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Weiß nicht mehr was ich machen soll.
Habe solche extremen Verlustängste, es ist nicht zum aushalten.
Bin auf der Suche nach einem Therapieplatz, jeden Tag das Warten auf eine Rückruf - bisher hatten alle Wartezeiten über 1/2 Jahr. Ein Erstgespräch hatte ich schon - war gut -leider hatte der Therapeut keine Kassenzulassung. Langsam verliere ich den Mut. Jeder Tag wird schlimmer, meine Partner will nur noch in Ruhe gelassen werden von mir. Das fällt mir so unheimlich schwer. Sie steht gerade vor eine großen beruflichen Herausforderung und ich schaffe es nicht sie zu unterstützen sondern bettel nur nach Liebe, Gespräche etc. was mit mir zu tun hat. Nichts davon ist angesagt - wo ist mein Vertrauen geblieben das ich irgendwo immer hatte - mein Urvertrauen ist irgendwo immer noch da - es war immer etwas besonderes - aber meine Psyche spielt mir so extrem mit wie als wenn ich in einen Sack gesteckt werde...
Sie hat mir gesagt sie kommt zur Zeit nicht mehr gern nach Hause - das macht den Kreislauf nur noch schlimmer.
Jeder Tag ist ein suchen nach einem Liebesbeweis - ich will hören das Sie mich nicht verläßt und das ist genau der Teil meiner Psychose. Ich kann das rational erkennen - aber es ist so schwer sich davon zu lösen. Ich habe solche Angst - es macht mich verrückt.

12.12.2008 09:10 • 18.12.2008 #1


18 Antworten ↓


Hallo Atlan

habe eben Deine Zeilen gelesen und habe so eine Ahnung, in welcher Falle du gerade voll drin hängst. Du hast deine Situation erkannt und kannst aber nichts dagegen tun. Du hast das Gefühl in diesem einen sack zu sitzen und darin festgehalten zu werden.
Gute Therapeuten erkennt man leider auch an ihrer langen Wartelisten. Auch ich stand ein halbes jahr auf so einer Liste und ich habe dann auch einen sehr guten Platz bekommen.
Als es während des Wartens mal ganz schlimm wurde, habe ich mich an die nächste Psychologische Beratungsstelle für Ehen-, Familien- und Lebensberatung gewandt. Gibt es in jeder Stadt, sind in jedem örtlichen Telefonbuch zu finden (glaube ich). Ich war bei der evangelische beratungsstelle. Lass dich jetzt nicht irritieren, das hat nichts mit Kirche zu tun. Also keine Angst, da kann jeder hin, ganz gleich ob er religiös ist oder nicht. Das wird bei uns eben auch von der evangelischen Kirche zur Verfügung gestellt. Wer es bei Dir in der gegend macht, weiß ich nicht. Wie auch immer, ich selbst habe da sehr gute Erfahrungen gemacht, bin an sehr gute Leute geraten, die viel Erfahrungen damit haben. Dort konnte man mir zumindest in so weit helfen, dass mir Druck genommen wurde. Ich kann es dir nur empfehlen. Wende Dich da hin, auch die stehen unter Schweigepflicht. Also wenn der druck zu groß wird, versuche es mal mit der Beratungsstelle, die haben bestimmt auch eine Hilfestellung für Dich.

Sicher ist, Du musst etwas tun, denn Du bist nicht der einzige, der darunter leidet. Deine Frau ist natürlich sehr hilflos und steht unter Druck. Menschen, die einem nahestehen, sind oft überfordert, sie können nicht helfen, weil sie zu sehr darin verstrickt sind und nicht genug Distanz zum Geschehen haben. Sie leiden mit einem mit, und das ist für beide Seiten nicht gut. Deine Frau will in Ruhe gelassen werden, weil sie Angst vor der Situation hat, sie erlebt eine Ohnmacht, weil sie absolut nicht weiß, was sie tun soll. Und weil sie selbst gerade in einer Situation steckt, die vieleicht nicht leicht ist, deine Frau ist beruflich ja in einem Umbruch. Sie ist also doppelt belastet. Das schlaucht und läßt deine Frau dünnhäutig werden, das wiederum trifft dich wieder hart. Es reißt dich noch mehr rein in deinem Sumpf. So steckt man in einem ewigen kreislauf fest. Und diesen kreislauf mußt Du unterbrechen, nur wie?
Ja, du brauchst Hilfe, was ich tun würde, habe ich Dir geschrieben. Ich habe es deshalb auch gut für mich gefunden, weil ich so einfach mal alles loswerden konnte und nicht aufpassen musste, was ich sagte. Freunden oder familien gegenüber neigt man oftmals dazu, sich nicht alles von der seele zu reden, weil man sich nicht traut oder nicht weiß, wie man es überhaupt erklären soll. Oder man findet sich in Vorwürfe machen wieder. Wir sind nun mal in Erklärungsnot, weil wir unser ängste nicht genau aufzeigen/beschreiben können. Oft kommt alles kreuz und quer über unserer Lippen, alles endet im Chaos und keiner versteht mehr irgendwas, nicht einmal wir selbst. . Die von der beratungsstelle hatten nichts mit mir zu tun und die nötige Distanz, da fiel mir das alles von der selle reden leichter. Ich kann aber auch nicht sagen, Du musst das auch tun. Das wäre nicht angemessen. Schau mal nach, was brauchst Du? Welche Art von Hilfe brauchst Du? Therapie dauert ja wohl noch etwas. Nimmst Du tabletten? Ich nehme welche! Auf jeden fall mußt du herausfinden, was Du brauchsr....ein gutes Gespräch.....ein gutes Buch.....Ablenkung....ich denke, Du brauchst ein gutes Gespräch.

ich hoffe und wünsche Dir, dass du sehr bald das findest, was Dir wenigsten den Druck nimmt und Du wieder richtig durchatmen kannst. ich kenne deine Situation, eigene Erfahrungen, sind noch gar nicht lange her....alles Liebe und Gute für dich...paß auf Dich auf......es grüßt Dich

Gopala

12.12.2008 10:15 • #2



Kriege langsam die Kurve nicht mehr.

x 3


Danke für Deine Zeilen, das erste schöne was ich heute erlebe. Es ist so verdammt schwer, ich habe so schreckliche Angst von Ihr verlassen zu werden, es mit jedem Wort jeden Tag schlimmer zu machen. Wir haben noch ein kleines Kind, beide Vollzeit beruftstätig, da mal eben ne Beratungsstelle aufzusuchen ist nicht einfach zumal diese bei uns in der Gegend nicht gerade um die Ecke liegen. Tabletten nehme ich keine - gibt es welche Die helfen ? bzw. die einem wenigsten ein bisschen Ruhe geben. Ich kriege echt zuviel, ich kann meinen (Arbeits)Alltag kaum bewältigen, ständig diese Angst, diese Angst vor dem Wiedersehen, dort dannn keine Begrüßungskuss zu bekommen, abends wieder gesagt bekommen man soll Sie in Ruhe lasse. Wir haben immer soviel geredet. Sie sagt mir ich soll nicht reden sondern handeln, nicht rumjammern, ich handle (Therapeut) und es ist auch nicht gut, ich versuche Ihr zuhause alles abzunehmen im Alltag (Kind, Haushalt) wegen Ihrem beruflichen Streß aber auch das reicht nicht... Dazu kommt das Sie sich super mit einem Arbeitskollegen versteht mit dem Sie zusammen vor der beruflichen Herausforderung steht, das macht es auch nicht leichter - das Kopf Kino beginnt... Ich weiß das ich sie loslassen muss um Sie nicht zu verlieren - aber ich habe immer mehr das Gefühl das Sie mich schon verlassen hat - jeden Tag habe ich Angst vor dem Satz das sie mich verlassen will oder das es nicht mehr geht mit mir... auch wenn Sie mich liebt. Verlustängste hatte ich immer schon, warum ist es jetzt gerade so schlimm - ich verstehe mich nicht mehr...

12.12.2008 10:30 • #3


Hallo Atlan,

ich verstehe deine Verlassensangst sehr gut, weil sie auch ein großer teil meines Lebens war und immer noch ist. Ja, sie ist auch heute noch da, aber im Moment ist sie nicht mehr so heftig aktiv, aber ich weiß dass sie mir immer noch im Nacken sitzt und gerne zuschlagen möchte. Aber, ich habe mich damit auseinandergesetzt, auseinandersetzen müssen, das geschah eben auch in der Therapie, auf die Du leider noch wartest.
Deine Verlustangst ist extrem, Du befindest dich absolut im falschen Film.

Habe Deine beiden Beiträge gerade noch ein zweites Mal aufmerksam gelesen, weil ich herauszufinden versuche, ob Du eifersüchtig bist oder nur extreme Verlassensängste hast. Tatsache ist jedenfalls, dass Deine Angst mit dir ein gefährliches Spiel treibt, dein negatives Gedankengut ist absolut obenauf bei dir, dein positives gedankengut ist vollkommen verschüttet und ist für Dich einfach nicht greifbar. Aber: es ist immer noch da! und das ist so sicher, wie das Amen in der kirche. Es ist immer noch da, weil es zu Dir gehört, es kann also nicht verloren gehen. Du musst einfach nur ausgraben und täglich stärken, mit täglchen Affirmationen, und Affirmationen sind positive gedankensätze, die Du dir immer wieder und wieder sagen mußt. Es geht nicht von heute auf morgen. Weißt du, das negative Gedankengut hat ja auch nicht von heute auf morgen so viel Macht bekommen, sondern es hat auch sehr viel Zeit und Nahrung gebraucht, um überhaupt so stark werden zu können. Und das hat sie auch zu genüge bekommen und konnte so stark werden. Negative lebenserfahrungen haben diese Nahrung geliefert. Erst nur schleichend vorangekommen, ist es immer mehr zur Stärke gewachsen. Wir haben es leider zu spät gemerkt, als es leider schon zu stark und zu aktiv war. Und dann waren wir einfach nur noch wie gelähmt......und es war um uns geschehen. Die Umkehrung ist nun weitaus schwieriger, weil wir innerlich zu kaputt und zu zerstört sind.

Du hast geschrieben, du hast auch angst, weil deine Frau sich sehr gut mit ihrem arbeitskollegen versteht. das macht Dir zu schaffen und macht alles noch schlimmer. Deine Frau versteht sich gut mit ihrem Kollegen, zum einen ist das vieleicht auch wichtig für die Zusammenarbeit, gerade auch wegen dieser beruflichen Herausforderung. Zum anderen ist da vieleicht auch noch einfach die Tatsache, dass Deine Frau da Abstand und Ablenkung findet, abschalten kann von eurer Situation, die auch deine Frau sehr belastet. Der Arbeitsplatz ist vieleicht der Ort, der für deine Frau einfach eine angenehmere Atmosphäre vorfindet, da ist sie einfach einem Ort, wo sie sich besser fühlt, weil sie Abstand von Zuhause hat, wo sie im Moment nur eine unangenehme Situation vorfindet. Eben die, die du beschreibst. Es ist klar, wo sie sich gerade wohler fühlt.
Der Arbeitsplatz ist so eine Oase des Friedens und der leichtigkeit geworden, solange sie dort verweilen. Es ist vieleicht nicht mal so sehr der Arbeitskollege, er gehört halt einfach zu dieser Oase dazu. Es tut ihr gut, weil es eben nicht so anstrengend ist. Man kann auch einen menschen genau in die Situation treiben, wo man sie eigentlich nicht haben will.
Ist es bei dir nicht auch so, deine Frau kann sagen, alles ist ok zwischen Euch, aber du glaubst es einfach nicht, weil deine Zweifel größer sind. dein vertrauen ist gleich Null, weit unter Null sogar. Hast Du dir schon mal überlegt, dass du gerade das mit deinem Verhalten erreichst, was du am meisten befürchtest? Könntest du selbst damit leben, wenn es umgekehrt der Fall wäre? Wenn Du sagst, alles ist ok, und deine Frau stellt trotzdem immer genau das in Frage? irgendwann kapituliert man, weil man einfach nicht mehr kann, Reißaus nimmt, weil es alles kaputt macht, gerade auch die Liebe. Deine Frau hat vieleicht bald keinen Eigen-Schutz mehr, und dann wird sie handeln müssen. Reden hilft da nicht mehr. Deshalb,
Du musst deine Frau loslassen, wenn du sie nicht verlieren willst. Du mußt vertrauen lernen, und zwar dir selbst erst mal. ich weiß es ist schwer!

geh zu deinem hausarzt und frage mal nach dem Insidon. das nehme ich, mir hilft es gut!

So...wünsch dir was.....alles Liebe....Gopala

12.12.2008 11:57 • #4


Ja das mit dem Arbeitsplatz hat sie so ähnlich auch gesagt. Du hast vollkommen recht. Ich kann das alles rational verstehen aber da ist ein Teufel der immer alles wegwischt. Ich versuche Sie loszulassen - seit einigen Tagen - es gelingt mir nur teilweise - sie sieht es natürlich gar nicht -war klar - ich kann Sie einfach nicht in Ruhe lassen, aber es wird auch mittlerweile hinter jedem normalen Wort bei mir irgendein Psycho Mist, - sei es Verlustangst oder Eifersucht vermutet. Da wurde mir ein Kompliment völlig im Mund umgedreht. Ich komme dagegen nicht mehr an - meine Angst ist auch das meine Frau nur darauf wartet das ich in Therapie gehe, damit Sie endlich gehen kann und ich einen Rückhalt habe dafür. Ich weiß, es ist wieder der Teufel der das rationale wieder wegwischt. Ich weiß es, aber ich komme so oft nicht dagegen an und ich sehe wie meine Frau sich immer weiter, jeden Tag mehr, von mir entfernt. Ich habe noch nie verstanden wie ein Mensch der liebt sich einfach wegdrehen kann und sagen kann er will seine Ruhe, so unnahbar in dem Moment.

