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Hallo liebe Forumsteilnehmer,

schön dieses Forum gefunden zu haben.

Durch meine Depressionen und die damit verbundene Sozialphobie hat sich mein
Freundeskreis drastisch minimiert.
Ich bin nicht mehr in der Lage Freundschaften zu pflegen.
So zerbrechen diese dann. Was ich auch von der anderen Seite voll verstehen kann.

Ich hoffe ich kann von diesem Forum lernen und mir einiges aneignen.

Euch allen einen schönen Sonntag noch.

Viele Grüße,
Mari

28.07.2013 17:11 • 08.08.2016 #1


9 Antworten ↓


Hallo,

dann tu was gegen die Depris und halte Dich an andere Leute. FREUNDE sind das nämlich nicht, wenn die den Kontakt abbrechen, weil es Dir schlecht geht......

28.07.2013 17:24 • #2



Soziale Phobie immer dann wenn ich depressiv bin!

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Hallo Holgerson,

Vielen Dank für Deine Nachricht.

Gegen die Depressionen etwas zu tun, ist nicht immer so leicht.
Man hat nicht immer Einfluss darauf.
Ich mache schon eine ganze Menge dagegen, was oft Schwerstarbeit ist.

Natürlich kann man sich fragen, ob das dann echte Freundschaften sind.
Meine Depressionen gehen oft über 6 - 9 Monate.
Das da manch einer dann abspringt, kann ich schon verstehen.

Dir einen schönen Sonntag. (Die Frauen sind Europameister...Jubel)

Viele Grüße,
Mari

28.07.2013 19:42 • #3


Wenn man wirklich depressiv ist und nicht unter Menschen sein kann, ist der Rückzug vielleicht die beste Alternative?!?

Schön ist es, wenn man dann eine Familie, einen guten Freund hat, der einen auffängt.

Wer mit schlechter Laune unter Leute geht, macht vielleicht mehr kaputt als dass es etwas bringt.

Ich werfe diese Meinung einfach mal so in den Raum und bin auf Feedback gespannt.

30.07.2013 19:50 • #4


Hallo frederick,

lieben Dank für Deinen Post.

Du hast vollkommen recht mit dem was Du schreibst.

Ich sage mal so...ich bin wirklich depressiv und verlasse dann nicht mehr meine Burg.
Höchstens zu meiner Tochter gehe ich hin und wieder. Dort ist dann mein
zweiter Schutzraum.
Insofern habe ich dann Unterstützung durch sie.

Schlechte Laune habe ich keine....ich habe gar keine Laune.
Versuche viel zu schlafen um böse Gedanken zu unterdrücken.

Freunde rufen dann eben nicht mehr an. Wenn man immer die selbe Antwort geben muß,
es ist noch nicht besser oder ich kann nicht mitkommen. Da hat so mancher eben keine Lust mehr drauf.
Was ich auch vollkommen verstehen kann.

Viele Grüße,
Mari

01.08.2013 14:46 • x 1 #5


Hallo Marie,

Du schreibst das Du "einfach viel schläfst". Ich vermute um den Problemen durch die Depression aus dem Weg zu gehen? Das kann ab und zu tatsächlich helfen. Aber hast Du Dich wegen der Depression schon einmal behandeln lassen? Ich glaube das Freunde nur eingeschränkt bei diesem Leiden helfen können. Nicht weil sie unwillig sind. Die meisten Menschen verstehen einfch nicht, was man bei Depressionen empfindet.
Auch ich habe schon häufiger gehört "stell Dich nicht so an! Mich deprimiert auch vieles....".
Was diese Freunde meinen ist, das sie unzufrieden sind. Das kann man sicherlich steuern. Eine Depression ist aber eine Krankheit. Betroffene brauchen nicht mal einen konkreten Auslöser um an manchen Tagen unter der Depri zu leiden.
Dann ist eigentlich in Wirklichkeit alles gut und doch empfindet man alles negativ, ausweglos und so weiter.
Das können "Gesunde" natürlich nicht verstehen. Sie ziehen sich dann zurück.
Depression ist eine ECHTE und nicht unbedenkliche KRANKHEIT. Ich denke sie sollte unbedingt ärztlich behaandelt werden. Man kann lernen damit umzugehen und manchen helfen auch Medikamente (ich habe diese nicht vertragen).
Ich drück Dir die Daumen diese gemeine Krankheit zu beherrschen oder richtig zu besiegen. Dann wird es auch mit den Freunden wieder leichter. Und echte Freunde werden auch nach schwierigen Phasen noch für Dich da sein!

