@hereingeschneit Danke für den Input! Auch Danke an alle anderen, die sich meinen Schmarrn durchlesen und sich für einen Fremden nen Kopf machen!
Zitat von hereingeschneit: Du kannst deine Frau nicht verlieren, weil du sie gar nicht besitzt. Menschen sind nicht Eigentum des anderen. Alles was sie dir an Zuwendung schenkt ist freiwillig, weil sie es will. Daher ist alles was sie dir an Zuwendung schenkt, ein Geschenk und immer etwas Besonderes, nichts Selbstverständliches. Und wenn du sie im Gegenzug ebenso behandelst, also wertschätzend und dankend für ihre Zuwendung, dann spürt sie das und das knüpft dann das Band, warum sie auch gerne bei dir bleiben wird.
Absolut. Eigentlich gäbe es da nichts hinzuzufügen. Schön geschrieben, chapeau!
Ich habe jedoch nicht Angst Sie zu verlieren, weil sie mich verlässt, ich habe Angst den Menschen an meiner Seite zu verlieren, weil ich eventuell nicht mehr bereit bin, alle Kompromisse einzugehen, welche die Beziehung mit dieser Person mit sich bringen und das deswegen beenden muss. Wenn ich und meine Anwesenheit nicht wertgeschätzt wird bzw ich nicht mehr das spüre, was ich benötige, muss ich an mich denken.
Zitat von hereingeschneit: Ich denke, dass die Angst sie zu verlieren daher kommt, weil du sie "erziehen" möchtest, damit sie so ist, wie du dir eine passende Partnerin vorstellst. Ehrlich, egal ob du dich dann trennen möchtest oder nicht (ist ja egal, ob sie davor Angst hat oder nicht )
Darüber hatte ich mir auch schon einen Haufen Gedanken gemacht. Ich möchte sie nicht erziehen, ich möchte meine Grenzen gewahrt wissen. Wenn es grenzüberschreitendes Verhalten gibt, welche meiner Moral oder Wertevorstellung während einer Beziehung nicht entspricht, benenne ich das. Dann kann man darüber diskutieren, die Sichtweise der Partnerin oder des Partners verstehen und eine Lösung, Kompromiss oder keine Übereinkunft finden. Das macht meine Partnerin auch in Situationen, welche ihr sauer aufstoßen und ich absolut richtig finde. In manchen Situationen mache ich mir auch nicht genug Gedanken, wie etwas auf sie wirken könnte und es hilft mir, wenn wir dann darüber sprechen und ich ihre Sichtweise verstehe. Da ich Interesse an einer fairen Partnerschaft habe, bin ich gerne bereit, mein handeln zu überdenken, wenn es meine Freiheit nicht in einem Ausmaß beschneidet, welche ungesund wäre.
Zitat von hereingeschneit: Wenn man nämlich möchte, dass der Partner sich für einen ändert, dann kann es sein, dass der das aber nicht möchte und deshalb dann denkt: Nö, das ist mir auf Dauer zu blöd.
Jup, man kann keinen Menschen ändern. Und wenn man mit dem Grundkonzept nicht einverstanden ist, wäre es unsinnig, eine Beziehung mit dieser Person einzugehen.
Vergiss nicht, meine Frau und ich sind seit 23 Jahren zusammen. Das schafft man nicht, wenn das Grundkonzept, die Anziehung, normalerweise auch die Wertevorstellung und vieles andere matcht.
Und mal ehrlich, eine Partnerschaft mit dem Hintergedanken, man formt sich diesen dann schon, ist was meine Erfahrung angeht, eher ein Frauending.