12.12.2008 12:10 • #5


Hallo Atlan,

genau dieses Denken ist komplett falsch, dieses Denken ist Gift.

Du hast Angst, dass wenn du eine Therapie beginnst, es für deine Frau die ideale Möglichkeit ist, zu gehen, weil du ja in einer Therapie versorgt bist. Und sie so ein besseres Gefühl hat, wenn sie geht. So ist das mit Sicherheit nicht, das ist weiteres Gift für Euch beide.
Warum redest Du Dir das ein? Es kann doch auch sein, dass deine Frau in diese Therapie Hoffnungen legt für Euch beide. Hoffnungen auf ein besserung in eurer Beziehung, Hoffnungen für ein Miteinander, vieleicht so wie es schon einmal war. Glaube mir, wenn deine Frau nicht mehr will, dann ist es ihr egal, ob du gerade in behandlung bist oder nicht, sie geht.
Deine Frau will die Therapie für Dich, weil sie dir nicht mehr helfen kann. Du bist so zugeknallt mit deinen Ängsten, dass sie gar nicht mehr zu Dir durchdringen kann. Sie erreicht dich nicht mehr. Egal was sie tut, egal was sie sagt, es kommt nicht bei dir dann, weil du von einer anderen (deiner) wahrheit überzeugt bist. Hast du eine Ahnung, wie weh dieses Wissen ihr vieleicht tut. Was es heißt, zuschauen zu müssen, wie Du Dich selbst zerstörst? Nicht sie entfernt sich von Dir, sondern Du bist derjenige, der unnahbar geworden ist. Du entfernst Dich, Atlan! Du siehst deine Frau sozusagen in die Ferne verschwinden (sinnbildlich jetzt gesehen), aber du bist es, der sich wegbewegt, sie bleibt stehen.

Ich weiß, was ich sage, ich habe es genauso gemacht, habe fast alles verloren, aber nicht meine beste Freundin, die ich seit über 25 jahre kenne, und die am meisten durch mich gelitten hatte. Sie hat zu mir gehalten, egal wie schwer ich es uns bzw. besonders ihr gemacht hatte. Viele habe ich endgültig vergrault, aber wahre Liebe ist oft stärker. Der Weg zurück war sehr lange, steil und arg steinig, er ist es immer noch. Aber, ich bin auch stabiler geworden, das meiste musste ich jedoch selbst tun. Meine Freundin hat auf mich gewartet. Deine Frau wartet auch auf Dich, da bin ich mir sicher, sie ist immer noch bei Dir, weil sie an die Liebe zwischen Euch glaubt. Wäre das nicht der fall, wäre sie weg und würde sich das nicht antun, bei dir zu bleiben.

Glaub an Dich, glaube an die Liebe, vertraue deiner Frau!

Liebe herzliche grüße....Gopala


Atlan, deine Gedanken sind zerstörerisch und ungesund. Tue

12.12.2008 13:03 • #6


Das hat mich jetzt sehr nachdenklich gemacht.
Es ist so als hättest Du tief in meine Beziehung geschaut.
Finde mich und meine Beziehung in Bezug auf Liebe sehr wieder in manchen Worten. Gab es nicht so oft.
Muss das erstmal sacken lassen.
Danke.

12.12.2008 13:32 • #7


Hallo Atlan,

ich weiß nicht, ob es Dir hilft, aber ich habe mir kürzlich erst das lebenshilfe-Buch Eifersucht von Dr. Merkle besorgt und gelesen.
Ich finde es sehr gut, weil es sehr hilfreich ist, es wird viel erklärt und man findet Antworten. Also für mich ist es ein Buch, das mich aufgeklärt hat und mir in gewisser Weise sozusagen auch die Meinung gegeigt hatte. Ich lege es dir ans Herz, denn ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass Du deinen Weg aus der krise zurück in ein besseres leben findest.....ein Leben in Liebe und Vertrauen ...dein Urvertrauen zurückbekommst!

Alles Liebe von Gopala

12.12.2008 14:29 • #8


Das habe ich mir tatsächlich gekauft, meine Frau hat wohl zufällig mitbekommen das ich Hilfe in Büchern suche. Gestern noch hat sie gesagt ich solle endlich aufhören mich selbst zu therapieren , aus Büchern würde ich mir immer nur das beste raussuchen...

War wie ein Schlag in den Magen, habe es dann weggelegt...