04.08.2013 07:28 • x 1 #6


Maldur
traurig_ffm hat es schon gut zusammengefasst.

was mir dabei geholfen hat, mich aus meiner isolation zu bewegen, in die ich mich damals reinmanövriert hatte war, dass ich mich entschlossen hatte offen mit dem ganzen umzugehen. also zu meinen freunden und auch bekannten (durch meine aktivitäten in einer fussballfanszene ist mein bekanntenkreis ungemein groß) ehrlich zu sein und zu sagen was sache ist ("hey ich bin in letzter zeit und werde zukünftig weniger dabei sein wg depressionen und vor allem wg einer panikstörung. das heißt aber nicht das ich ganz weg bin, nur wenn ich mal nicht dabei bin wisst ihr wieso"). das hat ungemein viel druck genommen, vor allem weill man so auch erfährt wer noch alles so darunter leidet. gerade depressionen sind verbreiteter als man selber glaubt, wenn man noch nicht betroffen ist.

für mich ist die depression eine ganz normale krankheit mittlerweile. also normal im sinne von, das ist eine krankheit die behandelt werden muss. wenn wer meint ich stelle mich an oder so erkläre ich es ihm in ruhe (wegen einem beinbruch gehst du ja auch ins krankenhaus) und wenn er es nich raffen will (ist ja nen unterschied ob man es nicht versteht oder nicht verstehen will) dann hat er halt pech.

natürlich sind durch die einige freundschaften nun ja starkt zurückgefahren worden. was vor allem daran lag, dass viele gute freunde weggezogen sind und mal eben so mit zug, bus, mitfahrgelegenheit hinzufahren und die zu besuchen lässt die panikerkrankung meist nich zu. aber ganz deswegen ist nichts zerbrochen

04.08.2013 07:48 • x 1 #7


Hallo Maldur,

vielen Dank für Deinen Beitrag.

Ich finde es ganz toll das Du durch den Fußball soviel Leute kennst.
Mein Schwiegersohn ist auch sehr engagiert im Fußball.
Dort bestehen tiefe und weniger tiefe Freundschaften.

Ich gehe auch sehr offen mit meinen Depressionen um.
Allerdings spreche ich nicht mehr über sie.

Es ist klasse wie Du mit dieser Krankheit umgehst und ich wünsche Dir
eine lange Stabile Zeit.

Viele Grüße,
Mari

06.08.2013 19:04 • #8


Zitat von Mari1964:
Hallo Holgerson,

Vielen Dank für Deine Nachricht.

Gegen die Depressionen etwas zu tun, ist nicht immer so leicht.
Man hat nicht immer Einfluss darauf.
Ich mache schon eine ganze Menge dagegen, was oft Schwerstarbeit ist.

Natürlich kann man sich fragen, ob das dann echte Freundschaften sind.
Meine Depressionen gehen oft über 6 - 9 Monate.
Das da manch einer dann abspringt, kann ich schon verstehen.

Dir einen schönen Sonntag. (Die Frauen sind Europameister...Jubel)

Viele Grüße,
Mari


Ich "zitiere" denn ich glaube ein Thema das viele interessiert. Wieviel kann und
darf man erwarten von Freunden wenn man in der Depression eine Sozial-Phobie
hat. Ich bin sehr, sehr lange sehr tapfer gewesen, habe immer weiter nach neuen
Leuten/Anschluß gesucht.
Nach 20 Jahren zahllosen Enttäuschungen und mit Therapie bin ich nicht wirklich
schlau daraus geworden warum Leute mich immer nur benutzen und keinen wirklichen
Wert auf mich legen.
Aber eines habe ich gelernt:
Es hat wirklich überhaupt keinen Sinn denen die Schuld/ oder Verantwortung wie es
die Therapeuten so gerne nennen/ zu geben.
Denn: Das bringt uns nicht weiter.
Ich glaube Frederik war es der geschrieben hat, vielleicht ist es dann auch tatsächlich
besser nicht unter Leute zu gehen.
Auf jeden Fall sind auch Leute die oberflächlich sind (und das sind die meisten und sehr
egoistisch) mit einem Radar ausgerüstet. JEDER Mensch egal wie clever oder nicht.

Und Menschen die im tiefen Tal hängen wirken nun mal nicht prickelnd oder anziehend
auf Ihre Umwelt.
Das müssen wir uns klar machen und so versuche ich immer meine Erwartungshaltung auf
Null runter zu drehen. Aber auch an DICH selbst nicht zu viel Druck. Das bringt nur daß
du dich noch elender fühlst. Ich weiß das wirklich nur zu gut. Ich verkriech mich dann
auch. Ich versuche mir nur eine Art Deadline zu setzen.
Nach dem Motto: In XY Tagen (bei jedem verschieden zu realisieren) stehst du wieder auf
und gehst nach draußen. Denn sonst ist eine Depression mit Sozial-Phobie eine Endstation.

Das wünsche ich Dir nicht. Du machst so einen sensiblen und empathischen Eindruck.
Wir müssen uns immer und immer wieder in den Allerwertesten treten und wieder weiter
machen....
Nicht aufgeben! LG !

08.08.2016 11:25 • #9


Hallo AlleinSeinistDoof,

herzlich Willkommen hier im Forum.
Ich hoffe Du hast hier einen lebhaften Austausch.
Eventuell enstehen hier ja neue Kontakte, da wir ja so ziemlich
alle gleich gestrickt sind. Das wünsche ich Dir.

Vielen Dank für Deinen Beitrag. Du schreibst vieles was wahr ist.
Nun wie ist der aktuelle Stand bei mir.

Ich habe mich von den letzten Bekanntschaften zurückgezogen.
Denn ich habe festgestellt, das sie in Zeiten, wenn es mir gut ging,
die reinsten Energieräuber waren. Aber ich in schlechten Zeiten nicht auf
sie zählen konnte.
Das war ein Ungleichnis das ich so nicht mehr haben wollte.

Mittlerweile habe ich noch eine Freundin, mit der ich hin und wieder mal telefoniere
und eine Mailfreundin, mit der ich täglich schreibe.

Ferner habe ich mich auf meine Tochter konzentriert und betreue fast täglich
meine Enkeltochter. Das allein lastet mich doch sehr aus.
So fällt es nicht weiter auf, das ich keinen Bekanntenkreis mehr habe.

Natürlich gibt man die Hoffnung nicht auf, Leute kennenzulernen die so
gestrickt sind, wie man selbst. Doch glaube ich die sind selten und trifft
man nicht eben beim einkaufen. Leider.

Ich freue mich, das ich jetzt seit 2 Jahren stabil bin und die Deppressionen
in der untersten Schublade liegen. Das alleine bringt schon jede Menge
Lebensqualität. Und man ist darüber schon der glücklichste Mensch.

Ich hoffe das es Dir auch bald so gut geht, das Du ein zufriedener Mensch
bist. Denn wir müssen und können auch schon mit kleinen Dingen des
Lebens glücklich sein.

Vielen Dank also noch einmal für Deinen tollen Beitrag. Das kann ich
zu 100% unterstreichen und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Es war sehr angenehm ihn zu lesen.

Für Dich erst einmal alles Gute und vielleicht schreiben wir ja wieder einmal.

Dir noch einen schönen Abend und
liebe Grüße,
Mari

08.08.2016 19:31 • #10



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser