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freely
Zitat von sandracookie:
Arbeitskollegen sind eben nur Kollegen und nicht automatisch Familie, Freunde. Da bleibe ich generell zurückhaltender und oberflächlicher was die zwischenmenschliche Beziehung unser der Austausch zu privatem angeht. Es reicht das berufliche zu besprechen.

Ja. Es war halt schon extrem locker. Nur die zwei Tanzen haben es verdorben.

Bei der einen, die überall beliebt war, war es, dass ich sie immer im Auge behielt wenn wir in einem Raum waren. Also auch wenn sie hinter mir war, ich schätzte ab wo sie war und verfolgte auch alles was sie sagte. Das war eine sehr komische Erfahrung.
Ich würde am liebsten sagen, mit der stimmte etwas nicht. Dieses charismatische, herzliche und gleichzeitig vereinnahmende. Andererseits war sie emotional eher instabil, rastete gelegentlich aus, schrie andere und auch mich einmal an. Dann stand sie immer im Mittelpunkt.

Ich frag mal die KI dazu 🙃 Wenn ich nur ein psychologisches Profil erstellen könnte.

• #81


freely
Ich weiß man darf nicht allzu viel auf die KI geben, doch sie bestätigt meine Vermutung. Histrionisch und narzistische Persönlichkeitsstörung war auch mein erster Gedanke.
Vor allem auch dieses Abwerten. Sie meinte mein Kleidungsstil würde mich 10 Jahre älter machen. Sowas sagt man jemanden eigentlich nicht.
Hing mir natürlich eine Weile nach. Bis ich wieder zum dem Schluß kam, ich fühl mich in meinen Kleidern wohl. Sagte ihr dann auch einige Zeit später, das ich auf altmodisch stehe 😋

• #82


A


Alles auf 0

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sandracookie
Zitat von freely:
Ja. Es war halt schon extrem locker. Nur die zwei Tanzen haben es verdorben.

Leider reichen manchmal ein oder zwei Leute aus, um eine ganze Gruppe/Team in seiner Dynamik negativ zu beeinflussen.
Was du über die Kollegin schreibst, klingt schon nach einem ziemlichen Kontrast. Vielleicht war sie nur solange freundlich, wie sie sich Unterstützung erhofft hat und solange sich andere so verhalten, wie sie es erwartet hat?
Gibt viele Leute, die plötzlich ein ganz anderes Gesicht zeigen, wenn man mal nein sagt und Grenzen zieht.
Aber das sind nur Mutmaßungen aus eigenen Erfahrungen, ich kenne sie ja nicht. Abwerten und auch Anschreien ist für mich aber einfach nur respektlos und grenzüberschreitend.
Zitat von freely:
Hing mir natürlich eine Weile nach. Bis ich wieder zum dem Schluß kam, ich fühl mich in meinen Kleidern wohl. Sagte ihr dann auch einige Zeit später, das ich auf altmodisch stehe

Bei dem Beispiel klingt es nach einem gesunden Prozess, dass man sich wieder auf sich selbst konzentriert und bewusst wird, dass das die einzige Meinung ist, die wichtig ist, die eigene ist - das ist der Punkt, wo man sich viel zu oft das Gesagte von anderen zu Herzen nimmt und zulässt, dass das eigene Selbstwertgefühl in Mitleidenschaft gezogen wird, obwohl sowas mehr über die andere Person aussagt, als über einen selbst 😪

• x 1 #83


freely
Andererseits ist es auch so, dass ich ganz etwas anderes machen möchte.
Ich will eigentlich umziehen irgendwo in die Pampa. Die Wohnung ist hier zu hellhörig und die Mieter auch zu laut, das setzt mich ständig wie unter Strom.

Ich hatte früher zum Einschlafen immer ein Buch gelesen. Das kann ich jetzt nicht mehr, weil so viel Gepolter auch in der Vergangenheit war und ich schon ganz angespannt beim Lesen bin. Also läuft ein Film zum Einschlafen dann höre ich kein Geklapper und Gepolter.
Auf Dauer will ich das so aber nicht.

Sogar Sonntags ist für manche hier Großputztag. Die Wama läuft vor 10 Uhr. Der Balkon wird gesaugt und dabei Möbel hin und her geschoben.
Ich denke dann, kann man nicht mal Sonntags ruhig sein?!

