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Wer von uns kennt das nicht? Mailaccounts der unterschiedlichsten Netzwerke knacken, SMS und MMS überprüfen, Telefonliste und EVN´s checken, Kilometerzähler abgleichen, hinterher telefonieren, Kontrollzwang auf ganzer Ebene. Na, hört sich das nicht total krank an? Oder aber auch Bauchschmerzen, Tränen, Steine im Magen, Kopfschmerzen, Wolken verfinstern den schönsten Tag, kein Tag ist mehr schön, Depressionsartige Beschwerden wie z.B. die imaginäre Wollmütze welche sich auf den Kopf setzt, Kopfkino vom Feinsten, allumfassende Lähmung in allen Lebensbereichen. Und warum das alles? Wir wollen doch lediglich ein wenig Aufmerksamkeit durch unseren Partner. OK, vielleicht ein wenig mehr, zugegeben. Aber wenn er uns wenigstens 24 Stunden am Tag geben würde, wären wir ja schon zufrieden, oder? Aber Handy mit zum Toilettengang geht garnicht. Sicher, da sind ja mittlerweile Spiele drauf. Hier geht es ja auch nicht ums telefonieren, ums SMSén, ums Mailen, ums Chatten ums...... Also, warum dann das Ding überhaupt mitnehmen? Dann doch lieber damit spielen wenn man wieder bei uns ist. Unter unseren Augen. Wenn wir sehen können das alles mit rechten Dingen zugeht. Ist das denn zuviel verlangt? Würden wir das nicht auch tun für unseren Partner obwohl ER uns ja vertrauen kann. Keine Frage. Und eigentlich trauen wir ihm ja auch. Wir wollens halt nur ein wenig genauer wissen. Wir müssens genauer wissen. Seine Aktivitäten. Nicht mehr und nicht weniger. Na, wer kennt das nicht?

Allein beim Schreiben wird es mir schwindelig. So bin ich? Ja, schätze schon. Und genau so stark wie die Energie, die Kraft, die ich in solche Aktionen setze, ist mein sehnlichster Wunsch endlich davon befreit zu sein. Endlich loslassen zu können um dann das süsse Gefühl der Freiheit zu spüren. Diese Leichtigkeit ohne irgendwelche Ängste und körperliche Beschwerden. Na, wer kennt das nicht?

Ich schätze viele von Euch kennen dies so oder so ähnlich. Und alle von denen die dies kennen, wollen nicht mehr so sein. ICH will nicht mehr so sein. Es macht krank und zerstört das was wir uns am meisten wünschen. Unsere Partnerschaft. Wie schlimm muß dies denn dann für unsere Partner sein. Eingesperrt im Käfig.

Um unsere Beziehung zu erhalten, unseren Partner nicht weiter zu quälen und uns zu freien Menschen zu machen, dafür sind wir hier. Doch wie gehts? Welche Probleme jeder hat wird in diesem Forum an jeder Ecke erzählt. Ist ja auch gut so. Dafür ist sowas ja auch da. Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten. Aber mal ehrlich. Nach ner Stunde des Lesens der unterschiedlichsten Beiträge war ich nicht wirklich weiter, aber mein Kopf war voll.
Meines Erachtens fehlen hier Handfeste (so Handfest wie eben möglich) Strategien. Nun ja. Das gibts wohl nicht aber zumindest eine Vielzahl von Strategien und Tipps, kurz und knapp formuliert, aus denen sich dann jeder das heraus ziehen kann was ihm gut tut. Ein Fundus an Möglichkeiten damit wir endlich dieses Unglücklichsein ablegen können. Was haltet ihr davon?
Ich würde Euch bitten hier nur solche Dinge zu posten die förderlich sein könnten. Vielleicht auch solche mit denen IHR keinen Erfolg hattet, anderen aber trotzdem hilfreich sein können.

Ich fange mal an damit und hoffe auf rege Teilnahme damit Das Boese Tier In Mir und Euch, endlich zur Ruhe kommt

Es Grüßte Euch, Das böser Tier in mir

07.01.2013 19:00 • 22.01.2013 #1


9 Antworten ↓


- Meditation
- Mantras
- klare Ziele formulieren
- wenn möglich mit vertrauten Personen darüber reden
- Nein sagen, wenn das Kino angeht

07.01.2013 19:02 • #2



Liste von Strategien gegen Eifersucht

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Dubist
Kuscheln kuscheln kuscheln mit dem Partner. Nicht über dumme Themen labern.
Gut für sich sorgen, sich verwöhnen wie ein prinz oder eine prinzessin, gut zu sich sein!
nach sich schauen, neue Hobbys oder zumindest schöne Sachen entdecken, die einem bißchen spass machen.

