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Hallo,

ich bin 31 Jahre und komme aus Dülmen, das liegt im Münsterland.

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich unter der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung leide. Ich habe die Erkrankung zwar momentan recht gut im Griff, sogar ohne Medikamente nehmen zu müssen, aber aufgrund von (wahrscheinlich) bald anstehenden Veränderung meiner Lebensumstände zum Schlechteren hin, habe ich Zukunftsängste. Ich bin derzeit in einer WfbM beschäftigt und fühle mich dort auch sehr wohl. Zudem habe ich auch 1 guten Freund, mit dem ich mich auch mehr oder weniger Regelmäßig zum Fussball gucken oder Anderes verabrede. Nun ist es so, dass er glückllicherweise eine Freundin hat, was alledrings zur Folge hat, dass er für mich weniger Zeit hat. Außerdem ist es für mich auch nicht immer leicht, zu sehen, wie er seine Freundin hat und ich Niemand an meiner Seite habe.
Zuletzt hatte ich eine depressivere Phase, die dadurch entstanden ist, dass ich ein Bild von der Hochzeit meines Cousins gesehen habe. Seine Frau ist sehr attraktiv und das hat mir quasi einen seelischen Tiefschlag versetzt, weil mir schlagartig (wieder) bewusst wurde, dass ich gerne auch eine hübsche Freundin hätte und gleichzeitig in Zweifel geriet, ob ich wohl überhaupt jemals eine Partnerin finden werde.
Das ist dann auch der Grund, warum ich auf dieses Forum gekommen bin. Ich hoffe, hier offen und anonym mit euch darüber schreiben kann, obwohl ich nicht genau weiß, was ich überhaupt erwarten kann. Vlt. Tipps, wie ich möglicherweise, trotz meiner Erkrankung, eine Partnerin finden kann. Ich lass mich einfach mal überraschen. Jedenfalls fühle ich mich im Moment ziemlich alleine.

Ich danke schonmal für eure Antworten und bin gespannt auf das, was hier noch kommen mag.

LG

25.04.2014 19:56 • 25.02.2019 #1


28 Antworten ↓



Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

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MrsAngst
Willkommen im forum
schön das du zu uns gefunden hast!
Zuerst versuche positiv gegenüber der veränderung zu sein oder zumindest neutral
so gut es eben geht!
Wichtig ist das du dich trotz deiner erkrankung nicht versteckst! Sei offen und versuch der angst so wenig platz in deinem leben zu geben. Wann hattest du denn zuletzt eine partnerin? Ich denke wenn du eine interessante frau kennenlernst das du eibfach du selber bist! Verstellen ist immer falsch! Ich denke das solltest du dein wahres ich zeigen und zwar DICH nicht deine ängste
es gibt soviele möglichkeiten eine nette frau kennenzulernen

26.04.2014 04:26 • #2


Danke erstmal für deine Antwort.

