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Zukunftstraum
Hallo,
kurz zu meiner Situation.
Ich habe im April eine Panikattacke bekommen, da mir schwindlig war und ich gedacht habe es sei meine frührere Krankheit Epilepsie.
Seit dieser Panikattacke plagen mich sogenannte unwirklichkeitsgefühle, die stark mit Angst verbunden sind.
Ich habe gelesen, dass diese unwirklichkeitsgefühle durch Angst ausgelöst werden.
Das Problem ist, dass ich in einem Hamsterrad bin, da es mir so große Angst bereitet.
Ich habe ein Langzeit EEG über 72 Stunden hinter mir, bei dem keine Epilepsie festgestellt wurde. Immer wenn ich dachte ich hab einen Anfall, wurde gleich auf den Monitor geguckt, aber es war alles in Ordnung.
Am Ende wurde eine Angst und Panikstörung festgestellt.
Mache auch gerade eine Verhaltenstherapie und hab mich bei einer Tagesklinik angemeldet.
Trotzdem bilde ich mir durch mein Angstgefühl und Unwirklichkeitsgefühl immer wieder ein, dass es Epilepsie ist.
Auch ein MRT wurde gemacht, sowie ein großes Blutbild.
Einzige was festgestellt wurde ist, dass mein Testosteronwert sehr niedrig ist. Habe mir diesbezüglich sogar schon Hormonspritze geben lassen, was aber keine Veränderung meines Zustandes ergeben hat.
Bin auch in in psychischer Behandlung und nehme Antidepressiva. Ich soll eine mittelschwere bis schwere Depression haben. Angefangen hatte ich mit Escitalopram, was ich nicht vertragen habe, da es müde gemacht hat.
Seit 6 Wochen nehme ich Flouxetin. Angefangen mit 10mg dann nach 3 Wochen steigerung auf 20mg. Die Ärztin meinte, dass wir auf 40mg steigern sollten. In diesem Fall hatte ich sie falsch verstanden. Ich dachte, dass ich bis zum Neujahr auf 40mg hoch soll. Also hab ich in 2 Wochen 20mg erhöht, was bei mir zu extremen Ängsten geführt hat. Ich hab mich garnicht mehr aus dem Haus getraut. Darauf hin hab ich die Ärztin kontaktiert und sie meinte ich soll sofort 20mg weglassen. Seit 5 Tagen hab ich die 20mg weggelassen und die Ängste sind richtig schlimm geworden. Der ganze Körper ist den Tag über angespannt und es kribbelt und an Schlaf ist garnicht richtig zu denken.
Langsam weis ich nicht mehr weiter! Hat jemand einen Rat oder Antwort warum sich die Ängste so vermehrt haben? V

02.01.2016 08:12 • 12.09.2016 x 1 #1


9 Antworten ↓


Hotin
Hallo Zukunftstraum,

Zitat:
Hat jemand einen Rat oder Antwort warum sich die Ängste so vermehrt haben?


Die Ängste scheinen sich zu vermehren, weil Du nichts wirklich dagegen unternimmst.
Stelle Dir vor, Du hast ein Loch in Deiner Wasserleitung zu Hause. Würdest Du dann auch fragen, „weiß jemand,
warum das Wasser immer mehr wird?“

Zitat:
Das Problem ist, dass ich in einem Hamsterrad bin


Was meinst Du mit diesem Satz?

Viele Grüße

Hotin

02.01.2016 08:25 • x 3 #2



Ständige Angst vor dem Unwirklichkeitsgefühl

x 3


Zukunftstraum
Ich habe schon viel über Angst gelesen um zu verstehen wo sie herkommt und wie sie Entsteht aber irgendwie bin ich noch nicht dahinter gekommen, wie ich es schaffe sie zu besiegen.
Auch habe ich Yoga angefangen um mich zu entspannen, was aber bis jetzt nicht geholfen hat so wirklich.
Ich meine mit Hamsterrad, dass ich Angst vor der Angst habe. Dieses Unwirklichkeitsgefühl geht ja nur weg, wenn man versucht damit umzugehen und sich nicht so reinsteigert. Das Problem ist aber dass ich Angst vor dem Gefühl habe, was es dann wieder verstärkt. Sprich Unwirklichkeitsgefühl geht nur weg, wenn die Angst weg ist aber das Gefühl bereitet mir Angst

02.01.2016 08:32 • #3


Zukunftstraum
Ich muss noch ergänzen, dass ich in den letzten 6 Monaten mir sehr viel Stress gemacht habe. Ich hab einen Job im öffentlichen Dienst begonnen und hab ich so verrückt mit dem bestehen der Probezeit gemacht. Hab auf Arbeit auch einmal eine Panikattacke gehabt.
Ich nehme noch Blutdrucktabletten und hab dann, weil ich dachte es kommt von den Tabletten, viel rumprobiert. Hab auf Arbeit alle 2 Std. Blutdruck gemessen, was mich glaub ich noch depressiver gemacht hat. Das mit dem Blutdruck ist zum Glück vorbei aber das Unwirklichkeitsgefühl ist geblieben.
Hab im Moment das Gefühl, dass mein Leben wie in einem Film abläuft. ich hatte auch noch nie vorher eine Depression. Vieleicht ist das ja auch normal bei so einer Phase. Hab auch noch Angst, dass es nicht vorbei geht. Das kommt noch dazu.

02.01.2016 08:38 • #4


Hotin
Hallo Zukunftstraum,
Zitat:
Ich habe schon viel über Angst gelesen um zu verstehen wo sie herkommt und wie sie Entsteht aber irgendwie bin
ich noch nicht dahinter gekommen, wie ich es schaffe sie zu besiegen.


Du kannst Angst nicht besiegen. Angst ist eins unser wichtigsten Gefühle.

Zitat:
Das Problem ist aber dass ich Angst vor dem Gefühl habe, was es dann wieder verstärkt.


Das siehst Du schon recht klar. Versuche also zu lernen, vor Deinen eigenen Gefühlen keine Angst zu bekommen.
Ich weiß, dies ist einfach gesagt. Nur das allein ist die Lösung.
Zuerst solltest Du verstehen, was Angst genau ist.
Ich hoffe, das meine eingefügte Beschreibung hier nicht zu lang geworden ist.




Was ist“ Angst“

Angst ist eines unser wichtigsten Gefühle. Dies merkt man immer dann besonders,
wenn sie uns blockiert.
Bei stark auftretenden Ängsten, nennen wir das eine Angststörung.

Angst ist eigentlich ein normales Gefühl. Sie hilft uns viel mehr, als sie uns schadet.
Wie ist es also möglich, oder warum haben wir Menschen dann so viele Probleme mit diesem Gefühl, mit unserer Angst?

Alle beweglichen Lebewesen, also Menschen und Tiere werden auf die gleiche Weise über Gefühle gesteuert.
Unsere Gefühle sind so etwas, wie ein Lenkrad im Auto.

Es gibt 3 Grundzustände: Angreifen ( sich bewegen, arbeiten, kämpfen)
Tot stellen ( sich scheinbar verstecken)
Fliehen (zurückweichen, abhauen)

Schauen wir uns das mal am Beispiel einer Katze an.
Versuchen wir eine fremde, Katze zu fangen, wird sie meistens versuchen wegzulaufen.
Sieht sie keine Fluchtmöglichkeit, wird sie sich in eine Ecke zurückziehen, klein machen und abwarten. Erst wenn man
ihr zu nah kommt, wird sie dann wahrscheinlich fauchen, also drohen und dann angreifen um sich zu verteidigen.

Wir Menschen verhalten uns im Prinzip genau so.

Und irgendetwas muss uns Menschen, also unser Denken und Handeln nun steuern. Dafür haben wir keine Automatik.


Wie entwickelt der Mensch sein eigenes Verhaltensmuster.

Jeder Mensch entwirft sich selbst, ab Geburt, den größten Teil seiner Verhaltens-Steuerung. Dies erfolgt durch eigene
Erfahrungen machen, fordern, ausprobieren, wünschen, träumen und anderem. Durch lernen und eigene gesteckte Ziele,
werden daraus nach und nach eigene Spielregeln und diese werden dann immer mehr verfeinert und immer mehr erweitert.
Aus seinem Wissen und seinen selbst gesteckten Zielen entwickelt dann jeder Mensch eine Art „Spiel des Lebens“.
Das wesentliche dabei ist! Fast jeder versucht seine eigenen
Spielregeln zu entwerfen und anderen seine Regeln aufzuzwingen. Im Grunde genommen sind wir „Raubtiere“, die für
den eigenen Vorteil selbst die eigene Art angreifen, sie für unsere eigenen Ziele benutzen und dabei oft auch verletzen.
Dies ist sehr wichtig zu wissen. Selbst in Partnerschaften, unter Freunden, in der Familie und anderen Bereichen sollte
man sich daher möglichst nicht zu sicher sein. Damit nun kein totales Durcheinander, also ein völliges Chaos entsteht,
gibt es in fast jedem Bereich Rituale und in einzelnen Bereichen festgelegte Regeln. Diese finden wir in gesund
gewachsenen Familien, in erfolgreich geführten Firmen, in der Gesellschaft, besonders in religiösen
Glaubensgemeinschaften und in den Gesetzen, die der Staat aufgestellt hat.
Dies zusammen gibt uns sehr große Sicherheit und innere Ruhe.

Beim Aufbau unseres eigenen Verhaltens machen wir sehr viele Fehler. Wir wollen ja möglichst das Beste für uns.
Unter unseren eigenen Denkfehlern leiden wir meistens erst, wenn wir älter sind. Oft sind die Eltern sehr stark daran
beteiligt. Ein weiterer sehr großer Fehler ist, dass wir Menschen zwischen Kind und Erwachsenem unterscheiden.
Meiner Meinung nach gibt es da aber keinen wesentlichen Unterschied. Kinder und Jugendliche versuchen noch
bewusst zu lernen. Wenn Menschen aber glauben sie sind erwachsen, machen viele einen Denkfehler, der katastrophale
Auswirkungen haben kann.
Glücklicherweise ist dieser Verhaltensfehler jederzeit korrigierbar.
Der Fehler besteht darin, dass man verlernt, dass man immer wieder vieles neu hinterfragen sollte und auch bekannte Dinge
und Verhaltensweisen mal anders betrachten sollte.
Tut man dies nicht, schlafen Teile des Gehirns buchstäblich ein.
Man verlernt Entscheidungen zu treffen und vor allem verlernt man Verantwortung für sich zu übernehmen.
Und dies lässt die Angst explodieren.

Wer eine Angststörung hat, der beklagt sich darüber, dass ihn ein bestimmtes Gefühl belastet. Dies ist verständlich.
Häufig hat man jedoch selbst den größten Anteil daran, dass die Stärke der Angst so unangenehm empfunden wird.

Warum kann uns diese Angst dermaßen stören?

Unsere Gefühle helfen uns dabei uns gut zu fühlen. Eine große Anzahl von ihnen sind in
uns gleichzeitig beschäftigt. Bei vielen Verhaltensweisen können wir kaum bewusst entscheiden, ob ein bestimmtes
Gefühl kommt. Wir können aber mit entscheiden, wie wichtig, d.h. wie stark ein Gefühl für uns ist.
Dafür haben wir ein Bewertungszentrum und ein Entscheidungszentrum in unserem Kopf.
Bei gesunder Psyche arbeiten diese beiden Bereiche hervorragend zusammen.

