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Hey Leute!

Ich wollte hier mal eine Diskussion beginnen, die mich schon seit längerer Zeit beschäftigt.

Vor etlichen Jahren war ich mal in Vereinen aktiv, hatte Kontakt zu Schulfreunden, habe mit ihnen etwas unternommen und war irgendwie schon recht gut integriert in einigen Gruppen. Das ging dann solange "gut", bis eben das jugendliche Alter erreicht wurde und die Freunde und Bekannte sich auf Parties auch mal dem Alk. gewidmet haben. Wie das halt so ist, wenn man 16-18 Jahre alt ist. Das ist ja an sich noch nicht schlimm.

Wenn ich so zurückblicke, dann sind aber viele meiner Kontakte daran gescheitert, dass ich eben nicht mitgetrunken habe. Hier und da habe ich auch mal ein wenig Alk. probiert, aber im Prinzip kann ich damit wenig anfangen, trinke auch schon seit 2-3 Jahren keinen Alk. mehr.

Das ging los im Fußballverein. Anfangs war das total lustig, in der Gruppe Sport zu machen und das hat mir wirklich riesigen Spaß gemacht. Aber ab dem Alter von 16 ging es dann los, dass auf Festen Alk. getrunken wurde. Ich habe das dann nicht mit gemacht, und so empfand ich mich dann schnell als Spaßbremse, verklemmt. Anstatt um Fußball ging es nur noch ums "Saufen". Das hat mich total genervt, denn ich kann mit dem sinnlosen Gesaufe (was es meistens war) gar nichts anfangen. Nach einiger Zeit habe ich mich dann beim Fußball abgemeldet, weil ich auf solche Aktionen keine Lust mehr hatte.

In der Schule hatte ich Anfangs auch einige Freunde und es war auch gesellig - bis eben die Oberstufe begann. Meine "alten Freunde" fingen dann auch an, Alk. zu trinken. Anfangs war ich auch noch mit dabei bei Unternehmungen, aber irgendwann hab ich mich auch von dieser Gruppe abgewendet, weil ich ständig dazu genötigt werden sollte, doch mitzutrinken. Und sich alleine gegen 6-8 Leute sich bei jedem Treffen durchzusetzen, finde ich ziemlich schwierig.

Das Gleiche ging dann im Studium mit anderen Leuten weiter. Da haben meine Bekannten auch ordentlich einen "gebechert" und es kamen oft blöde Sprüche, dass ich doch auch mal ordentlich mittrinken sollte. Das habe ich dann auch nicht gemacht, und schon fühlte ich mich wieder als Außenseiter der Gruppe. Zum Schluss bin ich auch nur noch selten mitgegangen, weil ich nicht jedes Mal so blöde Sprüche wegen des Nicht-Trinkens hören wollte.

Aufgrund der eben geschilderten Erfahrungen frage ich mich schon, ob ich mich alleine fühle, weil ich eben keinen Alkohl trinke? Größere Gruppen sind mir wirklich ein Graus, weil es bei Treffen zwangsläufig auf Alk. Getränke hinausläuft. Und wie es meistens so ist, bin ich dann der Einzige, der keinen Alk. trinkt. Das Gefühl, "alleine gegen alle" zu sein, finde ich total blöd. Ich denke oft, ich wäre nicht gesellig genug, bin nicht locker genug, verbreite zu wenig Spaß und bin für die anderen Leute irgendwie langweilig.

Manchmal habe ich schon einen starken Wunsch nach einer Gruppe, zu der ich mich zugehörig fühlen kann, in der ich auch akzeptiert und respektiert werde. So einer Gruppe würde ich liebend gerne beitreten. Dann kommen aber wieder diese Gedanken an meine bisherigen Gruppen-Erfahrungen und dann denke ich oft "Nee, lass das doch mal lieber sein". Denn irgendwann wird es Treffen mit den Leuten aus einem Verein/einer Gruppe geben, auch Abends, und dann ist die Sache mit dem Alk. wieder ein Thema. Und warum soll das in neuen Gruppen besser laufen als bei den anderen Gruppen, in denen ich mitgewirkt habe?

