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Ich bin in der seltsamen Situation von meiner Familie ( Mutter,Bruder, Schwester) abgelehnt zu werden. Seit der Scheidung meiner Eltern (1976) wurde das Verhältnis zu meiner Mutter von Jahr zu Jahr schlechter. Was Sie für mich tat ,tat Sie aus Pflichtgefühl, das für meine Geschwister aus Liebe ( Originalzitat meiner Ex-Frau).
Lt. meiner ehemaligen Gesprächstherapeutin bin ich ein Abbild meines Vaters, das viel schwächer als das Original ist.Durch geschickte Propaganda meiner Mutter wurde ich zeiteise zur Fußmatte meiner jüngeren Geschwister, wenn die Probleme oder Frust hatten riefen Sie mich an, irgendwas hatte ich offensichtlich immer falschgemacht.
Untereinander sind sich Bruder und Schwester auch nicht grün, aber ich war ein bequemes Ziel ( gutmütiges Schaf). Nachdem ich jahrelang die Wangen hingehalten hatte habe ich in der Gesprächstherapie gelernt mich abzuschotten und zu begreifen das ich eine Erzeugerin keine Mutter habe, die mich als Kind mit Essen und materiellen versorgt hat aber mir keine Liebe geben konnte bzw. jetzt kann. Wenn ich meine Mutter in der City begegne wenden wir uns beide ab, mit meiner Schwester ist es genauso. Mein Bruder ist in der selben Firma (ca. 2100 Beschäftigte) wie ich aber wir haben uns seit 2002 nicht mehr gesehen. Früher fand ich das schade und traurig, aber man entwickelt sich weiter. Ich rufe die drei nicht an widme mich mehr meinem Ehrenamt und habe zum Glück einige gute Frunde auf die ich bauen kann.

Ohne Freunde wäre es total einsam!

Wäre mir lieb wenn ich ein Feedback bekommen würde!

24.04.2007 12:20 • 03.09.2007 #1


18 Antworten ↓


hallo teddybaer,
als ich dein posting las, dachte ich erst mal, was für ein armer Kerl.Doch am Schluss machst du mir richtig Mut. Du hast ja recht, man kann sich als Erwachsener die Menschen aussuchen, die einem so mögen, wie man ist.
chrissy

30.04.2007 15:28 • #2



Ablehnung selbst durch Familie

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Hallo teddybaer

habe gerade im Positiven Wochentipp beim PAL Verlag etwas gefunden, das passt.

Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst,
noch dazu im Urteil der Menschen, die wir als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
- La Bruyere -

Grüße
Sylvia

30.04.2007 20:48 • #3


Ich danke Euch!

Wenigstens habt Ihr mir nett zugesprochen.Viele Menschen in meiner Umgebung glauben mir nicht, weil Mutter und Geschwister nie negativ sein können.

Ich Danke Euch!

02.05.2007 12:57 • #4


Hallo teddybaer,

ich finde du hast schon einen Menge in deinem Leben gelernt ... und du hast Recht ... seine Familie kann man sich nicht aussuchen, in die wird man hineingeboren ... aber seine Freunde, Personen - denen man vertraut, Personen - die einem manchmal sogar wichtiger sind als das eigene Leben, Personen - wo man genau weiß, dass man sich auf sie auch im Notfall verlassen kann ... die kann man sich aussuchen.
Manchmal ist das alles sehr mühevoll, und wenn man angeschlagen ist, weil man sich nicht geliebt fühlt ist es oft noch schwieriger, weil der Selbstzweifel einen oft auffrisst.

Aber wenn man seinen Freund, seine Freundin schließlich doch gefunden hat - dann ist das Leben schön.

Ich wünsche dir, dass du noch gaaanz viele Freunde findest.

LG Cyanna

03.05.2007 07:05 • #5


Hallo,
ich bin ganz neu im Forum hab deinen Beitrag gelesen und habe gleich wieder heulen müssen, denn seit kurzer Zeit ist meine Erzeugerin auch sehr grausam zu mir und mir ist genau das bewusst geworden ich bekam auch keine Liebe nur Essen und das nötigste was dazugehört. Das muss ich erst mal schlucken und ich schaff das noch nicht besonders gut.

29.05.2007 08:51 • #6


Mir geht es genauso wie teddybear.Meine Famielie (Eltern u. Schwester)hasst mich auch; am meisten meine Mutter.Nur bei mir ist es schwer ihnen aus dem Weg zu gehen,ich bin nähmlich erst 12.Meine Eltern beforzugen meine Schwester ständig,sie schlagen mich und meine Mutter hat gesagt dass sie mich in ein Kinderheim stecken möchte.Meine Freunde sind auch nicht gerade toll,sie lassen mich ständig im Stich und entschuldigen tuen sie sich auch nicht;sie geben immer mir die Schuld.Eigentlich hätte ich ihnen ja schon längst die Freundschaft gekündickt,aber ich habe Angst dass ich dann ganz alleine bin und keine neuen Freunde finde.Mittlerweile ist es mit mir schon so weit dass ich(es stimmt auch wenn´s verrückt klingt)meine Katze lieber habe als alle meine Verwandten u. Freunde.Manchmal leige ich einfach nur einsam im Bett und frage mich womit ich dass verdient hab´.

Kann mir einer helfen wenigstens mit meinen Freunden wieder besser klar zu kommen?

13.07.2007 16:26 • #7


Mir geht es genauso wie teddybear.Meine Famielie (Eltern u. Schwester)hasst mich auch; am meisten meine Mutter.Nur bei mir ist es schwer ihnen aus dem Weg zu gehen,ich bin nähmlich erst 12.Meine Eltern beforzugen meine Schwester ständig,sie schlagen mich und meine Mutter hat gesagt dass sie mich in ein Kinderheim stecken möchte.Meine Freunde sind auch nicht gerade toll,sie lassen mich ständig im Stich und entschuldigen tuen sie sich auch nicht;sie geben immer mir die Schuld.Eigentlich hätte ich ihnen ja schon längst die Freundschaft gekündickt,aber ich habe Angst dass ich dann ganz alleine bin und keine neuen Freunde finde.Mittlerweile ist es mit mir schon so weit dass ich(es stimmt auch wenn es verrückt klingt)meine Katze lieber habe als alle meine Verwandten u. Freunde.Manchmal liege ich einfach nur einsam im Bett und frage mich womit ich dass verdient habe.

Kann mir einer helfen wenigstens mit meinen Freunden wieder besser klar zu kommen?

13.07.2007 16:28 • #8


entschuldigung, dass ich nicht zum ersten beitrag, sondern auf einer der antworten antworte.

an den Gast:

Zitat:
Meine Freunde sind auch nicht gerade toll,sie lassen mich ständig im Stich und entschuldigen tuen sie sich auch nicht;sie geben immer mir die Schuld.Eigentlich hätte ich ihnen ja schon längst die Freundschaft gekündickt,aber ich habe Angst dass ich dann ganz alleine bin und keine neuen Freunde finde.


aus meiner sicht sollte die perspektive in dieser situation klar sein: freunde zu haben, die nur dazu dienen, dass man vor sich selbst behaupten kann, dass man freunde hätte, helfen nicht. das ist so, als wenn man, sich in der situation befindlich, nichts zu essen zu haben, einen hohlen kürbis mit dem leben verteidigen würde (vorausgesetzt, man betrachtet die schale eines kürbis als nicht essbar). man hat dann zawr die schale, aber etwas zu essen trotzdem nicht. es vollkommen zweckfrei.
mir selbst fällt das auch sehr schwer, aber ich denke, dass, egal wie einsam man sich danach fühlt, man die dinge trotzdem immer relativ objektiv betrachten sollte. wenn deine freunde dich im stich lassen und das nicht mal merken, dann sind sie keine freunde. oder, um das vielleicht nicht so sehr zu radikalisieren, dann geben sie dir nicht das, was du von freunden erwartest, wie du ja selbst schreibst.

das heißt natürlich nicht, dass du sie gleich aus deinem leben bannen musst. du könntest damit beginnen, deine position zu ihnen neu zu definieren. du könntest sie zum beispiel als bekannte ansehen. dadurch ändern sich ihre aufgaben und pflichten dir gegenüber und umgekehrt. wenn deine freundschaft ihnen etwas bedeutet, merken sie diese veränderung.

natürlich ist es furchtbar schmerzhaft, sich einsam zu fühlen, und dass dieses gefühl scheinbar durch die umwelt bestätigt wird.
aber das wird - wie du merkst - nicht besser, wenn man versucht, es mit freunden, die man nicht als solche empfindet, zu simulieren.

nochmal sry, dass ich nicht direkt auf den eigentlichen thread regiere.

17.07.2007 11:12 • #9


Hermy
Hm,du hast ja recht,aber was ich mehr meine ist das ich dann vorallem niemanden mehr hätte mit dem ich reden könnte so über ganz alltägliche Dinge.Und vorallem wenn ich meinen "Freunden" sage dass ich sie nur noch alls gute Bekannte sehe würden sie mich nicht alls Bekannte ansehen,im Gegenteil sie würden sich ganz von mir abwenden.Und sie würden auch nicht zu mir zurück kommen,denn an mir liegt ihnen nichts.Es ist schon oft passiert dass ich mich nach einem Streit beleidigt abgewendet habe,wenn ihnen etwas an mir liegen würde würden sie mich doch wohl früher oder später bitten wieder zurück zu kommen,oder?Und weil ich nicht von mir behaupten will meine Katze sei nicht nur meine beste sondern auch meine EINZIGE Freundin bin ich letztendlich immer die die sich entschuldigt.Ich kann nur hoffen das ich nach den Ferien,wenn die Klassen neu gemischt werden,neue,bessere Freunde finde.

Aber trotzdem Danke,Danke,Danke für deinen Rat

PS:Die Veranschaulichung mit dem Kürbis find ich gut!

17.07.2007 16:31 • #10


magst du nicht vll einen eigenen thread eröffnen? ich glaub, ich würd mich gern noch wenig mit dir darüber unterhalten

17.07.2007 21:24 • #11


Hallo Du,
ich war schon etwas erschrocken, als ich dein Alter gelesen hab...so junge 12 Jahre!
Lass dich von deinen Freunden nicht herunterziehen! Wahre Freunde stehen zu einem, nehmen einen ernst!! Schuld brauchst du dir nicht aufzuladen,lass dir da nichts einreden! Meistens ist es oft so, dass dein Freunde meist selbst Probleme mit sich und anderen haben, vielleicht auch zu Hause mit ihren Eltern! Da müssen sie ihren Frust bei dir abladen! Ja, Tiere haben so etwas beruhigendes, die widersprechen wenigstens nicht!Hören einem zu, geben einem Wärme! Am liebsten würde ich dich jetzt ganz fest umarmen!! Dass du geschlagen wirst ist nicht in Ordnung! Ich kann dir nur ganz dringlich raten bitte suche eine Beratungsstelle in deiner Stadt oder nächstliegenden Stadt auf! Schau im Telefonbuch nach unter Jugendamt und rufe dort an, die werden dir ganz bestimmt da raushelfen! Oder du rufst beim Rathaus an,die können dich weiterverbinden mit dem Jugendamt!Hast du vielleicht Onkels oder Tanten die dich unterstützen könnten? Du kannst auch zu einer Vertrauenslehrerin/Lehrer an deiner Schule gehen und deine Sorgen ihnen anvertrauen!! Um nit deinen Freunden wieder besser klarzukommen, dafür bräuchtest du jemanden, der sich das ganze von außen mal betrachtet und dir da helfen kann warum die anderen zu einem so sind! Das kann auch jemand vom Verein für Jugendhilfe sein!! Das sind dort sehr nette Leute, die einen auch verstehen und auch mit deinen Eltern und deiner Schwester sprechen würden!Hab keine Angst davor!! Vielleicht ist deine Mutter sehr überfordert! Aber du kannst nicht ihre Probleme lösen, das ist nicht deine Aufgabe! Am liebsten würde ich dich begleiten..ich komme aus der Nähe von Stuttgart..habe selbst 4 Kinder im Alter von 14-16-20-21 Jahren.. 2 Jungs-2 Mädel... ich bin 48 Jahre...und wir haben 2 niedliche Ratten ,die heißen Sunny und Luna,sind sehr anhänglich...!! Ich finde es übrigens klasse,dass du uns hier Deine Sorgen mitgeteilt hast! Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen..eine Frage noch: bist du ein Mädel oder ein Bub? Ganz liebe Grüsse und bleib stark!

21.07.2007 23:26 • #12


Hallo an die Zwölfjährige (falls du ein Mädchen bist):

Wenn deine Eltern damit drohen, dich in ein Kinderheim zu geben (was ich sehr fies finde, es sei denn, du verhältst dich zu Hause wirklich extrem aggressiv?),

dann würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob es dir in einem Kinderheim oder, vielleicht besser, in einer netten Pflegefamilie nicht wirklich besser gefallen würde.

Als ich so alt war wie du, wünschte ich mir immer, jemand würde mich aus der Familie rausholen. Leider kam niemand.

------

Und wegen Jugendamt, Jugendhilfe: Ich vermute, du hast Angst, dass du dann zu Hause erst recht verprügelt und bestraft wirst, wenn du Außenstehenden von deinen häuslichen Problemen erzählen würdest und deine Eltern das erfahren - oder?

Ich glaube, das wird von vielen Jugendämtern und vielen anderen netten Eltern vollständig verkannt und unterschätzt, wie schwer das Leben für ein Kind nach so einem Hilferuf Beichte werden kann. ( Du solltest deswegen unbedingt gleich mit denen eine "Nachsorge" ausmachen, mit der sie dich schützen können und es auch wirklich tun. Z.B. wie du sie dann am besten erreichen kannst und dass sie dich dann in einem Kinderheim oder einer netten Pflegefamilie unterbringen, wenn es für dich zu schlimm wird.

Es ist in manchen Familien sehr viel schlimmer als sich das viele "normale" Leute ausmalen können. Und zwar auch in nach außen völlig unauffälligen, sogar anscheinend vorbildlichen Familien!

---------

Was die anderen bezüglich der Freunde sagten, dem stimme ich zu.
Übrigens war das sicher nicht so gemeint gewesen, dass du deinen "Freunden" sagen sollst, dass sie jetzt nur noch deine "Bekannten" sind, sondern du sollst das in deinem eigenen Kopf zu beschließen und dir so vorstellen. Dann wirst du sie automatisch anders behandeln. Und vielleicht werden sie dann doch mehr Respekt vor dir haben. Falls nicht, dann solltest du ihnen nicht hinterherweinen. Besser eine Zeitlang nur mit der Katze und dem Internet reden als nutzlose Freunde oder Bekannte zu haben, die einem auch noch Kummer bereiten.

Liebe Grüße,
Gast B

23.07.2007 14:23 • #13


teddybaer schrieb am Di, 24 April 2007 12:20
Wenn ich meine Mutter in der City begegne wenden wir uns beide ab, mit meiner Schwester ist es genauso. Mein Bruder ist in der selben Firma (ca. 2100 Beschäftigte) wie ich aber wir haben uns seit 2002 nicht mehr gesehen.


Meine Güte, wie haarsträubend. Herzliches Beileid.

Aber es gibt nun mal sehr kranke Familienstrukturen, und offenbar hast du dich daraus herausentwickelt und verbessert, hast gute Freunde und ein eigenes, nicht so verkorkstes Leben. Das ist schön.

Ich hatte ähnliche Familienstrukturen, teilweise heute noch. Teilweise konnte ich sie auflösen, indem ich besser verstand, welche Bedürfnisse die anderen hatten und mit einzelnen von ihnen ein Gespräch gesucht habe. Hast du das auch schon mal versucht?

Gruß,
Gast B

23.07.2007 14:31 • #14


Gast B:-)

Ja,eigentlich würde ich es schon gut finden zu einer netten Pflegefamilie zu kommen aber ich will mich nicht von meiner Katze trennen.Und mitnehmen könnte ich sie auch nicht,weil sie nicht nur mir,sondern uns allen gehört.Aber sie ist nun mal das allerallerwichtigste in meinem Leben.Das wäre das erste Problem.

Das zweite:Meine Eltern schlagen mich zwar (Meine Mutter geht meist mit Schuhen oder dicken,zusammengerollten Katalogen auf mich los)aber eben nicht so dass ich blaue Flecken oder andere Verletzungen davontrage.Einmal hat meine Mutter sogar versucht mich die Dachbodentreppe runter zu schmeißen.Wenn ich auf eine der Kisten gefallen wäre hätte ich mir das Genick brechen können,aber wie soll ich das beweisen?Außerdem hat mein Vater gesagt wenn ich ihn und meine Mutter anzeige,sitze ich an meinem 18.Geburtstag vor der Tür.

Und ich weiß auch nicht wie ich Konntakt zu so einer Jugendhilfe aufnehmen kann ohne dass meine Eltern Wind davon Kriegen!

Aber das was mich am meißten fertig macht ist die Ungerechtigkeit mit der meine Eltern mich behandeln.
Ein kleines Bsp.:Ich sitze am PC,meine Schwester(11)ist gleich dran,aber ich habe noch kurz was zu tun.Sie nörgelt so lange bis ich die Gedult verliere und sie anschreie.BUMS,ich kriege PC-Verbot.Ein Andermal velasse ich als Rache ganz den PC,promt fängt meine Schwester an zu heulen,sie kneift mich in die Oberarme und schlägt mich auf den Rücken.Aber von Strafe kann keine Rede sein.

Und das finde ich noch viel schlimmer als das sie meine Schwester lieber haben als mich(naja eigntlich haben sie mich gar nicht lieb)

Tschüss

PS:Ja ich bin ein Mädchen!

25.07.2007 16:13 • #15


Hallo Gästin ,

meiomei, das hört sich aber gar nicht gut an, was du da über deine Familie berichtest.

Und was du da über die Rollenverteilung zwischen dir und deine kleine Schwester erzählst, kenne ich genauso aus meiner eigenen Kindheit. Mein kleiner Bruder hat uns ältere Mädchen geärgert, sogar getreten (was kleine Jungs auch manchmal so machen, an sich nicht soo schlimm), aber wenn ich mich dann auch nur ein wenig gewehrt haben, fing er lauthals an zu brüllen, und dann habe ich die Ohrfeige vom Vater erhalten. Weil ich angeblich vernünftiger als der Kleine sein sollte - was natürlich in so einem Fall ausgemachter Quatsch ist. Der Kleine hat so gelernt, sich einfach immer mit unlauteren Mitteln durchzusetzen, und ich galt als "die Böse", ohne dass ich irgendetwas Schlimmes getan hatte. (

Dir geht es also auch so.

Bist du denn sicher, dass du ohne genau diese Katze nicht leben könntest? Es gibt noch viele andere sehr süße Katzen.

Du könntest, wenn du dich gar nicht traust, gleich in die Jugendhilfe zu gehen, mal die Seelsorge anrufen oder Caritas, und dort um eine zuverlässige Kontaktperson bitten, die dich erstmal nicht verrät. Z.B. hier:


Vielleicht können die dir weiterhelfen. Jedenfalls kannst du dort erstmal kostenlos mit jemandem telefonieren oder schreiben (Internet).

Wodurch fühlt sich deine Mutter denn so provoziert, dass sie dich schlägt?

Lg
Gast B

26.07.2007 15:15 • #16


Hey Teddybear,

hab vor einigen Jahren mal (als Begleitperson/Gast/Unterstützung für eine Freundin, die zu dieser Zeit so alles an Therapie ausprobiert hat, was der Markt bot) an einer Familienaufstellung teilgenommen....die Gruppe war ganz neu zusammengestellt und keiner traute sich - ich war ja nur zu "Besuch" hatte nix zu verlieren und konnte jederzeit gehen...jedenfalls endete das damit, dass meine Familie aufgestellt wurde - als Test zwo drei vier...will gar nicht ins Detail gehen...ich fand es nur äußerst "merkwürdig" dass bald jeder der Teilnehmer ganz schnell an seine mentalen und seelischen Grenzen geriet...einige sträubten sich so dermaßen gegen den Gedanken, dass die Aufstellung tatsächlich in all ihren Facetten einer existierenden "Familie" entsprechen könnte, dass sie einfach auf "glaub ich nicht" umgeschaltet" haben. Bei so einer Aktion gibt es nix zu "glauben"...ich weiß gar nicht, wie oft der Thera das gesagt hat lol...der Teilnehmer bennennt einzelne Familienmitglieder und der Thera positioniert diese...was dann passiert ist ein "Automatismus", nur soviel zu diesem "Glaub ich nicht, kann nicht sein, darf nicht sein" Phänomen...


Und dieses "glaub ich nicht" Ding findet auch ganz heftigst innerhalb Deiner (wie auch in meiner) Familie statt...das ist nicht nur eine Reaktion vom Umfeld...Deine Mutter z.B. stell ich mir vor wie Jemand, der seine Machtposition, seinen Einfluss, die Abhängigkeit anderer sehr wohl wahrnimmt (ihrer Kinder) und auch als ihre ganz natürliche "Position" als Mutter beansprucht und auslebt - nur eben leider Gottes auf sehr manipulierende und negative Art und Weise - hat ein von grundauf liebevoller Mensch gar nicht nötig.

Das sagt mir als Außenstehende, dass sie ihre Macht will, aber nicht die Verantwortung für ihr Tun...von daher wird sie auch immer behaupten, sie wär das Opfer und Du und Dein Vater die Täter...dass sie aktiv in dieser gruseligen Familiensituation involviert ist, kann sie nicht glauben...weil glauben hieße Verantwortung,Beteiligung, Akzeptieren etc..geht nicht.

...auch Deine Geschwister werden/wurden nicht aus reiner Mutterliebe " besser" bzw "liebevoller" behandelt...wie jeder "Herrscher" braucht sie eine Armee, die ihre Position verteidigt, ihre Bedürfnisse befriedigt und sich für ihre Belange einsetzt...was glaubst Du was da los wär, wenn einer Deiner Geschwister ganz erwachsen und ohne Groll sagen würde "weißte was Muttern ich vermisse meinen Bruder, würde gerne wissen wie´s ihm geht..." ? Und jetzt weißt Du auch warum Deine Geschwister sich so bescheuert und jämmerlich verhalten...

Du reagierst mit Resignation und Traurigkeit und auch son bißchen Unverständnis auf ihr Verhalten - Eure Mutter würde komplett austicken und sie fertig machen, wenn sie sich Dir gegenüber fairer und nach so langer Zeit verträglicher zeigen würden.

Du bist der Einzigste, der es gewagt hat aus dieser Familienstruktur auszubrechen und Deine "Position" zu verlassen...und das konntest Du nur, weil Du sie überhaupt erstmal aktzeptiert und bewußt angeguckt hast - und natürlich mußt auch Du aufpassen, dass Du nicht immer wieder in diese alte doch vertraute Rolle in Deinem Familienunabhängigen Umfeld zurückfällst, die Gefahr ist wohl niemals ganz gebannt...

Du bist kein Engel oder grundweg das Opfer Deiner Familie/Mutter...auch das ist Dir bewußt und deswegen konntest Du auch diese Rolle verlassen, konntest sagen, wißt ihr was, ich will das nicht mehr, ich brauche das nicht mehr...ich versuch jetzt was anderes, was sich für mich gut anfühlt...


Mach Dir auch mal klar, dass auch Dueine wichtige Rolle im Leben Deiner Mutter gespielt hast und immer noch spielst...die fühlte sich nicht nur verpflichtet, die brauchte Dich dringlichst um die Wut, die sie auf Euren Vater hatte auszuleben...und Du hast es gewagt, sich ihr zu entziehen...genau wie Dein Vater...und genau deshalb wird sie auch alles tun, sagen und verbreiten um Deine Geschwister in deren Rollen festzuhalten (emotional abhängige Kinder) - ich wette, auch die werden von Deiner Mum gegeneinander ausgespielt, wie vor 10, 20 oder sogar mehr Jahren

Vielleicht fällt ihnen irgendwann in Ruhe mal auf, dass sie Dich ganz massivst für das "ignorieren" und "verbannen" was wenn überhaupt seine Wurzeln in der Kindheit hatte...dass Du auch "nur" ein Kind warst...und fragen sich dann vielleicht wer Heute noch ein Vorteil davon hat an diesen "alten" Strukturen und Geschichten festzuhalten...oder sie sagen auch ganz einfach "Glaub ich nicht, kann nicht sein, so bin ich nicht"

31.07.2007 10:58 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Es ist so das meine Mutter, meinen Bruder
(2.ter von 3) extrem geliebt, gefördert und
was noch alles hat. Meine Schwester (3. von 3)
ist auch nur wegen Ihrer Kinder interessant, einzige Enkelkinder.
Ich als (1. von 3)war früher Liebling meines
Vaters. Aber nur bis zur Scheidung der Eltern.
Was solls anrufen darf ich meine mutter nicht
mehr und das will ich auch nicht mehr. Bei
der Beerdigung von ihr oder mir oder eines Ang
ehörigen sehen wir uns auf dem Friedhof wieder
. Egal!

16.08.2007 10:06 • #18


Hallo,
Habe deinen Beitrag gelesen und finde das sehr traurig so eine Familie zu haben.

Habe ähnliches mit meiner Familie erlebt. Ich im Moment meine Gedanken noch nicht so gut fassen.
Zu meiner Person: bin glücklich verheiratet habe 2 Kinder. Aber durch die ständige Ablehnung meiner Eltern wird unser Glück immer getrübt.
Als ich gestern meine Eltern anrief um mich nach dem Befinden meiner Mutter zu erkundigen, teilte man mir mit,dass ich nicht anrufen solle, da ich ja nichts einsehen würde. Damit hatte hatte ich ganz und gar nicht gerechnet. Um das alles zu erklären, würde zu lange dauern. Muss mich jetzt wieder aufbauen.
Seit ich Denken kann habe ich von meinen Eltern keine Liebe, Anerkennung erfahren. Mein Vater kann keine Gefühle zeigen. Wenn er zu Hause war telefonierte, stritt mit meiner Mutter, lass Zeitung und hörte sich selbst gerne Reden. Meine Mutter schwach, naiv,unglücklich, weil sie sich vernachlässigt fühlte, was ich als Kind alles auffangen musste.
Meinen Eltern konnte ich mich nicht mitteilen, weil sie es nicht verstehen konnten und wollten. Habe immer wieder meine Eltern zusammen führen wollen, sodass wir eine Familie sind, das ist mir nicht gelungen. War aber nicht meine Aufgabe, was ich erst viel später erkannt habe. Mein Vater und meine Mutter sind Narzisten, die nur mit sich selbst beschäftigt sind.
Ich wurde nur geboren, weil zu einer Familie ein Kind gehört.
Habe immer versucht durch Gespräche mit meinen Eltern Nähe aufzubauen, die mir so gefehlt hat. Die haben mich nicht verstanden. Mein Vater war dann beleidigt und sagte ich hätte doch alles das heißt Essen, Kleidung und Schulbildung. Meine Mutter hörte auf meinen Vater. Väter sind nun mal so.
Ich habe mich nicht getraut, damals mit Freundinnen darüber zu sprechen.
Für meine Mutter war ich erledigt, als mit 24 endlich den Mut gefunden hatte auszuziehen, ab diesen Termin war nicht mehr ihr Kind. Was mich total fertig gemacht hatte. Bin aber durch die Familie meines Freundes und jetzigen Mannes gut aufgefangen worden.
Es gab keinen Kontakt zu meinen Eltern, wollte auch keinen mehr.
Habe dann in nächsten 20 Jahren immer wieder Kontakt aufnehmen können. Ich lernte auch immer besser mit meine Eltern umzugehen.
Sie einfach so nehmen wie sie sind. Aber immer gaben sie mir zu verstehen, wenn etwas nicht so läuft, wie sie wollen, dann wollen mit mit nichts mehr zu tun haben. Meine Eltern geben mir zu verstehen, dass sie mich nicht brauchen, obwohl ich immer signalisiere, dass ich für sie da bin. Mein Eltern sind inzwischen 80 Jahre alt. Aber Sie wollen meine Hilfe nicht.
Meine Eltern könnten eigentlich stolz auf mich und meine Familie sein.
Ich habe langsam den Eindruck, nur weil meine Mutter ein unglückliches Leben führt, muss ihre Tochter auch unglücklich sein.
Ich weiß, ich kann nichts mehr ändern, ich bin machtlos und unendlich traurig und komme mir verlassen vor und leide manchmal unter Minderwertigkeitsgefühlen.
Ich habe Gott sei dank meine Familie, die mich etwas auffangen kann. Für meinen Mann ist das auch nicht immer leicht.

Traurig ist nur, dass wir keinen großen Bekanntenkreis haben. Keine gute Freundin und Freund.
Obwohl ich nicht kontaktscheu bin, lerne schnell Leute kennen, aber die Leute haben kein Interesse sich später wieder zu treffen. Was kann man da nur ändern.
Wie du siehst, sind wir nicht allein mit unserem Problem. Ich habe jetzt hier etwas Frust abgelassen, dann geht es wieder besser

Es ist das erste Mal, dass ich in einem Forum mal schreibe. Wäre nett, wenn jemand mir antwortet.

Die Löwin

03.09.2007 13:10 • #19



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