Odradek
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Und aus irgendeiner Ecke krame ich die Selbstbeobachtung: Das vergeht. Das ist nicht alles. Du hast aus einem Gefühl der Beschämung, des Scheiterns heraus wieder diesen Realitätsverlust. Dieses Gefühl, dass nichts an dir taugt. Das nichts reicht. Es geht vorüber. Es geht vorbei. Danach kommt etwas Anderes. Diese "Ecke" oder Stimme ist nun nicht besonders laut. Sie ist aber nicht völlig abwesend. Das wollte ich nur sagen.
Als gäbe es einen tieferen Grund, so was wie ein Fundament, auf dem ich dann doch "weiß", dass ich mir selbst verzeihen kann, dass ich meine (totale) Verurteilung ablehne, dass ich "gut" bin, "gut genug", und dass ich das Leben auffasse als: Mal gucken, was ich daraus für mich "gewinnen", genießen kann. Ich bin in Wahrheit IMMER neugierig auf das Schöne und wie und ob es mich berührt, bewegt. Es ist manchmal die Situation, das "Feedback", der Stress, was einen so an den Rand bringt. Ich bin nicht durch und durch destruktiv und nutzlos und Nicht-Ich-selbst, wie ich es mir häufig zum Vorwurf mache. Die Selbstliebe letztlich besteht keine Alternative dazu, immer wieder die Selbstliebe (ansatzweise) zu entdecken und zu reaktivieren
Dazu passt, dass ich im Kern sehr gesund bin. Krebs ist nicht so die große Gefahr für mich, eigentlich auch nicht Herz-Infarkt. Man muss die Gefühle rauslassen und Lust am eigenen Körper haben, manchmal. Das ist glaube ich wichtig, um "kerngesund" zu bleiben. Ich schweife ab.
Bisschen zu reden bzw. zu schreiben, hilft. Ich spüre bereits, wie die Krise sich abmildert. Danke.
• • 02.11.2019 x 2 #1