Also ausziehen steht schon lange an. Den Arbeitsvertrag zu verlängern bringt mir keinen Nutzen in dieser Hinsicht. Ich verschiebe nur wieder etwas, das mir unangenehm ist.
Umziehen ist erst mal unangenehm.
Aber wenn ich es nicht angehe, kann ich auch gleich dort weiter arbeiten.

Erkältung ist auch noch nicht richtig weg. Husten der nicht weg geht und schlapp fühle ich mich.
Vielleicht will ich auch unbewusst nicht gesund werden, weil dann müsste ich mich ja mit all den anstehenden Sachen befassen.

Oh wo ist der Resetknopf 🙃

• x 1 #84


freely
Zitat von sandracookie:
Vielleicht war sie nur solange freundlich, wie sie sich Unterstützung erhofft hat und solange sich andere so verhalten, wie sie es erwartet hat?

Ja. Ich vermute es lag an einer bestimmten Reaktion von mir.
Sie wollten sich zu einem regelmäßigen kollegialen Essen treffen, ich sollte wohl mit dabei sein, sie fragte mich intetessiert. Erst sagte ich zu, dann war mir dieses aufbrausende, überdrehte Verhalten (ihr Lachen hörte man durchs ganze Geschäft) aber zu viel und ich sagte ab.

Wahrscheinlich war es das. Ich sagte ein Essen mit der großartigen und überall beliebten Königin einfach so ab. Das war wohl wie eine Demütigung für sie.

Kurz danach redete sie schlecht über mich, während ich anwesend war. So in einer Lautstärke wo man nicht weiß, ob sie wissen das man es hört. Ich war total perplex.

• #85


freely
Und dann frage ich mich, warum habe ich wieder so einen Mist erleben müssen.
Ich habe ja bald alles durch.

Und der im Jobcenter sagte dazu, Willkommen im Arbeitsleben. Das ist Verharmlosung von Mobbing.

Ein Teil von mir würde die am liebsten alle anschwärzen.
Aber wen interessiert das schon. Jeder macht nur seinen Job und will keine Verantwortung tragen. So scheint es mir.

Ich frage mich auch, ob ich so lange solche Situationen vorgesetzt bekomme, bis ich mal auf den Tisch haue.

• #86


freely
Zitat von sandracookie:
Bei dem Beispiel klingt es nach einem gesunden Prozess, dass man sich wieder auf sich selbst konzentriert und bewusst wird, dass das die einzige Meinung ist, die wichtig ist, die eigene ist - das ist der Punkt, wo man sich viel zu oft das Gesagte von anderen zu Herzen nimmt und zulässt, dass das eigene Selbstwertgefühl in Mitleidenschaft gezogen wird

Ja das geht halt schon in die Richtung von narzistischer Manipulation.
Das war jetzt ein offensichtliches Vorgehen. Vieles lief aber so unterschwellig, dass ich mich nach der Arbeit schlecht fühlte und gar nicht wusste warum. Sich vor solch Attacken zu schützen ist schon etwas herausfordernder.

• #87


freely
Ich schreib Romane, Sorry 🫣
Irgendwie versuche ich Klarheit zu bekommen was ich jetzt am besten tun soll.

Konfrontation und mir beweisen, dass ich mit solch Leuten umgehen kann?
Oder Ruhe und Frieden suchen, auch wenn das bedeutet dass ich mich nur verstecke und mir erstmal der Antrieb fehlt irgendetwas andereres in Angriff zu nehmen.

• #88


sandracookie
@freely
Das kann ich zum Teil nachvollziehen. Wir haben auch eine Weile zur Miete gewohnt (überschaubar mit 6 Parteien), zwar immer ländlich und dadurch automatisch ruhiger und mit größtenteils netten Nachbarn, aber Krach war trotzdem immer irgendwie im Haus. Dann hatten wir kurzzeitig ein Haus mit Garten gemietet, wo aber der Vermieter auch viel am Wochenende da war und auf der anderen Etage gewohnt hat und auch hier, obwohl man sich gut verstanden hatte, war irgendwann der Wunsch nach dem Eigenheim groß und seit einem Jahr wohnen wir tatsächlich im eigenen Haus und fühlen uns wohl. Man ist selbstbestimmter und für mich macht es bei Renovierungsarbeiten auch einen Unterschied, ob ich das Geld investieren kann wie wir möchten und auch Garten, Räume gestalten wir nach unseren Vorstellungen, ohne uns mit einem Vermieter absprechen zu müssen.
Aufwand ist es natürlich erstmal, aber wenn es ein Traum ist, dann lohnt es sich auch, dafür diesen Aufwand in Kauf zu nehmen.
Zitat von freely:
Erkältung ist auch noch nicht richtig weg. Husten der nicht weg geht und schlapp fühle ich mich.

