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Huriyama
Zitat von Romulus:
Haben deine Eltern ein Alk. gehabt bzw. immer noch? Du nennst einige Dinge, die irgendwas mit deiner kindheit zu tun haben müssen. Die angst vor dem Freitag versteh ich jetzt nicht. Hast du eine Idee woher deine Angst, alleine in der wohnung zu sein, kam?

Evt. ist da auch etwas mit angeknacksten Selbstwertgefühl, wenn du ein problem hast, dass deine freundin mal mit jemand anders spaß haben könnte. Evt. könnte der suizid von deinem vater, den du nicht so richtig weggesteckt hast, die ursache sein.


Kein Alk.. Mutter gutes Verhältniss, ich liebe sie sehr. Angst vor Freitag ist auch nicht mehr so ein Thema. Das hatte zu tun mit dem Wochenende. Ich hatte Angst vor dem Wochenende. Ganz einfach.

Ich war von nem halben Jahr noh in meinem Elternhaus. Hatte Mutter, Stiefvater und kleine Schwester. Jetzt leb ich mit meinem kollegen. Vorher war halt immer jemand da, heute eher selten.

30.09.2016 13:40 • #81


was hattest du an dem wochenende jetzt als belastend empfunden bzw. warum hattest du da jetzt angst?
Wie betrachtest du dich selbst? bist du deine macken und stärken bewusst? akzeptierst du deine schwächen?
vielleicht liegt es ja daran, dass du bestimmte macken an dir hasst und dann denkst, wenn du sie nicht willst, dann muss deine freundin sich da auch an dir stören und dann achtest du subtil auf jedes indiz, dass deine freundin mit jemand anders mehr spaß haben könnte als mit dir.

30.09.2016 13:44 • x 1 #82



Eifersucht-ich leide sehr an meiner Eifersucht!

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Chanti66
Verlustangst ist ein Phänomen, das jedem bekannt ist, manchen jedoch etwas stärker und beunruhigender als anderen. Sie kann sich in ganz verschiedenen Facetten zeigen – eine der häufigsten ist wohl die Verlustangst in Beziehungen, also die Angst den Partner zu verlieren, aber auch Angst um die Familie, den Job und selbst materielle Dinge können Facetten der Verlustangst sein.

Angst an sich ist ein menschliches Gefühl, das nicht nur normal, sondern sogar unter Umständen lebensrettend sein kann – schließlich hilft uns die Angst dabei uns vor gefährlichen Situationen zu schützen. Auch die Angst einen geliebten Menschen zu verlieren ist den meisten nicht unbekannt, zeigt dies doch nur, dass wir diesem anderen nahe stehen.

Es gibt jedoch auch Ängste, die über das als „normal“ und bekannt eingestufte Niveau hinausgehen, so auch die übermäßige Verlustangst, die einen Menschen in sämtlichen Bereichen stark einschränken und einen hohen Leidensdruck hervorrufen kann.

Das Phänomen Verlustangst

Ein Mensch kann und wird in seinem Leben unterschiedliche, auch traumatisierende, Erfahrungen machen. Jede Erfahrung, vor allem aber die traumatisierenden, ziehen meist Konsequenzen nach sich, die sich auch in der Persönlichkeitsentwicklung niederschlagen können.

Die Verlustangst ist die Folge des Traumas von frühen Trennungen, tritt also typischer Weise nach frühen Verlusterfahrungen als Kind auf, sei es die Trennung der Eltern, die Vernachlässigung durch ein oder beide Elternteile oder sogar Todesfälle. Menschen, die aufgrund dieser Erfahrungen auch im späteren Leben starke Verlustängste haben, können schlecht mit dem allein sein umgehen und richten ihr Verhalten und ihre Gedanken übermäßig danach aus, einen anderen Menschen, einen Job, etc. nicht verlieren zu wollen. Die Folgen hiervon sind meist das zu starke Klammern an Dingen, ganz unabhängig davon ob diese dem Menschen gut tun oder nicht.

Woher kommen Verlustängste?

Verlustängste müssen primär erst einmal nichts mit dem echten Risiko einen Menschen zu verlieren zu tun haben. Es handelt sich vielmehr um innere Verlustängste, bei denen die Gedanken ständig darum kreisen, dass man eine Person, Zuneigung, einen Job, Ansehen, etc. verlieren könnte oder sogar um die vermeintliche Gewissheit, dass man diese verlieren wird. Wichtig ist hierbei auch die Bewertung dieses Verlustes. Während Menschen ohne übermäßige Verlustängste, einen möglichen Verlust als zum Leben dazu gehörend akzeptieren, kann er für Menschen mit Verlustängsten schnell existenziell werden. Für jene ist der Verlust somit die schlimmste Vorstellung und das eigene Glück hängt stark davon ab.




Ursachen für die Entwicklung von Verlustängsten sind bereits in der frühen Entwicklung, also der Kindheit, zu finden. Kinder erkennen früh ihre Mutter und schließlich auch weitere Bezugspersonen – meistens den Vater – als Quelle zu ihrer Bedürfnisbefriedigung und Quelle für Sicherheit und Geborgenheit. Wird diese, entweder aufgrund von Abwesenheit oder Vernachlässigung nicht gegeben, kann dies das Kind traumatisierten – es fühlt sich abgelehnt und erfährt einen Mangel an Zuwendung, was spätere Minderwertigkeitsgefühle und Verlustängste bis hin zur Depression nach sich ziehen kann.

Symptome von Verlustangst

Verlustängste zeigen sich in einem übermäßigen Klammern an – oft eigentlich unkontrollierbaren – Dingen, sei es am Partner, an Freunden, an einem Job. Dabei ist zunächst nicht wichtig, ob diese Dinge wirklich die Bedürfnisse des Ängstlichen befriedigen. Viele Menschen lassen sich so auch ausnutzen und bleiben in schädlichen Partnerschaften und Beziehungen, nur um den Verlust zu vermeiden.

Die übermäßige Verlustangst zeigt sich auch durch Reaktionen auf Verluste, seien es große oder kleine. Für Menschen mit Verlustangst stellen diese eine existenzielle Bedrohung dar. Während andere Verlust oft mit „normaler“ Trauer bearbeiten können und das Ende einer Beziehung oder Freundschaft nicht langfristig persönlich nehmen, reagieren Menschen mit Verlustangst sehr stark, häufig sogar mit einer Depression, auf Verluste und darauf zurück gewiesen zu werden.

Verlustängste äußern sich auch in einer von vornherein pessimistischen Sicht auf die Dinge. Dies hat nicht nu negative Gefühle zur Folge, sondern kann gleichzeitig zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung führen. Der Mensch, der Angst hat einen anderen Menschen zu verlieren und gleichzeitig davon überzeugt ist, dass er verlassen wird, verhält sich dementsprechend, dass sich seine Befürchtung bewahrheitet. So entsteht häufig ein Teufelskreis aus negativen Befürchtungen und bestätigten Verlustängsten.

Verlustängste können sich auch in einem Kontrollzwang äußern. Aus übermäßiger Angst etwas zu verlieren, versuchen Menschen mit Verlustangst die Dinge so gut wie möglich zu kontrollieren, auch wenn dies nicht möglich ist. Dies kann bis zur Selbstaufgabe führen, da „Loslassen“ für Menschen mit Verlustangst besonders schwierig ist und auch das sich ständige „sich anpassen“ auslaugt.

Verlustangst und Bindungsangst

Ein weiteres Symptom von Verlustangst ist das Vermeiden von Bindung um eben diesem Risiko einen anderen zu verlieren von vornherein aus dem Weg zu gehen. Die Bindungsangst ist also ein häufiger Begleiter der Verlustangst. Menschen mit Bindungsangst haben durch frühe, mitunter traumatisierende, Bindungserfahrungen nicht gelernt Vertrauen zu Menschen aufzubauen und Nähe zuzulassen. Menschen mit Bindungsangst und Verlustangst tun sich daher oft schwer eine nahe Beziehung zu anderen Menschen überhaupt erst einzugehen.

Folgen von Verlustangst

Verlustängste sind für Betroffene sehr belastend, vor allem weil diese häufig nicht den Grund ihrer Angst und ihres Verhaltens oder überhaupt das Phänomen Verlustangst kennen. Folgen sind daher häufig schwierige Beziehungen oder das Vermeiden von Beziehungen. Verlustängste können aber auch in eine echte Depression führen. Folgen sind hierbei ein sehr negatives Selbstbild, Antriebslosigkeit, tiefe Trauer, ein Gefühl von Sinnlosigkeit, Einsamkeit und weitere.

Verlustangst – was tun?

Die als Kind gemachten Erfahrungen sitzen sehr tief, das bedeutet jedoch nicht, dass gegen Verlustängste nichts getan werden kann. Betroffene können lernen mit der Verlustangst umzugehen – insofern sie sie erst einmal erkannt haben. Anschließend kann eine Therapie oder ein bewusster Umgang mit diesen Ängsten helfen, den Leidensdruck zu vermindern und umzudenken. Um Verlustängste zu bearbeiten ist es daher sinnvoll eventuelle Kindheitstraumata aufzuarbeiten, das eigene Selbstbild zu verbessern und am „Loslassen“ zu arbeiten, zum Beispiel mit Übungen zur Achtsamkeit. So können Verlustängste überwunden werden und ein erfülltes Leben mit weniger Angst und nahen Beziehungen geführt werden

30.09.2016 14:02 • #83


Huriyama
Zitat von Romulus:
was hattest du an dem wochenende jetzt als belastend empfunden bzw. warum hattest du da jetzt angst?
Wie betrachtest du dich selbst? bist du deine macken und stärken bewusst? akzeptierst du deine schwächen?
vielleicht liegt es ja daran, dass du bestimmte macken an dir hasst und dann denkst, wenn du sie nicht willst, dann muss deine freundin sich da auch an dir stören und dann achtest du subtil auf jedes indiz, dass deine freundin mit jemand anders mehr spaß haben könnte als mit dir.



Meine Freundin war Juni bis Juli dieses jahr für 5 Wochen im Urlaub mit einer Freundin. Ich hatte vorher schon mit meinen Ängsten zu tun. Diese wurden dann noch schlimmer als sie weg war. Ich durchlebte eine sehr düstere Zeit. Fühlte mich allein gelassen von Ihr. Hatte heftige Auseinandersetzungen mit ihr, wutausbrüche, eifersuchtsattacken. Fühlte mich schwach in der zeit. Von da kam auch die Angst vor dem Wochenende, bzw. Freitag. Sie war weg. Ich ganz allein in der Wohnung. Klar war ich fort mit Freunden an all diesen Wochenenden. Aber am nächsten Tag wachte alleine auf, mit Kater und Angstschweiss auf der Stirn.

Ich mich selbst. Zwiespältig. Ich sehe mich als cooler Typ, der witzig ist, spontan, sozialfähig, unbeschwert, kreativ. Die andere Seite jedoch sehr unsicher, ängstlich, zurückhaltend, neidisch. Die ängstliche Seite mag ich in der Tat nicht besonders. Ich hasse es manchmal so zu sein. Bin bis jetzt immer relativ unbeschwert durch mein Leben gegangen, mir ist sehr viel Gutes passiert. Ich hatte viel Glück. Es hat sich oft so angefühlt als ob das leben mir ein mieser Tritt gab als ich 5 war und ab da ich belohnt wurde. Diese (eifersüchtige) Seite von mir hat sich erst mit dieser beziehung (so richtig) gezeigt.

30.09.2016 14:12 • #84


Kennst Du die selbsterfüllende Prophezeiung? Ich glaub, wenn du mal danach googlest, könnte es dir helfen, wenn du einige Artikel mit Fallbeispielen liest. Falls du es noch nicht kennst, dann würden Dir wahrscheinlich ein paar Lichter angehen.

Hattest du davor auch beziehungen gehabt? war da wirklich nichts mit eifersucht?
Welche rolle spielen denn eigentlich die geplanten urlaubstage deiner freundin ohne dich in der beziehung? macht sie öfter ohne dich urlaub? grundsätzlich bin ich jemand, der so nichts dagegen hat, aber bist Du noch im verhältnis da die hauptrolle? Wenn sie 5 wochen nur für urlaub ohne dich weg ist, halte ich das schon für ordentlich. die frage ist nur, ob ihr zusammen in der summe deutlich mehr als 5 wochen weg seid?

30.09.2016 14:19 • x 1 #85


Chanti66
‚Eifersucht setzt voraus, daß man aus der Liebe einen Besitz machen will.‘ — Robert Musil“

Es gibt gefühlt zwei Arten von Eifersucht.

Eifersucht, weil eine andere Person etwas hat, das du gerne hättest – und dann beneidest du sie darum und wirst eifersüchtig auf sie.

Und Eifersucht, weil dein Partner etwas tut, das dir nicht gefällt – und dann machst du ihm die Hölle heiß.

Diese beiden Arten der Eifersucht lassen sich natürlich wieder auf ein und das selbe Grundproblem zurückführen: Ein niedriges Selbstbewusstsein.

Eifersucht kann nur dann entstehen, wenn du dich selber in irgendeiner Art und Weise minderwertig fühlst.

Du fühlst dich nicht „gut genug“. Du fühlst, dass andere besser sind als du. Und du bist eifersüchtig auf all jene, die das haben, was du gerne hättest.

Um diesem Eifersuchtsdrama ein Ende zu bereiten, gibt es nur einen logischen Weg:
Du musst dein Inneres stärken. Du musst deine Persönlichkeit so stark machen, dass dir diese äußeren Umstände nichts mehr ausmachen.

Um herauszufinden, ob sich deine Eifersucht noch im normalen Rahmen befindet oder bereits krankhaft ist, klick hier und mach den kurzen Eifersucht Test.


Woher Eifersucht kommt

Eifersucht entsteht dann, wenn du eine andere Person um etwas beneidest, das du auch gerne haben würdest. Du vergleichst dich unterbewusst mit ihr und fühlst dich dann ihr gegenüber minderwertig.

Dabei verlierst du natürlich wieder vollkommen den Überblick, was du eigentlich alles gut kannst und worin du dich hervorhebst und siehst nur noch das, was die andere Person alles hat und was dir alles fehlt.

Damit solche Eifersuchtsgefühle aber überhaupt erst entstehen können, muss natürlich wieder maßgeblich etwas mit deinem Selbstbewusstsein nicht in Ordnung sein. Denn eine Person mit einem gesunden Selbstwertgefühl hat keine Probleme mit Eifersucht.

Nur wenn dein Selbstbewusstsein aus irgendeinem Grund angeknackst ist, wenn du dich selber als „nicht gut genug“ empfindest, nur dann kannst du Eifersuchtsgefühle in dir entwickeln.

Darum lautet die Lösung des Problems wieder mal ganz einfach: Du musst dein Selbstbewusstsein stärken.

Denn mit einem gesunden Selbstbewusstsein gibt es schlichtweg keinen Grund mehr, auf andere eifersüchtig zu sein. Du ziehst deinen Wert jetzt aus dir selber. Du weißt, wer du bist, was du kannst und was du nicht kannst. Du bist mit dir selber zufrieden und deshalb bist du auch nicht eifersüchtig, wenn andere etwas besser können als du.

Krankhafte Eifersucht – Ursachen und Überwindung

Die meisten Leute denken, Eifersucht hat etwas mit dem Verhalten der anderen Person zu tun. Sie denken, der Partner und sein Verhalten sind die Ursache dafür, dass sie sich eifersüchtig fühlen und so rechtfertigen sie dann ihre Gefühle.

Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt, als das.

Denn Eifersucht hat NICHTS mit dem Partner und ALLES mit dir und deinem tiefen, inneren Selbstwert zu tun.

Denn, wie wir später noch sehen werden, haben Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl keine Probleme mit Eifersucht.

Woher aber, kommen dann diese Eifersuchtsgefühle?

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, müssen wir zurückgehen in die Kindheit. In deine Kindheit. Zu jenem Zeitpunkt, als du noch sehr abhängig von deinen Eltern warst und auf sie angewiesen warst.

Zu diesem Zeitpunkt schon, haben sich die ersten Spuren der Eifersucht bei dir eingeschlichen.

Wie das, fragst du?

Ganz einfach… weil du in diesen jungen Jahren so extrem abhängig von deinen Eltern warst, war es für dich eines der schlimmsten Gefühle, wenn deine Eltern dir die Aufmerksamkeit entzogen und sie anderen Menschen gewidmet haben.

Hier fängt das Eifersuchtskarussell an:
in den frühen Kindheitsjahren.

Und wer genau hinschaut, wird das heute bei Kindern genau so feststellen: sobald die Eltern dem Kind ihre Aufmerksamkeit für eine gewisse Zeit entziehen, wird das Kind (nicht immer, aber oft) nervös und versucht, die Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.

Warum?

Weil es im Kopf des Kleinkindes hier um’s reine Überleben geht.

In dem kleinen Kindeskopf würde ein Verlust der Eltern (und damit wird der Aufmerksamkeitsverlust gleichgesetzt), dem Nicht-Überleben entsprechen. Und darum will es diese natürlich unter keinen Umständen verlieren.

Das ist also der Ursprung der Eifersucht – die Verlustangst der Eltern im frühen Kindheitsalter.

Wenn wir nun älter werden, tragen wir aber genau diese Angst immer noch in uns herum. Es ist fast schon unglaublich, wie stark uns solche Kindheitskonditionierungen prägen. Selbst heute sagt man in der Psychologie: die ersten 2 Jahre eines Kindes formen die restlichen 80 Jahre des Menschen!

Was tun gegen Eifersucht?

Mit diesem Wissen bewaffnet, wird es nun gleich etwas einleuchtender und einfacher, der krankhaften Eifersucht und den eigenen Eifersuchtsgefühlen zu begegnen.

Denn nun wird klar: Die Eifersucht hat nichts mit meinem Partner, sondern alles mit mir und meinem Inneren zu tun.

Der Partner mag zwar der Auslöser für diese Gefühle sein, den Nährboden dafür aber bereiten wir selber. Und zwar in Form eines angeknacksten Selbstwertgefühls.

Denn ein Kind, das in dieser Zeit gelernt hat, eigenständig zu sein und auf den eigenen Füßen zu stehen, so ein Kind wird später im Erwachsenenalter viel weniger ein Problem mit Eifersucht haben als ein Kind, das diese wichtige Eigenschaft im frühen Kindheitsalter nicht oder nur teilweise erlernt hat.

Mit einem gesunden Selbstwert nämlich, verschwinden gleichzeitig auch viele Selbstzweifel und damit auch die Gedanken und Gefühle rund um Verlust- und Trennungsangst.

Eine Person mit einem starken Selbstwert weiß, dass sie selber klar kommt, mit oder ohne Partner – mit oder ohne Eltern.

Und darum macht ihr der Gedanke über den Verlust des Partners (der letztendlich die Eifersucht hervorruft), nicht mehr so viel aus. Diese Person weiß, dass sie auf ihren eigenen zwei Füßen stehen kann und das sie niemand anderen braucht, um glücklich zu sein.

Was hilft gegen Eifersucht?

Nun kommen wir zur alles entscheidenden Frage: Was hilft jetzt konkret bei Eifersucht? Wie kann ich die Eifersucht bekämpfen bzw. besiegen?

Und hier kann es nur eine einzige logische Antwort geben: Du musst anfangen, dein Selbstwertgefühl aufzubauen. Du musst dich selber innerlich so stark machen, dass dir ein Aufmerksamkeitsdefizit durch deinen Partner (oder ähnliche Situationen – wenn er/sie z.b. mit jemand anderen flirtet) nichts mehr ausmacht.

Und wie machst du das?

Indem du an der Wurzel anfängst, an deinem tiefen, inneren Selbstbewusstsein und deiner Fähigkeit, unabhängig von anderen und auch ohne Partner glücklich zu sein. Das ist der allererste Schritt.

Wenn du es schaffst, solch ein starkes Selbstbewusstsein aufzubauen, glücklichsein zu können ganz egal ob der Partner, deine Eltern, deine Freunde da sind oder nicht, von da an wirst du keine Eifersucht mehr verspüren.

Denn du weißt: Egal was kommt, ich fühle mich gut und ich kann auf meinen eigenen zwei Füßen stehen.

Praktische Tipps gegen Eifersucht
Wenn dich das Eifersuchtsgefühl überkommt, dann versuche diesen Zustand sofort zu erknennen und dagegen zu manövrieren. Das Schlimmste was dir in dieser Situation passieren kann ist, dass dich das Eifersuchtsgefühl überwältigt und du nicht mehr klar denken kannst und vom Gefühl bestimmt wirst. Das führt oft zu negativen Aktionen deinerseits und oftmals auch zu irreversiblen Schäden in der Beziehung.
Wenn du also merkst, dass sich ein Gefühl der Eifersucht in dir bildet, dann mache sofort gedanklich „einen Schritt zurück„, atme tief in deinen Bauch und werde dir wieder bewusst, woher dieses Gefühl wirklich kommt (aus deiner Kindheit – siehe oben) und wer dafür verantwortlich ist (du!).
Es kann hier oft helfen, kurz die Augen zu schließen und dabei zu versuchen, die Schultern, den Nacken und die Gesichtsmuskeln zu entspannen. Körperliche Entspannung ist der Schlüssel und die schnellste Methode, um solchen Gefühlen (das gilt übrigens nicht nur für Eifersuchtsgefühle sondern auch für jede andere „negative“ Emotion) den Garaus zu machen.
Sage dir an diesem Punkt innerlich: „Ich weiß, wer ich bin. Ich kenne meine Stärken und ich weiß auch, was mein Partner an mir hat. Es gibt keinen Grund, eifersüchtig zu sein“ und dann versuche deine Atmung bewusst zu vertiefen und dich gleichzeitig wie oben beschrieben zu entspannen. Noch mal: Entspannung ist DIE schnellste Methode, um Eifersuchtsgefühle zu bekämpfen bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen.

Kann Eifersucht nicht auch mal gerechtfertigt sein?

Kurze Antwort: Nein.

Warum nicht? Ganz einfach: Weil eine Person mit einem gesunden, starken Selbstwert, genau weiß, wer sie ist und was der Partner an ihr hat. Sie wird somit nicht eifersüchtig auf eine andere Person werden.

Mal angenommen, der Partner würde tatsächlich über die Maßen mit jemand anderem flirten, dann würde die Person das weder persönlich nehmen, noch würde sie eifersüchtig werden. Sie würde einfach nur zum Partner hingehen und die Sache klarstellen (aber nicht angreifend und emotionsgeladen, sondern ganz sachlich und cool).

Eine Person mit niedrigem Selbstwert hingegen, prescht sofort los und macht dem Partner die Hölle heiß. Außerdem interpretieren solche Leute oft Sachen in Situationen hinein, die überhaupt nicht vorhanden sind.

So ist ein einfacher Small-Talk zwischen dem Partner und einem/r Arbeitskollege/in sofort ein Flirt oder ein Blick vom Partner zu einer anderen Person wird sofort als „ich bin ihm wohl nicht gut genug“ interpretiert.

Eine innerlich starke Person würde so etwas einfach an sich abtropfen lassen in dem Wissen, was für eine tolle Person sie selber ist und was ihr Partner an ihr hat.

Eifersucht wegen dem Partner

Ob Mann oder Frau, Eifersucht ist abstoßend.

Niemand will mit einer eifersüchtigen Person zusammen sein. Du nicht, ich nicht, dein Partner nicht, niemand…

Und obwohl wir das alle wissen, machen wir trotzdem mit unserem Verhalten weiter. Manchmal so lange, bis unser Partner gar keine andere Wahl mehr hat, als sich zu seinem eigenen Wohlbefinden von uns zu trennen.

Denn es ist doch ganz klar: niemand will sich von einer anderen Person eingrenzen lassen. Niemand will das Gefühl haben, ständig unter Beobachtung zu stehen und immer so tun zu müssen, wie der andere es gerne hätte.

Also warum handeln wir so, wenn uns doch total klar ist, dass wir uns mit diesem Verhalten nur selber schaden?

Na, eben in diesem Moment ist uns das gerade nicht klar!

Wir handeln dann unbewusst. Wir handeln im Affekt.

Etwas erregt uns, wir verlieren den Kopf und werden wütend und eifersüchtig. Wir sind wie ein Roboter, der ein Programm abspielt – das Eifersuchtsprogramm. Wir verlieren die bewusste Kontrolle über unser Handeln und unsere Gefühle überwältigen und steuern uns.

Und wie lautet die Abhilfe? Natürlich: Selbst-Bewusstsein.

Eben in diesen Situationen, wo das Gefühl der Eifersucht aufkommt, musst du dir selbst bewusst werden und den Kreislauf unterbrechen. Denn sobald das Gefühl dich überwältigt hat, hast du verloren. Dann kannst du nicht mehr klar denken und verlierst die Macht über dein Handeln. (Das gilt übrigens auch für alle anderen Gefühle).

Eifersucht bekämpfen durch ein starkes Selbst

Was ist jetzt zu tun? Zwei Sachen.

Um deine Eifersucht erfolgreich zu bekämpfen und zu besiegen, musst du diese zwei Ratschläge beherzigen:
1.Du musst deine innere Persönlichkeit stärken

Du musst anfangen, dich innerlich so aufzubauen, dass es dir ganz egal wird, was andere können oder machen. Du musst dir klar darüber werden, warum du toll bist und warum es überhaupt keinen Grund gibt, auf andere Menschen eifersüchtig zu werden.
2.Du musst dir bewusst werden

Du musst dir in diesen Situationen, wo dich das Eifersuchtsgefühl überkommt, bewusst werden und entschieden die Kontrolle über dein Handeln zurückfordern. Dadurch unterbrichst du den Kreislauf Erregung -> Gefühl -> unbewusstes Handeln und überwindest damit das Eifersuchtsgefühl bevor es dich überwältigt.

Diese zwei Schritte müssen kontinuierlich geübt werden, wenn du deine Eifersucht erfolgreich bekämpfen willst. Aber besser, du fängst heute damit an, als morgen.

Denn du weißt ja selber:


Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.

30.09.2016 14:21 • #86


Huriyama
Zitat von Romulus:
Kennst Du die selbsterfüllende Prophezeiung? Ich glaub, wenn du mal danach googlest, könnte es dir helfen, wenn du einige Artikel mit Fallbeispielen liest. Falls du es noch nicht kennst, dann würden Dir wahrscheinlich ein paar Lichter angehen.

Hattest du davor auch beziehungen gehabt? war da wirklich nichts mit eifersucht?
Welche rolle spielen denn eigentlich die geplanten urlaubstage deiner freundin ohne dich in der beziehung? macht sie öfter ohne dich urlaub? grundsätzlich bin ich jemand, der so nichts dagegen hat, aber bist Du noch im verhältnis da die hauptrolle? Wenn sie 5 wochen nur für urlaub ohne dich weg ist, halte ich das schon für ordentlich. die frage ist nur, ob ihr zusammen in der summe deutlich mehr als 5 wochen weg seid?



ja ich hatte diverse, sehr kurze Beziehungen vorher. Aber da ich nie sehr viel empfunden habe, hab ich das nicht sehr ernst genommen. Kann mich nicht erinnern an heftige Eifersucht.

Rolle? ha, schwede, ich fand das nicht toll, hab ich ihr gesagt. Aber schliesslich sagte ich Ihr es sei OK, sie solle machen was sie will. Ich hab das nicht so exrem schlimm gesehen BEVOR sie ging. Die ersten 2 Wochen waren noch OK. Aber nachher wurde es zunehmend unschön. Ich fand das auf einmal richtig schei. von Ihr.

Wir waren erst ein Mal in Urlaub. Ein paar Tage nach Wien.

Sie wollte aber unbedingt nach Indonesien in Urlaub, weil sie eh arbeitslos war und bis Sept. warten musste bis das Studium begann. Irgendwie konnte ich das schon nachvollziehen, weil ich genauso drauf wäre. Aber die Summe war zerstörerisch.

30.09.2016 14:36 • #87


Wenn du Beziehungen hattest, wo Du herabschauend auf deine ex warst, warum bist du mit denen zusammengekommen?

Vielleicht reicht es bei dir zu versuchen, die einstellung zur beziehung zu ändern, wenn keine tiefergreifende Ursache an deiner prägenden Haltung zieht (was ich leider nicht glaube).
Mache Dir einfach ein paar Dinge klar:
- sie darf ohne dich spaß haben
- sie ist mit dir zusammengekommen, weil sie es möchte
- sie ist immer noch mit dir zusammen, weil sie es möchte (in deutschland habe ich gehört, ist eine beziehung nur auf freiwilliger Basis)
- sie darf eigenständig ohne dich interessen nachgehen
- die Verpflichtung, dass sie auf deine gefühle rücksicht nehmen soll, ist in keinem Gesetzbuch geschrieben. Wenn sie mehr auf dich eingeht, ist das schön. Es ist aber wichtig zu akzeptieren, dass sie keine bösen sachen macht und es allein dein problem wäre, wenn du damit nicht klar kommst
- andersherum darfs du auch ohne sie mal spaß haben
- du darfs genauso mit anderen mädels lachen. es ist eine harmlose sache
- sie ist nur mit einer freundin unterwegs worin du keine hinweise gefunden hast, dass sie sich im urlaub an jemand anders ranschmeißen will


Reicht das nicht, dann bleibt dir nichts anderes übrig als dich langfristig mit dem Thema selbstwertgefühl zu theraphieren. ob professionell oder mit hausmitteln für zu hause. Internetartikel mit tips zu diesem thema gibt es zu Hauf.

30.09.2016 14:51 • x 1 #88


Chanti66
Jep so sieht es aus. Suche nach Beweisen, dass sie dich liebt und nicht dass Sie dir fremdgehen will.

So Ihr lieben wünsche Euch ein ganz, ganz tolles langes und erholsames sowie entspanntes WE ohne Eifersucht und Trigger. Ohne Angstzustände etc. Das Leben ist schön und zu Schade seine kostbare Zeit mit Eifersucht und Triggern zu verbringen!

30.09.2016 15:10 • #89


Chanti66
Zitat von Huriyama:
Zitat von Romulus:
Kennst Du die selbsterfüllende Prophezeiung? Ich glaub, wenn du mal danach googlest, könnte es dir helfen, wenn du einige Artikel mit Fallbeispielen liest. Falls du es noch nicht kennst, dann würden Dir wahrscheinlich ein paar Lichter angehen.

Hattest du davor auch beziehungen gehabt? war da wirklich nichts mit eifersucht?
Welche rolle spielen denn eigentlich die geplanten urlaubstage deiner freundin ohne dich in der beziehung? macht sie öfter ohne dich urlaub? grundsätzlich bin ich jemand, der so nichts dagegen hat, aber bist Du noch im verhältnis da die hauptrolle? Wenn sie 5 wochen nur für urlaub ohne dich weg ist, halte ich das schon für ordentlich. die frage ist nur, ob ihr zusammen in der summe deutlich mehr als 5 wochen weg seid?



ja ich hatte diverse, sehr kurze Beziehungen vorher. Aber da ich nie sehr viel empfunden habe, hab ich das nicht sehr ernst genommen. Kann mich nicht erinnern an heftige Eifersucht.

Rolle? ha, schwede, ich fand das nicht toll, hab ich ihr gesagt. Aber schliesslich sagte ich Ihr es sei OK, sie solle machen was sie will. Ich hab das nicht so exrem schlimm gesehen BEVOR sie ging. Die ersten 2 Wochen waren noch OK. Aber nachher wurde es zunehmend unschön. Ich fand das auf einmal richtig schei. von Ihr.

Siehst Du Du handelst gegen Deinen Wert, DU hättest Ihr sagen sollen, was Du fühlst und nicht erst das OK dazu geben, wenn Du gar nicht in der Lage dazu bist.

Wir waren erst ein Mal in Urlaub. Ein paar Tage nach Wien.

Sie wollte aber unbedingt nach Indonesien in Urlaub, weil sie eh arbeitslos war und bis Sept. warten musste bis das Studium begann. Irgendwie konnte ich das schon nachvollziehen, weil ich genauso drauf wäre. Aber die Summe war zerstörerisch.

30.09.2016 15:12 • #90



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