Sonnenläufer
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Moin. Bin ich hier auch richtig, wenn ich was Positives zum Alleinsein zu sagen habe? ich versuche es mal. Ich bin viel allein, also so klassisch, es sind keine Freunde oder Bekannte in meiner Wohnung und ich treffe mich auch nicht mit welchen (die, die ich noch als Freunde bezeichne sind ziemlich weit weg). Ich kommuniziere aber ziemlich viel mit Menschen im Internet, ich kommuniziere via Messenger, dann habe ich Neurofeedback, da kommuniziere ich auch, mit Thera und Psychiater redet man ja auch.
Im Endeffekt sind mir zu viele Menschen um mich rum, also in diesem DRAUßEN. Ich genieße die Orte, wo ich echt mal meine Ruhe habe (natürlich trage ich meine innere Unruhe mit mir rum). Ich glaube, man kann Alleinsein lernen. Ich kenne Einsamkeit, ich kenne Einsamkeit, die einen fast umbringt und ich kenne schwere Depression(en). Im Moment sind Depressionen nicht das Problem. Wenn Menschen über ihre Einsamkeit reden, dann lese ich darin auch Hilferufe, denn eigentlich will sich niemand einsam fühlen. Ich werde ja schon oft schrägt angeguckt, wenn ich das Alleinsein preise, die Theras und sonstigen "Experten" dieser Welt, werten das schnell und wohl auch gern als Flucht. Ich finde dieses Bewerten ja eher unprofessionell, aber ist halt so.
Ich hatte eine Phase, das war vor Jahren, da war das Alleinsein wirklich noch angenehmer, da war ich auch weniger im Internet, immer draußen unterwegs, bis zur Erschöpfung Musik gehört und oft auch laut mitgesungen (war ja niemand sonst da). ich schreibe den Text hier nicht für mich (kann ich das unterstreichen? *such*) und da ich gerade gelernt habe, dass lange Texte nicht so gut ankommen, werde ich mal zum Schluss kommen. Seht es als ein Plädoyer (okay, die sind aber meist schon länger) für das Alleinesein (natürlich nicht auf Lebenszeit, in einer Phase). Also von der Einsamkeit, in das Alleinesein, hin zu Menschen. Ja, ich könnte mich drüber aufregen, dass ich diesen Schritt immer wieder gehen, weil wieder irgendwas durch die psychische Firewall kracht, was mich aus der Bahn wirft, aber: es ist, wie es ist.
Im Moment bin ich wohl in der Phase, wo mehr chatten (also in Echtzeit und vielleicht telefonieren bei Skype wieder drin sind (da war ich zwar schon 2012, aber: davor wohnte ich in WG's und habe mich mit Menschen getroffen, usw., also das kann man gar nicht miteinander vergleichen. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung (allerdings sind die Survival- oder Lebenshilfe-Skills meist sehr individuell (dem Einen hilft das, was der Anderen überhaupt nichts bringt). Versteht das bitte nicht als Belehrung: Einsamkeit ist kein Zustand, der lange andauern sollte und mit anderen Menschen, die sich einsam fühlen über Einsamkeit zu sprechen, ist oft nicht der richtige Weg, um da raus zu kommen. Man braucht auch keine Belehrer oder Besserwisser (schon klar).
Ist das kurz genug?
Gruß S.
Im Endeffekt sind mir zu viele Menschen um mich rum, also in diesem DRAUßEN. Ich genieße die Orte, wo ich echt mal meine Ruhe habe (natürlich trage ich meine innere Unruhe mit mir rum). Ich glaube, man kann Alleinsein lernen. Ich kenne Einsamkeit, ich kenne Einsamkeit, die einen fast umbringt und ich kenne schwere Depression(en). Im Moment sind Depressionen nicht das Problem. Wenn Menschen über ihre Einsamkeit reden, dann lese ich darin auch Hilferufe, denn eigentlich will sich niemand einsam fühlen. Ich werde ja schon oft schrägt angeguckt, wenn ich das Alleinsein preise, die Theras und sonstigen "Experten" dieser Welt, werten das schnell und wohl auch gern als Flucht. Ich finde dieses Bewerten ja eher unprofessionell, aber ist halt so.
Ich hatte eine Phase, das war vor Jahren, da war das Alleinsein wirklich noch angenehmer, da war ich auch weniger im Internet, immer draußen unterwegs, bis zur Erschöpfung Musik gehört und oft auch laut mitgesungen (war ja niemand sonst da). ich schreibe den Text hier nicht für mich (kann ich das unterstreichen? *such*) und da ich gerade gelernt habe, dass lange Texte nicht so gut ankommen, werde ich mal zum Schluss kommen. Seht es als ein Plädoyer (okay, die sind aber meist schon länger) für das Alleinesein (natürlich nicht auf Lebenszeit, in einer Phase). Also von der Einsamkeit, in das Alleinesein, hin zu Menschen. Ja, ich könnte mich drüber aufregen, dass ich diesen Schritt immer wieder gehen, weil wieder irgendwas durch die psychische Firewall kracht, was mich aus der Bahn wirft, aber: es ist, wie es ist.
Im Moment bin ich wohl in der Phase, wo mehr chatten (also in Echtzeit und vielleicht telefonieren bei Skype wieder drin sind (da war ich zwar schon 2012, aber: davor wohnte ich in WG's und habe mich mit Menschen getroffen, usw., also das kann man gar nicht miteinander vergleichen. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung (allerdings sind die Survival- oder Lebenshilfe-Skills meist sehr individuell (dem Einen hilft das, was der Anderen überhaupt nichts bringt). Versteht das bitte nicht als Belehrung: Einsamkeit ist kein Zustand, der lange andauern sollte und mit anderen Menschen, die sich einsam fühlen über Einsamkeit zu sprechen, ist oft nicht der richtige Weg, um da raus zu kommen. Man braucht auch keine Belehrer oder Besserwisser (schon klar).
Ist das kurz genug?
Gruß S.
• • 30.06.2018 #1
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