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Traeumhase
Hallo,
Meine Frau und ich sind seit ca. 10 Jahre verheiratet und haben 2 gemeinsame Kinder. Wir haben natürlich auch Probleme in unserer Beziehung wie andere auch. Aber seit ca. einem halben Jahr sind näher zueinander gewachsen.
Mein Problem ist jetzt, daß ich seit ca. 2 Wochen panische Angst bekommen habe Sie zu verlieren.
Es hat alles damit angefangen, daß Sie vor ein paar Monaten ihren Optiker gewechselt hat. Der Optiker ist ein junger Attraktiver Mann der in unserer Nachbarschaft wohnt. Ich hatte kein Problem damit, daß die beiden sich gut verstehen und ich wußte auch, daß er verheiratet ist. Jetzt hat sich die Situation aber so verändert, daß der Optiker und seine Frau sich getrennt haben. Meine Frau hat ihm geholfen eine neue Wohnung zu finden.
Zwischenzeitlich hat meine Frau große Probleme mit ihrem Rücken bekommen. Sie hat eine schwere Entzündung in der Bandscheibe und soll sich schonen, keine schwere Sachen heben und sich ausruhen. Dazu muß Sie noch starke Schmerzmittel nehmen. Ich habe meiner Frau versucht, soviel wie möglich im Haushalt abzunehmen.
Irgendwann kam meine Frau zu mir und sagte mir, daß der Optiker sie gefragt hat, ob er Werkzeug von uns haben kann, weil er an seines nicht rankommt. Hatte ich ja kein Problem mit. Sie sagte mir dann, daß Sie aber mit hingeht, weil Sie das Werkzeug nicht gerne alleine läßt. An dem Tag war Sie 4 Stunden bei Ihm Zuhause und brachte das Werkzeug aber nicht wieder mit. Sie sagte mir dann, daß Sie am nächsten Tag weiter machen werden. Sie hat mir erzählt, daß Freunde von ihm da waren.
Zu dem Zeitpunkt machte ich mir auch noch keine Gedanken. Ein paar Tage später ist sie wieder zu Ihm, weil sie beim Streichen helfen wollte. Da hatte ich schon ein gutes Gefühl dabei, denn Sie hatte zum Arbeiten eigentlich zu Gute Kleidung an. Nach ca. einer halben Stunde, kam sie wieder nachhause und erzählte mir, daß sie heut gemacht, weil sie doch keine Lust hatten. Ab da ging meine Eifersucht und Angstzustände los. Er wohnt zu Fuß nur 5 Minuten weg.
Ein paar Tage später hab ich ihr gesagt, daß ich Angst habe sie zu verlieren. Sie fragte mich wie ich denn darauf kommen würde, da im Moment doch alles super läuft. Wir wären doch jetzt schon 10 Jahre verheiratet und hätten 2 gemeinsame Kinder. Ich hab ihr Recht gegeben und war erst mal zufrieden. Ich hab dann irgendwie den Tick bekommen, ich müßte bei jeder Gelegenheit meine Frau in den Arm nehmen. Sie fing dann an, ich solle das ständige antatschen doch lassen. Ab und zu ein Kuss oder eine Umarmung war aber ok.
Natürlich habe ich mir weiter Gedanken gemacht, da Sie ja immer noch zu dem gegangen ist. Ich bin dann Irgendwann so paranoid geworden, daß ich Nachts in Ihrem Handy nach einem Chatverlauf in Whatsapp geschaut habe. Grundsätzlich stört sie nicht wenn ich ihr Handy benutze und sie hat auch immer gesagt ich kann alles in Ihrem Handy lesen. Das würde sie nicht stören. Habe das davor aber nie getan weil ich kein Interesse an ihren Nachrichten hatte. Als ich dann in Ihren Charverlauf geschaut habe, war natürlich genau dieser eine gelöscht, obwohl Sie am Abend öfter miteinander geschrieben habe. Natürlich war sofort wieder ein Mißtrauen da.
Im Moment weiß ich nicht ob sie sich sehen, weil ich im Krankenhaus liege und hier nicht Weck kann. Immerhin sagt sie mir das sie mich lieb hat und freut sich wenn ich wieder zuhause bin.
Als Sie mir dann gestern sagte, daß sie jemand hat der auf die Kinder aufpaßt und Sie dann alleine auf den Weihnachtsmarkt gehen würde, war sofort wieder mißtrauen da. Sie sagte mir nämlich, daß um die und die Uhrzeit dort hinfahren wolle. Mir ist später dann aufgefallen, daß es genau die Uhrzeit war wo er normal Feierabend hat. Natürlich war ich sofort wieder in Panik.
Im Krankenhaus hat sie mich auch nicht besucht, weil ich eine Krankheit habe, die ansteckend sein könnte. Mit Schutzkleidung durfte man mich besuchen. Sie wollte es trotzdem nicht, weil sie Angst hatte, sie könnte die Kinder mit etwas anstecken.
Ich weiß nicht, ob ich mich einfach nur zu sehr verrückt mache oder ob das normal ist. Sie mir in unserer Ehe noch nie das Gefühl gegeben ihr nicht vertrauen zu können, auch als unsere Ehe schonmal kurz vor dem aus stand.

Über ein paar Meinungen und Tipps würde ich mich freuen.
Traeumhase

21.12.2014 06:49 • 21.12.2014 #1


3 Antworten ↓


Hallo Traeumhase

Es ist eine schwierige Gratwanderung die eigentlich zu keiner Lösung führt. Ihr seid euch näher schreibst du. Kannst du sagen warum Ihr euch näher gekommen seid? Es ist logisch dass man mehr Angst hat jemanden zu verlieren wenn man sich näher kommt.

Und ehrlichgesagt, wenn ich in deiner Situation wäre, würde mich das auch beunruhigen! Nur darfst du das jetzt nicht als schlechtes Zeichen sehen, ich bin genau wie du der Verlustangsttyp.

Mach mir ein Gefallen, hör auf zu klammern. Das ist enorm wichtig! Ständig umarmen und Küssen geht nicht, da engst du sie ein und treibst sie weg von dir. Hör auch auf zu kontrollieren, das ist ein Vertrauensbruch ihr gegenüber. Im Zweifel für den Angeklagten. Beobachte die Situation weiter.

Falls Sie sich verliebt hat, ist das erst einmal unangenehm für dich...auch für sie natürlich...aber noch lange kein Grund die Beziehung zu beenden. Wenn das so ist kann dieser Indikator für eine Verbesserung der eigenen Beziehung genommen werden. Ist zwar alles ersteinmal Theorie und unglaublich schwer, aber könnte sich lohnen.

Ich wünsche dir viel Glück.

21.12.2014 08:14 • x 1 #2



Eifersucht begründet?

x 3


Traeumhase
Danke für die Antwort. Ich habe nicht nur Angst meine Frau zu verlieren, sondern meine ganze Existenz. Da ich Alleinverdiener bin und wir ein eigenes Haus haben, würde es bedeuten, ich würde alles verlieren. Der andere würde sich in ein fertiges Nest setzen und müsste nichts dafür tun.
Was ich meiner Frau zu Gute heißen muß, ist das Sie noch nie mit ihm irgendwelche freizeitaktivitäten wahr genommen hat. Ich habe Angst, ihr auch direkt zu sagen, daß es mich stört, daß sie sich mit ihm trifft. Ich wollte ja, daß sie auch Aktivitäten ohne mich macht, weil jemand bei den Kindern bleiben muß. Wir haben leider nur selten jemand der auf unsere Kinder aufpassen kann. Sie war jetzt auch mit einem guten Kumpel von mir im Kino und es hat mich kein bisschen gestört. Es ist eigentlich nur er, weil ich ihn nicht kenne und einschätzen kann.
Ich werde jetzt einfach mal abwarten.

Traeumhase

21.12.2014 08:37 • #3


Zitat von Traeumhase:
Danke für die Antwort. Ich habe nicht nur Angst meine Frau zu verlieren, sondern meine ganze Existenz. Da ich Alleinverdiener bin und wir ein eigenes Haus haben, würde es bedeuten, ich würde alles verlieren. Der andere würde sich in ein fertiges Nest setzen und müsste nichts dafür tun.
Was ich meiner Frau zu Gute heißen muß, ist das Sie noch nie mit ihm irgendwelche freizeitaktivitäten wahr genommen hat. Ich habe Angst, ihr auch direkt zu sagen, daß es mich stört, daß sie sich mit ihm trifft. Ich wollte ja, daß sie auch Aktivitäten ohne mich macht, weil jemand bei den Kindern bleiben muß. Wir haben leider nur selten jemand der auf unsere Kinder aufpassen kann. Sie war jetzt auch mit einem guten Kumpel von mir im Kino und es hat mich kein bisschen gestört. Es ist eigentlich nur er, weil ich ihn nicht kenne und einschätzen kann.
Ich werde jetzt einfach mal abwarten.

Traeumhase


Moin,

und diese falsche Rücksichtnahme ist Dein neuer Ansatzpunkt. Du hast das Recht auch zu erwähnen, dass Dir die häufigen Treffen, etc. zu denken geben. Das hat nichts mit einengen zu tun, sondern mit Ehrlichkeit. Genau das was Du hier geschrieben hast, müsstest Du Ihr eigentlich in einem Gespräch mit ihr erwähnen. Sprich über Deine Ängste und woher sie rühren; und was spricht dagegen, den netten Optiker auch kennenzulernen? Oder hast Du jetzt den Kumpel gemeint?
Es kommt natürlich auch immer auf den Ton an, mit dem Du ihr Deine Sorgen mitteilst. Setze Dich in einer ruhigen Minute mit Deiner Frau hin und erläutere ihr Deine Gefühlswelt und Ursachen. Vermeide dabei Du-Botschaften (Du hast, Du tust, Deine, Dir, Dich, etc..). Schildere es aus Deiner Perspektive und was es mit Dir macht (Mir, mich, mein,etc..). Es besteht schnell die Gefahr, dass sie sich eventuell an die Wand gedrückt fühlt und sofort mit Abwehr anfängt.

So viel in Kürze.

21.12.2014 10:02 • #4