17.08.2010 01:01 • 20.09.2010 #1


18 Antworten ↓


Zitat von Falco:
So einer Gruppe würde ich liebend gerne beitreten.

Das würden wir doch alle gern.

Ich denke, dieses Zitat ist ein wichtiger Punkt. Man kann keiner Gruppe "beitreten". Man passt sich entweder der Gruppe an oder man lenkt die Gruppe und diese passt sich an (einschliesslich aller Zwischenformen).

Ich denke aber auch, dass das "Problem" Alk. nur ein Vorwand ist, um nicht dabeisein zu müssen, denn Du bist jedesmal aus den Gruppen raus, das hast Du freiwillig gemacht, die haben Dich nicht rausgedrängt.

17.08.2010 23:12 • #2



Alleine - weil ich keinen Alk. trinke?

x 3


Hi Falco!

was du da jedesmal erlebt hast, ist doch der typische gruppenzwang. Die einen wollen mitmachen, die anderen lassen sich dazu überreden. Und du gehörst eben zu denjenigen, die stark sind und sich dem nicht beugen, nur weil es erwartet wird. Das ist doch gut.
Am Alk. gibt es nichts gutes. Und wer sich ohne Alk. nicht amüsieren kann, ist doch ziemlich arm dran. Es spricht ja nichts dagegen, mal einen cocktail zu trinken oder so, zumindest so in maßen, dass man noch klar bei verstand ist.
Meiner meinung nach hast du die falschen leute um dich rum. Oder du hast dich nicht deutlich genug ausgedrückt, wenn man jedesmal aufs neue versucht, dich zum mittrinken zu überreden. Wer dich mag, mag dich so wie du bist und akzeptiert das doch auch.
Kannst du denn nicht sagen, dass du noch fahren musst? Oder lass dir halt was einfallen.
Es gibt z.b. leute, denen ein bestimmtes enzym fehlt, das den Alk. abbaut. Die werden sehr schnell betrunken und fühlen sich schon bei geringen mengen Alk. total beschissen. Oder sag dass sich der Alk. nicht mit deinen medikamenten verträgt.

lg
butterfly

17.08.2010 23:33 • #3


Du läufst Gefahr, Dir da etwas einzureden.
Alk. ist nunmal die gesellschaftlich akzeptierte Dro. und wer nicht mitzieht hats nicht leicht, das ist soweit klar und im Einzelfall auch nicht immer einfach.
Da würd ich mir dann aber eher Leute suchen, bei denen das Koma-Besäufnis nicht im Mittelpunkt steht, es gibt immer und überall Menschen, die zwar auch gerne mal ein Glas trinken, aber bei denen Kommunikation und Kultur im Vordergrund stehen und da hast Du als Non-Alk auch kein problem. Du kannst dich dann sogar als Fahrer unentbehrlich machen.
Ich finds auf jeden Fall falsch, sich selbst einzuschränken, etwa den Sport aufzugeben. Ich kenn das zwar auch - Sport + Bechern - aber nicht in jedem Team muß man Stiefel leeren um dazuzugehören. Mit den Jahren gibt sich das sowieso.

18.08.2010 11:56 • #4


Zitat von butterfly76:
Am Alk. gibt es nichts gutes. Und wer sich ohne Alk. nicht amüsieren kann, ist doch ziemlich arm dran. Es spricht ja nichts dagegen, mal einen cocktail zu trinken oder so, zumindest so in maßen, dass man noch klar bei verstand ist.


Ich will den anderen das Trinken auch nicht verbieten, das können sie ruhig tun. Mich stört es eben nur, wenn ich dann auch dazu animiert werden soll und mir dann x-fach am Abend gesagt wird "Komm, trink doch dies und jenes mit". Das mag ich einfach nicht!!

Zitat von butterfly76:
Meiner meinung nach hast du die falschen leute um dich rum. Oder du hast dich nicht deutlich genug ausgedrückt, wenn man jedesmal aufs neue versucht, dich zum mittrinken zu überreden. Wer dich mag, mag dich so wie du bist und akzeptiert das doch auch. Kannst du denn nicht sagen, dass du noch fahren musst?


Ich fahre eh meistens mit Auto dahin, wo etwas los ist. Dann trinke ich sowieso nicht. Das ist für mich viel praktischer, weil ich auf dem Land wohne. So komme ich dann auch zügig wieder nach Hause und muss kein Taxi bezahlen.

Die paar Kontakte, die ich habe, akzeptieren das auch, wenn ich keinen Alk. trinke. Diese Leute kenne ich auch schon lange und denen macht das auch nichts aus, wenn ich nichts trinke. Mit denen bin ich aber auch nur zu zweit oder dritt unterwegs, und dann ist das für mich auch okey. Schwieriger wirds bei größeren Gruppen (siehe oben), da finde ich es extremst schwierig, als Einzelner nichts zu trinken - und je mehr Leute dabei sind, desto mehr dumme Sprüche kommen auch. Und ich habe auch keine Lust, mich in Gruppen aufzuhalten, wo ich nur auf meinen (Nicht-)Alk. reduziert werde. Da bleibe ich dann stattdessen manchmal lieber zu Hause.

18.08.2010 22:56 • #5


das kenn ich, wohne selber aufm land.
ist halt schwierig, aber wie gesagt, wenn du ansonsten persönlichkeit hast, zählst du in der gruppe trotzdem was. Setz dich durch! Die machen ihren körper kaputt, du nicht!

18.08.2010 23:03 • #6


Mh.. ich kenne das auch nur zu gut. Es wird Dir wahrscheinlich nicht viel helfen, aber nur so viel: Du bist nicht alleine.

Als ich mit 16-18 Jahren versucht habe 'mitzuhalten' und getrunken habe unter Gruppenzwang, obwohl es mir nicht wirklich schmeckte, da hatte ich 'Freunde'.. aber kaum steht man dazu, dass man kein Alk. mag, schon wird man in die Schublade "Spaßbremse" gesteckt.

Ein Patentrezept um trotzdem mit den Leuten auszukommen habe ich leider nicht. (Falls Dir was tolles einfällt.. immer her damit..

Vielleicht findest Du evtl auch einen Verein, wo das nicht ganz so im Mittelpunkt steht, dass man danach viel zusammen trinkt? (Ich habe letztes Jahr den Fehler gemacht, zu versuchen, mich in einer Studentenverbindung zu integrieren. Schlechte Idee.)

Mh.. eine Idee kommt mir grad noch: vielleicht wäre es gut, wenn Du mal versuchen würdest in einem GANZ großen Verein Anschluss zu finden? Bei so mittelgroßen kann ich mir vorstellen, dass diejenigen 'verjagt' werden, die nicht in ihr "Verhaltensmuster" passen, aber wo es gaaaanz viele Leute gibt, da gibt es auch eher ein paar "andersdenkende". Vielleicht hättest Du ja dort mehr Glück und könntest auch innerhalb dieser Gruppe auch mehrere Leute finden, die auch nicht trinken. (Weil.. sie noch fahren müssen, trockene Alk. sind, Medikamente nehmen.. usw.)

Viele liebe Grüße & viel Erfolg.. =)

19.08.2010 00:52 • #7


Zitat von Falco:
Die paar Kontakte, die ich habe, akzeptieren das auch, wenn ich keinen Alk. trinke. Diese Leute kenne ich auch schon lange und denen macht das auch nichts aus, wenn ich nichts trinke. Mit denen bin ich aber auch nur zu zweit oder dritt unterwegs, und dann ist das für mich auch okey. Schwieriger wirds bei größeren Gruppen (siehe oben), da finde ich es extremst schwierig, als Einzelner nichts zu trinken -

Achte mal auf deine eigene Wortwahl - und stelle sie um.

Du stellst es immer negativ dar, also so: "Ich trinke NICHTS", "ich trinke KEINEN Alk.".
Das ist eine defensive Ausdrucksweise, die zeigt, dass du dich in der Defensive fühlst.

Es stimmt ja wohl nicht, dass du dann jeweils den ganzen Abend NICHTS trinkst, oder? WAS trinkst du denn? Ich nehme an, du trinkst Apfelsaftschorle oder Cola oder Mineralwasser? Oder was sonst?

Also geh einfach mit der festen Grundeinstellung mit "Ich mag nur Apfelsaftschorle, ich trinke Apfelsaftschorle". Und das kannst du auch jederzeit jedem selbstbewusst mit Selbstverständlichkeit, ohne Aufregung, sagen. Die Verachtung der anderen wird sich dann wohl in Grenzen halten. Wenn es irgendwo auf einer privaten Veranstaltung voraussichtlich nur Alk. gibt, dann bring deine eigenen Flaschen mit und steh ganz selbstverständlich dazu. Du brauchst dich für das, was du gerne trinkst, nicht zu rechtfertigen - das tun die anderen auch nicht.

Wenn du in einen Tennis-, Golf-, Schach-, Computer-Club oder ähnliches gehen würdest, glaube ich kaum, dass da Besäufnisse an der Tagesordnung und Antialkoholiker Außenseiter sind.

19.08.2010 10:44 • #8


Hey
Ich kenn das problem...zumindestens teilweise...an meiner alten schule (realschule) waren auch alle nur über`s saufen und so am reden...dem konnte ich noch nie viel abgewinnen...hatte auch kein problem damit dass andere trinken aber eben nix für mich

als ich dann auf meine neue schule kam war das anders...hab am anfang zwar n paar sprüche kassiert deshalb als die das dann mitbekommen haben, aber hab zum einen wenn ein paar gedrängt haben DEUTLICH gesagt dass ich nicht will (nur höflich bleiben )
kommen zwar ab und zu noch n paar sprüche, aber die sind dann witzig gemeint...muss man halt mit humor nehmen^^
musst einfach ein oder 2 leute finden die damit wenn ihr rausgeht kein problem haben denk ich...deren freundeskreis wird dann wahrscheinlich eine ähnlich einstellung haben

19.08.2010 13:51 • #9


Zitat von -Moni-:

Vielleicht findest Du evtl auch einen Verein, wo das nicht ganz so im Mittelpunkt steht, dass man danach viel zusammen trinkt? (Ich habe letztes Jahr den Fehler gemacht, zu versuchen, mich in einer Studentenverbindung zu integrieren. Schlechte Idee.)

Mh.. eine Idee kommt mir grad noch: vielleicht wäre es gut, wenn Du mal versuchen würdest in einem GANZ großen Verein Anschluss zu finden? Bei so mittelgroßen kann ich mir vorstellen, dass diejenigen 'verjagt' werden, die nicht in ihr "Verhaltensmuster" passen, aber wo es gaaaanz viele Leute gibt, da gibt es auch eher ein paar "andersdenkende". Vielleicht hättest Du ja dort mehr Glück und könntest auch innerhalb dieser Gruppe auch mehrere Leute finden, die auch nicht trinken.


Was meinst du denn mit GANZ großem Verein? Im Fußball waren wir 15-16 Leute, das ist ja auch schon mehr als anderswo. Aber okey, Fußball ist vielleicht nicht gerade prädestiniert dafür, dass dort nur Anti-Alkoholiker spielen!
Die Frage wäre, bei welcher Sportart geht es vielmehr um den Spaß am Spiel und nicht primär ums "Bechern"? Ich könnte mir vorstellen, dass es im Tennis- oder Badmintonverein nicht so extrem ist wie jetzt beim Fußball?! Ich kann mich aber auch täuschen.

Was mir noch einfällt: Die paar Leute, die ich kenne, trinken auch öfter mal etwas mehr Alk.. Sie sind auch in einigen Vereinen aktiv - das geht querbeet von Fußball, Schießverein, Kegelclub, Kartclub, Schützenverein und Sonstiges. Wie ich aus Erzählungen der Freunde weiß, wird im jeweiligen Verein auch oft gut gebechert. Weil ich eben von vielen verschiedenen Seiten höre, dass quasi überall öfter mal "einen über den Durst" getrunken wird und ich von meinen Freunden, Bekannten, Eltern eigentlich auch ausschließlich höre, dass bei ihren Clubs und Vereinen auch häufig viel Alk. getrunken wird, frage ich mich dann schon öfter: Bei welchen Vereinen oder Clubs ist das denn NICHT so oder zumindest nicht vordergründig der Fall? Aufgrund der verschiedenen Schilderungen der Leute und auch von eigenen Erfahrungen denke ich irgendwie schon, dass es kaum Vereine oder Clubs gibt, wo Alk. keine große Rolle spielt?!

19.08.2010 23:23 • #10


Zitat von Falco:
Bei welchen Vereinen oder Clubs ist das denn NICHT so oder zumindest nicht vordergründig der Fall? Aufgrund der verschiedenen Schilderungen der Leute und auch von eigenen Erfahrungen denke ich irgendwie schon, dass es kaum Vereine oder Clubs gibt, wo Alk. keine große Rolle spielt?!


Wenn du in einen Tennis-, Golf-, Schach-, Computer-Club oder ähnliches gehen würdest, glaube ich kaum, dass da Besäufnisse an der Tagesordnung und Antialkoholiker Außenseiter sind.

20.08.2010 00:10 • #11


Huhu Falco,

Ich trinke selber nur sehr wenig bis keinen Alk. weil ich mir das in der Teenie-Zeit nie angewöhnt hab und jetzt auch nicht mehr damit anfangen will. Keinen Alk. zu trinken treibt einen Menschen nicht automatisch an den Rand der Gesellschaft, auch nicht in meinem Alter (22). Ich geh auf Parties oder Kneipentouren trotzdem mit, trinke aber eben einfach nichts oder nicht sehr viel. Um was zu feiern geh ich lieber gut essen, das stört meine Freunde die gern Alk. trinken auch nicht sonderlich.

Und es gibt Vereine da wird kaum bis gar nicht getrunken. Im Tierschutzverein, Wanderverein oder Schützenverein z.B. hab ich bisher bis auf das eine oder andere B. bei gemeinsamen Aktivitäten gar keinen Alk. ausmachen können. Auch Sportler trinken eher selten Alk., wenn sie den Sport ernst nehmen. In unserem Fitness-Studio zum Beispiel sind viele antialkoholiker unterwegs.
Ich glaub du brauchst einfach die passende Umgebung, dann bist du mit Antialkohol nicht mehr außen vor.

Liebe Grüße,
Bianca

20.08.2010 16:42 • #12


Hi,

ich muss sagen, viele Dinge die du geschrieben hast Falco, haben mich sehr sehr stark an meine Erfahrungen erinnert.
Ich trinke selbst nie Alk., selbst zu Silvester keinen Sekt oder ähnliches.

Und hier im wunderschönen Bayern, gehört es einfach dazu das du als Jugendlicher oder Jugendlicher Erwachsener dich jedes Wochenende unter den Tisch säufst.
Ob Männer oder Frauen ist egal. Wenn du dir in einer Runde von bekannten eine Cola bestellst wirst du zu 80% kurz darauf gefragt warum?
Und viele Menschen kommen damit absolut nicht klar wenn sie sich zum Affen machen und ein nüchterner bekommt das mit.
Du stehst natürlich auch belämmert da wenn alle total ausgelassen sind und über allen möglichen Mist reden, und du denkst halt nach bevor du was sagst.

Einen guten Rat, kann ich dir auch nicht geben. Es ist eben verdammt hart in der heutigen Gesellschaft zu sich selbst zu stehen und sich nicht anzupassen. Man wird sehr schnell ausgegrenzt und ausgeschlossen. Als Spaßbremse hingestellt, nur weil man Moral hat, und Character zeigt. Du musst für dich entscheiden ob du dich anpasst oder nicht.

Grüsse der Mugen

Mein Highlight Spruch den ich mal hörte war:
"Wos du trinkst koa Bia? Dann bist koa Mo!"

20.08.2010 21:07 • #13


Man muss doch nicht mit gewalt in jede gruppe rein. Bleibt euren prinzipien treu und verklickert das selbstbewusst den anderen. Lasst diese blöden sprüche nicht so an euch ran. Gar nicht anmerken lassen, dass es euch aufregt, lieber gar nicht drauf reagieren,
ignorieren und gleich den nächsten gesprächspartner suchen. Die leute merken doch auch, wenn euch was unangenehm ist, und irgendwann sollte es ja auch mal jeder kapiert haben, dass man eben keinen Alk. trinkt. Wenn ihr diese message aber nicht klar und deutlich rüberbringt, denken die halt, sie kriegen euch irgendwann vielleicht doch noch so weit, dass ihr mittrinkt, und ziehen euch immer und immer wieder auf mit dem thema.
Also einmal richtig aufn tisch hauen und gut is. Also da werd ich ja gleich aggro...
Welchen teil von "ich trinke keinen Alk." hat irgendwer immer noch nicht verstanden?!

20.08.2010 23:07 • #14


Zitat von Mugen:
Und hier im wunderschönen Bayern, gehört es einfach dazu das du als Jugendlicher oder Jugendlicher Erwachsener dich jedes Wochenende unter den Tisch säufst. Ob Männer oder Frauen ist egal. Wenn du dir in einer Runde von bekannten eine Cola bestellst wirst du zu 80% kurz darauf gefragt warum?

Einen guten Rat, kann ich dir auch nicht geben. Es ist eben verdammt hart in der heutigen Gesellschaft zu sich selbst zu stehen und sich nicht anzupassen. Man wird sehr schnell ausgegrenzt und ausgeschlossen. Als Spaßbremse hingestellt, nur weil man Moral hat, und Character zeigt. Du musst für dich entscheiden ob du dich anpasst oder nicht.


Ich kann es mir schon ganz gut vorstellen, dass das "Saufen" in Bayern vielleicht noch extremer ist. Bayern gilt ja im allgemeinen als Bundesland der Volksfeste, Biergärten und so weiter. Da werden eben bestimmte Traditionen und Bräuche noch mehr aktiv gelebt als anderswo.

Objektiv von außen betrachtet könnte ich mir ja denken: "Die Leute, die sich ständig besaufen, sind blöd, haben kein Selbstvertrauen, sind arm dran usw." Ich will mich aber auch nicht "über" diese Leute stellen, nach dem Motto "Seht her, ich habe Charakter, eigenen Willen". Denn so ist das ja nicht!! Ich will mich nicht als was besseres sehen und so fühlen tue ich mich schon gar nicht, sondern eher andersherum. "Die anderen Leute" sehe ich dann viel mehr als die Geselligen, die Lustigen, die Lockeren an - und ich bin der konservative Spießer, der keinen Spaß versteht und ein Langweiler ist. So denke ich oft, wenn ich gerade in so einer Gruppe bin. Wenn ich dann wieder zu Hause bin oder tagsüber wieder darüber nachdenke, dann finde ich mein Verhalten in der Gruppe okey, denn wenn ich nicht trinken möchte, dann tue ich es halt auch nicht. Nur in der Gruppen-Situation selbst denke ich, es wäre "Falsch" nicht mitzutrinken.

Ich denke es kommt auf eine Mischung an: Wenn ich in eine Gruppe gehe, dann auch, weil mir der Sport oder das Hobby auch Spaß macht. Wenn die Leute darüber hinaus noch nett sind und dem Alk. auch nicht so zugetan sind wie ich, dann ist es umso besser. Ich hatte auch eine Zeit lang mal Sachen ausprobiert, wo ich überhaupt keine Lust darauf hatte, nur damit ich mal irgendwas mache. Aber das ist auch keine Lösung. Es muss auch irgendwie schon Spaß machen, man sollte das auch gerne ausüben, was man macht.

21.08.2010 00:03 • #15


Zitat von Falco:
Objektiv von außen betrachtet könnte ich mir ja denken: "Die Leute, die sich ständig besaufen, sind blöd, haben kein Selbstvertrauen, sind arm dran usw."

Das muss nicht so sein und ich finde es müßig, sich solche Theorien zurechtzulegen, um sich gut/besser zu fühlen.

Zitat von Falco:
"Die anderen Leute" sehe ich dann viel mehr als die Geselligen, die Lustigen, die Lockeren an - und ich bin der konservative Spießer, der keinen Spaß versteht und ein Langweiler ist.

Das hat aber doch alles sehr wenig bis gar nichts mit Alk. zu tun? Gesellig ist man, wenn man gerne mit anderen zusammen ist. Spaß versteht man, wenn Späße gemacht werden und man darüber lachen kann. Ein Langweiler ist man, wenn man langweilig ist, also nichts Lustiges oder Interessantes zur Unterhaltung beiträgt.

Wenn du also etwas Lustiges oder Interessantes zur allgemeinen Unterhaltung beiträgst, wird es die anderen viel weniger interessieren, was du in dich hineinschüttest.

21.08.2010 00:38 • #16


Falco hat da nen guten punkt nochmal angesprochen...man darf sich dabei nicht "überlegen" oder "unterlegen" fühlen...nüchtern bleiben is nich besser oder schlechter als trinken sondern einfach ein alternativweg...so denk ich mir das immer...hab mir am anfang auch gesagt ich wär n langweiler...aber hab gemerkt komm am besten mit leuten klar die schon was intus haben wenn ich einfach aufhört bewusst über das was man sagt nachzudenken sondern einfach macht...hilft auch extrem gut wenn man beim tanzen n bisschen schüchtern is in discos und sowas...einfach nicht drüber nachdenken sondern machen!

26.08.2010 18:14 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Es ist sicher erstmal nicht einfach, weil man meint, Alk. wird ja überall getrunken (Party, Disco, Club, Bar etc., im Verein). Aber kann man das wirklich alles nur machen, wenn man auch Alk. trinkt? Warum, weil es alle machen? Ich finde, mit einer solchen Einstellung setzt man sich nur unter Druck. Wenn in einer Gruppe getrunken wird, trinkt man dann mit, weil es Gruppenzwang ist?

Ich glaube, viele Leute haben da einfach nur Angst, Angst vor Ablehnung, als Außenseiter dazustehen. Mit genug Selbstbewusstsein kann man auch in einer saufenden Gruppe nicht selbst saufen und trotzdem Spaß haben und ohne belächelt zu werden.

26.08.2010 23:09 • #18


Wendy
Ja, lieber Falco
ich hatte dahingehend auch schon oft ein Problem, aber was das thema
Alk. anbetrifft,konnte ich immer genug Selbstbewusstein zeigen um nein zu sagen.
Natürlich trinke ich Alk.. aber nur bestimmte Sachen und bei allen andern sage ich nein,
und bin oft genug schon oder mein Mann, als Schwächling bezeichnet worden,weil wir eben keine hochprozentigen Sachen trinken oder uns nicht betrinken.
Alk. ja, aber in Maßen und er muss schmecken.
VG
WEndy

20.09.2010 00:40 • #19



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