Dann noch weiterhin gute Besserung, sowas kann leider hartnäckig sein.

• x 1 #89


sandracookie
@freely
Das glaube ich dir, dass das alles keine leichten Entscheidungen sind 😔
Bei mir am Arbeitsplatz ist auch einiges zwischenmenschliches passiert und die Situationen sind total ungerecht. Einmal wurde lange Zeit etwas vernachlässigt und ignoriert, als ich dann mit etwas mehr Nachdruck darauf hingewiesen habe, weil es wirklich irgendwann kritisch gewesen wäre, wenn sowas mal bei Überprüfungen aufgefallen wäre, wurde mir von meiner Chefin vorgeworfen ich hätte meine Kollegin und den Kollegen nur "in die Pfanne hauen und Streit anzetteln wollen".
Das ganze Team ist mittlerweile bei uns gespalten gewesen, man wird ungleich behandelt und obwohl ich auch vieles angesprochen habe, wurde ich nicht ernst genommen bzw. der Spieß dann mit solchen Vorwürfen umgedreht und die, die sich wirklich daneben verhalten, kommen ungeschoren davon...
Zitat von freely:
Konfrontation und mir beweisen, dass ich mit solch Leuten umgehen kann?
Oder Ruhe und Frieden suchen, auch wenn das bedeutet dass ich mich nur verstecke und mir erstmal der Antrieb fehlt irgendetwas andereres in Angriff zu nehmen.

Ich würde es nicht als verstecken sehen, vielleicht eher als gesundes abgrenzen und erholen von solchen Menschen. Der Antrieb kommt vielleicht nach der Erholung wieder.
Was aber schon ein Problem ist und ich denke, dass wollte der Mann vom Jobcenter eigentlich mit seiner Aussage ausdrücken, ist, dass es solche zwischenmenschlichen Probleme immer geben kann und gerade in der Arbeitswelt ist das keine Seltenheit, was es natürlich nicht legitimiert, aber leider etwas ist, wo man sich fragt, wie man auf Dauer überhaupt damit umgehen kann, denn wenn man sich wegen sowas für einen anderen Job entscheidet, kann man schnell vom Regen in die Traufe kommen.
Leider höre ich von den Menschen in meinem Umfeld von ihrer Arbeit auch nur sehr negatives über Dinge wie Arbeitsklima, Miteinander und Umgang mit Konflikten durch verschiedenste Berufe hindurch.
Personalmangel und die ständige Kostenfrage verschärfen das Ganze und da braucht man sich eigentlich nicht wundern, warum die Menschen krank werden, den Job ständig wechseln und versuchen so früh wie möglich in Rente zu gehen - das ist leider ein größeres gesellschaftliches Problem.

• x 1 #90


freely
Danke für deinen klaren Blick 🙂

Also man braucht schon einen dickeren Pelz.
Ich denke halt immer, solche Missstände gehören geändert. Wenn sich alle auf die Hinterbeine stellen sollte das doch möglich sein. Es ist doch ein Geben und Nehmen.
Aber gut, leider mischt die Politik auch zu sehr nachteilig mit.

Vielleicht werde ich wirklich das mal angehen, was ich vorhabe. Blöde Formulierung "vielleicht".

Es ist noch nicht mal unmöglich, einige Menschen steigen soweit wie möglich aus diesem System aus. Leben soweit wie möglich selbstbestimmt.

• x 1 #91


sandracookie
@freely
Zitat von freely:
Also man braucht schon einen dickeren Pelz.
Ich denke halt immer, solche Missstände gehören geändert. Wenn sich alle auf die Hinterbeine stellen sollte das doch möglich sein. Es ist doch ein Geben und Nehmen.

Dass ich einen dickeren Pelz bräuchte, höre ich gefühlt schon, seit ich denken kann 🙈
Das sehe ich ähnlich, ich würde bei sowas auch gerne die Umstände ändern können. Nur leider stellen sich selten alle auf die Hinterbeine und wenn sich nur ein, zwei vielleicht drei Leute beschweren und der Rest nicht, wird der bequemere Weg eingeschlagen und eher nach Lösungen gesucht, wie man die vermeintlichen "Unruhestifter" umgehen kann.
Dass die Konflikte dann unterschwellig weiter brodeln und es nur eine Frage der Zeit bis zur nächsten Eskalation ist, weil nichts ausgesprochen und geklärt ist, wird leider ausgeblendet.
Zitat von freely:
Vielleicht werde ich wirklich das mal angehen, was ich vorhabe. Blöde Formulierung "vielleicht".

Einfach machen 😉 und zB mit informieren anfangen, das ist unverbindlich und man hat nichts zu verlieren (ich weiß, sagt die richtige, die selbst weder Struktur, noch Anfang findet 😅)
Das stimmt, es gibt durchaus Möglichkeiten da auszusteigen, ich bewundere solche Menschen auch, die das machen und können, aber ich versuche ihr Leben dann so zu sehen, wie es ist, denn auch da ist nicht alles einfach und es gibt Vor- und Nachteile.

• x 1 #92


freely
Zitat von sandracookie:
Einfach machen und zB mit informieren anfangen, das ist unverbindlich und man hat nichts zu verlieren (ich weiß, sagt die richtige, die selbst weder Struktur, noch Anfang findet )

Ja 🙂 nur ich fürchte sogar das es dann klappt 🤪
Und ich bin so unvorbereitet. Schon allein nicht richtig mobil wegen Auto das zum TÜV muss, dann der Keller falls ich ausziehen sollte.
Ich kenne aber auch die Erfahrung, dass sich alles irgendwie fügt wenn man mal gestartet ist.


Zitat von sandracookie:
Das stimmt, es gibt durchaus Möglichkeiten da auszusteigen, ich bewundere solche Menschen auch, die das machen und können, aber ich versuche ihr Leben dann so zu sehen, wie es ist, denn auch da ist nicht alles einfach und es gibt Vor- und Nachteile.

Ich sehe nur Vorteile, weil ich auf viel Luxus und Komfort gut verzichten kann.
Und es gibt so viele Vorreiter.

Ich kann es nur nicht alleine tun, ich muss mich an Be- bzw Entstehendes dran hängen. Ein ähnliches Projekt und ich helfe mit.

Ich bin meine Wohnung trotz dass mich der Lärm sehr stört, schon sehr gewöhnt. Noch nie habe ich an einem Ort so lange gewohnt. In der Kindheit bin ich ja schon oft umgezogen, war in 6 verschiedenen Schulen bis zur 10. Klasse.

• x 1 #93


R
Zitat von freely:
Es ist noch nicht mal unmöglich, einige Menschen steigen soweit wie möglich aus diesem System aus. Leben soweit wie möglich selbstbestimmt.

Das sollten alle Menschen tun: selbstbestimmt leben. Das System ist ja keine Amme, die nährt, bis man wohlig und prall ist. Es liegt an einem selbst als Individuum, wie das Leben verläuft. Es gibt äußere Umstände, aber wirklich entscheidend sind die inneren seelischen Empfindungen. Wer krank sein will, weil er sich dadurch einen Mehrwert verspricht, dem geht es eben schlecht. Es sind auch die vielen Entscheidungen nicht notwendig, es gibt ein Sowohl-als-auch und dann finden die Polaritäten zusammen zu einem Ganzen. Wenn man umziehen möchte, muss man das tun. Das kostet Überwindung und viel Fleiß, aber wenn die Motivation groß ist, ist das zu schaffen. Soll es jedoch nur eine Drohung sein, damit sich die Nachbarn ändern und endlich Frieden geben, wird sich nichts bewegen und der Verdruss ist vorprogrammiert. Die Mitmenschen leben nicht zur eigenen Befriedigung, sondern zu ihrer. Das kann Konflikte geben. Ein selbstbestimmter Mensch wartet nicht darauf, dass einer kommt, der Liebe bringt, er liebt ganz einfach. Ein inneres Gefühl der Verbindung.

• x 1 #94


freely
Seit dem ersten Aufwachen drehen sich meine Gedanken nur wieder um diesen Job und das Mobbing das die zwei Damen dort praktizierten.

Kann das echt schlecht abschließen, weil der Job mir ja auch gefiel.
Und dann habe ich ihnen den Sieg überlassen. Die haben mich erfolgreich raus gemobbt. Ich habe den *beep* eingezogen und bin gegangen.

Ich weiß nicht ob und wie ich das so stehen lassen kann.
Es kam dort schon öfter zu Mobbing hatte ich erfahren und die zwei Damen haben immer noch ihren Posten?!
Das ist ungerecht und ich tue nichts dagegen. Wie kann ich meinem Kind beibringen sich gegen so etwas zu wehren, wenn ich es selbst nicht tue?
Wie kann etwas besser werden, wenn kaum jemand etwas dafür tut?!

Schon der Sachbearbeiter vom Jobcenter hatte sagen müssen, - Was Mobbing?! Da müssen wir aber etwas dagegen tun, so geht das ja nicht!
Aber nö, ist nichts besonderes und ist halt so.

Ich male mir in den Gedanken schon aus, wo ich überall einBrief dazu hin schicke. Vielleicht auch bis zum Bürgermeister.

Das kann es doch echt nicht sein. Da wird gepredigt gegen Diskriminierung und Mobbing von Ausländern oder gleichgeschlechtlich, aber in der Praxis wird nicht mal ein Normalo vor sowas geschützt.
Sollte ich vielleicht sagen ich bin gleichgeschlechtlich oder dass ich ein Migrationshintergrund habe? Gehöre ich dann zur schützenswerten Minderheit?

Wenn ich nur etwas mehr Elan hätte, nicht so zur Resignation tendieren würde.

Was ich erreichen wollte, dass mindestens eine dieser zwei Frauen raus geschmissen wird. Das dort eine kompetente Person als Gruppenleiter eingesetzt wird.

Ich will das noch nicht mal nur für mich, sondern einfach weil es so richtig wäre.

• x 1 #95


R
Das Mobbingopfer, auch eine Opferrolle. Es klingt nach gekränkter Eitelkeit und Rache. Der Bürgermeister soll es richten oder der Staat Schutz bieten, völlig anonym. Die anderen, die bösen da hinten, sollen hinausgeschmissen werden. Die Wut wegen der Ungerechtigkeit ist riesig. Man würde den anderen am liebsten erwürgen. Solche zwischenmenschlichen Konflikte kommen doch häufig vor unter Menschen. Mal ist man selbst der Täter, das ist völlig o. k., darüber wird kein Wort verloren, und mal ist man das Opfer, da wird laut geschimpft. Mobbing, eine Generalaussage über das Opfer sein und selbst der Arbeitsberater meint, das geht nicht und nichts passiert. Mobbing am Arbeitsplatz ist inzwischen ein geflügeltes Wort und wird als Spaß eingesetzt, immer dann, wenn der Wunsch nicht erfüllt wird. Am besten, ohne etwas zu sagen, sondern ganz automatisch im Vorhinein. Wunsch geträumt, 'bum' ist er in der Realität erfüllt. Das ist das Gegenteil von Mobbing. Beim Monning nimmt einem einer was weg, keinen Gegenstand, dann wäre es Raub, sondern einen ideellen Wert. Selbstachtung oder Selbstvertrauen, ein übler Verlust. Je schwächer man ist, desto mehr kann man wegnehmen, bis nichts mehr übrig bleibt. Dann kreist dieser Vorfall ständig im Kopf mit den aggressivsten Rachegedanken wegen der Ungerechtigkeit. Es ist kaum auszuhalten, diese Wut. Hatte schon öfter Mobbing am Arbeitsplatz, ich bin anders als die anderen.

• x 2 #96


Ulrich54
Zitat von freely:
Und nicht nur daran, es waren noch andere Dinge im privaten Bereich, alle mit der selben Message, ich scheine absolut falsch und unbedeutend zu sein. So meine Gedanken. Ich weiß man sollte das Verhalten von Idioten nicht auf sich beziehen. Aber wenn es zu viele Idioten sind? Und dann bin ich ja scheinbar nicht unschuldig. Wie muss ich denn sein, damit ich ok für andere bin?
Ich dachte lange, ich richte mich daran nicht aus, aber irgendwo tue ich es ja doch. Dazu eine Portion Wut und Arroganz, weil wer verbiegt sich schon ständig gern für andere und es ist dennoch nie genug.

Hallo, das kenne ich nur zu gut - und habe auch keine Erklärung dafür. Ich fühle mich unverstanden und teilweise ignoriert. Das ist nicht gerade gut für mein Selbstwertgefühl. Dann kommt schnell der Verdacht auf, hintergangen zu werden. Ich ziehe mich dann eher zurück, als daß ich die Flucht nach vorne antrete. Ich bin ein harmoniebedürftiger Mensch und möchte keinen Zoff.
Gelernt habe ich im Leben, mich nicht ständig selber zu hinterfragen. Dieses und Jenes hätte ich anders machen sollen und nächstes Mal wird alles Anders - eben nicht....

• x 1 #97

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User_0815_4711
Zitat von Ulrich54:
Ich fühle mich unverstanden und teilweise ignoriert.

Das war bei mir auch schon immer so. In der Verwandtschaft war ich immer komplett uninteressant. Bis auf einen Cousin, der hin und wieder kommt und wertschätzt, dass er nur mit mir so reden kann.

Aber das kommt mir nicht ungelegen, suchen sie wenigstens keinen Kontakt und nerven nicht.

Bei meinen wenigen Leidenschaftsbekannten ist das was anders, da wertschätzen wir uns gegenseitig, versuchen aber auch, uns nicht zu nerven, weil alle ein übervolles Leben haben.

• x 3 #98


freely
Zitat von Ulrich54:
Ich fühle mich unverstanden und teilweise ignoriert.

Da bekam ich heute mal wieder vom Gesetz der Anziehung zu hören. Oder vielleicht sind es eher selbsterfüllende Prophezeiungen.

Aber so richtig glaube ich daran, das die innere Haltung nach Außen durchscheint.

Aus Unsicherheit und Selbstzweifel heraus wird es schwer diesen Kreis zu durchbrechen. Man wünscht sich ja etwas Bestätigung um davon lassen zu können.
Ich versuche die Erwartungshaltung gänzlich raus zu nehmen. Vom bedürftig Nehmenden zum Gebenden zu wechseln.
Aber der Hintergedanke dafür dann dochetwas zu bekommen bleibt momentan.
Nunja.
Also 0 ist hier immer noch.
Was mir heute wieder klar geworden ist, mir fehlt extrem die Bewegung in der Natur. Ich bin zwar viel auf dem Balkon und schaue ins Grüne, aber das ist ja nicht das Gleiche.
Am Samstag war ich immerhin Eichelhüte sammeln, aber Kind hat mich etwas getrieben und wollte wieder nach Hause.

Zitat von User_0815_4711:
Aber das kommt mir nicht ungelegen, suchen sie wenigstens keinen Kontakt und nerven nicht.

Vielleicht strahlt du das auch aus? Mit gewünschte Ergebnis?

• x 1 #99


freely
Zitat von realo:
Das Mobbingopfer, auch eine Opferrolle. Es klingt nach gekränkter Eitelkeit und Rache. Der Bürgermeister soll es richten oder der Staat Schutz bieten, völlig anonym. Die anderen, die bösen da hinten, sollen hinausgeschmissen werden. Die Wut wegen der Ungerechtigkeit ist riesig. Man würde den anderen am liebsten erwürgen.

Hahaha gut getroffen 😉
Ich habe schon einige Sichtweisen durch.
Zb eine die mir auch ganz gut gefällt,- das sind doch eigentlich zwei arme Seelen. Ich nehme das nicht ernst und persönlich. Ich hatte das Verhalten zeitweise auch belächelt.


Zitat von realo:
Mobbing am Arbeitsplatz ist inzwischen ein geflügeltes Wort und wird als Spaß eingesetzt, immer dann, wenn der Wunsch nicht erfüllt wird.

Ich mag das Wort Mobbing an sich nicht, weiß aber nicht wie ich es sonst nennen soll.

So schade, dass ich an diesem Tag schon so neben mir stand, irgendwie eingeschüchtert und unsicher.
Ich hätte so gerne anders auf deren Verhalten reagiert. Eben nicht wie ein Opfer. Aber ich war so geschockt.
Ich mag solche Psychospielchen allerdings echt nicht.

Wenn man ein Problem mit dem Verhalten von jemanden hat, sollte man das doch besser demjenigen direkt sagen.

Ja wieviel hat es mit Eitelkeit bzw verletztem Stolz und Enttäuschung darüber zu tun, dass die beiden mich scheinbar nicht leiden konnten.
Ich kann das Verhalten absolut nicht nachvollziehen, weil es so boshaft war.
Und sie genau wussten, dass sie mich damit treffen.

Vielleicht hatten sie mit einer Reaktion gerechnet.
Den Kollegen neben mir hatten sie eigentlich auch mit ihren Worten beleidigt. Ich wäre noch nicht mal alleine dagestanden wenn ich sie darauf angesprochen hätte. Aber ich fühlte mich in dem Moment einfach nur klein und doof.
Nächstes Mal reagiere ich anders! 😬

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