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Hallo liebes Forum,
ich bin neu hier und habe direkt eine Frage, da ich diesbezüglich hier nichts konkretes gefunden habe.

Ich litt 2018 an einer mittelschweren bis schweren Depression aus der ich es mit Antidepressiva und Therapie relativ schnell heraus geschafft habe. Nun ist es leider seit einigen Monaten (ich denke es hat mit der ganzen Corona Situation begonnen) wieder sehr schlimm, habe mich dann dazu entschieden erst mal Johanniskraut auszuprobieren (Laif 900 Balance) nach einer Woche ging es mir schon etwas besser und auch die nächsten 2 Wochen ging es bergauf. Nur jetzt seit einigen Tagen (26 Tage Johanniskraut) geht es mir so schlecht wie nie in diesem Jahr, vergleichbar mit der Depression in 2018. Nun bin ich an den Punkt, dass ich auf Antidepressiva wechseln möchte, allerdings weiß ich nicht wie lange ich das Johanniskraut abgesetzt haben muss um Antidepressiva beginnen zu können. Hat damit jemand Erfahrung?

Liebe Grüße

28.06.2020 14:39 • 13.04.2021 #1


16 Antworten ↓


Calima
Zitat von LeoR:
allerdings weiß ich nicht wie lange ich das Johanniskraut abgesetzt haben muss um Antidepressiva beginnen zu können. Hat damit jemand Erfahrung?

Der Psychiater deines Vertrauens?

28.06.2020 15:46 • #2



Wechsel von Johanniskraut zu Antidepressiva

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Angor
Hallo

Es dauert ungefähr 7-8 Tage nach dem Absetzen, bis die Wirkstoffe des Johanniskrauts vom Körper komplett ausgeschieden sind.

Denke bitte bei der Verschreibung eines Antidepressivas am eine langsame Einschleichphase dieses Medis, dann treten weniger eventuelle Nebenwirkungen auf.

LG Angor

28.06.2020 15:47 • x 6 #3


Du hörst dich an, wie ich mich momentan. Fing auch im März an.
Darf ich fragen, was du für Symptome hast?

28.06.2020 16:16 • #4


Zitat von Die:
Du hörst dich an, wie ich mich momentan. Fing auch im März an.Darf ich fragen, was du für Symptome hast?


Ich habe einfach total negative Gefühle, totale Angst, keinen Appetit, kann mich kaum aufraffen, habe das Gefühl es wird nie wieder besser, immer mal wieder wenn es sich sehr zuspitzt habe ich das Gefühl ich drehe durch oder werde verrückt, auch habe ich Angst vorm Einschlafen weil dann meine Gedanken besonders kreisen und die negativen Gefühle sich verstärken und meist in einer depressiven Panikattacke enden, wenn du weißt was ich meine.
Auch nach dem Aufwachen habe ich sofort Angst und negative Gefühle. Selten kann ich mal für einen kurzen Moment einen klaren Gedanken fassen und denke es wird wieder ich schaffe es, aber das hält nicht lange an.

28.06.2020 21:48 • x 2 #5


OK, willkommen im Club. Mir geht es genauso. Bin mit johanniskraut vor 4 Tagen gestartet

29.06.2020 05:51 • #6


Hinzufügen muss ich noch, dass ich auch besonders diese negativen Gedanken habe es wird nie wieder besser. Und diese kleinen sonnenfenster, so nenne ich sie, habe ich manchmal auch für ein paar Sekunden
Hält aber nicht lange. Leider habe ich auch erst im September einen Termin beim psychiater. Ich weiß eigentlich, dass es wieder besser wird, aber mein Gefühl sagt, es wird nie wieder besser und es ist alles total sinnlos. Körperlich bin ich dazu noch schwach und mir zittern die Beine. Die depressiven panikattacken habe ich auch. Dazu auch noch ein unwirklichichkeitsgefühl bzgl der Umwelt.

29.06.2020 09:53 • #7


Angor
Zitat von Die:
Hinzufügen muss ich noch, dass ich auch besonders diese negativen Gedanken habe es wird nie wieder besser. Und diese kleinen sonnenfenster, so nenne ich sie, habe ich manchmal auch für ein paar Sekunden Hält aber nicht lange. Leider habe ich auch erst im September einen Termin beim psychiater. Ich weiß eigentlich, dass es wieder besser wird, aber mein Gefühl sagt, es wird nie wieder besser und es ist alles total sinnlos. Körperlich bin ich dazu noch schwach und mir zittern die Beine. Die depressiven panikattacken habe ich auch. Dazu auch noch ein unwirklichichkeitsgefühl bzgl der Umwelt.

Ich befürchte, da wird Dir Johanniskraut nicht viel helfen. Kannst Du nicht mit Deinem Hausarzt sprechen, das er Dir ein Antidepressiva verschreibt?

29.06.2020 09:58 • x 1 #8


Zitat von Die:
Hinzufügen muss ich noch, dass ich auch besonders diese negativen Gedanken habe es wird nie wieder besser. Und diese kleinen sonnenfenster, so nenne ich sie, habe ich manchmal auch für ein paar Sekunden Hält aber nicht lange. Leider habe ich auch erst im September einen Termin beim psychiater. Ich weiß eigentlich, dass es wieder besser wird, aber mein Gefühl sagt, es wird nie wieder besser und es ist alles total sinnlos. Körperlich bin ich dazu noch schwach und mir zittern die Beine. Die depressiven panikattacken habe ich auch. Dazu auch noch ein unwirklichichkeitsgefühl bzgl der Umwelt.


Ja das Unwirklichkeitsgefühl habe ich auch! Ganz furchtbar dieses Gefühl, das lässt einen noch mehr denken man wird verrückt.

29.06.2020 11:12 • #9


Ich habe eine Menge durch, viele ssri. Damit wurde es auch nicht besser. Ein Versuch ist es wert finde ich.

29.06.2020 11:20 • #10


Zitat von Angor:
Ich befürchte, da wird Dir Johanniskraut nicht viel helfen. Kannst Du nicht mit Deinem Hausarzt sprechen, das er Dir ein Antidepressiva verschreibt?


Ich denke auch, dass es unwahrscheinlich ist, dass Johanniskraut helfen wird. Ich möchte dir da nicht die Hoffnung nehmen, aber leider wirkt Johanniskraut nur bei leichten bis maximal mittelschweren Depressionen und ich denke da sind wir drüber hinaus. Aber versuchen kannst du es natürlich bis zu deinem Termin ich drücke die Daumen, dass es vielleicht doch hilft.

29.06.2020 11:22 • x 2 #11


Zitat von Die:
Ich habe eine Menge durch, viele ssri. Damit wurde es auch nicht besser. Ein Versuch ist es wert finde ich.


Ja versuchen kann man es auf jeden Fall, ich hoffe es hilft.

29.06.2020 11:25 • #12


Das Komische ist, dass ich diese Episode immer im Sommer bekomme. Immer! Im Winter ist alles super. Das ist total verrückt.
Letztes Jahr waren es auch vier wochen. Es ist alleine weggegangen. Gerade auch dieses nicht essen können ist typisch für eine Sommerdepression.
Ich mochte den Sommer noch nie. Als Kind auch nicht. Erfahrungsgemäß ist es spätestens Mitte August vorbei. Aber in diesem Loch sehe ich es natürlich nicht so... Heute hatte ich mal 2 schöne Stunden, da war es fast normal.
Sorry fürs Auskotzen. Mein Mann weiß natürlich auch bescheid, aber er kann natürlich nicht so nachempfinden wir ihr.

29.06.2020 19:11 • #13


06.04.2021 15:44 • #14


Angor
Zitat von drgerner:
oder geht theoretisch sogar unterstützend beides?

Es bestehen zwar keine schwerwiegenden Wechselwirkungen, aber das Opipramol kann durch das Johanniskraut in seiner Wirkung beeinträchtigt werden. Wenn Du Laif weiter nehmen möchtest, kannst Du das am besten mit dem Arzt besprechen.

Wenn Du Laif absetzen möchtest: Um ganz sicher zu gehen kannst Du nach dem Absetzen von Laif 7 Tage warten, dann sind alle Spuren des Mittels im Körper abgebaut worden.

LG Angor

06.04.2021 15:52 • #15


Ich versuche halt gerade das beste für mich rauszufinden. Habe vergessen zu erwähnen, dass ich seit einer Woche das Johanniskraut etwas umgestellt habe. Morgens und Abends 2x Sedariston und weil das insgesamt dann nur 400MG Johanniskraut sind nehme ich Mittags noch eine halbe Laif 900 also 450MG.. dann komme ich auf meine alte Dosis und habe noch Baldrian dabei. Der Kombi wollte ich jetzt gerne noch eine letzte Chance geben.
Ob der Mix so richtig ist - Keine Ahnung aber Versuch macht Klug.

Würde es erst danach mit Opipramol versuchen. Versuche eben so lange es geht auf Chemie zu verzichten.

06.04.2021 15:58 • #16


crouder
Laif 900 hat bei mir auch 3 Wochen die Stimmungslage etwas verbessert aber dann kamen die Missempfindungen auf der Haut als Nebenwirkung.Beim Kontakt von Kaltem Wasser/Wind allgemein Kälte auf der Haut hat diese ziemlich schmerzhaft gebrannt. Nach 3 Wochen dachte ich mir das das wohl eher nicht mehr verschwindet und hab abgesetzt.

13.04.2021 21:01 • #17



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser