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Hallo ihr,

ich (24) bin seit ca. einem 3/4 Jahr in einer Beziehung mit einem Mann, den ich schon 2,5 Jahre sehr gut kenne. Er war in mich verliebt, lange bevor wir zusammengekommen sind. Ich war damals noch nicht bereit, hatte noch Gefühle für einen anderen und keine für ihn. Glücklicherweise habe ich diese aber entwickelt und wir sind sehr glücklich. Eigentlich.

Ab dem Zeitpunkt, als klar war, dass wir ein Paar sind, hat sich in mir so viel verändert! Ich war vorher immer sicher, dass wir eine wahnsinnig harmonische, vertrauensvolle Beziehung haben würden, wenn es mal so weit kommen würde. Denn ich schätze seine Ansichten, sein Wesen sehr. Auch, dass er sich an sich nicht so viel aus Frauen macht, nie ein Aufreißer war. Ich dachte, an seiner Seite könnte ich total gelassen sein, da er mich nie einengen würde und ich ihm voll vertrauen könnte. Pustekuchen! Je mehr meine Gefühle wuchsen, desto unsicherer und panischer wurde ich. Und nun, nach 10 Monaten, wird es nicht besser, eher im Gegenteil. Ich genieße alles mit ihm, aber ich genieße es so sehr, dass es mich panisch macht. Ich habe totale Angst, ihn irgendwann zu verlieren. Ich lebe in der Zukunft, in meinem Kopf, im Horrorszenario.

Er geht gerne aus, trinkt dabei auch sehr viel und ich habe totale Angst, dass er mir dabei irgendwann fremdgeht. Anlass zu der Annahme habe ich natürlich keinen, er wäre garnicht der Typ dazu und hatte auch zu Singlezeiten nie viele Frauen. Dass er mich liebt steht außer Frage. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich ihn einfach mehr brauche, verletzlicher bin. Ich habe auch Angst, dass ich nicht gut genug sein könnte, dass meine oft schwermütige, ängstliche Art auf Dauer zu viel für ihn sein könnte, der lebensfroh und sorglos ist.

Ich beobachte ihn viel zu genau. Suche förmlich nach Bestätigung, interpretiere viel zu sehr hinein, wenn etwas nicht so super scheint. Wannimmer er Aktivitäten ohne mich oder andere Menschen meiner Gesellschaft vorzieht, bin ich eifersüchtig, fühle ich mich bedroht. Er vertraut mir sehr - eigentlich schätze ich das total. Aber dass er nicht eifersüchtig ist und keine Verlustängste hat, macht mich noch unsicherer. Seine Sicherheit fördert meine Unsicherheit.

Woher genau das kommt, weiß ich nicht. Ich war erst in einer langen Beziehung (5 Jahre) und diese lief eine ziemlich lange Zeit ziemlich schlecht, dennoch liebten wir uns sehr. Ich wurde von meinem Partner damals bitter enttäuscht - betrogen, belogen und zweimal ersetzt. Obwohl die Beziehung bereits am Ende und meine Gefühle nicht mehr so stark waren, litt ich extrem unter der Trennung. Ich kann mir nicht vorstellen, so etwas noch einmal zu überstehen. Danach hatte ich eine Affäre, in die ich sehr verliebt war, für ihn war ich aber nie mehr, er sagte mir das nie direkt und ich hoffte und litt wieder eine Ewigkeit. Vielleicht kommen diese Dinge jetzt zurück, jetzt wo mich wieder jemand verletzen könnte, jemand diese Macht hat. In meiner damaligen Beziehung war ich nicht ganz so eifersüchtig, nicht ganz so abhängig, nicht ganz so unsicher - allerdings war auch er damals eifersüchtig und zweifelte manchmal an sich, stellte mir Fragen, suchte nach Liebesbekundungen meinerseits. Jetzt bin es nur ich.

Ich gehöre nicht zu den Frauen, die sich selbst nicht lieben, denke ich. Ich mag mich für das, was ich bin. Ich habe nicht Angst, nicht liebenswert zu sein - ich weiß, dass es bestimmt ein paar Männer gäbe, die mit mir glücklich und zufrieden wären, ich habe nur Angst, dass es DIESEM EINEN nicht ewig reichen könnte, denn einen anderen will ich sowieso nicht.

Kann mir jemand helfen, einen Rat geben, wie ich dieses Gedankenkarrussel abstellen kann? Vor allem in den Zeiten, wenn wir nicht zusammen sind, wenn er um die Häuser zieht, feiert, seine vielen Freunde trifft und Spaß hat oder alleine sein will? Dann könnte ich manchmal durchdrehen und fühle mich so ängstlich.

04.01.2013 01:24 • 17.01.2013 #1


30 Antworten ↓


Hallo wanna-move

Deine Ängste und Deine Versuche, damit klarzukommen kann ich sehr gut verstehen. Auch ich bin in der gleichen Phase (vielleicht noch etwas weiter mit einer 2,5-jährigen Beziehung) und mache mir dieselben Sorgen wie Du.

Was ich mich in meiner Beziehung allerdings z.Zt. sehr frage: passen wir denn wirklich so zusammen, wie wir es immer glaubten? Ich, der Ängstliche, sie die Unbekümmerte, welche sich absolut sicher fühlt in unserer Beziehung und nicht nachvollziehen kann, welche ihrer Handlungen Ängste bei mir verursachen. Ich bin heute an dem Punkt angelangt, an dem ich mir ernsthaft darüber Gedanken mache, ob es wirklich irgendwann besser wird in unserer Beziehung. Wir ziehen nicht am gleichen Strick. Gegenseitig nicht.

