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User_0815_4711
Zitat von freely:
Manchmal habe ich das Gefühl da baut sich innerlich etwas auf wie ein Ballon der bald platzt und dann Rums! packe ich den ganzen Mist an.

Dieses Gefühl habe ich schon ein ganzes Leben lang.
Der Ballon ist nie geplatzt, aber er macht kleine Pupse 😉 .
Daher habe ich über die Jahrzehnte doch einiges geschafft, bin recht zufrieden damit.
Und kann immer noch was schaffen. Aber nichts im Mainstream 😉 .
Heute wars aber eher unproduktiv, habe nur recherchiert, nichts produziert. Aber immerhin!

• x 2 #141


User_0815_4711
Zitat von freely:
Weiß nicht warum ich so im Widerstand bin.

Das ist das Wesen einer Depression, denke ich.
Etwas, dass einen zurückhält, also Widerstand.
Ist bei mir ähnlich, aber wahrscheinlich nicht so stark wie bei dir.

• x 1 #142


A


Alles auf 0

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Feuerschale
Zitat von freely:
Passt total. Hab auch einen kleines Buch Nur für heute

Ah super, hätte nicht gedacht dass das heute noch Leute kennen.
Und wenn man es nicht kennt, liest sich das Programm ggf. etwas sperrig.
Zitat von freely:
Nächste Woche möchte zu einer EA Gruppe oder war es was mit Coabhängigkeit irgendwas mit gesunden Beziehungen lernen nach dem 12 Schritte Programm.

EA war ich auch viel, Emotion Anonymous....das ist allgemeiner, Gefühle Depression, Ängste und sowas.
Das andere ist glaub ich Coda. Da hab ich damals zu ländlich für gewohnt, da war nix in der Nähe.
Unter Menschen ist aber nicht schlecht denk ich. Gucken, ob man was teilt oder mitnehmen kann, da haben ja auch einige viel Erfahrung. Und da muss man auch nichts vormachen oder sich schämen, da haben ja einige auch einiges erlebt, gefühlt.
Zitat von freely:
Ich fokussieren mich zu schnell auf einzelne Menschen, werde wie abhängig. Meine Stimmung fällt und steigt dann, je nach Zuwendung und Verbindung.
Ist klar dass ich dann in Isolation und Abstinenz gehe.

Ja so Phasen hatte ich auch, gute Verbindung ist wie ein hoch, schlechte Verbindung ggf sehr tief, verletzlich,...
wobei auch das Gegenüber in so ein Muster dann ja passt.
Ich denke mit einem relativ ausgeglichenen offenen Menschen wäre das nicht unbedingt so.

Da kappt die Verbindung ja auch nicht ständig...und man rutscht auch nicht von jetzt auf gleich in die Abwertung, Gleichgültigkeit, wenn das Suchtmittel oder irgendwelche unrealen Phantasien wo man jeden behandeln kann als hätte der keine Gefühle dann so greift. Das geht ja auch tief ins Selbstwertgefühl . wenn man sich eigentlich liebevoll verbunden fühlt und sich auch wünscht, das dauert an.

Da ist ja Abkapslung auch Selbstschutz, vor einer sehr destruktiven Dynamik.

Warum neigt man dazu, auf sowas anzuspringen....das ist dann ein gutes Thema und da ist so ne SHG schon gut, glaub ich.Warum neigt man selber dazu, sich in die Irre führen zu lassen, sich nicht beim ersten Grenzübertritt gleich zu schützen, klar zu sehen und Grenzen zu setzen?
Wieso hat man sowenig Selbstwert, wieso schöpft man den nicht aus sich selbst / Umwelt/gesunder Freundeskreis, gute Werte o ä, das sind dann so die Themen....
Zitat von freely:
Bekomme ich nicht hin. Derzeit. Es kann sein es kommt ein Tag und ich mache alles was ich Monate habe liegen lassen. Das es mich sehr belastet und das noch unnötig, ist wirklich selbst eingebrockt.
Aktuell aber einfach zu schlapp.

Wenns nicht geht, gehts auch nicht.
Was heitß selbst eingebrockt? Es kommt ja auch auf die Ursache an, warum hängst du fest, warum fällts schwer.
Kann ja genauso was neurologisches sein, oder einmal zu oft Beziehungsstress und gedämpft und auf die Nase gefallen.

Hast du denn mit Depression zu tun? Das ist ja auch etwas mehr als "ich denk nur negativ und bin faul". da geht ja auch was neurologisches ab und eine Änderung im Gehirn. Da kann man auch nicht zu ungnädig mit sich sein, denk ich.

Bei mir dachte ich nur immer, kleine Herausfordrungen- wenn es geht- halten und machen....in Bewegung bleiben.
Überhaupt in Bewegung bleiben, auch wenns noch gar nix mit Ziel usw zu tun hat. Ich dachte umso eher bin ich gewappnet oder aktiviere dann auch die positiveren Zustände. Geht halt nicht immer auf...aber so in der Tendenz. Sonst hätte ich damals nicht gedacht, dass ich nochmal arbeiten gehen kann. Alleine wohnen ohne ständige Nervenzusammenbrüche, weil man sich um alles kümmern muss.
Zitat von freely:
das sind unterschiedliche Gründe. Am meisten wirklich, dass es mir zu doof ist. Diese Bürokratie, dieses ganze System ist mir zuwider. Das agiert doch nur zum Selbsterhalt meiner Meinung nach. Ich kann das nicht mehr ernst nehmen. Vielleicht ist das der Bereich wo ich alles nur negativ sehe.

Zb mein Kind könnte eine Schulbegleitung bekommen, wegen Autismus Diagnose. Ich habe also den Arztbrief und mein Kind ist in einer Förderschule. Das sollte doch reichen für den Antrag, oder? Nein, ich soll da persönlich zum Amt. Warum? Ich mache demzufolge gar nichts. Für mein Kind wäre es sicher hilfreich und mir kann man unterstellen ich kümmere mich nicht drum. Aber was soll das, warum machen die es so kompliziert? Die Kinderpsychologin sowie Schule können genau beschreiben welche Hilfe nötig wäre. Warum soll ich da hin?

Versteh ich, wenn man "ins System" muss, das hasse ich auch ziemlich. Auch Arzttermine, wenn da viel formelles ist, oder das geht nicht weil X das geht nicht weil y, hier kein Platz, keiner geht ans Telefon....ist schon ne Überwindung, nur manchmal muss es auch geklärt werden.

Wegen Autismus, könnte da bei dir auch was sein? Wird ja manchmal über jede oder ein über die andere Generation ein Stück vererbt?

Mit dem Antrag verstehe ich auch nicht. Wird doch sovieles heute sogar digital gemacht....dann Arztbrief hinten dran, denke auch das müsste reichen. Wollen die noch sowas wie ein Beratungsgespräch mit dem Psychologen oder sowas?
Zitat von freely:
Wenn ich draußen bin geht es eigentlich. Klar, mit Hund wäre besser. Einfach so in der Weltgeschichte rum dappen empfinde ich zurzeit sinnbefreit.
Das war aber auch schon ganz anders, da hielt ich es Zuhause kaum aus. Habe Ausflüge gemacht, Fotografiert dabei, Essen dabei. Hm.

gibt wohl verschiedene Zustände..... wann man was kann und braucht.
Zitat von User_0815_4711:
Das ist das Wesen einer Depression, denke ich.
Etwas, dass einen zurückhält, also Widerstand.

Ja so die Energielosigkeit, Schwerfälligkeit, ein großes "wozu eigentlich".
(in der leichteren Version, da ist es eher noch so ein Gedankenkampf und müde, schwarz malen).

Bin auch eher Fan von kleineren Veränderungen....kleinere gute Gewohnheiten anschaffen...immer mal was neues ausprobieren, und unter Menschen gehen, SHG, ich denke auch das kann ja in einem was bewegen über die Zeit.

• x 2 #143


Feuerschale
Wegen dem Antrag für Schulbegleitung, hab gerade mal bisschen recherchiert.
Also der Antrag geht auch schriftlich, der ist nicht formgebunden. Der ist auch gültig damit.
Das Jugendamt ermittelt dann den Bedarf und sucht einen Träger aus.

Es kann aber sein, dass sie wegen der "Hilfeplanermittlung" - was genau liegt vor, was wird gebraucht, dann ein persönliches Gespräch wollen. Ggf. würden die auch nach Hause kommen vom Jugendamt denk ich.
(aber ob man das jetzt will 🤔).

Oder ggf. wäre ein Treffen in der Schule gut, weil die können ja auch gut beschreiben, was genau das Problem ist oder wo Hilfe benötigt wird. Wie speziell die Betreuungsperson erfahren sein muss oder ausgebildet, bzw wo genau benötigt dein Kind Unterstützung.

So Hilfeplankonferenzen, da gehören die Eltern dann schon dazu,
Schule würde aber zusätzlich auch passen, plus dann Arztbrief.
Damit das Jugendamt danach den passenden richtigen Träger aussuchen können.
Gibt ja mehr so 08 15 und vielleicht spezialisiertere.

Wenn man das mag, kann man auch ansprechen ob eine ambulante Jugendhilfe z B gut wäre....
das machen so Sozialpädagogen, die kommen ein bis zweimal in der Woche nach Hause, falls es mit der Erziehung zu viel würde, also die unterstützen die Themen der Eltern als auch die der Kinder und das miteinander.

Alles halbe Jahr in etwa gibts dann so Hilfeplangespräche....mit der Jugendhilfe, dem Jugendamt und den Eltern.
Aber die Arbeit zwischen der Jugendhilfe /den Sozialpädagogen und den Eltern ist vertraulich, da gehts nur um grobere Punkte. Aber ich vermute, es wäre dir wohl jetzt too much. Würde ich auch nur machen, wenn du denkst, dein Kind leidet, oder es braucht jetzt ne Weichenstellung, und du bist alleine überfordert.

• x 1 #144


freely
Zitat von Feuerschale:
Wegen dem Antrag für Schulbegleitung, hab gerade mal bisschen recherchiert. Also der Antrag geht auch schriftlich, der ist nicht formgebunden. Der ...

Ja irgendwie Horror das ganze für mich, weil ich kein Vertrauen in das System habe. Die Schule war schon ein großer Reinfall. Einmal Familienhilfe, andere Beratungstellen, Ärzte. Alles so halbherzig.

Ja kann gut möglich sein dass eine Spur von Autismus bei mir dabei ist. Das würde erklären warum ich manchmal nicht weiß wie ich auf Leute in bestimmten Situationen reagieren soll. Ich würde sagen ich bin empathisch und mitfühlend, aber kann es dann nicht ausdrücken.
Manche Sinne sind manchmal überempfindlich. Besonders was Geräusche angeht, hochfrequente Töne die kaum jemand hört, machen mich verrückt 😬 Bei Gerüchen bin ich auch empfindlich.

Nunja, ist naheliegend aber nur eine Vermutung. Ich versteife mich nicht drauf, dass ich irgendwas nicht kann, weil x oder y.
Klar wenn man auf manche Dinge achtet oder vermeidet sinkt das Stresslevel. Aber aussuchen kann man sich auch nicht alles, wie zb ruhig zu wohnen.

Zitat von Feuerschale:
Warum neigt man dazu, auf sowas anzuspringen....das ist dann ein gutes Thema und da ist so ne SHG schon gut, glaub ich.

Vermute ich auch. Ich hoffe ich schaffe es dann auch wirklich dort hin.

Zitat von Feuerschale:
Was heitß selbst eingebrockt?

Vieles ist durchs Aufschieben schon so negativ behaftet. Ich gehe ja schon mit einem schlechten Gewissen dran. Das hätte ich leichter haben können.
Aber hilft alles nix, ich bin auch nicht sauer auf mich.

Ich kann überall nur demütig eingestehen, ich habe es nicht besser hinbekommen.
Bin ja jetzt auch kein Einzelfall.
Zahnarzt ist zb unangenehm weil ich nicht regelmäßig gehe. Aber immerhin habe ich noch alle Zähne im Mund, das ist keine Selbstverständlichkeit. Auto jetzt der erste Monat TÜV überzogen, auch keine Seltenheit, manche fahren monatelang so rum. Manche sogar ohne Führerschein oder gar betrunken.

Das hilft mir immer diese Dinge nicht als das Schlimmste was es gibt anzusehen. Das war auch schon mal anders. Da konnte ich dann schlecht schlafen oder bin kurz erstarrt wenn ich an etwas unangenehmes gedacht hatte.

Zitat von Feuerschale:
Hast du denn mit Depression zu tun? Das ist ja auch etwas mehr als "ich denk nur negativ und bin faul". da geht ja auch was neurologisches ab und eine Änderung im Gehirn.

Hm ich weiß nicht, unter Depressionen verstehen manche etwas anderes.
Ich denke es sind bei mir nur die Umstände. Und die führen zu einer depri Stimmung.
Ich kann mich da mit bestimmten Gedanken gut selbst rein steigern. So glaube ich. Ich bin aber sehr empfänglich für positive Einwirkung von Außen. Daher denke ich nicht, dass es eine rein körperlich bedingte Depression ist.

Eine Hirnforscherin und Therapeuten sagte dazu in einem Interview, Menschen mit Depressionen bräuchten meistens nur gesehen werden mit ihren Bedürfnissen.
Ich weiß nicht, ist das die Lösung für alle Menschen mit Depressionen? Manche hängen dann aber auch in der Vergangenheit fest und rückwirkend lässt sich halt nichts ändern, nichts mehr gut machen.

Ja, wozu eigentlich.. das habe ich hinsichtlich beim Kontakt mit anderen Menschen. Irgendwie endet es immer im Chaos oder Kontakt-Abbruch. Ich kann nach all den Jahren auf keinen Kontakt zurück greifen.
Naja ich kümmer mich mit Hilfe der shg jetzt dann darum.
Aber etwas leid bin ich es schon.

Manchmal hatte ich mir schon gewünscht, Außerirdische holen mich ab und zu denen passe ich dann. 😁

So Tag beenden, dankbar sein für alles was ist. 🤍

• x 1 #145


User_0815_4711
Zitat von freely:
Eine Hirnforscherin und Therapeuten sagte dazu in einem Interview, Menschen mit Depressionen bräuchten meistens nur gesehen werden mit ihren Bedürfnissen.
Ich weiß nicht, ist das die Lösung für alle Menschen mit Depressionen?

Sicher nicht.
Aber es gibt ja verschiedene Schweregrade und verschiedene Formen.
Bei leichten Depressionen kann das schon mal helfen, ins tun zu kommen.
Bei mir hilft es.Gesehen werden, aber nicht getreten werden.

• x 2 #146


Feuerschale
Zitat von User_0815_4711:
Aber es gibt ja verschiedene Schweregrade und verschiedene Formen.
Bei leichten Depressionen kann das schon mal helfen, ins tun zu kommen.

Zitat von freely:
Eine Hirnforscherin und Therapeuten sagte dazu in einem Interview, Menschen mit Depressionen bräuchten meistens nur gesehen werden mit ihren Bedürfnissen.

Wenn das so einfach wäre. Es hieß, Depressionen sind unterdrückte Bedürfnisse, ja. Ganz am Anfang mal.
Aber was sich dann alles an Frust, Rückzug, Unfähigkeit rausgebildet hat - Entwicklungsverzögerung, Hirnänderungen ggf. da ist dann bestimmt nicht mehr mit "nur Bedürfnisse anerkennen" getan. Als Anfang - ja.
Und besser als Bedürfnisse total ignorieren.
Zitat von User_0815_4711:
Bei mir hilft es.Gesehen werden, aber nicht getreten werden.

Hm, ja da sagst du was.
Ich mein gesehen werden ist ja schon oft Utopie anscheinend.

Wenn andere Menschen nur so bei ihrem sind und nichts anderes gilt, wird man eher nicht gesehen.
Wenns kein gegenseitiges Raum geben, zuhören, wichtig nehmen gibt. (Wertschätzung).
Dann kann sowas sein wie "hey ich brauch einen Planeten der um mich rumrotiert, ich Sonne, du - folge und sag ja und amen". Also das ist kein gesehen werden.

Aber ein echtes Gesehen werden birgt natürlich auch die Gefahr, dass man plötzlich als Feind erkannt wird, oder negatives betont wird oder rumkritisiert wird. oder man wird so rumgeschoben "du nutzt mir nicht genug" und wieder rumgekrittelt "du passt nicht in mein Programm" (ist das jetzt gar nicht gesehen werden oder ist das sehen und treten 🤔 ).

Also wohlwollend gesehen werden wäre schon was feines.
Das Mensch mit Mensch mal halbwegs gut umgeht.
Oft scheint das ja nur so 😓

• x 2 #147


User_0815_4711
Zitat von Feuerschale:
Ich mein gesehen werden ist ja schon oft Utopie anscheinend.
Wenn andere Menschen nur so bei ihrem sind und nichts anderes gilt, wird man eher nicht gesehen.

Dafür habe ich glücklicherweise meine Handvoll Bekannte. Wir kreisen als Vielkörperproblem umeinander.

• x 2 #148


User_0815_4711
Zitat von Feuerschale:
Aber ein echtes Gesehen werden birgt natürlich auch die Gefahr, dass man plötzlich als Feind erkannt wird, oder negatives betont wird oder rumkritisiert wird. oder man wird so rumgeschoben "du nutzt mir nicht genug" und wieder rumgekrittelt "du passt nicht in mein Programm" (ist das jetzt gar nicht gesehen werden oder ist das sehen und treten ).

Also wohlwollend gesehen werden wäre schon was feines.
Das Mensch mit Mensch mal halbwegs gut umgeht.

Da habe ich mit meinen Bekannten echt Glück. Wir sind alle im Bereich Natur sehr vielseitig interessiert, jeder mit eigenem Schwerpunkt, bereichern und informieren uns aber Gegenseitig. Irgendwie sind wir in den letzten Jahren da zusammengewachsen. Vielleicht zu 5%? Oder 10%? Jeder hat noch genug eigenes, unabhängiges, das ja vorher auch schon da gewesen ist. Das passt für uns genau so, wie es ist.
Die Bekanntschaften bestehen seit 10 bis 30 Jahren. Also auch Neues war möglich.

• x 2 #149


Feuerschale
Zitat von freely:
weil ich kein Vertrauen in das System habe. Die Schule war schon ein großer Reinfall. Einmal Familienhilfe, andere Beratungstellen, Ärzte. Alles so halbherzig.

Dann hast du ja schon einiges durch. Vieles hängt auch an der Chemie/Kenntnis/Engagement des Helfers. Wenn das nicht richtig passt, hilft es nicht dass eine "Hilfe installiert" ist, aber keine Beziehung richtig geschieht...
Zitat von freely:
Ich versteife mich nicht drauf, dass ich irgendwas nicht kann, weil x oder y.
Klar wenn man auf manche Dinge achtet oder vermeidet sinkt das Stresslevel. Aber aussuchen kann man sich auch nicht alles, wie zb ruhig zu wohnen.

Bei Autismus gibts auch noch keine Heilung, soweit ich weiß. Eher VT Ansätze....also sich kennen, mit sich umgehen, Stresslevel beobachten, soziale Fähigkeiten ggf. trainieren, Alltag trainieren...je nach Schweregrad auch.

Ruhig wohnen wäre sicher so ein Faktor. Also Umfeld und Reize dort sind mMn schon wichtig.
Wieso ginge das bei dir nicht? Bist du örtlich gebunden? Keine Mittel oder mentale Ressourcen für einen Umzug in eher randstädtische Gebiete, Kleinstadt o ä?

Zitat von freely:
Vieles ist durchs Aufschieben schon so negativ behaftet. Ich gehe ja schon mit einem schlechten Gewissen dran. Das hätte ich leichter haben können.

Das kenn ich auch von früher sehr. Auch wie bleischwer das alles wird wenn man dran denkt und sich noch unfähiger fühlt.
Darum dachte ich iwann, ich machs jetzt, damit ich nicht ständig das miese Gefühl des "noch vor mir habens" hab.
Ich dachte iwann, das machen und die unangenehmen Gefühle dabei können nicht soviel sein wie das ständige schlechte Gewissen oder dass es noch "im Nacken "hängt. (und am Ende doch gemacht werden muss).

Andererseits merk ich hab ich auch zwei Sachen die ich gerade wieder schiebe.
Zahnarzt (ist aber nur jährliche Kontrolle und freiwillige Paradontosebehandlung- Auffrischung, alles andere hab ich in vielen Stunden und Monaten schon durch...); und neuen Psychiater suchen und das bei der Mega überfüllung, nicht durchkommen, abgewiesen werden....das muss aber da die Medikamente ausgehen und ich zum extrem griesgrämigen abweisenden Hausarzt muss zum Übergang, was auch keine Freude ist. Mehr als paar halbherzige Emails hab ich noch nicht, aber bald muss ich mir den Aufgabenmarker als fix setzen- Psychiater durchtelefonieren...ich freu mich schon 😑
Zitat von freely:
Ich denke es sind bei mir nur die Umstände. Und die führen zu einer depri Stimmung.
Ich kann mich da mit bestimmten Gedanken gut selbst rein steigern. So glaube ich. Ich bin aber sehr empfänglich für positive Einwirkung von Außen. Daher denke ich nicht, dass es eine rein körperlich bedingte Depression ist.

Allein kommt man oft ziemlich in die Selbstverstärkung. Wenn das von außen hilft, etwas Austausch, ist das ja schonmal ein großer Plusfaktor. Ob man den jetzt direkt in Anspruch nimmt oder etwas später. Man weiß, so, auf die Art, kann man den Zustand wechseln.
Zitat von freely:
das habe ich hinsichtlich beim Kontakt mit anderen Menschen. Irgendwie endet es immer im Chaos oder Kontakt-Abbruch. Ich kann nach all den Jahren auf keinen Kontakt zurück greifen.
Naja ich kümmer mich mit Hilfe der shg jetzt dann darum.
Aber etwas leid bin ich es schon.

Hm, kenn ich auch irgendwie. Dabei dachte ich eigentlich, ich wäre so eine treue Seele. Also dass auch Ende einer Partnerschaft heißt, Freundschaft geht weiter o ä.
Aber dann kams anders. Oft so Konstellationen wo ich mich anfangs untergeordnet hab. Es solange funktionierte wie ich es tat. Wenn ich Gleichberechtigung o Raum wollte, kam Unverständnis Ignoranz. So oder gar nicht. Da dachte ich ok gar nicht.
Oder ich war liebestechnisch sehr verwickelt, oft erwartete ich ggf. dann aber auch zuviel. Oder so dieses zusammenbringen aus Gefühl und Alltag war schwierig. Wie kann man das leben? Wenn ich selber in emotionale Abhängigkeit rutschte kam auch eine Riesenverletzlichkeit. Wenns dann zu Krisen oder Aus kam, ging auch Freundschaft nicht mehr so richtig, denn die schwelenden Emotionen und Konflikte blieben.

Am besten wäre ja, wenn jeder ruhig bei sich sein kann....was langsam wächst....und es auch einen offenen Austausch gibt, statt unausgesprochene Verwicklungen die man später wieder ent-wickeln muss. Aber sowas gibts bei mir kaum bzw stellt sich auch iwann ne Müdigkeit ein, nochmal anzufangen.

Klar gabs auch Bekanntschaften oder Freundschaften, Kollegen von der damaligen Stelle usw, da ging es über Jahre und hatte auch gute Zeiten. Aber iwas kam, dass ein Ende kam, z B Umzug oder plötzliche Haltungsänderungen (von ich bin Single - eine Freundin, mit Hund und Freunden zu ich will dringend jetzt nen Partner, nur noch meine Ursprungsfamílie plötzlich um mich rum haben und die Freunde können in mein Haus ziehen aber alles nach meiner Nase... 🤔 - hö? ). Oder aus der SHG gabs auch schon gute Kontakte für einige Zeit, die sich auch änderten durch Umzug, oder einer fand nen Partner - ggf. aus der SHG, dann wurde mein Bekannter mit neuer Partnerschaft so belatschert, dass er sich zurückzog)...oder oder oder...Bsp gibt es viele. schwer da EIN Muster zu erkennen.

Vielleicht sowas wie wen zieht man vorab an....hat das ganze auch Potential für ne ausgeglichene verlässliche Beziehung oder ist da Chaos vorprogrammiert? Neige ich selber zu Chaos, hab ja auch Anteile wo ich denke was ist das denn jetzt, zuviel klammern oder anfangen Vorwürfe zu machen....wie kann man ne Beziehung finden, die für beide friedlich als auch in Richtung Bedürfnisse befriedigend ist, gute Routinen, Vertrauen? Also wenn du das mal rausfindest, gerne berichten... 😊

• x 1 #150


Feuerschale
Zitat von User_0815_4711:
Da habe ich mit meinen Bekannten echt Glück. Wir sind alle im Bereich Natur sehr vielseitig interessiert, jeder mit eigenem Schwerpunkt, bereichern und informieren uns aber Gegenseitig. Irgendwie sind wir in den letzten Jahren da zusammengewachsen. Vielleicht zu 5%? Oder 10%? Jeder hat noch genug eigenes, unabhängiges, das ja vorher auch schon da gewesen ist. Das passt für uns genau so, wie es ist.

Das klingt gut, sich ergänzen, sich austauschen ohne sich zu vereinnahmen.
Oder persönlichen Hickhack.

Trauspruch einer damaligen Bekannten "Ehe ist nicht, sich gegenseitig anzuschauen, sondern miteinander nach vorne zu schauen" 👍 (frei nach Antoine de St-Exupéry)

So in etwa auch Freundschaft. Ein gemeinsames Interesse, dass man ausweitet.
Klar ist AUCH Person da aber nicht nur.

• x 1 #151


freely
Zitat von User_0815_4711:
Bei mir hilft es.Gesehen werden, aber nicht getreten werden.

Heute morgen beim Aufwachen kamen verschiedene Gedanken und vielleicht auch richtige Erkenntnisse dazu.

Wenn es wirklich so ist, dass es wichtig ist, Menschen mit ihren Bedürfnissen zu sehen, frage ich mich wann dies in meiner Kindheit geschehen ist.
Ganz unspektakulär kennt das ja fast jeder aus Kindergarten und Schulzeit.
Man wird erzogen. Hat zu gehorchen, hat zu tun was andere einem sagen. Schon in der Schule wird uns antrainiert die eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken, sie hinten an zu stellen. Sich statt dessen anzupassen, nicht aufzubegehren.

Zuhause hat bei mir dann auch keiner großartig gefragt was ich denn will oder brauche. Als Kind passt man sich den Gegebenheiten an. Wenn ich alleine war, dann war das halt so. Ich war auch alleine, wenn ich krank war. Meine Mutter war arbeiten und meine Schwester in der Schule.

An ein Erlebnis, eigentlich total unbedeutend, kann ich mich heute immer noch total gut erinnern. Wir sind mit meiner Mutter mit dem Auto in ihre Heimat gefahren. Haben unterwegs irgendwo übernachtet. Sie hatte mich, ich glaub ca 5 Jahre beim Einchecken nicht erwähnt und versteckt, wahrscheinlich um Kosten zu sparen. Für mich gab es am Morgen dann auch kein Frühstück. Daran erinnere ich mich so klar. Ich wurde versteckt und bekam kein Frühstück.
Wahrscheinlich bekam ich irgend etwas dann im Auto. Aber ich durfte nicht am Frühstückstisch sitzen und mich zeigen.

Wahrscheinlich lief manches so in der Art. Meine Mutter alleinerziehend, mit Vollzeitjob, da haben die Kinder nicht viel zu wollen, sondern müssen pflegeleicht sein. Das war ich auf jeden Fall.

Und heute im Bezug auf diese Ämter, habe ich die Schnauze voll, dass schon wieder keiner fragt, was ich denn brauche. Ich gehe mit einer Bitte hin und mir werden 10 Bedingungen entgegengeworfen. Keiner fragt, ob das ok ist, ob ich irgendwo dabei Unterstüzung brauche.
Und ich komme wieder zum Schluss, besser ich brauche nichts. Behaltet alles. Es erinnert mich so stark an die Schulzeit, wo man brav machen soll, was die Erwachsenen einem sagen. Und dem entziehe ich mich. Auch zu meinem Nachteil.

• x 1 #152


freely
Zitat von User_0815_4711:
Die Bekanntschaften bestehen seit 10 bis 30 Jahren. Also auch Neues war möglich.

Wann werden denn Bekanntschaften zu Freundschaften?
Bevorzugst du diese Distanz?

• x 1 #153


freely
Zitat von Feuerschale:
Wieso ginge das bei dir nicht? Bist du örtlich gebunden? Keine Mittel oder mentale Ressourcen für einen Umzug in eher randstädtische Gebiete, Kleinstadt o ä?

Ja traue es mir nicht zu bzw habe Bedenken dass der neue Wohnort dann andere Nachteile hat.
Was der Kopf halt so sagt, man weiß wenigstens was man hat und scheut das Risiko.

Dann habe ich auch keinen Job. Wie soll man da eine Wohnung finden? Ich wüsste auch noch nicht mal wo ich hinziehen will. Ideal wäre dünn besiedelt. Aber im Osten zb sind dann keine Berge bzw zieht es mich da überhaupt nicht hin. Hatte da mal paar Monate gewohnt. Ja schon schön mit den Seen. Aber die Natur ist doch ganz anders.

Wenn man wirklich will, findet man Wege.
Als unmöglich sehe ich es also nicht an. Hier in meiner Wohnung habe ich allerdings paar Vorteile, Blick ins Grüne und kleiner Wald, Wiesen, Felder genau vor der Tür. Dahinter halt die ständig laute Landstraße.
Es darf also von der Natur nicht schlechter sein als hier. Auch möchte ich kein anderes Haus vor der Nase. Ich fühle mich dann ständig beobachtet. Hier schauen nur Bäume durchs Fenster, perfekt.
Aber dennoch das Umfeld ist nicht gut. Auch durch Kinder die hier wohnen und die Erziehungsmethoden die ich erfahre... gruselig.
Die Frau nebenan schreit ihr kleines Kind öfter an, dass es endlich schlafen soll. Das Kind weint dann laut, allein gelassen im Zimmer. Wie kann man erwarten, das ein Kind schläft, wenn man es anschreit? Hm, total schräg. Bin auf dem falschen Planet 😄 ok, falsche Wohnung nur. Hoffe ich.

Ich glaube das könnte mir eher richtig Energie geben, wenn ich eine bessere Wohnsituation in Aussicht hätte.
So Bauernhof mit Selbstversorgung. Hühner und anderen Tieren, wo ich dann mithelfe. Dieses gibt es auch gegen Kost und Logis.
Aber den Rückzugsraum sollte es dann auch geben. Und die Chemie muss passen.
Brauche nur das Zutrauen das anzugehen.

• x 1 #154


User_0815_4711
Zitat von freely:
Wann werden denn Bekanntschaften zu Freundschaften?
Bevorzugst du diese Distanz?

- Keine Ahnung. Freundschaften habe ich nicht und brauche ich nicht. Im Notfall gibt es Profis.

- Ja, diese Distanz passt mir.
Einer ist ziemlich krank, er schreibt auch von seinen Krankheiten. Aber er jammert nicht, sondern ist immer noch unternehmungslustig, hat er letztens geschrieben. Er ist 77.
Ansonsten treffe ich im Schnitt einmal im Jahr kurz jemanden von den drei. Einer ist nur ein paar hundert Meter entfernt, aber auch da treffe ich mich nicht öfter. Er war bisher einmal kurz hier, ich schon ein paar Mal kurz bei ihm - innerhalb von 10 Jahren. Die anderen beiden waren noch nie hier und das möchte ich auch nicht. Verheiratet sind alle drei, einer hat 4 Kinder und jede Menge Enkel. Einer ein Kind, mehr weiß ich nicht. Und einer hat keine Kinder.

Diese drei haben auch noch jede Menge andere Sozialkontakte innerhalb ihrer Interessensbereiche, so weit ich das mitbekomme, aber für mich sind das die einzigen Kontakte.

• x 3 #155


freely
Zitat von Feuerschale:
Darum dachte ich iwann, ich machs jetzt, damit ich nicht ständig das miese Gefühl des "noch vor mir habens" hab.
Ich dachte iwann, das machen und die unangenehmen Gefühle dabei können nicht soviel sein wie das ständige schlechte Gewissen oder dass es noch "im Nacken "hängt. (und am Ende doch gemacht werden muss).

Ja auf den Moment warte ich noch, in dem diese Erkenntnis kommt. 😉
Mit dem Gedanken packe ich das meiste dann auch an.

Ich muss heute noch Vollgas geben und die Wohnung einigermaßen in Ordnung bringen.
Von 0 auf 100 sozusagen loslegen. Dabei fühle ich mich eher wie ein Bär kurz nach dem Winterschlaf. Noch gar nicht richtig anwesend.

• x 1 #156


freely
Zitat von User_0815_4711:
Keine Ahnung. Freundschaften habe ich nicht und brauche ich nicht. Im Notfall gibt es Profis.

Hm interessant.
Ich finde eine Freundschaft eigentlich wichtig.
Hast du Geschwister?

• x 1 #157

Mitglied werden - kostenlos & anonym

User_0815_4711
Zitat von freely:
Hast du Geschwister?

Glücklicherweise keine Geschwister.
Im Mittel gibt es mehr Unglück mit Geschwistern als Glück. Böse Geschichten - Glück gehabt!

• #158


freely
Zitat von User_0815_4711:
Glücklicherweise keine Geschwister. Im Mittel gibt es mehr Unglück mit Geschwistern als Glück. Böse Geschichten - Glück gehabt!

Joa. Zum Teil sind das halt die ersten Freundschaften. Man lernt nicht nur Teilen in materiellen Dingen sondern teilt auch Gedanken und Gefühle.
So richtig Spaß und Freude kann man alleine ja nicht haben, bzw ist es etwas anderes wenn man mit einem Freund oder Schwester, Bruder lacht und Unsinn macht. Auch in schlimmen Situationen ist man nicht allein, sondern hat jemanden der einem Mut zuspricht oder tröstet.

Mein Kind ist auch ein Einzelkind. Klar alles hat Vor und Nachteile.
Was man nicht kennt, vermisst man nicht so sehr.
Wobei mein Kind schon oft meinte, ein Geschwister wäre schön.
Vielleicht ist das Alleinsein erträglicher, wie selbstverständlich, wenn man kein Geschwister hatte.

• x 2 #159


User_0815_4711
Zitat von freely:
So richtig Spaß und Freude kann man alleine ja nicht haben, bzw ist es etwas anderes wenn man mit einem Freund oder Schwester, Bruder lacht und Unsinn macht.

Hatte einen Sandkastenfreund und ein paar gute Schulfreunde, mit denen ich Blödsinn gemacht habe. Jetzt verbindet uns überhaupt nichts mehr. Es ist Vergangenheit.
War aber auch gerne alleine und habe mich alleine beschäftigt. Hat alles super gepasst.

• x 1 #160


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