Ich hatte bisher leider noch keine Freundin gehabt. Bin aber auch im Umgang mit Frauen, gerade bei potentiellen Partnerinnen, ziemlich unsicher und zu wenig locker. Deswegen glaube ich auch, dass Poten. Partnerinnen meine Unsicherheit spüren und sie dadurch auch unsicher werden in Bezug auf meine Person.
Ich habe im Übrigen schon so einige Abende alleine im Bett noch darüber nachgegrübelt, ob ich überhaupt bereit bin für eine Beziehung und welche Vorraussetzungen erfüllt sein müsssten, damit eine mögliche Beziehung für mich, wie für "sie" nicht zur Belastung werden würde. Ich bin da letzendlich zu dem Schluß gekommen für mich, dass "sie" auf jedenfall Verständnis für meine Erkrankung haben müsste und sie mir vor allem die Zeit geben müsste, die ich zweifelsohne bräuchte, um bereit zu sein, um mich für eine Partnerschaft auch emotional zu öffnen.
Es ist so, dass ich im Laufe meiner Kindheit mir sozusagen als Schutzwall "antrainiert" habe, meine Gefühle mehr oder weniger unter Verschluß zu halten, so dass ich mittlerweile eher rationell denke und handle. Und von der rationellen Seite habe ich meine Erkrankung weitesgehend verstanden und verarbeitet und bin heute glücklicherweise auch um einiges Selbstsicherer als noch als Kind oder Jugendlicher.
Doch, und da wirst du mir sicher zustimmen, gehören zu einer vernünftigen Beziehung eben auch Gefühle. Und da mache ich mir eben auch die größten Gedanken drum. Bin ich in der Lage einer Partnerin das Gefühl zu geben, dass ich sie liebe und bin ich bereit das Gefühl zuzulassen geliebt zu sein? Bin ich in der Lage, einer Poten. Partnerin das zu geben, vor allem emotional, was sie sich wünscht und braucht?
Diese Gedanken mögen vlt. für einen gesunden Menschen irrational erscheinen, aber für mich sind das ganz sicher Dinge, die mir immer wieder, wenn ich über das Thema nachdenke, durch den Kopf gehen. Denn hinzu kommt ja die Sorge bzw. Angst davor, dass ich auch enttäuscht werden könnte, quasi, dass ich mich in einen Menschen verlieben könnte, der mich aber nicht liebt bzw. mich irgendwann sitzen lassen könnte. Ich weiß zwar auch, dass jeder, der schonmal in einer Beziehung war bzw. ist, auch bereit sein muss dieses Risiko einzugehen. Nur mach ich mir Sorgen, ob ich von der emotionalen Seite her bereit bin, dieses Risiko einzugehen, ober ob gerade diese Angst dazu führt, dass ich mich emotional nicht richtig auf eine Partnerin einlassen kann und sie dadurch vergraule.
Vom rein rationellen Standpunkt her, bin ich mir sicher, dass ich natürlich in der Lage bin zu lieben, denn ich bin ja nach wie vor ein Mensch mit Gefühlen. Des Weiteren denke ich, vom rationellen her, dass sich viele Sorgen und Gedanken von selbst erledigen, sollte ich tatsächlich eine Frau finden, die bereit ist, sich auf eine Beziehung mit mir einzulassen.

Ich denke es dürfte wohl klar geworden sein, dass ich zwei Seiten in mir drin habe, die immer irgendwie im Konflikt zueinander stehen. Ich bin vom Sternzeichen übrigens Zwillinge und das passt auch sehr gut auf meinen Charakter. Das macht es für mich nur nicht immer leicht beide Seiten im Einklang zu halten. Ich habe aber mittlerweile zu akzeptieren gelernt, dass beide Seiten zu mir gehören und dass dieser innere Kampf, nicht nur schlechte, sondern auch gute Seiten hat. Denn dadurch, dass ich mir im Vorfeld zu neuen Situationen viele Gedanken mache, bin ich bereiter auch auf die unterschiedlichsten Situationen zu reagieren, zum Anderen, kann ich so auch sicherer Sein, dass Entscheidungen, so ich sie dann treffe, gut überlegt sein werden.
Leider hat diese Tatsache aber auch die negative Seite, dass ich gerade bei wichtigen Entscheidungen ziemlich lange brauch, um mich festzulegen und zum Anderen auch viel in Zweifel gezogen wird, was ich mache und denke. Und dadurch entstehen auch diese Unsicherheiten, die ich eingangs angesprochen habe.

So, jetzt muss ich erstmal durchatmen, nachdem ich das mal von der Seele geschireben habe. Bin gespannt auf deine und eure Reaktionen hierauf.

LG

26.04.2014 10:01 • #3


Hallo an alle User mit einer Ängstlich-vermeidenden-Persönlichkeitsstörung,

ich schneide nun ein Thema hier an, was ich nach einer über Einjährigen Bedenkzeit, nun endlich in diesem Forum anschneide.
Mir ist es auch sehr bewusst das dieses Thema, so manchem User unter einer ÄVPS oder unter einer Sozial Phobie leidet, sehr Triggern kann, und darum bitte ich diesen Thread mit einer großen Besonnenheit zu lesen !

Vorab möchte ich noch eine Anmerkung hierzu Ansinnen, die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, tritt auch als Ko-Morbidität mit dem ADHS und mit dem Borderline auf.
Auch andere seelische Problematiken, können diese Störung auslösen.

Es geht hier nun um das Thema, Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, und Sex.
Ich weis das viele von Euch betroffenen, das wahrscheinlich ganz genau so wie ich selbst auch, das so erleben und auch aushalten müssen.
Mir ist auch klar das viele Sozial Phobiker, dieses Thema hier ebenfalls sich durchlesen werden.
Es ist extrem frustrierend, wenn man ebenfalls, wie die NORMALEN Menschen sexuelle Sehnsüchte und Begehren hat, aber jene fast für immer wegen der Ängstlich-vermeidenden-Persönlichkeitsstörung, zu entbehren hat.
Das ist auch eine Tatsache, die ein Menschenleben extrem beeinträchtig.
Also wenn man im TV, oder draußen auf der Straße etwas sieht, was einem Anregt, oder man hat eine sexuelle Phase in sich, wo sich eine große sexuelle Begierde kund tut, was jeder Mensch auch von sich aus kennt, dann weis man es automatisch ja schon, und es fährt dann einem wie aus der Pistole geschossen in den Kopf, das man so etwas schönes, ja selbst niemals wird erfahren können, und dann bleit einem nur noch die SB übrig.
Ich selbst habe noch niemals im Leben das ERSTE MAL, erleben dürfen und ich leide auch schon deswegen mächtig an der TORSCHLUSSPANIK.
Auch wenn man wesentlich jüngere Leute sieht, die sich küssen, oder auch schon Sex miteinander hatten, dann wird mir schon sehr anders.
Die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, ist aber auch schon an sich, ein große Beeinträchtigung, des individuellen Lebens eines betroffenen Users an sich.
Wünsche, Verlangen, Freude, und die Lebensqualität als solche, sind bei uns Betroffenen, von Grund auf individuell ja schon mächtig, bei uns allen herunter gefahren.
Ich werde noch mehr hierzu schreiben, nur irgendwo schäme ich mich ein bischen für dieses Thema.

Wie ergeht es Euch damit, was macht ihr bei sexuellem Verlangen, und dem gleichzeitigem Wissen darum, das so etwas niemals in Eurem Leben wahr werden wird, eine sexuelle Erfüllung, oder das erste mal, jemals deswegen überhaupt erfahren zu können ?

LG Schwarzes-Leben

10.01.2016 15:06 • #4


Schlaflose
Ich hatte das ja im Forum mehrmals geschrieben, dass ich noch nie Sex hatte. Aber mir hat es auch nie gefehlt. Mir hat immer gereicht, was ich in Form von SB machen konnte. Und seit ich in den Wechseljahren bin, habe ich auch kaum noch das Bedürfnis. Das Thema Sex ist wirklich das geringste Problem, das ich aufgrund der ÄVPS habe.
Aber ich denke, dass es für Männer anders ist als für Frauen.

10.01.2016 15:56 • #5


Ich bewundere euren Mut. Vor euch beiden habe ich großen Respekt. Und das meine ich ernst.

10.01.2016 16:00 • #6


Vergissmeinicht
Hey Schwarzes Leben.

denke nicht, das Du Dich für die Zeilen schämen brauchst. Sexualität gehört halt in normalen Leben dazu. Durch die ÄVPS scheint es schwieriger zu sein. Als ich damals die Angsterkrankung hatte, hatte ich dennoch Sex und dies ist bis heute so. Sex setzt Endorphine frei und tut der Seele gut. Ferner denke ich nicht, das Du diesen Bereich für immer ausschließen solltest.

Gib Dir und der Liebe eine Chance; vielleicht reduzieren sich dadurch einige Probleme.

10.01.2016 16:03 • x 1 #7


Hallo an alle,



ich möchte mich an allen Usern bedanken, die sich in diesem Thread hier zu Wort gemeldet haben !
Ich dachte schon das dieser Thread, wohl kaum angenommen werden würde, und durch alle Eure Beiträge sind mir noch ein paar Fragen, tief in mir hochgekommen.




1. Wie habt ihr das geschafft trotz der Ängstlich-vermeidenden-Persönlichkeitsstörung, oder der Sozial Phobie überhaupt mit einem Partner, Sex zu bekommen ?
Das ist doch eigentlich, mit solch einem schweren Leid, wohl kaum zu erreichen.



2. Gibt es auch was den Sex, mit der Ängstlich-vermeidenden-Persönlichkeitsstörung anbelangt, geschlechtsspezifische Unterschiede ?
Ich meine damit, das ein Mann mit einer Ängstlich-vermeidenden-Persönlichkeitsstörung, sexuell anders tickt und begehrt als eine Frau mit der gleichen Störung ?



3. Ich bin mir nicht sicher ob es zu diesem Thema schon, wissenschaftliche Abhandlungen gibt ?



4. Der Sextrieb und das sich reproduzieren wollen, steckt ja auch in uns ÄVPSlern drin, also ist es doch ( Normal ) Frust zu empfinden, wenn man das auf Grund der
ÄVPS, nicht hinbekommt ?