12.12.2008 15:09 • #9


Hallo Atlan,

dann hol es bitte wieder hervor, das Buch hat nichts damit zu tun, dich selbst zu therapieren. Ich kann dich beruhigen, es soll dir nur helfen, Dich selbst besser zu verstehen. es erklärt vieles.
Deine Frau liegt falsch mit ihrer Aussage, sie weiß ja auch nicht, was in dem Buch steht, worum es geht. Sie hat wohl angst, dass es alles noch schlimmer macht. So sehr ich deine Frau auch verstehe, aber du darfst auch selbst entscheiden, ob dir etwas gut tut. Das weißt du erst, wenn du es probiert hast, in diesem Fall also, wenn du das Buch gelesen hast. Lass Dich nicht einschüchtern, verstehe die reaktion deiner Frau, aber wirf nicht alles beiseite, wenn sie etwas nicht gut findet. Deine Frau reagiert auch nur aus einer Unsicherheit heraus. Ich empfehle es Dir, lies es und lass dich nicht davon abbringen. Es ist wirklich gut für Dich!

Liebe grüße....Sonja

12.12.2008 16:22 • #10


Danke das Du mir soviel Mut gibst. Werde es versuchen.
Du bist sehr nett. Habe Angst, gleich kommt Sie nach Hause, ich weiß nicht was sein wird, der Abend, das Wochenende...

Danke für Deine Worte,

Liebe Grüße... Michael

12.12.2008 17:37 • #11


Hallo Atlan,

der Vorschlag mit der Beratungsstelle (Diakonie, Caritas) ist gut und Medikamente kann dir auch der Hausarzt verschreiben.

Aber... überlege doch mal, in welcher Situation du dich befindest. Ich habe das Gefühl, dass du dich ganz klein und abhängig siehst. Im gewissen Sinne sind wir das alle wenn wir lieben, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es noch einen Menschen auf der Welt gibt, den wir lieben (müssen), nämlich uns selbst.

Und du bist in Wirklichkeit weder klein noch abhängig, sondern ein wunderbarer Mensch wie jeder anderer auch.

Schau mal, im Eifersuchtsbuch auf Seite 53, Negative Einstellung 1...

Danach kommen gleich die Übungen, das Umstellen der Denkmuster, auf Seite 64 ist eine tolle Atemübung, die funktioniert wunderbar, ich mache sie selbst auch.

Weißt du, was du erlebst, kennen viele sehr gut. Die Abhängigkeit vom Partner... von der Beziehung. Bei manchen ist das extrem, bei den anderen weniger, aber es ist ein allgemeines Problem, für das es zuverlässige Lösungswege gibt.

Nimm dir Zeit für dieses Buch, Zeit für dich. Und wenn es dir besser geht, Atlan, dann beende deine bisherige, passive Rolle. Du bist nicht klein, nur deine Gedanken sagen es dir und erzeugen damit diese miesen Gefühle. Klar sehen dich dann die Anderen ebenso.

Wenn du diese ersten Schritte gemacht hast, bestehe auf einem klärenden Gespräch mit deiner Partnerin. Ihr habt ein Kind, ihr seid zwei Menschen, die alles dafür tun sollten um miteinander auszukommen. Wenn du dein Problem erkannt und Schritte unternommen hast um das Übel zu beseitigen, dann ist mit Sicherheit deine Partnerin am Zug, sie sollte dies anerkennen. Ihr müsst miteinander offen reden. Vergiß deine Angstrolle und gehe in die Offensive, sage deiner Partnerin, dass du sie liebst und die Beziehung erhalten willst, sage auch, dass dir das Buch Eifersucht weiter hilft, erkläre es ihr. Nicht alle Menschen haben eine Ahnung von der Psychologie.

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr euch aussprechen könnt. Dass du Angst hast, das weiß sie. Also verlierst du nichts, wenn du gehst und sagst: Hey, ich habe zwar Angst, aber eine Beziehung, die Angst macht funktioniert auf die Dauer nicht, es muss sich was ändern, ich werde mich ändern, nimm es bitte zur Kenntnis und unterstütze mich dabei so weit du kannst... um unsere Familie und unsere Beziehung zu erhalten.

Ich wünsch´dir was, viel Glück und euch ein schönes Woe!

Isis

12.12.2008 21:54 • #12


Hallo Atlan

sei mal ehrlich: Würdest Du so ein schwächliches weinerliches Wesen lieben können das ständig jammert und sich nach Dir windet? Sei ehrlich, sowas erregt doch nur Abscheu oder bestenfalls Mitleid. Kein Wunder das sie wenig Zeit hat für Dich.

Du drehst Dich da immer weiter in eine Spirale nach unten. Du bettelst wie ein Hund nach Aufmerksamkeit und erreichst damit das Du auch noch den letzten rest an Respekt und Würde verlierst, den Sie vor Dir hat.
Also hör auf damit.
Geb Dir nen Tritt in den Hintern.

Wenn Du nicht ohne sie leben kannst dann kannst Du es auch nicht mit ihr. Sei Dir klar das es keine Garantien im Leben gibt. Jeder kann seinen Partner verlieren. Aber die Kunst ist damit zu leben.

Also sein ein Held. Steh auf. Schau Dich in den Spiegel. Seh deinen Ängsten ins Gesicht. Fühl Deine Stärke. Such Deinen verlorenen Stolz. Geh aufrecht!

Und Du wirst sehen, das wirkt Wunder bei Ihr!

Choose

13.12.2008 01:20 • #13


Ihr hilft mir wirklich mit diesen Worten - es ist so verdammt schwer dies zu tun. Mann sitzt und liest, sagt innerlich Ja - genau so kann ich es schaffen nimmt sich ganz fest etwas vor - geht in den Alltag - bekommt den ersten Magenschlag - den zweiten - obwohl man noch garnichts gemacht hat - und alle Anstrengungen verpuffen innerlich...
Träume jetzt sogar nachts von Situation in denen mich meine Frau wieder in den Arm nimmt - so schlimm war es noch nie - sie überläßt mir mittlerweile auch Enstscheidungen unser Kind betreffend, sie hat sich damals immer aufgeregt das ich zu unselbständig bin, auch hierbei, jetzt ist sie so knallhart, immer der Spruch Mach doch selbst mal - Wenn Sie das früher gemacht hat, war es zwar auch genervt, ich wußte aber, das Sie mir helfen wollte, jetzt denke ich nur noch, Sie bereitet sich auf den Absprung vor... es passt im Kopf alles immer so wunderschön zusammen.... Ich weiß....

Habe es irgendwie geschafft mit Ihr ein normales Gespräch über die Situation zu führen. Sie hat mir gesagt, das Sie sich nicht von mir trennen will, sie hat einmal eine Entscheidung für mich gefällt, sie hat nicht aufgehört mich zu mögen und lieben, daran wird sich nichts ändern, allerdings bräuchte Sie eine Beziehungspause weil Sie erstmal auch mit sich klarkommen will, da sie sich die letzten Jahre einfach dem Diktat meiner Ängste gebeugt hat, wenig Kontakte etc. (sie ist eigentlich ein weltoffener, auf neue Menschen und Herausfoerderungen zugehender her, auch sehr herzlicher Mensch) Ich habe Ihr das nie verboten oder ähnliches, so ein Mensch bin ich nicht, (und Sie eine so starke Frau die sich niemals was verbieten lassen würde) aber unterschwellig war es wohl so, was ich selber wohl nie gesehen habe, damit muss Sie jetzt erst einmal klarkommen, für sich selbst. Warum Sie selbst sich das angetan hat. Es kann jetzt nich immer nur um mich gehen. Sie sagt sie hat eine Mauer um sich gebaut und da käme jetzt nichts dran, keine Blumen, Karten, Wünche, Rumgejammere etc. Es würde Sie nur noch mehr nerven.
Eine räumliche Pause will sie auch nicht, wegen unserem Kind, aber auch nicht weil sie es gerade so noch aushält. Obwohl ich wohl sehr nerve.

Was soll ich jetzt machen. Es ist nicht wirklich einfach innerhalb des Hauses jemanden aus dem Weg zu gehen - allein vom praktischen her - (das habe ich Ihr aber nicht gesagt...)

Das ganze hat mich sehr nachdenklich gemacht, wieder einmal.
Muss das erstmal verstehen lernen. Jetzt brodelt in mir wieder das Wort Beziehungspause... was GENAU meint sie, wie lange, die Definition an sich... Achtung, das sind die Ängste wieder...
Obwohl ich froh bin endlich wieder ein bisschen Klarheit gefunden zu habe. Wie soll ich jetzt damit umgehen.

Habe heute die nächte Theraupeutin angerufen - das ist jetzt die 4, hoffe die hat mal nicht so lange Wartelisten... das nervt und zieht einen noch mehr runter.
Ich glaube wenn ich Ihr was im Erstgespäch erzählen soll, brauch ich Sie ja nur auf diese Seite verweisen

Atlan

13.12.2008 08:38 • #14


Atlan,

das ist eine echt blöde Situation, aber so wie du schreibst, begann es in deiner Beziehung schon vor Jahren zu kriseln an.

Das Positive, ihr seid immer noch zusammen. Das Einzige, was mir dazu jetzt einfällt, ist: Da musst du durch - mache dabei möglichst eine gute Figur, beiss einfach mal die Zähne zusammen, das wird schon.

Was gut hilft, ist Ablenkung, Freunde, wenn du keine hast, suche dir welche, baue dir eine stabile Basis in deinem Leben auf, die ganz unabhängig von der Beziehung existiert und dich in den Krisenzeiten auffängt.

Für Fitnessstudio wirst du beim Job Baby vermutlich nicht viel Zeit haben, aber versuche es trotzdem, vielleicht einmal die Woche. Lasse dir vom Trainer ein Programm erstellen, mit der Zeit kann man sich steigern und das lenkt deine Konzentration auf sinnvolle Aufgaben, die nicht nur dein Selbstwertgefühl, sondern auch dein klörperliches Wohlbefinden steigern werden. Ich sehe immer wieder an den Abenden viele Jogger, die im Sommer und Winter unterwegs sind, am Abend schlafen die Kids schon und man hat eben Zeit für sich selbst, und durch den Sport baust du jede Menge Kummer ab...

Und ein gutes Buch von Dr. Merkle für die geistige Weiterbildung hast du ja schon!

(Übrigens, es liegt auch auf meinem Wohnzimmertisch...)

Liebe Grüße und hab´ Mut... think positiv! Isis

13.12.2008 12:22 • #15


Meine Partnerin und ich haben uns wieder angenähert. Weiß nicht wie ich das sonst ausdrücken soll. Hatten sogar einen sehr schönen Abend in der letzten Woche.
Ich versuche Sie ansonsten wirklich in Ruhe zu lassen. Was mir letztens mal wieder nicht gelungen ist, das hat Sie mir einen Kontrollzwang unterstellt - auch wenn Sie meint das ich es nicht extra mache - sondern unterbewusst - und verdammt - Sie hat damit sogar recht. Kontrolliere zwar nicht Ihre SMS oder lausche oder prüfe Telefongespräche auf Dauer etc. aber ich erwische mich so oft dabei, das ich am liebsten ständig wissen möchte was Sie macht. Spät Abends würde ich am liebsten aufstehen und nachschauen was sie macht wenn Sie noch wach ist oder um ein liebes Wort zu hören, tagsüber würde ich Sie am liebsten etliche Mails Ihr zur Arbeit schreiben - nur um irgendwas von Ihr zu hören. Mein Kopfkino beginnt - obwohl ich Ihr vertraue im Innersten. Das macht mich wahnsinnig. Psychisch und pysisch.

Da sind immer diese verfluchten Gedanken. Ich weiß das Sie sich sehr gut mit Ihrem Arbeitskollegen versteht. Sie hat mir so oft gesagt, das da wirklich nur Freundschaft ist, und zwar eine sehr gute. Sie ist sehr ehrlich zu mir, hat mir auch gesagt das Sie sich nach der Arbeit auch oft SMS schreiben oder auch mal telefonieren, da geht teilweise um die Arbeit aber nicht nur. Trotzdem macht es mich verrückt oder gerade deswegen - und ich merke, wenn ich es schaffe Sie einfach nur sein zu lassen, wird es sofort entspannter und es kommt was von früher wieder auf.
Nur das ist so zerbrechlich, es kostet mich soviel Anstrengung und Überwindung. Würde am liebsten den ganzen Tag fragen, wie wars, was hast Du gemacht, etc. - und ich weiß das ich es damit immer schlimmer mache - ist das alles wirklich nur die Ausdrucksweise meiner Psychose ??

Habe mittlerweile einen Therapie Platz gefunden - am Telefon war ich vom Therapeuten nicht so überzeugt - hat mich ein bisschen zurückgeworfen...langsam werde ich kraftlos...

18.12.2008 14:30 • #16


Hallo Atlan,

tief in Deinem Innersten weißt Du ganz genau, wie ungesund Dein Verhalten ist, für Dich und auch für Deine Frau. Ein Vorwurf ist das jetzt nicht von mir, weil ich genau weiß, welche Gedankenmaschineri da in dir geradezu abgeht. Deine Gedanken sind das reinste Gift für Dich. Vorwürfe können also nur von menschen kommen, die keine Ahnung von dem haben, was bei uns los ist. Du hast deine gedanken nicht mehr unter Kontrolle, es tut Dir weh, wie Du denkst und dass Du so denkst. Und ich sag dir jetzt mal was. Deine Frau leidet unter ihrer Hilflosigkeit, und sie kann dir absolut nicht helfen. Sie kann nicht mehr tun, als Dich wissen zu lassen, dass sie für Dich da ist, dass sie dich versteht, und dass sie Dich liebt. És tut nämlich auch ihr weh, dass sie in einem Maße angezweifelt wird, der sie einfach nicht gewachsen ist. Ihre Liebe zu Dir muss riesig, denn sie hält eine menge aus, aber ihre Geduld wird von Dir ständig in einem Übermaß herausgefordert und gequält.
Atlan, deine Frau wird Dir nicht helfen können, das muss dir klar werden. Du bist ganz alleine für Dich verantwortlich. mehr als da sein, kann deine Frau nicht. Und das tut sie ja.
Natürlich, das gute Arbeitsverhältnis stößt dir bitter auf und läßt deine Gedanken kreisen. Aber, deine Frau hat ein Recht auf ein bischen Normailtät, die hat sie mit Dir nun mal nicht. Bei Euch dreht sich ja alles wie im Karussell. Der Arbeitskollege bietet ihr eine Plattform, auf der sie Abwechslung und etwas Entspannung findet. Es ist einfach eine andere Themenwelt, die sie ablenkt, wo es keinen mentalen Streß gibt. Wo ihre Nerven sich erholen und regenerieren können. Und vieleicht holt sie sich genau da ein wenig Stärke und Kraft ab, die dir zugute kommt. Wer weiß, wenn sie das nicht hätte, was für ein Nervenbündel sie dann wäre, das würde auch Dich noch mehr verzweifeln lassen.

Atlan, deine Gedanken werden von Innen heraus gesteuert und gestaltet, und Hilfe kann von daher auch nur aus deinem Inneren kommen. Du musst gegensteuern, deine gedanken kontrollieren und verändern. Du musst Dich ablenken, gestalte Deine zeit anders, unternimm etwas, Du alleine nur kannst etwas tun dagegen. Du brauchst andere Leute um Dich herum, Deine Frau darf nicht dein Fixpunkt im Leben sein, Du musst es selbst für Dich sein. Du musst loslassen lernen und Deiner Frau die Freiheit geben, die jeder mensch für sich braucht, auch Du. Deine Gedanken spalten deine persönlichkeit. Du bist nicht Du sondern Deine Frau. Und das geht nicht. Lass los und gib frei was du nicht verlieren möchtest. Hältst Du es fest, hast du es bereits verloren. Deine Frau liebt dich noch, also nutze diese Chance. Es ist schon später als Du denkst.

Atlan, alles Liebe für Dich....Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist.

Es grüßt Dich Gopala

18.12.2008 17:44 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Danke Gopala,

Du hilfst mir sehr, auch in Deinen letzten Beiträgen. Wenn ich Deine Beiträge lese (das mache ich sehr oft) habe ich immer ein bisschen mehr Kraft und Hoffnung aus diesem Karussell wieder rauszukommen und das nicht alles jeden Moment zusammenbricht.
Langsam verstehe ich auch, wie schwierig das für meine Frau sein muss mit mir das zu erleben, die Jahre erlebt zu haben.

Liebe Grüße
Atlan

18.12.2008 18:43 • #18


Hallo Atlan,

Denk daran, deine Frau muss dich sehr lieben, du bist es also wert, bei Dir zu bleiben. Also hast Du auch noch andere Qualitäten, Du bist liebenswert. Du musst Dir einfach immer wieder auf's neue sagen: sie ist da, sie liebt mich. Immer, wenn die Zweifel kommen, versuche Dich an das letzte gute Gepräch zu erinnern, das ihr hattet, welches das auch immer war. Du wirst es wissen. Versuche den Spieß umzudrehen, indem Du genau das gleiche tust, was Du sonst auch tust, nur eben andersherum. Du mußt dir das positive einreden, rede mit Dir selbst, weise die negativen Worte bewußt ab, indem du das gegenteil behauptest. Und das immer und immer wieder.....machen wir uns nichts vor, das braucht Zeit, sehr viel Zeit.....es ist ein steiniger Weg, aber er ist begehbar. Immer dagegen reden, wenn die Zweifel kommen. Fange an, gleich, jetzt sofort. In der ersten Zeit wirst Du dir sehr komisch dabei vorkommen, das ist normal. Aber sieh doch mal, es gelingt uns doch mühelos, uns das negativste einzureden (die Unwahrheiten), das muss doch andersherum auch funktioniern (die Wahrheiten). Oder nicht?

Also rede mit Dir, wenn was negatives kommt, rede es schier über den Haufen, dass es umfällt. Es wird Widerstand leisten, aber mit der zeit wirst Du stärker!

In diesem Sinne......lieber Atlan, bleib dran.....ich glaube es lohnt sich!

Liebe Grüße....Gopala

18.12.2008 19:13 • #19



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