch die Folgen und Irrsinn dadurch ertragen konnte ich nicht. Sie starb mir 71. Schlaganfall nach einem Jahr mehrerer Krankenhäuser und Pflegeheim.

• x 1 #68


User_0815_4711
Zitat von freely:
Aus purer Neugier, was ist deine Leidenschaft?

Natur im weitesten Sinne.
Ganz generell: Je mehr der Mensch daran beteiligt ist, desto weniger interessant ist es für mich.
Anders ausgedrückt: Alles, was dafür gemacht ist, gesehen zu werden, mag und brauche ich nicht.

Zitat von freely:
Das was man nicht hat, meint man am meisten zu brauchen.

Mit Sozialkontakten ist es bei mir wahrscheinlich so ähnlich wie mit Gewürzen: Ohne ist es auch nichts, aber sättigen tun sie auch nicht. Das tun meine Leidenschaften, die ich Großteils alleine auslebe. Mit einigen wenig intensiven, kollegialen Kontakten.

Zitat von freely:
ein Mensch sei emotional stabiler wenn er gute Beziehungen hat.

Ja schon, aber für einen Intro ist eine hohe Dosis davon Gift und laugt ihn aus. Da langt eine kleine Dosis.

Zitat von freely:
Du nimmst das bereitwillig an und magst sie auch?

Ja, sonst würde ich es nicht tun. Man wächst da hinein, auch in die Verschlechterungen. Vorher haben wir meinen Vater 11 Jahre zu zweit betreut und gepflegt. Nach seinem Tod hat sich meine Mutter ziemlich fallen lassen und besser wird es nicht mehr, nur schlechter.

Bei meinen Eltern war keinerlei Substanzmissbrauch im Spiel, habe nur im erweiterten Familienkreis zwei Alk., glücklicherweise weit genug entfernt. Wenn man Alk. ist, ist es verständlich, dass man irgendwann Abstand nehmen muss, um sich selber zu schützen.

So, jetzt gehts noch raus mit meiner Mutter 😉 .

• x 1 #69


freely
Zitat von Azure:
Ich freue mich über jeden, der sich zu uns auf Stand 0 hocharbeitet.

Habe nochmal drüber nachgedacht, was denn unter 0, also im Minus wäre.
Das wäre wohl, wenn man sich selbst nicht mehr versorgen kann?
Nunja ich habe wiedermal keinen Job. Da bin ich also im Minus.
Andere Dinge laufen auch eher so vor sich hin und es gäbe Nachholbedarf.
Also da ist schon einiges im Minus.
Dann muss ich mich wohl eher auch erst auf 0 hocharbeiten.

• x 1 #70


Azure
Hi freely, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ob ich dein "Pause vom Job" wahrgenommen hatte.
Da du auch von Kolleginnen geschrieben hattest, hatte ich nicht realisert, dass du derzeit arbeitslos bist.

Ja Arbeitslosigkeit wäre für mich vermutlich auch unter Level 0. Zumindest der Absturz in die Arbeitslosigkeit. Danach könnte ich mir vorstellen, dass ich dann erlebe, wie sich der Berufsstress abbaut und ich vermutlich extrem motiviert in Jobsuche gehen würde um abschließend mich ziemlich bald als Langzeitarbeitsloser unter Level 0 zu fühlen.

Ich hatte, als ich mich rhethorisch zu dir auf Level 0 gesellte die permanente Angst vor Augen, beruflich abzustürzen: Eine Angst die ich derzeit im Zuge von der Situation in der Automatisierung real vor mir habe. Wissen, das meine Energie begrenzt ist, ich gefühlt nicht vom Fleck komme in Verbindung mit meiner Verantwortung entspricht für mich derzeit einem Level 0. Eben mit Flatterversuchen und kurzen Höhenflügen.

Ein Bekannter, der einen guten Job hatte und der fachlich sehr fit ist hat gerade 6 Monate Arbeitslosigkeit hinter sich. Bei ihm sah ich wieder, wie schnell man tief fallen kann.

• #71


freely
Zitat von Azure:
Ein Bekannter, der einen guten Job hatte und der fachlich sehr fit ist hat gerade 6 Monate Arbeitslosigkeit hinter sich. Bei ihm sah ich wieder, wie schnell man tief fallen kann.

Das sehe ich nicht mehr so. Ich finde es viel schlimmer sich für einen Job selbst zu verraten. Dinge hinzunehmen die unter der Würde des Menschen sind. Ja diesen Luxus können wir uns hier leisten.
Was ich bisher in meinem Arbeitsleben erlebt habe lässt mich nicht darauf schließen, dass die Leute sehen welche Verantwortung sie auch selbst tragen damit jeder gesund im Berufsleben bleibt. Viele werden einfach nur ausgebeutet und wenn es ganz doof läuft auch noch gemobbt. Dann zahlt für den Schaden, sage ich mir.

Schon in meiner Ausbildung war ich zusätzlich Babysitterin und Putzhilfe für meine Chefin. Von Ausbildung kaum eine Spur. Als ich dann mal sagte ich bräuchte eigentlich nicht das Baby versorgen oder die Büro Räume putzen, kam dann, sie brauchen auch gar nicht mehr kommen. Das war der Dank. Bloß die hohen Herrschaften nicht kritisieren, denn sie sitzen am längeren Hebel. Die Chefin wollte das dann zwar wieder gerade biegen, aber ich wollte da nicht mehr bleiben und beendete die Ausbildung in einem anderen Betrieb. Tja dann kam sie ganz schön ins Rudern, so ohne Babysitter. Die andere Ausbilfungsstelle war das genaue Gegenteil, sie erwarteten all das was man in dem Lehrjahr schon können sollte, aber mir keiner beigebracht hatte. Kam mir so richtig schön doof vor und hatte eine Vereinbarung unterschrieben das weder ich noch meine ehemalige Chefin etwas schlechtes über den anderen erzählen. Also nicht mal die Wahrheit mit dem Babysitten.

So gab es noch andere Geschichten, wie dass der Chef sich bei mir Hoffnung machte. Er wollte das ich bei ihm im Haus einziehen, mit mir frühstücken und so Zeug. Als ich einmal zum Frühstück nicht kam, weil es ein Missverständnis gab, wurde ich gekündigt. 😵‍💫
Dabei hatte ich den Job gut gemacht. Die Kunden möchten mich und verlangten sogar nach mir. Tja.

Ich kann schauen ob ich beim letzten Job nochmal rein komme. Aber habe schon etwas Bedenken es wird eine komische Atmosphäre herrschen sei es ob ich das Mobbing anspreche oder nicht.
Vielleicht werde ich es mit Humor rüber bringen, dass sie sich diesmal das Mobben aber verkneifen sollen.

Andererseits denke ich mir, ich sollte weg von diesem ganzen kranken Zeug.
Lieber irgendwo auf einem Bauernhof mit Selbstversorgung, Tierhaltung und Hofladen arbeiten. Schön in der Natur mit Tieren und achtsamen Menschen.

Doch ich träume bisher nur davon und kann es nicht angehen. Irgendwo gibt es das ja sicher. Das hieße alles hier abbrechen und neu anfangen. Und ob es dann wirklich besser ist?
Naja der Verstand halt. Status Qou erhalten, denn da weiß man was man hat.

• #72


R
Mir ging es auch so im Berufsleben: Stets musste man Aufgaben erfüllen für das Geld, die verlangt wurden, aber nicht die eigenen sind. Bin nicht mehr der Jüngste, es hat sich eine Lösung gefunden, die Rente. Seitdem kann ich eigenverantwortlich mein Leben gestalten, ohne dass mir jemand reinredet, und es geht mir so gut wie nie zuvor. Somit könnte ich verstehen, wenn jemand die Arbeitslosigkeit zur eigenen Entfaltung nutzt und nicht nur zum Gehorchen. Die Kehrseite: Der gesamte Tagesablauf bleibt in Eigenregie, niemand sagt einem, wann man aufstehen soll, außer man selbst. Die Sozialkontakte sind auch nicht unter den Kollegen automatisch gegeben, die muss man selbst inszenieren. Mir hat die arbeitsfreie Zeit einen persönlichen Aufschwung gegeben und eine Heilung der psychischen Störung.

• x 1 #73


freely
Zitat von realo:
Mir ging es auch so im Berufsleben: Stets musste man Aufgaben erfüllen für das Geld, die verlangt wurden, aber nicht die eigenen sind.

So sehe ich das noch nicht einmal.
Mit dieser Denkweise würde ich auch nur schlecht arbeiten.
Für mich ist das eher wie eine Gemeinschaftsarbeit. So ein bisschen Sinn muss ich darin dann auch sehen. Geld allein ist es nicht, eher hinderlich sogar bei kreativen und sozialen Jobs finde ich.

Ich hatte sonst einen Chef und gleichgestellt Kollegen. Letztes Mal höher gestellte Kollegen die sich wie Chefs aufspielten und ihren Selbstwert damit pushten. War teils widerlich.


Zitat von realo:
Mir hat die arbeitsfreie Zeit einen persönlichen Aufschwung gegeben und eine Heilung der psychischen Störung.

Ideal 🙂


Ich habe immer noch keine Entscheidung treffen können ob ich zu dem Job zurück will. Ich tendiere zu Nein, weil paar Leute mir echt nicht gut taten. Andererseits waren da wenigsten Leute...

• x 1 #74


sandracookie
Zitat von realo:
Die Kehrseite: Der gesamte Tagesablauf bleibt in Eigenregie, niemand sagt einem, wann man aufstehen soll, außer man selbst. Die Sozialkontakte sind auch nicht unter den Kollegen automatisch gegeben, die muss man selbst inszenieren

Das ist der Punkt, wo ich gerade während meiner Krankschreibung hardere. Die ganze Struktur fällt weg und ich bin ständig zwischen Extremen. Gestern total produktiv, direkt nach dem Aufstehen mit kleinen Dingen angefangen und dann lief auch der ganze Tag so, war noch einkaufen und hatte dann noch Therapie Termin, nachmittags noch mit dem Kind draußen bis zum Abendessen (gab noch Reste vom Vortag, also mussten mein Mann und ich zumindest nicht noch kochen).
Es verlief gut, aber war auch anstrengend und heute gelingt es mir wieder gar nicht, hab zwar gefrühstückt, aber bin seit dem nur am Handy und die Zeit rennt mir davon, aber kann mich einfach nicht aufraffen, vielleicht war es gestern auch zu viel für meinen momentanen Zustand.

Bei den sozialen Kontakten hingegen, ist was faszinierendes passiert:
Ich freue mich total auf anstehende Sachen, wie Geburtstage von Familie, Freunden und Festen. Plötzlich kann ich das wieder genießen, weil ich unter der Woche viel mehr Raum für mich habe und diese ganzen Dinge nicht obendrauf kommen. Sonst bin ich oft eher genervt, wenn viel los ist am Wochenende, weil mich das auch Energie kostet.

• #75


sandracookie
Zitat von freely:
Ich tendiere zu Nein, weil paar Leute mir echt nicht gut taten. Andererseits waren da wenigsten Leute...

Das ist auch schwierig, vom Bauchgefühl her, würde ich sagen ich hätte lieber keine Leute um mich herum, als welche, die nicht gut tun.
Aber das kann man sich nur selten im Leben aussuchen, vor allem in der Arbeitswelt ist es schwer da ein passendes Setting zu finden, wobei ich mittlerweile aber auch unterscheide: Arbeitskollegen sind eben nur Kollegen und nicht automatisch Familie, Freunde. Da bleibe ich generell zurückhaltender und oberflächlicher was die zwischenmenschliche Beziehung unser der Austausch zu privatem angeht. Es reicht das berufliche zu besprechen.

• x 1 #76


User_0815_4711
Zitat von freely:
eher hinderlich sogar bei kreativen und sozialen Jobs finde ich.

Die besten Sachen habe ich immer ohne Bezahlung gemacht.
Jegliches Geld verdirbt mir leider die Lust an der Sache, es wird Zwang daraus.

• x 2 #77

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User_0815_4711
Zitat von freely:
Andererseits waren da wenigsten Leute...

Besser schlechte Kontakte als gar keine Kontakte?

• #78


freely
@User_0815_4711

Nunja es waren natürlich auch paar nette Leute dabei, sogar überwiegend. Doch wenn auch nur zwei hinten rum lästern, darf man nicht empfindlich sein.
Dieses hart sein und mir gut zureden, es macht mir nichts aus usw, war halt schon irgendwo anstrengend.
Da muss man wirklich mit sich selbst im Reinen sein, damit es einem nichts anhabt, denke ich.

• x 1 #79


freely
@User_0815_4711
Ja auf diese Weise hätte ich mir eine Leidenschaft zerstört. Wenn man in Menschen nur noch provit sieht, das ist nichts für mich.

Luxusproblem? Mein damaliger Chef hatte bei 0 in der Nachkriegszeit angefangen und sich zu einem kleinem erfolgreichen Unternehmen hochgearbeitet. Das geht ja nur wenn man an den Gewinn denkt und immer überlegt wie man diesen steigern kann.

• x 1 #80


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Dr. Reinhard Pichler
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