Hast Du Dich denn auch schon gefragt, ob Du das aushalten könntest, wenn er seine vielen Freunde immer häufiger trifft und Dir vorzieht, wenn er öfters alleine sein muss. Willst Du das? Ist er der wirklich richtige Partner für Dich? Ist er allenfalls bereit (bzw. tut er es aus eigenem Willen), auf seine Freunde auch mal häufiger zu verzichten um mit Dir zusammenzusein, wenn er bemerkt, dass es Dir schlecht geht?

Ich glaube einfach, dass in einer Beziehung beiderseits genügend Einfühlungsvermögen vorhanden sein muss, ansonsten sie nicht funktioniert. Wie war denn das bei Deiner Beziehung, bei welcher ihr beide eifersüchtig wart?

Liebe Grüsse
Piano

04.01.2013 02:25 • #2



Angst wächst und wird zum Problem. Bitte helft mir :(

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Hallo Piano,

und danke für deine Antwort!

Also - ich bin mir sicher, dass wir sehr gut zusammen passen. Dazu gehört für mich sehr viel und sogut wie alles stimmt zwischen uns. Dass er lebensfroh, sicher und selbstbewusst ist mag ich an ihm. Er ist nicht das Problem und ich möchte ihn nicht dazu machen. Ich möchte an mir arbeiten, an meinen Ängsten und Sorgen.

Ich möchte mir nicht einen Partner suchen, der selbst problembeladen und unsicher ist, nur damit es mir besser geht und ich mich sicher fühlen kann. Ich möchte mit dem glücklich sein, den ich liebe und das sucht man sich nunmal nicht immer aus, aber zwischen uns stimmt wirklich sogut wie alles.

Nein - ich kann mir im Moment nicht vorstellen, damit gut klarzukommen, wenn er noch mehr Zeit für sich und seine Freunde brauchen würde, aber genau deswegen bin ich hier und hoffe auf Klarheit für mich, indem ich hier schreibe, und hilfreiche Tipps. Ich finde - rational - dass es normal, gesund und wichtig ist, Zeit für sich zu brauchen und Zeit für Freunde zu brauchen. Ich brauchte das als ich Single war auch sehr stark, es ist nur so, dass ich in der Beziehung sofort ängstlich wurde, ihn um keinen Preis verlieren will, mich unterordne. Das Problem ist aus meiner Sicht jedenfalls nicht, dass er gerne Zeit mit Freunden verbringt, auch wenn ich die Aktivitäten zum Teil zweifelhaft finde, sondern das Problem ist ganz klar, dass ich darunter leide, dass ich es falsch bewerte und es mich zerfrisst. An sich würde ich mir keinen Partner wünschen, der an mir klebt, der alles tut, was ich will.... ich will nur irgendwie ein Gefühl von Sicherheit erreichen, nicht dran denken, dass es irgendwann enden könnte, nicht alles auf mich und uns beziehen.

Mein Freund ist einfühlsam und in einem gewissen Maße richtet er sich natürlich auch mal nach mir - aber wenn ich das andauernd verlangen würde, ginge es ihm wohl nicht gut und die Beziehung würde darunter leiden.

Meine Wunschvorstellung ist aber nicht, dass er eifersüchtig ist oder alle seine Zeit mit mir verbringen will. Ich denke, ich würde mich am besten fühlen, wenn ich NICHT so eifersüchtig wäre, wenn ich MEHR Sicherheit hätte und wenn ich auch wieder wirklich Lust darauf hätte, mehr Dinge ohne ihn bzw. mit anderen oder alleine zu tun.

Was ich sagen will....: oft möchte alles in mir, dass er sich nach mir verzehrt, dass er ohne mich nicht kann, nichtmal einen Tag, dass er mich braucht, dass er Angst hat, mir nicht zu genügen, dass ich alles für ihn bin, dass er eifersüchtig ist, dass er versucht, mir zu gefallen, dass er immer bei mir sein will... aber das ist nicht, was ich wirklich will. Das sind die Gefühle, die ich oft habe. Aber ich respektiere ihn zu sehr und liebe ihn zu sehr, um zu wollen, dass er so fühlt. Ich möchte ihn lieben genau so wie er ist und ich möchte meine Gefühle so weit in den Griff bekommen, dass es auch mir damit gut geht. Es ist nicht seine Aufgabe, sich meinen Ängsten zu beugen. Es ist unsere Aufgabe, meine Ängste wegzuarbeiten.

So wie du es beschreibst, wirkt es, als sollte er bereit sein, bei mir sitzen zu bleiben, weil es mir nicht gut geht. Aber das wäre doch auch kein gegenseitiges Einfühlungsvermögen, denn dabei wärens eine Bedürfnisse beschnitten. Ich denke, es muss so sein, dass er tun kann was er möchte und ich trotzdem ruhig bleibe. Dass wir dafür beide arbeiten müssen ist klar, das erwarte ich gegebenenfalls auch von ihm, aber mein Ziel ist klar.

Zu deiner Frage: in der damaligen Beziehung störte die Eifersucht natürlich auch. Ich glaube nicht daran, dass eine Beziehung mit Eifersucht wirklich glücklich verlaufen kann, wenn beide eifersüchtig sind natürlich auch nicht! Wir fühlten uns beide eingeengt, nervten uns regelmäßig, strebten nach Freiheit und gleichzeitig waren wir ängstlich, den anderen zu verlieren... klar, manchmal in geringen Dosen ist Eifersucht eine Bestätigung, die einfach gut tut. Aber wenn es wirklich ernst ist, tut es beiden Seiten nicht gut!

