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Ich bin neu hier und schreibe seit längerem mal wieder in einem Forum.
Wie schon die Überschrift aussagt, habe ich so ziemlich alles auf 0 absinken lassen.
Ich könnte noch aufschreiben was ich mache und habe und das betrifft eigentlich nur noch mein Zuhause. Grade soviel, dass ich etwas zu essen da habe und nicht im Dreck versinke. Bei der Post sieht es wieder schlecht aus, da liegen ein paar Briefe seit Wochen ungeöffnet da. Und dass ich zu keinem Arzt gehe kann man sich denken.
Vor einiger Zeit stand ich gar nicht so schlecht da, - dachte ich. Zumindest besser als jetzt. Klar, immer Auf's und Ab's.
Und jetzt wehre ich nur noch alles ab. Prokastination und Reaktanz in Perfektion.
Und auch 0 Kontakte mehr.
Und obwohl ich mich fast lebenslang immer wieder aus solch hoffnungslosen Gemütslage gekämpft habe, habe ich jetzt Zweifel, ob ich das nochmal schaffe, bzw nochmal will.
Schnauze-voll-Syndrom.
Und ich weiß, alles fängt beim Denken an. Und dennoch dieses ganzen Wissen nützt mir nichts mehr.
Ich könnte schreiben, was ich vermute, woran es liegt. Und dennoch könnte ich es nicht ändern.
In den früheren Foren habe ich selten mein Befinden zum Thema gemacht. Eher anderen versucht zu helfen und damit auch mein eigenes Denken korrigiert.
Aber die Erfahrung bzw Annahme war, wie kann ich anderen helfen, ohne mir selbst helfen zu können.
Aber ich werde es vielleicht nochmal versuchen.
Ich mache gerade all das, wovon ich anderen abraten würde.
Rede mich selbst schlecht, so ziemlich unrealistisch abwertend und selbstbemitleidend.
Mir ist das alles bewusst.
Ich glaube das ist die Folge u. a. von dem Alleinsein seit ca 2 Monaten nach blöden Erfahrungen. Ich würde so gerne alleine klar kommen, diese Abhängigkeit nach Gesehenwerden los werden.
Ich mag nichts mehr tun, weil ich alles alleine tun muss. Ich habe schon vieles alleine getan. Anfangs stolz darauf war, was ich mich alles getraut habe, alleine zu tun. Doch jetzt, es ist öde, macht mir noch mehr bewusst wie alleine und damit falsch ich bin.
Ich weiß es gibt viele Möglichkeiten, habe ich sicher fast alle schon getestet und wehre mich jetzt vehement dagegen, weil die Erfahrungen nie hilfreich waren.
Was wäre der kleinstmögliche Schritt fragte ich mich, - das ist hier zu schreiben dachte ich mir.
Ich hoffe es hagelt nicht lauter RatSchläge und das Aufzählen von all den Dingen die man tun kann oder sollte wenn es einem schlecht geht. Denn ich kenne diese Möglichkeiten, aber kann und will sie derzeit nicht.
Ich verstehe selbst nicht warum ich das tue. Warum ich alles wieder so schleifen lasse. Und mich auch 0 mit hilfreichen Dingen befassen will.
Wie als wenn ich mich selbst bestrafen oder freiwillig Leiden will. Oder vielleicht warte ich auch nur darauf gerettet zu werden, wobei doch jeder sagt und weiß, so etwas wird nie passieren.
Dennoch, ich glaube genau, daran hängt es. Jeder mag etwas anderes unter Retten verstehen. Vielleicht ist es ja doch etwas ganz selbstverständliches bzw wünscheswertes.
• • 12.10.2026 x 7 #1