LG Schwarzes-Leben

10.01.2016 17:04 • #8


Vergissmeinicht
Grüß Dich,

also, jeder Angsthase, wie ich es auch war, ist im Vermeiden sehr groß und dazu gehört auch der sexuelle Bereich. Es lag bei mir damals an dem Feeling meines Partners. Hinterher war ich froh und glücklich. Es machte den Kopf frei und ist, wie geschrieben, auch noch ein Glücksmoment, wo wir eigentlich wenige von haben.

Ob es jetzt geschlechtlich bezogen Unterschiede gibt glaube ich kaum. Angst ist Angst, wenngleich der Mann im Normalfall schon anderes getaktet ist. Denke, aber auch dies ist mittlerweile überaltert.

Denke mal, es frustet Dich noch nicht genug; ansonsten würdest Du Deinen Gefühlen nachgeben.

10.01.2016 17:39 • #9


kl Schnecke
Zitat von Vergissmeinicht:
Grüß Dich,

also, jeder Angsthase, wie ich es auch war, ist im Vermeiden sehr groß und dazu gehört auch der sexuelle Bereich.

Hast du auch eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung oder sozial Phobie gehabt?

10.01.2016 17:45 • #10


Vergissmeinicht
Hey Schnecke,

in meinem Bericht damals stand auch Persönlichkeitsstörung und ängstlich war ich auch und vermieden habe ich ebenfalls. Letztlich habe alle mit seel. Erkrankungen irgendwie eine Persönlichkeitsstörung aus meiner Sicht und schließe mich da nicht aus. Mittlerweile sind d.J. 22 Jahre vergangen und denke bin heute gefestigter etc.

10.01.2016 18:01 • #11


Schlaflose
Zitat von kl Schnecke:
Hast du auch eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung oder sozial Phobie gehabt?


Das wollte ich auch gerade fragen, denn die ÄVPS kann man nicht mit Ängsten im Sinne von Panikattacken oder Krankheitsängsten vergleichen.

10.01.2016 18:02 • #12


Hallo an alle,



Dankeschön für Eure Beiträge.



Also um einer möglichen Diskussion, die sich in das Uferlose hinaus bewegen könnte vorzubeugen, möchte ich einmal an dieser Stelle etwas anmerken.
Die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, ist nicht heilbar.
Sie zieht sich das gesamte Leben durch, und beginnt in der Kindheit.
Durch diese Persönlichkeitsstörung, wird vieles in der ( NORMALEN ) Entwickelung, massiv beeinträchtigt.
Sie kann alleine auftreten, oder durch eine Ko-Morbidität entstehen.



Nun komme ich zu dem eigentlichem Punkt wieder zurück.
Also wenn eine ÄVPS das soziale Miteinander sehr stark beeinträchtigt, dann ist natürlich auch der Sex, davon in Mitleidenschaft gezogen.
Das verhält sich bei mir persönlich leider so, das ich zu gerne einmal Sex haben möchte, aber durch die ÄVPS sehr extrem, alles soziale meide, d.h.
Beruflich und Privat.
Wie soll ich den nun, mit dieser Persönlichkeitsstörung, überhaupt mit anderen Menschen in einen sozialen Kontakt treten können, wenn ich schon bei den aller kleinsten sozialen angelegenheiten, grundsätzlich eine sehr schwere Angst verspüre ?




















LG Schwarzes-Leben

10.01.2016 18:03 • #13


Schlaflose
Zitat von Vergissmeinicht:
Hey Schnecke,

in meinem Bericht damals stand auch Persönlichkeitsstörung und ängstlich war ich auch und vermieden habe ich ebenfalls. Letztlich habe alle mit seel. Erkrankungen irgendwie eine Persönlichkeitsstörung aus meiner Sicht und schließe mich da nicht aus. Mittlerweile sind d.J. 22 Jahre vergangen und denke bin heute gefestigter etc.


Es gibt mehr als 10 verschiedene Arten von Persönlichkeitsstörungen, die z.T. völlig unterschiedliche Symptome haben. Soweit ich dich hier im Forum kennen gelernt habe, hast definitiv keine ÄVPS.

10.01.2016 18:04 • #14


Vergissmeinicht
Grüß Dich,

danke für die Aufklärung und auch an Schlaflose

Nun, dies kommt auf einen Versuch an; mehr kann ich Dir dazu nicht schreiben.

10.01.2016 18:05 • #15


kl Schnecke
Zitat von Vergissmeinicht:
Hey Schnecke,

in meinem Bericht damals stand auch Persönlichkeitsstörung und ängstlich war ich auch und vermieden habe ich ebenfalls. Letztlich habe alle mit seel. Erkrankungen irgendwie eine Persönlichkeitsstörung aus meiner Sicht und schließe mich da nicht aus. Mittlerweile sind d.J. 22 Jahre vergangen und denke bin heute gefestigter etc.

Naja Persönlichkeitsstörung ist nicht= Persönlichkeitsstörung, Ängstlichkeit= Ängstlichkeit und Vermeiden nicht = Vermeiden
Man kann das doch nicht alles in den gleichen Topf schmeißen.

10.01.2016 18:12 • #16


Vergissmeinicht
Hey Schnecke,

wusste bis Dato nicht, das eine ÄVPS eine eigenständige Krankheit ist; sorry. Hatte es nur so damals bei mir im Bericht drin.

10.01.2016 18:22 • #17


Sebo
Ist das wirklich so dass man da nicht dran arbeiten kann? Will das jetzt nicht in Frage stellen aber kann man nicht gegen jede Art von psychischen Störungen irgendwas Unternehmen?
Mir geht es ähnlich, ich habe eine Sozialphobie und Angst vor neuen Situationen, obwohl ich denke dass das noch mal was anderes ist.
Das sexuelle fehlt mir auch, genauso wie liebe, Nähe und Zärtlichkeit, habe auch erst extrem spät meine ersten Erfahrungen damit gemacht und bezweifle dass es je wieder dazu kommen wird.

10.01.2016 18:22 • #18


Vergissmeinicht
Zitat von Sebo:
... aber kann man nicht gegen jede Art von psychischen Störungen irgendwas Unternehmen?


Sehe ich irgendwie auch so Sebo.

Ohne jemanden anzugreifen o.ä. und somit wertfrei möchte ich was dazu einstellen. Ich hatte damals in meinem Forum die Frage eingesllt: "Was würdest Ihr machen, wenn Ihr Morgen keine Angst mehr hättet?"
Die Wenigsten wussten darauf zu antworten; zu sehr hatten sie sich an ihren Um-/Zustand gewöhnt und denke es ist verständlich was ich damit ausdrücken möchte. Auch waren einige ganz froh, das der Partner/das Umfeld sich sorgte/kümmerte. Sollte zu denken geben.

OT aus.

10.01.2016 18:24 • #19


kl Schnecke
Zitat von Schwarzes-Leben:
Hallo an alle,



Dankeschön für Eure Beiträge.



Also um einer möglichen Diskussion, die sich in das Uferlose hinaus bewegen könnte vorzubeugen, möchte ich einmal an dieser Stelle etwas anmerken.
Die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, ist nicht heilbar.
Sie zieht sich das gesamte Leben durch, und beginnt in der Kindheit.
Durch diese Persönlichkeitsstörung, wird vieles in der ( NORMALEN ) Entwickelung, massiv beeinträchtigt.
Sie kann alleine auftreten, oder durch eine Ko-Morbidität entstehen.



Nun komme ich zu dem eigentlichem Punkt wieder zurück.
Also wenn eine ÄVPS das soziale Miteinander sehr stark beeinträchtigt, dann ist natürlich auch der Sex, davon in Mitleidenschaft gezogen.
Das verhält sich bei mir persönlich leider so, das ich zu gerne einmal Sex haben möchte, aber durch die ÄVPS sehr extrem, alles soziale meide, d.h.
Beruflich und Privat.
Wie soll ich den nun, mit dieser Persönlichkeitsstörung, überhaupt mit anderen Menschen in einen sozialen Kontakt treten können, wenn ich schon bei den aller kleinsten sozialen angelegenheiten, grundsätzlich eine sehr schwere Angst verspüre ?


Was tust du denn allgemein um mit deiner ÄVPS klar zu kommen.
Bist du den ganzen Tag in der Wohnung oder gehst du Arbeiten
Ich kenne leider deine anderen Beiträge nicht. Machst du Therapie und hast dort schon mal drüber gesprochen.


















LG Schwarzes-Leben

10.01.2016 18:28 • #20



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Dr. Reinhard Pichler