14.01.2013 09:34 • #3


Ich kann mich mit deinem Beitrag absolut identifizieren und musste eben selbst lachen als ich mir mein Verhalten damit nochmal vor Augen geführt habe.

Die Strategie mit dem Partner drüber reden ist für mich nicht so optimal. Ich glaube er weiß häufig gar nicht, dass meine Launen auf Eifersucht basieren. Und im Nachhinein ist es mir selbst peinlich...

Meine Strategie: Mir immer vor Augen halten, dass ich meinen Partner liebe und Liebe ist ein positives Gefühl! Ich möchte doch eigentlich, dass es ihm gut geht, dass er sich keine Gedanken machen muss.

Mir hilft außerdem mich unabhängig zu machen, indem ich mich auch mit anderen Freunden austausche, etwas alleine unternehme und meinen Hobbys nachgehe.

19.01.2013 20:10 • #4


Dubist
Pomelo das Bett nicht vernachlässigen, haha

20.01.2013 13:06 • #5


Ich weiß nicht, das hilft zwar alles ein wenig, aber es beseitigt das Grundproblem nicht (zumindest bei mir nicht!). Es werden die Symptome behandelt. Sich mit Hobbies beschäftigen, sich mit anderen Menschen treffen oder Meditieren sind Werkzeuge, die man benutzt, damit das Gefühl der Eifersucht und der Ohnmacht nicht überhand nimmt - mich nervt aber tierisch, dass nach der "Behandlung" die Grunderkrankung immer noch da ist. Es ist ein ständiger Kampf gegen mich selbst und ich kann die unangenehmen Gefühle dämpfen oder mich von ihnen ablenken, aber ich heile nicht.

Deswegen: die Idee des Threads finde ich gut, aber ich habe die Befürchtung, dass eben wieder nur die Symptome behandelt werden. Damit ich aber nicht nur alles schlecht mache, gebe ich einen Denkanstoß: Ich glaube, dass Eifersucht viel mit OHNMACHT zu tun hat und dass das Mittel dagegen das Erlangen von "Macht" ist. Das würde auch mit den ganzen Ratgebern in Übereinstimmung gehen, die einem raten, man solle viel "für sich" tun und "Selbstvertrauen" trainieren.

Es geht nicht darum, die Ohnmacht dadurch loszuwerden, dass man den Partner völlig beherrscht und kontrollieren kann, das wäre sogar kontraproduktiv - hätte man den Partner irgendwann tatsächlich unter Kontrolle, wäre dieser evtl. nicht mehr reizvoll, da er kein Individuum, kein "Gegenüber" mehr wäre, sondern Teil von mir, da fehlte der Austausch, die Beziehung ZWEIER Menschen.

Ich glaube, es geht eher darum, genau das Gegenteil von dem zu tun, was einem scheinbar hilft: dem anderen erstmal, d.h. provisorisch zu glauben, einen Vertrauensvorschuss zu geben - zuerst einmal ist ja meistens noch nichts passiert in dem Moment, in dem man anfängt, am Rad zu drehen. Und wenn dann doch einmal etwas passiert, kann man immer noch durchdrehen.^^

Ich hab das ausprobiert und fühlte mich zuerst sehr ohnmächtig, nicht kontrollieren zu können, entwickelte dann aber eine Art "Schei*-Egal-Einstellung". Es ist SEIN Problem, wenn er meint, hinter meinem Rücken sein Ego aufpushen zu müssen, dann kann ER nämlich nicht vertrauen - sonst müsste er es ja nicht hinter meinem Rücken machen.

Wichtig ist es auch, immer geradlinig zu bleiben, denke ich. Seine Bedürfnisse dem Partner klar und deutlich zu kommunizieren und nicht ihm zuliebe Bedürfnisse zu verschweigen oder aus Angst, abgelehnt zu werden, sich zu verbiegen. Immer sagen, was man will und auch einstecken können, wenn er es nicht so will. Die eigenen Grenzen wahrnehmen lernen. Wenn man sich seiner eigenen Grenzen bewusst ist, kann man seine Bedürfnisse auch besser kommunizieren und wenn man das kann, dann kann der Partner auch besser auf einen eingehen. Wenn man nicht mehr geradlinig ist, entwickeln sich erst diese ganzen Heimlichkeiten, dieses "Aufpassen", dass man dem anderen nicht auf den Schlips tritt - und dann kann man das mit der aufrichtigen Kommunikation und dem Vertrauen vergessen.