Liebe Grüße!

04.01.2013 03:29 • #3


Poellchen
Hallo I wanna-move!

Ich kann deine Ängste nur zu gut verstehen. Jemanden sehr zu lieben bedeutet sich ihm auch sehr zu öffnen. Man ist dann überaus verletzlich und es begleitet einem die Angst das diese Offenheit ein Zugang ist für große Verletzungen. Leider bleibt das jedem Liebenden (oder fast jedem der liebt) nicht erspart.

Versuche doch mal zu denken: Wenn er mit mir ausgeht, ist er durch meine Freundschaft und Liebe so sicher, dass er sich ungezwungen mit anderen beschäftigen kann. Ich gebe Ihm die Sicherheit geliebt zu werden und stärke dadurch sein Selbstvertrauen. Meine Liebe ist sehr wichtig für ihn.

Wenn er alleine ausgeht kommt er gerne zu mir zurück. Er sucht meine Liebe. Deswegen lasse ich ihn Los und schenke ihm mein Vertrauen.

Ich bin ein wertvoller Mensch der gerne LIEBE schenkt!

Du kannst es nicht verhindern auch mal verletzt zu werden. Die meisten Verletzungen empfand ich durch bereits bestehende Wunden. Leider presste ich meinen Partner in diese Wunde und hatte gleichzeitig Angst er vergrößert sie.
Vielleicht kannst du dir mal Gedanken machen welche Wunden du bereits in dir trägst und welches Pflaster du brauchst um sie zu schliessen.

Sei von herzen ganz lieb gegrüßt

Du vertvoller Mensch

Pöllchen

04.01.2013 08:04 • #4


Ich kann mich Poellchen nur anschließen. Liebe macht glücklich......aber wehe, man verliert sie, dann macht sie unglücklich. Das hängt unmittelbar zusammen...

Lass ihm ein paar Freiräume........er kommt doch immer wieder gerne zurück ...

04.01.2013 08:10 • #5


Hallo ihr zwei,

natürlich habt ihr Recht... und natürlich spüre ich, dass er mich liebt und immer wieder gerne zurück zu mir kommt. Wenn ich mir Mühe gebe, es klar zu sehen, verstehe ich auch, dass sein Verhalten das Normale, Gesunde ist. Seine Sicherheit und meine Unsicherheit bedingen sich bestimmt auch gegenseitig, dadurch dass ich unsicher bin (und er merkt das natürlich auch), steigt seine Sicherheit, denn es macht es viel unwahrscheinlicher, dass ich ihn verlassen oder verletzen könnte. Anders herum ist es in Wahrheit vermutlich genauso unwahrscheinlich, dass er das mit mir tut, aber dadurch, dass er sich seiner sicher ist, nicht an sich zweifelt, nicht an meiner Liebe zweifelt bzw. keine Ängste hat, wirkt es auf mich immer wieder so, als wäre ich ihm nicht so wichtig wie umgekehrt oder als würde er mich nicht so sehr lieben, ich suche dann förmlich nach Bestätigung. Auch wenn ich weiß, dass es das nicht besser macht.

Klar habe ich frühere Wunden, die ich mit mir herumtrage. Offensichtlich. Mir war das bis zu Beginn dieser Beziehung nicht so klar, ich dachte, ich hätte mich enorm weiterentwickelt und gelernt, wäre viel unabhängiger und selbstständiger geworden in meiner Singlezeit (gut 2 Jahre) - aber ich empfinde genauso, wie in meiner ersten Beziehung. Ich will alles für ihn sein, unabdingbar und das am liebsten ständig. Ich weiß, dass das nicht geht und keiner Beziehung guttut, aber das ist, was mein Innerstes sich einfach oft wünscht.
In meiner damaligen Beziehung gab es auch viel Streit und Eifersüchteleien, weil ich oft wollte, dass er seine Zeit mit mir anstatt anderen verbringt, umgekehrt war es manchmal ähnlich, damals waren wir Teenager, lebten das aus, stritten und forderten. Heute würde ich das zum Beispiel nicht mehr so offen fordern, weil ich weiß, dass Freiräume wichtig sind und die Beziehung nicht mehr belasten möchte als nötig.
Ich war mir damals so sicher, dass mein Freund mich über alles liebt, ein herzensguter und ehrlicher Mensch ist. Er hat mich allerdings zweimal verlassen, weil er sich in eine andere verliebt hatte, einmal davon endgültig. Betrogen hatte er mich auch einmal und ich erfuhr es auf einem unschönen Umweg Monate später... das alles hat mich natürlich enorm verletzt und gedemütigt, zudem war er mein Lebensmittelpunkt und als er weg war, fühlte sich alles leer und furchtbar an. Ich möchte so etwas nicht noch einmal durchleben und ich merke leider, dass ich begonnen habe, Männern zu misstrauen.
Ich glaube irgendwie, dass jeder Mann verführbar ist, jeder Mann fremdgehen könnte, jeder Mann irgendwann mehr als eine Frau will, etwas neues ausprobieren will, davor habe ich schreckliche Angst. Unter Anderem, weil ich die erste feste Beziehung für meinen jetzigen Freund bin, der bisher nur kurze Affären hatte - ich habe Angst, dass er mehr ausprobieren will, dass eine Frau ihm auf Dauer nicht reicht.

04.01.2013 11:57 • #6


Mit 100 % iger Sicherheit kann man es nicht ausschließen. Aber es gehört mit dazu...in der Liebe gibt es keine Garantien....

04.01.2013 12:03 • #7


Poellchen
Eifersucht hat nichts zu tun mit der Liebe die man für einen anderen Menschen empfindet, Sie hat zu tun mit der Liebe die man für sich selbst nicht hat.

Vielleicht kannst du ja in dieser Richtung mal was Neues ausprobieren.

Drücke dir ganz fest die Daumen

Vergesse nicht es gibt immer Menschen die bereit sind dich zu lieben. Männer die Ihre Frauen nicht betrügen und belügen. Ein Vielleicht gibt es immer.... Aber vielleicht auch das große Glück....

Wie hat es denn so mit deinem Vater geklappt?

04.01.2013 12:12 • #8


Das stimmt wohl. Vielleicht schätze ich mich da auch falsch ein, aber ich würde eigentlich schon sagen, dass ich mich liebe. Klar, ich hab so meine Probleme - wie dieses hier - aber ich mag mich und finde mich liebenswert. Das ändert aber nichts an der Angst, dass er es irgendwie irgendwann anders sehen könnte.

Eigentlich ist er genau dieser Mann - zu dem es überhaupt nicht passen würde, fremdzugehen oder zu lügen. Er verliebt sich nicht leicht, ist nicht besonders versessen auf Sex, v.a. nicht mit vielen Frauen und so weiter... ich kann ihm schon sehr vertrauen - ich habe nur einfach Angst, dass ich mich täusche oder es sich ändern könnte. Wie bei meinem Ex. Er verteufelte Fremdgänger immer, schwor mir seine Treue und irgendwann warf er seine Vorsätze und Prinzipien einfach still über Bord oder brach sie

Mit meinem Vater? Naja, ich bin mit meiner Mutter aufgewachsen, meine Eltern haben sich bereits vor meiner Geburt bzw. kurz danach getrennt, ich hatte also als Kind nicht immer so viel Kontakt zu meinem Vater, weil er weiter weg wohnte und arbeitete. Der Kontakt, den wir hatten, war aber immer gut. Ich mochte ihn immer und war sein Liebling. Später, als ich älter wurde, zog er in die Nähe und wir haben uns öfter gesehen, er hat sich immer Mühe mit mir gegeben. In den letzten Jahren ist das Verhältnis ein bisschen ins Straucheln gekommen, da es Streit über ein paar Dinge gab und ich mit seiner neuen Freundin nicht so gut klarkomme.

04.01.2013 12:41 • #9


Mir ist gerade noch so in den Kopf gekommen.... ich habe nicht unbedingt das Gefühl oder die Angst, dass mich niemand lieben könnte. Ich glaube aber, dass ich sehr fordernd und anhänglich bin, wenn ich jemanden reinlasse und ich lasse nicht oft jemanden rein. Ich habe eher Angst, dass ich dann, wenn ich das wieder verliere, absolut nicht mehr klarkomme und niemanden mehr finden könnte, der diese Lücke schließt. Nicht unbedingt, weil es niemand wollte, sondern weil niemand so gut passen könnte und ich mich niemandem so öffnen könnte. Dinge zu verlieren ist das Schlimmste für mich und der Gedanke, dass irgendwas anderes, neues kommen könnte, tröstet mich nicht, sondern verängstigt mich noch mehr.

04.01.2013 12:43 • #10


Poellchen
liebe I...

ich glaube du hast ein kleines Loch in deinem Herzen, dass nur du selbst schließen kannst.

Ich möchte dir deine Angst nicht ausreden oder bewerten. Habe einfach mal geschrieben was mir dazu einfällt. Ich konnte es nicht mal ertragen wenn mein Mann andere Frauen auch nur kurz ansah. Also weiß ich was verlustängste sind.

Bei mir hat die Zeit geholfen, Bücher, und Berichte im Internet. Bin jetzt nach 13 Jahren soweit gegen diese Angst
mein Bewustsein einzusetzen, das er saublöd wäre, wenn er mich verlassen würde. Ich kann so eine liebe Maus sein, dass findet er nie mehr im Leben ......

Ich hoffe es geht bei dir schneller....


Bis bald sei lieb umarmt
Pöllchen

04.01.2013 13:07 • #11


Das kann sein... ich müsste nur wissen, wie ich es schließen kann :/

Ich will aufhören in jede seiner Launen etwas hinein zu interpretieren und mich so zum Deppen zu machen.

Ich denke viel über meine frühere Beziehung nach. Im Grunde war ich immer schon so fordernd, brauchte immer viel Bestätigung und so weiter... aber ich war bei weitem nicht so extrem wie heute. Ich habe viel mehr daran geglaubt und vertraut! Ich habe in der Zwischenzeit einfach auch so viele andere Beziehungen und Herzen zerbrechen sehen... Mir ist kürzlich eingefallen, dass es damals 3 Mädchen gab, die in meinen Freund verliebt waren. Eine Mitschülerin, eine gute Freundin und eine flüchtige Bekannte. Ich fand das damals zwar nicht toll, aber war nicht argwöhnisch. Er traf sich sogar häufig mit der guten Freundin, ich hatte es ihm nicht verboten oder so. Ich hatte Vertrauen und für mich war ganz klar: der gehört zu mir, da brauch ich keine Angst haben. Heute koche ich innerlich, wenn mir mein Freund die ganzen Mädels aus seinem Freundeskreis vorstellt und ich sehe, wie gut sie sich verstehen... auch wenn da garnichts im Busch ist. Ich frage mich, was da mit mir passiert ist.

Gab es denn bestimmte Bücher für dich, die dir wirklich akut geholfen haben?

04.01.2013 13:20 • #12


Dubist
Naja, dein Ex ist ne andere Geschichte würd ich da mal sagen, wenn ein Mann dir die Treue schwören muss, dann stimmt was nicht in seinem Kopf. Die Wahrheit braucht nämlich garantiert nicht viele worte und auch die Treue keinen schwur.
wie lange warst du denn singel bis du nach deinem Ex eine neue Bindung eingegangen bist? Wo habt ihr euch kennengelernt?
Okay, du wurdest mal sehr verletzt, das kann wirklich auch die verdrängte Ursache deiner Probleme darstellen. Du hast mal jemanden sehr geliebt und der hat dir sehr weh getan. Gebranntes Kind scheut das Feuer.

Natürlich gibt es für Treue keine Garantie, es gibt aber gewiss Frauen die lange verheiratet sind und nie betrogen worden sind und es gibt welche die auch enttäuscht wurden. Davon wiederrum gibt es welche die heute noch zusammen sind, auch wenn er fremdging.
alles ist möglich.

Im vornherein verrückt machen ist bißchen doofi, aber wer will dir das abreden.
Zur Erklärung: mir kommt es auch so vor, wie wenn man tierisch viel gefühl investiert in einen mann, daß man dann viel anhänglicher ist, das unter Liebe versteht, diese wahnsinnige Verlustangst, Angst vor Teuebruch oder Angst verlassen zu werden. Das ist die kranke Vorstellung von Liebe. Das man meint, je anhänglicher man an dem anderen rumhängt, wie die klette am A..oder so...das man dann denkt, das ist Liebe.

Nein, es ist kranke Liebe, wenn nicht schon gar Abhängigkeit.

Habe die Erfahrung gemacht, wenn man loslässt, sich Gutes tut, also wirklich in der Beziehung loslassen kann, das auch der andere Partner merkt, er sich dann weniger wie im Gefängnis fühlt.
Man meint, man empfinde weniger für den Partner aber das ist nicht so, es ist eher ein reifes und gesundes vErhalten, nicht hinter jeder Hecke ne Gefahr zu wittern.

Was mir auffällt, du schreibst von zweieinhalb jahren. Ich glaube auch wenn das viele Frauen nicht zugeben würden, ist vielen Frauen doch ein klassischer Heiratsantrag doch wichtiger wie einem Mann.
Das heisst, solange er diese Verbindlichkeit nicht bereit ist mit dir einzugehen, löst es wahrscheinlicherweise, Ängste in dir aus. Die auch einen Grund haben, denn manche Frau ahnte schon, warum will der Mann sich die tür auflassen, wenn er doch bei seiner Herzdame angekommen ist?
Verstehst du das?
Wohnt ihr eigentlich zusammen?


Stärker werden kannst du, indem du:
deine Stärken entwickelst, nach dir schaust, dir Gutes tust, diinge entdeckst die dir auch ohne ihn spass machen, gut tun.
Hobbies hast, oder zumindest etwas kontunierlich machst, wo dich immer wieder mal aufbaut.
Schau mal wo deine Stärken liegen was kannst du besonders gut?
kannst du deinen typ verbessern?
mehr aus deinem Typ m achen?
was gefällt dir an dir?
schau nach dir und weniger nach ihm.
Dubist

04.01.2013 14:50 • #13


Hallo Dubist, danke für deine Worte!

Also.... vielleicht hat mein Freund mir damals auch nur so oft Treue geschworen, weil er wusste oder ahnte, dass ich es gerne hören will... ich bin da wirklich so, ich weiß, dass Worte nicht so viel bedeuten wie Taten und Gefühle, aber ich konnte ohne Worte die Gefühle meines Gegenübers immer schon nicht so gut einschätzen, daher hielt ich mich immer schon an Worten fest, sie beruhigen mich.

Nach meinem Ex habe ich einige Monate einfach nur gelitten, nichts mehr auf die Reihe gebracht und mich nach etwa 4 Monaten in einen neuen Mann verliebt, daraus wurde eine kurze Affäre, jedoch wollte er nicht mehr und ich blieb wieder gebrochenen Herzens zurück. Insgesamt war ich nach meinem Ex also über 2 Jahre Single, bis Frühjahr 2012. Meinen jetzigen Freund lernte ich aber schon 2010 im Studium kennen und seither waren wir mehr oder weniger unzertrennlich, aber eben nur platonisch (jedenfalls von meiner Seite, ich war nicht bereit für mehr und heulte immernoch der Affäre nach).

Rational weiß ich, dass alles möglich ist. Ich weiß auch, dass ich wohl irgendwann wieder aufstehen und vielleicht sogar wieder lieben würde, selbst wenn es jetzt fatal enden würde. Aber ich WILL garnicht an diese Möglichkeit denken, da er einfach der erste Mann ist, mit dem ich mir wirklich mehr vorstellen kann. Eine gemeinsame Zukunft, vor diesem Gedanken schreckte ich bei allen anderen immer zurück.