Ein Gefühl meldet Dir zum Beispiel. Hier ist es aber kalt. Du hörst es, und entscheidest,
ob Du die Heizung andrehst, oder nicht. Gerade meldet Dir ein Gefühl, Ich habe Hunger.
Normalerweise gehst Du dann zum Kühlschrank und machst Dir etwas zu essen.
Ein anderes Gefühl (Deine Angst) meldet Dir, Du solltest jetzt nicht essen, Du wirst sonst zu dick. In diesem Moment
triffst Du eine Entscheidung. Entweder Du isst etwas, oder nicht.
Gerade meldet ein weiteres Gefühl. Hey, geh doch mal raus, bewege Dich mal. Also gehst Du spazieren. Bald meldet Dir
Dein Angstgefühl. Geh nicht zu weit. Es wird gleich dunkel.
Jetzt kannst Du wieder entscheiden. Entweder Du machst, was Deine Angst sagt, oder Du sagst Dir selbst. Ich gehe
noch bis zu dem Waldrand dort hinten. Erst dann gehe ich wieder zurück. Das nächst Angstgefühl meldet sich auch
fast gleichzeitig. Oh je, Du hast den Brief vergessen einzuwerfen. Lauf schnell zurück. Wieder kannst Du entscheiden,
ob es wichtig ist, sofort zurück zu gehen, oder ob Du den Brief morgen einwirfst.
Über Dein Bewertungs- und Entscheidungszentrum kannst Du also ständig mit Deiner Angst und auch den anderen
Gefühlen reden.
Alle unsere Gefühle, so auch Deine Angst sind die kleinen Helfer in uns.
Mit Deiner Angst kannst Du reden, wie mit einem kleinen Kind. Du kannst Deine Angst erziehen, wie ein kleines Kind.
Du solltest ihr vor allem viel erklären, warum Du etwas entschieden hast.

Machst Du das nicht, oder hast es längere Zeit nicht mehr gemacht, fangen Deine Gefühle an ein Eigenleben zu führen.
Sie schreien und ärgern Dich, wann immer sie das möchten. Und nicht mehr wenn Du das willst.
Du selbst und oft auch andere haben dann den Eindruck, irgendwie läuft an Dir alles vorbei und Du bekommst nur noch
wenig auf die Reihe.

Die Lösung liegt darin, dass Du wieder Deine Steuerung selbst übernimmst. Dafür ist erforderlich, dass Du Dir wieder
bewusst wirst, dass Du viele Gefühle in Dir hast, die es gilt zu steuern. Du bist so etwas wie ein Dompteur wilder Tiere.
Und Du solltest auch erkennen, dass Deine Angst ein ganz normales Gefühl wie auch Deine anderen Gefühle ist.
Du darfst der Angst nur keine Sonderrechte geben.
Und vor allem darfst Du nie fordern, dass sie verschwinden soll.
Dies geht nämlich nicht. Weil Du brauchst sie ja ständig.

Viele Grüße

Hotin

02.01.2016 09:12 • x 2 #5


Zukunftstraum
Danke für den langen und ausführlichen Text. Ich werde deine Ratschläge versuchen zu befolgen.
Schwierig ist nur beim versuch einzuschlafen, das Gedankenkarussell abzuschalten. Oft kommt die Angst auch ohne das man an etwas denkt. So als ist sie im Unterbewusstsein bereits vorhanden und ist sel stständig, so wie Du ja schon geschrieben hast.

02.01.2016 09:26 • #6


Angst ist ein wichtiges Gefühl, das stimmt und sie soll uns auch schützen.
Aber die krankhafte Angst ist kein wichtiges Gefühl und auch kein gutes Gefühl.
Ich wollte Damals alles tun um sie wieder los zu werden.
Und auch ich hatte dieses Unwirklichkeitsgefühl, das war fies, ich habe mich Damals gekniffen um zu spüren
ob ich noch da bin. Ich hatte zu dem zeitpunkt immer ein Gefühl in mir, das ich nicht richtig lebe.
Alles fühlte sich so Unwirklich an, so als sei ich nie richtig da. Meine Therapeutin hat Damals immer gesagt, ich solle mich
spüren. Ich soll das machen was mir gut tut und wirklich hatte ich dieses Unwirklichkeitsgefühl oft dann, wenn ich mich
nicht fühlte. Ich habe dann das gemacht was mir Spaß gemacht hat. Schwimmen, Saunen, Spazierengehen, Lesen. Und da war das Unwirklichkeitsgefühl weg. Es macht sich bemerkbar dieses Gefühl, was ja Du bist und es will gelebt werden.

Abendschein

02.01.2016 09:31 • x 1 #7


Zukunftstraum
Dann bin ich ja wenigstens etwas guter Hoffnung, dass es wieder weggeht. Ich weine sehr viel, weil ich angst habe mein Sohn ist nicht wirklich da. Das ist so schrecklich

02.01.2016 09:39 • #8


Hotin
Hallo Zukunftstraum,

Zitat:
Schwierig ist nur beim Versuch einzuschlafen, das Gedankenkarussell abzuschalten.