Also nochmal als Kurzversion:

- Vertrauensvorschuss geben (und das anfängliche Gefühl der Ohnmacht aushalten)
- das Eigene (besonders die Bedürfnisse) deutlich kommunizieren und keine Spielchen spielen

Dabei würd ich noch ne Einschränkung machen: gewisse pathologische Ängste und Eifersuchtsanfälle würde ich dem anderen nicht vor den Latz knallen, da sie meist im Nachhinein betrachtet völliger Humbug sind und dem Partner nur signalisieren, dass man an der Partnerschaft und dem Partner zweifelt - und das lässt den Partner dann auch zweifeln, was in eine Abwärtsspirale führt.
Mit der Zeit erkennt man aber den Unterschied zwischen einem "Anfall" und begründeten Ängsten und Zweifeln.

Hoffe, es hilft jemandem. Ich bin die Eifersucht dadurch zwar noch (lange) nicht ganz losgeworden, aber einen klitzekleinen Fortschritt sehe ich schon bei mir. UND: Mein Partner hat mir meinen offensichtlichen Vertrauensvorschuss (in einer früher sehr kritischen Situation) mit überschwänglicher Liebe gedankt.
Das spornt mich an, weiterhin zu vertrauen.

Liebe Grüße
Fingerhut

20.01.2013 15:49 • #6


Hey lustig, jetzt im Nachhinein finde ich eine Seite, die ziemlich genau das rät, was ich vorhin geschrieben hab:

http://www.best-friend-online.com/Bezie ... rsucht.htm

20.01.2013 17:54 • #7


Dubist
Selbstliebe.

manchmal hilft auch sich mit dem schlimmsten was passieren könnte, zu konfrontieren, würde man es überleben.
In der eifersüchtigsten phase denkt man, man würde so ein schmerz nicht überleben können.
Aber irgendwann muß man auch mal sich selber auf die probe stellen, macht einem eine Trennung noch unendliche Angst, dann ist man noch nicht gefestigt.
Liebe leben bedeutet auch ein grosses stück loslassen, der partner muß Verantwortung für sein eigenes Tun und handeln von dir übertragen bekommen.
Wir wollen doch kein Kind, wo wir alles abnehmen müssen auch die einsicht zur Treue und zur Reinheit?


Bitte gebt nicht auf ihr die alle unter Kontrollverlust leidet.
Ich mußte auch immer die Kontrolle behalten, dazu halfe mir ständiges fragen und kontrollieren, auch diverse wutausbrüche, oh ja.
Bitte lasst euch heilen, es gibt sie. Die Heilung geschieht oft nicht als wunder über Nacht, aber sie pasiert langsam aber sicher meistens.
Dubist

21.01.2013 09:02 • #8


Hallo Ihr Lieben,

ich kenne das alles viel zu gut, diese schlimmen Attacken und dieses verdammte KOPFKINO! Es lähmt mich und
oft bin ich unfähig was vernünftiges mit mir anzustellen.

Die Idee mit dem "Vorschuss" des Vertrauens finde ich echt gut. Da ich jemanden kennengelernt habe und sich mein Denkmuster wiederholt, ich meine Eifersuchtsanfälle kriege, habe ich vorerst auch angefangen mit dem Vorschuss.

Wisst ihr, eigentlich habe ich nix zu meckern, er ist nett und sagt die Wahrheit, aber dennoch kommt alles hoch.

Sein bester Kumpel ist im Moment bei ihm zu Besuch, und ich fange an durch zudrehen, dass er sich nicht meldet!
Ich denke mir, "mensch, er kann doch wenigstens ne sms schreiben" und wenn nix kommt starre ich wie bessesen auf mein Handy ;(! Ich mache mich total abhängig von ihm! Und schlimmer noch, ich schiebe Kopfkino!!!

Wenn er mir sagt, sein Freund ist da oder er geht zum Sport oder er arbeitet, oder oder, ich glaube NIX!!! Da rattert ne Stimme im interkopf und sagt "AHA der will dich verarschen", und dann ist mein Tag hin.

Jetzt habe iich die Methode mit dem Vorschuss probiert, noch gehts und Kopfkino schwindet langsam aber, dass das so ein schwerer, sich langziehender Prozess werden würde, hätte ich nicht gedacht! Es ist schlimm diese Eifersucht, Verlustangst und Kontrollzwang! Ich habe GOtt segne sie, Freunde, die mir ein wenig helfen es zu stoppen und so fange ich langsam an "normal" zu denken. Die Heilung braucht glaube ich eine gewisse Zeit.

Was kann man noch tun??

Liebe Grüße

21.01.2013 22:05 • #9


Dubist
Liebe Teresi, es ist immer schwer Kontrolle zu verlieren, bei mir wurde es mit den Jahren besser. Da auch mein Mann älter geworden ist, ob es daran liegt? Schon möglich.

22.01.2013 13:38 • #10



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