Du hast vielleicht Recht - für mich ist das irgendwie der Begriff von Liebe. Jemandem alles geben und alles bekommen, Exklusivität, Abhängigkeit, Enge, Sicherheit... ja, ich kann mir nicht vorstellen, dass Liebe ohne Ängste so stark sein kann wie meine. Denn wenn man den Gedanken hat, man könnte einen Verlust der Person verkraften o.Ä. ist das für mich eine Entwertung der Person/Beziehung. Ja, das trifft es vielleicht - Entwertung. Ich habe das Gefühl, je mehr ein Mensch mein Lebensmittelpunkt ist, je mehr ich quasi süchtig nach ihm bin, desto mehr liebe ich ihn... bei mir ist es halt automatisch so. Dass seine Liebe genauso stark sein kann, er aber eben auch gut mal eine Weile ohne mich kann und andere Dinge genauso gerne hat, fällt mir schwer innerlich zu begreifen. Dass meine Version krank ist udn seine normal, verstehe ich rational schon.

Heiratsantrag... puh, da bin ich eigentlich auch garnicht der Mensch, der an sowas schnell denkt. Wir sind im Übrigen erst seit etwas weniger als einem Jahr ein festes Paar! Aber ja... das mit der Hintertüre, diese Gedanken kenne ich. Ich denke zum Beispiel gerne an die Zukunft, stelle sie mir mit ihm vor und sage ab und an was in diese Richtung. Er hat garkeine Vorstellungen, er will nicht voraus denken... ich könnte ihm theoretisch sagen Ja, ich möchte in 20 Jahren auch noch so mit dir hier sitzen, das ist was ich mir wünsche - ob er das so könnte, weiß ich dagegen nicht.... und das verunsichert und kränkt mich schon ein wenig.
Nein, wir wohnen nicht zusammen, ich verbringe aber sogut wie meine gesamte Zeit in seiner Wohnung... also ja, quasi wohnen wir zusammen, nur dass ich eben auch noch eine Wohnung habe, in der ich gelegentlich bin... das ist aufgrund diverser Umstände so gekommen, wird aber sowieso bald ein Ende finden. Wir haben aber schon übers Zusammenziehen gesprochen und könnten es uns beide vorstellen, allerdings nur in einer größeren Wohnung mit Rückzugsmöglichkeiten für beide.

Was du als Tipps beschreibst, habe ich bis vor etwa einem halben Jahr so praktiziert... ich habe meine Singlezeit sogar genossen, mir war nie langweilig, ich war auch gerne mit mir alleine, ich bin ständig Hobbies nachgegangen oder habe mich mit Freunden getroffen und so weiter.... obwohl mein Freund schon vor der Beziehung der wichtigste Mensch für mich war, wollte ich vor und zu Beginn der Beziehung immer mal wieder Abstand, Zeit für mich und andere Dinge. Erst in der Beziehung kam es schleichend, dass ich irgendwie immer lieber bei ihm bin, mich für meine eigenen Dinge nicht mehr motivieren kann (vielleicht liegt das auch an anderen Dingen in meinem Leben zusätzlich) und irgendwie Angst habe, ihn verlieren zu können, wenn ich locker lasse... obwohl das natürlich totaler quatsch ist!!

04.01.2013 16:41 • #14


Ich schreibe hier einfach mal weiter... einfach, um es aus mir raus zu bekommen...

Ich habe mir heute mehrmals vorgestellt, mit ihm zu reden... ich gehe Gespräche vorher immer im Kopf durch. Aber ich weiß einfach nicht, wie genau ich ihm vermitteln soll, was da in mir vorgeht. Er ist einfach ganz anders, ich habe irgendwie Angst, dass er sich durch meine Ängste eingeengt fühlen könnte oder es einfach nicht versteht oder es ihm zu viel, zu kompliziert wird. Ich möchte nicht immer die sein, die jammert, der irgendwas nicht passt. Wenn wir über uns reden, geht es eigentlich immer von mir aus, weil ich immer irgendeine Sorge hab.... ich weiß nicht, ob es ihm einfach gut geht oder ob er einfach nicht redet. Er ist nicht so der Typ, der über Dinge spricht. Er macht es erstmal mit sich selbst aus, mir würde es aber glaube ich sogar guttun, wenn er mal irgendwie Angst hätte oder über uns reden wollen würde. Mich fragen würde, wie ich fühle ihm gegenüber usw....

05.01.2013 01:29 • #15


Poellchen
Liebe I,

versuche es doch einfach mal mit den Büchern die hier angeboten werden. Sind bestimmt besser wie die ollen Bücher die ich geslesen habe.

Habe eines der Bücher noch im Kopf Anleitung zum Unglücklich sein, ist Paradox ich weiß. Leider habe ich keine ISBN für dich. Dieses Buch liest gerade mein Sohn.

Ganz, Ganz liebe Grüße an dich

Bis dann

Poellchen

05.01.2013 07:12 • #16


Dubist
Kann, könnte sein, das du Liebe mit leiden verwechselst: Robin norwood, das Buch: Wenn Frauen zu sehr lieben kann hier bißchen extrem verdeutlichen um was es geht.

Ich habe es selbst erlebt, eine Beziehung zu führen voller Verlustangst, Verlassenheitsangst und Klammern.
Automatisch ziehen sich die meisten Männer zurück, auch meiner undm dann wird der Klammerefeckt meinerseits damals nur verstärkt.


Es war ein fremdes gefühl, nicht mehr wie ein Affe an ihm zu hängen, das kontrollieren runterzuschrauben.
Natürlich hat sich auch zum guten Glück im Außen etwas verändert, er hat nach unserer Heirat aufgehört alleine zur Familie zu fahren. also das hörte ganz auf und half enorm zu sehen, auch da arbeitete die Zeit für mich.

Auf jeden Fall war es ein fremdes gefühl zu merken, man läßt los, man ist gelassen man ist viel ruhiger.


Früher war ich immer auf Adrenalin und hab dich acht stellung und total auf Hundertachtzig.
Fast langweilig könnte man es bezeichnen, nachdem die ständige Achterbahn der gefühle zu Ende war.
Doch es war auch mein Entschluss, zu meiner eigenen Sicherheit und Gewinnunge meines Selbstrespektes und Stärke eine gesunde Distanz zu meinem Partner zu bekommen.
Es ging mir langsam und bständig besser. Gegen früher war das wirklich ein willkommener Zustand.


Mein ernst, doch mal wieder ein zwei tage alleine in deiner Wohnung sein.
Eher nicht ohne Trauschein mit ihm zusammenziehen.
Wenn du seine Frau seines Lebens bist, dann kann er Verbindlichkeit eingehen.
Wenn er das nicht tun will, dann weiß ich nämlich nicht ob er es auch in 4-5 Jahren tut und dann bist die Dumme wenn er abhaut mit ner anderen.
So warst du zumindest die erste mit der er es ernst meinte.
und das wirklich.

hab mal ein buch gelesen, die wenigstene Männer nehmen an, wenn sie ihre Traumfrau treffen, bis zu vier jahren mit der Heirat warten müssen. Aber wenn sie alles umsonst bekommen, dann erllischt der kampfgeist, für was dann noch heiraten und die Begeisterung nimmt bei einigen auch für diese tolle Frau ab.
Denn sie haben schon alles und müssen um nichts mehr kämpfen, normalerweise.



Auf jeden Fall auch wieder Hobbys aufnehmen und mal alleine Freunde treffen.
Es wird erstmal ein befremdliches Gefühl sein, auch schwierig es zu tun, aber sag dir doch einfach, es ist zum Besten für dich und deine Beziehung.
Denn Dein Freund sieht dann, du bist nicht allzeit verfügbar und hast dein eigenes Leben.
Mach mal den Test, aber auch nicht währenddessen, dauernd mit ihm telefonieren, sms schreiben,
ich schätze das er auf abesenheit deinerseits mit doppelter Liebe reagiert.
hihi

Dubist

05.01.2013 12:58 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Dubist
Kann, könnte sein, das du Liebe mit leiden verwechselst: Robin norwood, das Buch: Wenn Frauen zu sehr lieben kann hier bißchen extrem verdeutlichen um was es geht.

Ich habe es selbst erlebt, eine Beziehung zu führen voller Verlustangst, Verlassenheitsangst und Klammern.
Automatisch ziehen sich die meisten Männer zurück, auch meiner undm dann wird der Klammerefeckt meinerseits damals nur verstärkt.


Es war ein fremdes gefühl, nicht mehr wie ein Affe an ihm zu hängen, das kontrollieren runterzuschrauben.
Natürlich hat sich auch zum guten Glück im Außen etwas verändert, er hat nach unserer Heirat aufgehört alleine zur Familie zu fahren. also das hörte ganz auf und half enorm zu sehen, auch da arbeitete die Zeit für mich.

Auf jeden Fall war es ein fremdes gefühl zu merken, man läßt los, man ist gelassen man ist viel ruhiger.


Früher war ich immer auf Adrenalin und hab dich acht stellung und total auf Hundertachtzig.
Fast langweilig könnte man es bezeichnen, nachdem die ständige Achterbahn der gefühle zu Ende war.
Doch es war auch mein Entschluss, zu meiner eigenen Sicherheit und Gewinnunge meines Selbstrespektes und Stärke eine gesunde Distanz zu meinem Partner zu bekommen.
Es ging mir langsam und bständig besser. Gegen früher war das wirklich ein willkommener Zustand.


Mein ernst, doch mal wieder ein zwei tage alleine in deiner Wohnung sein.
Eher nicht ohne Trauschein mit ihm zusammenziehen.
Wenn du seine Frau seines Lebens bist, dann kann er Verbindlichkeit eingehen.
Wenn er das nicht tun will, dann weiß ich nämlich nicht ob er es auch in 4-5 Jahren tut und dann bist die Dumme wenn er abhaut mit ner anderen.
So warst du zumindest die erste mit der er es ernst meinte.
und das wirklich.

hab mal ein buch gelesen, die wenigstene Männer nehmen an, wenn sie ihre Traumfrau treffen, bis zu vier jahren mit der Heirat warten müssen. Aber wenn sie alles umsonst bekommen, dann erllischt der kampfgeist, für was dann noch heiraten und die Begeisterung nimmt bei einigen auch für diese tolle Frau ab.
Denn sie haben schon alles und müssen um nichts mehr kämpfen, normalerweise.



Auf jeden Fall auch wieder Hobbys aufnehmen und mal alleine Freunde treffen.
Es wird erstmal ein befremdliches Gefühl sein, auch schwierig es zu tun, aber sag dir doch einfach, es ist zum Besten für dich und deine Beziehung.
Denn Dein Freund sieht dann, du bist nicht allzeit verfügbar und hast dein eigenes Leben.
Mach mal den Test, aber auch nicht währenddessen, dauernd mit ihm telefonieren, sms schreiben,
ich schätze das er auf abwesenheit deinerseits mit doppelter Liebe reagiert.
hihi

Dubist

05.01.2013 13:00 • #18


Danke Poellchen,
wo werden diese Bücher denn hier angeboten?
Von dem Watzlawick Buch hab ich schon oft gehört, vielleicht sollte ich das auch mal lesen!

Und danke auch Dubist!

Also... das loslassen sollte ich wohl echt auch lernen, aber ich weiß garnicht, wie ich damit beginnen soll, wo der Anfang ist, wie das geht.... :/

Zitat:
Eher nicht ohne Trauschein mit ihm zusammenziehen.
Wenn du seine Frau seines Lebens bist, dann kann er Verbindlichkeit eingehen.
Wenn er das nicht tun will, dann weiß ich nämlich nicht ob er es auch in 4-5 Jahren tut und dann bist die Dumme wenn er abhaut mit ner anderen.
So warst du zumindest die erste mit der er es ernst meinte.
und das wirklich.

Das hier verstehe ich überhaupt nicht, da kann ich dir leider nicht folgen. Für mich ist die Ehe absolut kein Muss! Natürlich - es ist ein schöner Liebesbeweis, aber meines Erachtens kein Anzeichen dafür, dass man sich mehr liebt oder länger zusammenbleibt, als wenn man einfach eine innige, ernsthafte Beziehung führt. Ich weiß selbst nicht einmal, ob ich jemals heiraten möchte und so geht es meinem Partner denke ich auch. Das hat nichts damit zutun, dass ich ihn nicht lieben würde, ich könnte mir vorstellen, ihn zu heiraten, aber ich brauche es einfach nicht und fänd es auch viel, viel zu früh und mich zu jung. Und dahinter stehen keine Zweifel, ich denke nur, dass so etwas schnell eher zu einer Bürde werden könnte.
Ich wäre auch definitiv dazu bereit, mit ihm zusammenzuziehen, ohne dass wir heiraten - ich weiß auch garnicht, was das miteinander zutun haben soll. Das klingt ja fast so, als sollte ich ihn mit dem Vorenthalten einer gemeinsamen Wohnung beispielsweise in die Ehe locken. Halte ich nicht für sinnig irgendwie. Ich kenne etliche Paare - eigentlich sogar die meisten verheirateten Paare, die ich kenne - die vorher 7-10 Jahre zusammen gelebt haben... in einer guten Beziehung sollte die Liebe ja nicht schwinden, dadurch dass man gemeinsam lebt. Und wieso sollte man dann nicht mehr heiraten?
Also vielleicht verstehe ich dich auch falsch, dann musst du es mir nochmal erklären. Aber du sagst, wenn er mich jetzt (mit Mitte 20 nach einem Jahr Beziehung) nicht heiraten will, ist es wahrscheinlich, dass er in 4-5 Jahren mit einer anderen abhaut? Ich sehe da echt keinen Zusammenhang. Klar möchte ich, dass er bei mir bleibt und ich DIE Eine bin - aber dass er mich nicht heiraten möchte, kann ich total verstehen. Und anders gedacht: wenn wir nun heiraten würden, wäre es doch nicht unwahrscheinlicher, dass er 4-5 Jahren mit einer anderen abhaut, oder etwa doch?
Dass ich die erste bin, mit der er es ernst meint, ist für mich eigentlich ein Fakt. Ehe hin oder her.

Dass ich mal wieder alleine in der Wohnung sein sollte, ist eine gute Idee... aber ich kann mich auch dazu irgendwie nicht überwinden, genausowenig wie zu den Hobbies und Freunde treffen... ich werde da wohl stark an mir arbeiten müssen, um mich von ihm ein bisschen zu distanzieren und wieder selbstbestimmter zu leben :/

Danke für deinen Beitrag!

05.01.2013 20:45 • #19


Hallo I wanna move.
Hallo alle zusammen.
Habe hier deine ganzen Beiträge gelesen und .. Du schreibst mir aus der Seele. Treffender hätte ich meine Eifersucht auch nicht beschreiben können. Ich bin männlich, 46 Jahre und seit gestern auf unbestimmte, hoffentlich nicht zu lange Zeit, zu Hause ausgezogen. Dieser Vorschlag, besser gesagt diese Bedingung, kam von meiner Frau. Erst war ich absolut am Boden (nunja, wirklich gut geht es mir nicht) und konnte diese Reaktion meiner Frau nicht verstehen. Doch jetzt weiß ich das dies die einzige Möglichkeit ist unsere ansonsten sehr harmonische Beziehung zu retten. Ich muß und ich werde an mir arbeiten und das böse Tier in mir in seine Schranken verweisen. Außerdem kann ich schon eine ganze Weile nicht mehr glücklich sein. Kopfkino, kreisende Gedanken und Mühlsteine im Magen. So kann und will ich nicht mehr leben. Und wenn ich fertig bin habe ich durch meine Eifersucht genau das erreicht was ich so hoch schätze. Das Ende unserer Beziehung. Ich werde mich jetzt in der kommenden Woche nach einem Pychologen umschauen und hoffe durch diese proffessionelle Unterstützung adäquate Hilfe zu erfahren.
Aber auch hier in diesem Forum erhoffe ich mir natürlich Hilfe durch den Austausch mit Euch.
Euch nen schönen Abend ohne Kino.

06.01.2013 01:02 • #20



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