Zitat von Torina: wir haben es mal so weit gesponnen, dass ich in einen offensiven Flirt gegangen wäre, meine Frau links liegen lassen hätte, der anderen Frau mein Sixpack gezeigt hätte wofür sie mir mit meinem Shirt geholfen hätte, ich der anderen Dame mit meiner Flirtbereitschaft und damit, wie weit ich gegangen wäre signalisierte, dass meine Frau neben mir gerade vergessen ist, selbst wenn ich sie ansonsten liebe und dann diese Schmeichelei über Wochen und Monate mit nachhause genommen hätte. Nur ein Gedankenexperiment. Meiner Frau ging es mit dem Gedanken überhaupt nicht gut.
Da wird deine Perspektive dann durchaus auch verständlich, es ist nicht schön, wenn der andere einen völlig vergisst, selbstvergessen ist und dann da ein Dritter ist wo sich Nähe abspielt...das finde ich dann schon auch verletzend.
Zitat von Torina: Mal ehrlich, die Frau hätte ich komplett ohne zutun im Sack gehabt. Das brauche und will ich aber nicht, weil ich weiß, was ich an der Beziehung und an meiner ganz besonderen Frau habe oder hatte.
Mich verletzt das Verhalten meiner Frau, da sie das anders, souveräner und loyaler mir gegenüber hätte handeln können. Ich bin auch nicht aus Stein, habe meiner Frau aber noch nie in ihrer Anwesenheit das Gefühl gegeben, dass eine andere Frau, egal wie verflucht hübsch sie auch war, eine Gefahr für sie und mich sein könnte (woher weiß ich das, ich habe sie in einem der aktuell endlosen Gesprächen gefragt ob ich ihr jemals das Gefühl gegeben habe). Weil ich gerade in solchen Begegnungen meine Frau lieber einmal mehr in den Arm nehme oder sie mit in ein Gespräch einbinde. Weil sie mir wichtig ist und ich nicht möchte, dass sie sich Sorgen über uns oder über Ihren Wert in der Beziehung macht.
Da klingst du schon viel deutlicher dann....hattest es "nicht nötig"...also für ein gutes Gefühl oder eine Bestätigung, da hattest du die Grenze dann im Blick.
Wenn das nicht ist, das muss ja nicht böse gemeint sein, vielleicht etwas achtlos im Moment verloren....es klingt auch fast etwas jugendlich so bei deiner Frau, oder sie hat wirklich keinen so guten Selbstwert dass es in dem Moment dann "magnetisch" wirkte - ein guter Moment.
Zitat von Torina: Und vielleicht ist das sogar ein kleiner Baustein des Problems, da sie immer wieder mal Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl hat und mich zwischendurch O-Ton "als selbstverständlich" angesehen hat.
Ja, also vielleicht hat sie sich wenig dabei gedacht, das schwärmen dann genossen...und war sich nicht deiner Grenzen und deiner Verletzung bewusst.
Darum ists ja ganz gut, dass ihr da jetzt offen redet drüber.
Wie wirkt was bei wem.
Zitat von Torina: Ich finde es schade, wenn sich zwei Menschen sehr lieben, einer davon sowas ohne Nöte zulässt und ein großes Stück des Fundaments zerstört.
Zitat von Torina: Trotzdem denke ich in manchen Situationen auch darüber nach, ob es nach allem was war und wie verletzt ich war nicht einfacher ist, einen Schlussstrich zu ziehen und einfach, wenn man den ganzen Mist hinter sich gelassen hat und wieder bereit ist, mit einer neuen Frau tatsächlich nochmal von 0 anfängt.
Hmm, verstehe ich einerseits...andererseits ist es mMn auch immer ein Verhandeln und ein Austausch...
und am besten wird was auch ziemlich direkt angesprochen, dass man sich komisch fühlt (gut, sag ich jetzt mal so, ich trag sowas oft länger auch mit mir rum, aber in einer guten Ehe denk ich, dass man das offen aussprechen kann).
Am Ende ist da wahrscheinlich auch viel Pro und Contra, was hat man miteinander, ist man ZU unterschiedlich was das Fundament betrifft oder findet man einen Weg? Gibts quasi auch eine gute Prognose?
(Oder seh ich das vielleicht zu rational).
Mit ner neuen Beziehung kann man halt auch Glück oder Pech haben....man weiß nicht ob jemand die gleichen Werte hat, dies genauso lebt...auch da wird man irgendwann sprechen und Dinge bewältigen vermutlich.
Vielleichts läufts direkt besser, vielleicht nicht.
Vielleicht ist auch die Frage, ob du und deine jetzige Frau denn wirklich noch genug Liebe habt und Vertrauen, um gemeinsam zu leben.