Dies ist so. Es dauert einige Zeit, bist Du das drauf hast, Dein Gedankenkarussel zum Stillstand zu bringen.
Entweder Du schreibst die Gedanken, die Dich beschäftigen vor dem Schlafen gehen auf ein großes Blatt Papier auf.
Dann solltest Du aber auch unbedingt erste Lösungsansätze dazu schreiben.
Oder,
ich habe mir in meinen schlimmsten Zeiten zum einschlafen minutenlang Sätze
vorgesprochen. Ein Beispiel: „Ich möchte jetzt ruhig und völlig entspannt schlafen.
Alle Sorgen sollen ruhen bis morgen früh. Morgen werde ich mit neuer Kraft wieder über meine Probleme nachdenken.“
Du kannst Deinem Gehirn nicht sagen, dass es nichts tun soll, es arbeitet ohne Ruhepausen. Aber Du kannst ihm
befehlen, dass es Dich nicht übermäßig fordern und belasten soll.
Auch hier entscheidest Du wieder ganz stark mit, wann und was Du denkst.
Heute kann ich fast immer sehr schnell und ruhig einschlafen.

Das meiste ist absolutes Training. Und immer daran denken. Der Chef bist Du.

Viele Grüße

Hotin

02.01.2016 09:53 • x 3 #9


Zukunftstraum
Jetzt ist ja eine lange zeit vergangen, seit ich hier das letzte mal geschrieben habe.
Inzwischen geht es mir erheblich besser und ich arbeite seit 4 Monaten auch wieder.
Leider ist es noch nicht ganz überstanden aber ich will Leuten mut machen, die auch darunter zu leiden haben.
Vor gut 6 Monaten hatte ich große Angstzustände mit vielen körperlichen Merkmalen wie zum Beispiel Unwirklichkeitsgefühl (das hat mir sehr viel Angst bereitet) und Angst starre (so als wenn jemand einen die Muskeln lang zieht).
Darauf hin habe ich 8 Wochen in einer Tagesklinik verbracht. Tagesklinik ist keine geschlossene Klinik sondern wie Arbeit. Man geht um 8 Uhr hin und kommt um 16 Uhr wieder nach Hause.
Das hat mir sehr geholfen.
Inzwischen sind die körperlichen Angstsymptome verschwunden und auch schlafen geht wieder ohne Probleme.
Ich bin seit 4 Monaten wieder in Arbeit.
Was noch nicht ganz weg ist, ist dieses Gefühl, als wenn man Nebel um sich hat. Ich versuche mich immer auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und gar nicht an die Zukunft oder Vergangenheit zu denken. Das fällt einem natürlich sehr schwer, denn oft kommt man gar nicht um diese Gedanken drum herum.
Ich merke aber, dass die Angst verschwindet, wenn man sich nicht mit Zukunft/Vergangenheit beschäftigt.
Vor 6 Monaten hab ich noch gedacht, dass wird nie besser aber es wird, nur es braucht verdammt viel zeit.
Ich mache wieder viel mit der Familie und auch andere soziale Tätigkeiten.
Oft denke ich noch Wird es wieder so wie früher? Vielleicht sollte man sich fragen, soll es denn wieder so wie früher werden oder ist nicht so wie es jetzt ist besser?
Ich mache Nebenbei noch Verhaltenstherapie, was mir gut hilft.
Im großen und ganzen ist alles besser geworden. Ich habe verstanden, dass es die reine Angst ist, die das Chaos auslöst.
Ich brauche bestimmt noch eine Weile bis alles wieder OK ist aber ein zeitliches Fenster bis zur endgültigen Besserung sollte man sich nicht setzen.
Ich lasse jetzt alles auf mich zukommen.
Leute! Wer an diesen Symptomen leidet, bitte verzweifelt nicht. Es geht wieder weg auch wenn es sehr sehr lange dauert.

12.09.2016 15:43 • x 4 #10



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser