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RoseLoomis
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Hallo, ich wollte mal fragen, ob es manchen von euch auch so geht: ich schäme mich manchmal dafür, krank (schwere Angststörung, Depression) zu sein. Denn immer wenn mich jemand fragt (heute z.B. eine Freundin) wie es mir denn geso ht: und ich NCIHT antworten kann, DU, alles okay soweit, sondern sagen muss, ja leider nicht so gut (sicher könnte ich sagen mir geht's gut, aber lügen möchte ich auch nicht, bringt doch nix). Dann schäme ich mich dafür dass es mir nicht schon längst (trotz Therapien etc) besser geht. Ich habe das Gefühl zu versagen, weil ich nicht endlich gesund werde. ich weiß, ich setz mich da selber wahnsinnig unter Druck. Aber ich kann dieses Gefühl auch nicht einfach abstellen. WEil ich wieder gerne so wäre, wie damals als ich gesund war. Hab oft gelacht, war unbeschwert, und relativ selbstbewusst. Oder ich seh es jetzt nur so. Im Prinzip nehme ich mich jetzt viel genauer war. Aber das nützt ja nichts, wenn ich z.B.merke, ich hätte gern einen tollen JOb und würde gerne viel Geld verdienen. Ja das läßt sich halt nicht so einfach machen. Nein, zurück zur Eingangsfrage: schämt ihr euch auch manchmal, weil anscheinend nichts hilft? Oder eher, Weil, also zumindest ich manchmal, mir zu "doof" vorkomme um gesund zu werden?

26.07.2024 x 7 #1


40 Antworten ↓
Lerchen

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Zitat von Hotin:
Der Satz, "Wie geht es Dir", ist meiner Ansicht nach keinesfalls ein Eingriff in Deine Privatsphäre. Es ist eine Erweiterung der Gruß-Formulierung. Natürlich kann man immer nur sagen. Guten Tag oder Hallo. Da dies aber eher unpersönlich wirkt, fügt man das "Wie geht es Dir" an. Meistens wollen ...

Lieber @Hotin ! Erstmal danke dafür, dass du mir hier antwortest. Lese Deine konstruktiven Beiträge zu anderen Themen sehr gerne hier im Forum.

Dein Beitrag hier gibt mir auch zu denken. Meine Therapeutin sagt das Gleiche. Die Frage "Wie geht es dir?" ist einfach einer erweiterte Begrüßung und wenn ich mit einem kurzen "Okay" reagiere, dann passt alles.
Bis hierhin soweit so gut.

Es gibt tatsächlich aber Menschen, denen das leider nicht weit genug geht. Eine Person "bohrt da gerne tiefer - was mir einfach sehr unangenehm ist. Ich sehe diese Person jede Woche.

Ein Beispiel aus unserem Gespräch dazu. Wenn ich sage "Es geht", dann kommt von ihr sowas wie "Oh, was ist denn los? Immer noch nicht besser?"

Sofort entsteht bei mir dieser Gedanke der Scham aber auch der Wut auf mich selber. Es muss mir doch einfach schon viel besser gehen. Da kommen die Vorwürfe, warum ich da einfach immernoch nicht soweit bin.
Das schlimmste Gefühl, was es bei mir auslöst ist, dass die Person mich nicht mehr mag und sich von mir abwendet. (Ja, ich weiß, es hat mit Verlassensängsten zu tun. Damit laboriere ich bereits seit dem frühsten Kindesalter.) Das fühlt sich dann wie eine Niederlage für mich an.

Dabei weiß ich - im Nachhinein - dass diese Gedanken/Gefühle/Emotionen unglaublich kontraproduktiv sind. Ich bin ja tatsächlich dazu übergegangen Situationen - bewusst - zu analysieren. Noch bin ich am Anfang. Manchmal läuft es schon ganz gut. Manchmal - und das vor allem wenn es mir wirklich nicht gut geht - leider nicht.

Mir wird immer bewusster, dass ich davon wegkommen muss, mich von meinen Emotionen leiten zu lassen. Neutral in mir unangenehmen Situationen zu bleiben und neutral darauf zu reagieren. Ein Prozess, welcher erstmal erlernt werden muss.

26.07.2024 12:58 • x 3 #34


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A


Schäme mich für meine Krankheit Angst und Depression

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Lerchen

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Zitat von Ferrum:
Ich schäme mich nicht oder nicht mehr. Es ist mir nur unangenehm, den Erwartungen anderer Leute nicht gerecht zu werden. Ich sage meist "normal", das kann alles beinhalten. Es widerstrebt mir zutiefst, zu lügen, wenn es mir psychisch schlecht geht.

Das kann ich absolut unterstreichen. Bei meinem Befinden zu lügen geht für mich einfach nicht. Warum sollte ich den Menschen Märchen erzählen? Doch selbst das Wörtchen "normal" geht mir dann aber auch nicht von den Lippen. Das würde im Moment dann wieder irgendwie nicht stimmig sein.
Generell fühle ich mich von diesem Satz "Wie geht es dir" so unter Druck gesetzt. Obwohl es doch freundlich gemeint ist. Ich empfinde es aber als direkten Eingriff in meine Privatsphäre. Zudem möchte ich natürlich mir liebe und wichtige Menschen nicht unnötig mit meinen schlechten Befinden belastend. Mit wäre es generell viel lieber, sie würden einfach damit aufhören, mir diese Frage ständig zu stellen. Dabei denke ich immer wieder: Mensch, viele merken doch, dass es mir unangenehm ist diese Frage zu beantworten. Warum um alles in der Welt stellen sie sie immer wieder aufs Neue?"
Aber wie macht denn Menschen klar, dass sie bitte einfach nicht fragen? Ohne sie vor den Kopf zu stoßen und zu verletzen?

25.07.2024 22:20 • x 3 #27


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W
@RoseLoomis
Ich kenne das selber sehr sehr gut. Und ich bin da auch wirklich häufig dran verzweifelt. Weil ich dauernd das Gefühl hatte, egal was ich mache, es wird nicht besser.
Und es hat wirklich jetzt Jahre gedauert, bis ich wirklich an dem Punkt angekommen bin, wo ich gelernt habe, loszulassen.
Weil mit Ängsten und Co. ist es wie beim Tau ziehen. Wenn du nicht aufhörst, an der einen Seite zu ziehen, hört auch die andere Seite nicht auf, an der anderen Seite zu ziehen. So geht es dir mit dir selbst und deinen psychischen Problemen. Je mehr du versuchst, dagegen anzuarbeiten, Und sie loszuwerden, desto stärker werden sie. Und desto stärker ziehen sie.

Das einzige, was mir wirklich geholfen hat, ist wirklich loszulassen und zu sagen: ja, wenn es jetzt so bleibt, wie es ist, dann ist das nicht schön, aber ich habe einfach die Kraft nicht mehr, da dauernd gegen ankämpfen zu müssen.
Und habe es dann tatsächlich auch einfach gelassen, dagegen großartig anzukämpfen. Klar, aufpassen, dass man nicht in ein extrem tiefes Loch fällt, ist gut, aber dieser tägliche Kampf um zu versuchen, Wieder „normal zu werden“ ist einfach ein Kampf gegen Windmühlen.

Und erst jetzt nach den Jahren merke ich, so langsam werde ich wieder „normal“.
Es ist auch unheimlich schwierig, dass jemandem anderen zu erklären, wie man so etwas meint und wie so etwas funktioniert.
Das ist einfach was, was man mit der Zeit lernen und fühlen muss.

Aber ja, ich kenne das selber, dass mich das selber zu Tode genervt und gestresst hat, dass ich nicht mehr so bin, wie ich früher war und eben nicht einfach unbeschwert vor mich hinlegen kann.
Aber nach dem Jahren kann ich jetzt auch sehen, es funktioniert zeitweise wieder. Das hat jahrelang überhaupt nicht funktioniert. Also man merkt, es geht schon aufwärts, es dauert nur.

x 3 #2


F
Zitat von RoseLoomis:
Hallo, ich wollte mal fragen, ob es manchen von euch auch so geht: ich schäme mich manchmal dafür, krank (schwere Angststörung, Depression) zu sein. Denn immer wenn mich jemand fragt (heute z.B. eine Freundin) wie es mir denn geso ht: und ich NCIHT antworten kann, DU, alles okay soweit, sondern sagen muss, ja ...

Ich schäme mich auch oft und komme mir vor wie eine Belastung.
Bitte aber versuche dem Gefühl nicht nachgeben, denn es macht alles noch schlimmer. Scham ist nicht gut für die Gesundheit.

Ich weiß: leichter gesagt als getan.

x 4 #3


E
Zitat von RoseLoomis:
Hallo, ich wollte mal fragen, ob es manchen von euch auch so geht: ich schäme mich manchmal dafür, krank (schwere Angststörung, Depression) zu ...

Was interessiert Dich die Meinung anderer Leute ? Sind die da wenn es Dir schlecht geht ? Nein. Also was soll's. . Wem musst Du gefallen ? Wem musst Du Rechenschaft ablegen Niemandem. Also was juckt es Dich eigentlich was andere denken oder nicht und ob Du nun die Wahrheit sagst oder nicht. Meinst Du ernsthaft die wollen wissen wie es Dir geht ? Das ist eine Gesprächsfloskel mehr nicht.

Du bist gut so wie Du bist und fertig. Ende Gelände. 😎👍

x 1 #4


S
@RoseLoomis kenne das..ich habe seit 2014 nach einem Burnout die Angst u Panikstörung entwickelt..die erste Zeit war es mir peinlich aber irgendwann habe ich ganz offen mit jedem über das Problem gesprochen und bin zum Glück auf sehr viel Verständnis gestoßen. Habe es dnn auch bei jedem Arbeitgeber gesagt dass auch die wissen was los sollte ich mal nicht so funktionieren wie ich sollte..hatten alle kein Problem damit..je offener du damit umgehst desto besser..mir hat das geholfen. Mir gehts momentan auch nicht gut und musste meinen neuen Job wieder kündigen weil ich es einfach von der psyche nicht schaffe obwohl ich es so gern wollte..how eher.. ich hoffe auch dass es irgendwann mal wieder so wird wie früher wo ich glücklich war usw..aber ich denke ich muss damit leben..mal geh ich 5 Schritte zurück dann mal wieder 2 vor..ein ewiges auf und ab..

x 1 #5


R
@Kermit
Na ja, bei irgendwelchen Leuten, die man auf der Straße oder so trifft, ist das sicher nur eine Floskel. Aber bei meiner Freundin, wenn die fragt: will die das auch ehrlich wissen. Und deshalb will ich auch eine ehrliche Antwort geben. Aber komme mir halt trotzdem blöd und unfähig vor, wenn ich mal wieder sagen / schreiben muss: na ja, leider nicht so gut...
Diese Freundin ist halt auch sehr ehrlich und sagt was sie denkt, da kommen dann auch mal Sätze wie: ja, wird das denn überhaupt nicht besser, hilft dir denn gar nichts etc etc... Sie meint dsa nicht böse, Sie ist nur sehr, ähem, unsensibel.
Und natürlich wäre es mir lieber, wenn mir am A... vorbei ginge, was andere denken. Aber, und das liegt auch an meiner Erziehung, meinen Eltern (beide leider verstorben) war es auch immer wichtig, was andere über einen denken. Selbstvertrauen war da leider weniger. ABer das arbeiten ich/wir ja grade in den Therapien auf. Bzw. versuchen es zumindest...

x 1 #6


R
@SabiNeu
Hallo und willkommen hier. ICh hatte an der Stelle gestaunt, wo du geschrieben hast von deinen Arbeitgebern, da dachte ich : WOW, du kannst mit Angst-und Panikstörung noch arbeiten? Können ja viele hier, ich kann's leider nicht. Obwohl es mir gut täte, ein bißchen sinnvolle Arbeit zu haben. Dann kommt man sich nicht gar so wertlos vor (nächstes große Problem). Und als Du dann im nächsten TEil geschrieben hast, das es doch nicht geht... DAS kann ich dann absolut nachfühlen. Ich würde auch gerne. JA wie Du sagst, paar Schritte zurück, paar wieder vor. Sehr anstrengend. Und manchmal sehr depriemierend... Meine Therapeutin hat gestern gesagt: ich darf/soll mich nicht mit meinem Zustand von früher also von vor der Krankheit vergleichen, sondern eher mit dem Zustand als ich z.B. in der Tagesklinik war. Als es mir richtig schlecht ging. Und von diesem Punkt aus vergleichen und sehen, wo die Fortschritte sind!

x 1 #7


Hotin
Hallo RoseLoomis,
für Ängste und Depressionen brauchst Du Dich meiner Ansicht nach nicht zu schämen.

Einige Deine Ängste sind vermutlich auch begründet, weil Du in Deinem Profil von anderen Krankheiten
schreibst. Ganz einfach ist so etwas wohl nicht wegzustecken.

Zitat von RoseLoomis:
sicher könnte ich sagen mir geht's gut, aber lügen möchte ich auch nicht, bringt doch nix

Es kommt meiner Meinung nach darauf an. Wenn Du mit anderen sprichst, bringt es manchmal auch wenig,
wenn Du erzählst, wie schlecht es Dir geht. Teilweise nimmt das den Gespräch dann manchmal gleich zu
Beginn die Lockerheit. Andere wissen dann manchmal nicht, wie sie dann reagieren sollen.

Zitat von RoseLoomis:
Ich habe das Gefühl zu versagen, weil ich nicht endlich gesund werde.

Du brauchst nicht Angst davor haben, zu versagen. Wenn Deine Ängste und Depressionen ein
wenig nachlassen sollen gibt es vielleicht einen Weg, etwas anderes mit Deinen Gedanken umzugehen.
Menschen denken sich häufig fest. Dann sagen sie. Ich kann nicht anders denken. Somit bin ich krank.
Aber so frage ich Dich. Kannst Du wirklich nicht anders denken?
Welche Erwartungen Du an Deine Therapie hattest, weiß ich nicht.

Um Dich gesünder fühlen zu können, solltest Du aktiv etwas tun.

Zitat von RoseLoomis:
ich weiß, ich setz mich da selber wahnsinnig unter Druck. Aber ich kann dieses Gefühl auch nicht einfach abstellen.

Es ist natürlich nicht hilfreich, wenn Du Dich unter Druck setzt. Allerdings, wenn sich Depressionen
abschwächen sollen, dann geht das am Besten, wenn Du beginnst, etwas mehr über Dich und Deine
Gedanken zu lernen.

Viele Grüße
Bernhard

x 1 #8


S
@RoseLoomis ich habe immer gearbeitet. Bin Altenpflegerin aber kann seit September dank meiner 3 Bandscheibenvorfälle in diesem beruf nicht mehr arbeiten. Hab am 1.7. eine neue Stelle angetreten in der Betreuung aber werde morgen meine Kündigung bringen..habe mich nach 3 Tagen arbeiten in eine mittelgradige Depression katapultiert und bin jetzt die 3. Woche krank..muss wohl nochmal schauen wo es hingeht mit mir

x 1 #9


Luce1
Ja, ich kenne es 1:1.

Aber ich habe zum Glück 🍀 nur gute Erfahrungen gemacht; meine Freunde u Familie litt immer mit u half wo es ging

x 2 #10


Luce1
Zitat von SabiNeu:
habe mich nach 3 Tagen arbeiten in eine mittelgradige Depression katapultiert und bin jetzt die 3. Woche krank..muss wohl nochmal schauen wo es hingeht mit mir

Das tut mir leid.

Wenn Du es schon oder noch kannst, sehe es als eine Chance, das du was ändern musst.

Hast Du Therapie?

#11


Luce1
Zitat von SabiNeu:
irgendwann habe ich ganz offen mit jedem über das Problem gesprochen und bin zum Glück auf sehr viel Verständnis gestoßen.

Interessant. Ich nämlich auch und fast jeder erzähle mir dann auch von jemandem in der Fam oder Bekanntenkreis, der auch psychische Probleme hatte.

x 1 #12


S
@Luce1 ja war von April bis Mitte Juni in der TG..und danach gings nahtlos weiter mit amb. Psychotherapie

x 1 #13


P
Zitat von RoseLoomis:
Hallo, ich wollte mal fragen, ob es manchen von euch auch so geht: ich schäme mich manchmal dafür, krank (schwere Angststörung, Depression) zu sein. Denn immer wenn mich jemand fragt (heute z.B. eine Freundin) wie es mir denn geso ht: und ich NCIHT antworten kann, DU, alles okay soweit, sondern sagen muss, ja ...

Werde kreativ. Wenn mich jemand fragt: „Hi, wie geht’s dir?“, sage ich oft: „Ich habe nicht die geringste Ahnung, hilf mir, wie geht es mir denn?“ Oder ich sage mit gesenktem Kopf: „Du weißt doch: es muss, es muss“.
Schäme dich nicht, das brauchst du nicht.

x 4 #14


Tintan
Zitat von RoseLoomis:
Denn immer wenn mich jemand fragt (heute z.B. eine Freundin) wie es mir denn geso ht: und ich NCIHT antworten kann, DU, alles okay soweit, sondern sagen muss, ja leider nicht so gut (sicher könnte ich sagen mir geht's gut, aber lügen möchte ich auch nicht, bringt doch nix).


Mit der Frage «wie geht es dir» war ich immer auf Kriegsfuss. Genau wie bei Dir, konnte ich auch nicht lügen, aber immer zu sagen, es geht mir nicht gut, war auch beschissen. Seit vielen Jahren sage ich « mal auf, mal ab, was nicht gelogen ist.

Als Mann, so dünkt es mich, hat man noch einen schwereren Stand, wenn die Psyche nicht richtig tickt. Es ist schon mühsam, wenn man körperlich nicht so gut ausgestattet ist, aber als "Weichei" ist es eine ganz besondere Herausforderung, sich in die Männerwelt zu integrieren.

Ich sehe mich als einen schwachen Menschen, aber genau das ist auch meine Stärke. Es ist keine Kunst mit einem SUV durch die Wüste zu fahren, mit einem Döschwo aber schon. Den Orden dafür muss man sich selbst verleihen, denn die Welt sieht diese Leistung nicht.

x 2 #15


P
Man kann auch, statt zu sprechen, mit der Hand eine Wellenbewegung auf und ab machen, aber so richtig hoch und runter. Das verstehen andere und es bricht das Eis. Andere leiden auch.

x 2 #16


Lerchen
Zitat von RoseLoomis:
Hallo, ich wollte mal fragen, ob es manchen von euch auch so geht: ich schäme mich manchmal dafür, krank (schwere Angststörung, Depression) zu ...

Wie froh ich bin, dass du dieses Thema ansprichst!
Ich kann mich da auch nur schämen, dass ich schon wieder sagen muss, dass es mir gar nicht gut geht. Es geht bei mir noch weiter. Manchmal werde ich sogar etwas grantig, wenn ich meinem Gegenüber antworte. Und dafür schäme ich mich noch mehr.
Zur Zeit bin ich tatsächlich dabei Mithilfe meiner Therapie und natürlich auch aus eigener Kraft und Zuversicht dieses Thema anzugehen.
Aber ich bin schon mal froh zu lesen, dass es nicht nur mir so geht - man fühlt sich dann immer wie ein Alien. 🥴

x 2 #17

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Lerchen
Zitat von Reconquista:
Werde kreativ. Wenn mich jemand fragt: „Hi, wie geht’s dir?“, sage ich oft: „Ich habe nicht die geringste Ahnung, hilf mir, wie geht es mir ...

Das wende oder versuch es zumindest gerade tatsächlich an und merke, wie sehr es den Druck minimiert sich rechtfertigen zu müssen

x 1 #18


Gaulin
Das kommt sehr aufs Umfeld an, wie es wahrgenommen wird, wer davon weiß und wie die Einstellungen dazu sind. Ich kenne beide Seiten. Es gibt mehr Betroffene, als ich dachte. Und leider auch viele Verständnislose, die von psychischen Erkrankungen gar nix wissen wollen. Auch das hat Gründe. Wichtig ist, selbst mit sich im Reinen zu sein. Akzeptieren, dass es nun mal so ist und versuchen das Beste draus zu machen. Im Idealfall mit den richtigen Leuten an der Seite. Allgemein zieht das Negative, auch das negativ betrachtete bzw bewertete total runter und ist völlig kontraproduktiv. Da hilft Achtsamkeit, das kann man gut üben und für sich anwenden (unabhängig von anderen Menschen und deren Denkweisen). Ich kann es nur immer wieder empfehlen. Es hilft einfach nix, sich ständig im negativen Bereich aufzuhalten. Es muss auch nicht überschwänglich positiv sein, aber wenigstens realistisch und respektvoll (auch sich selbst gegenüber). Tolerant eben.

x 1 #19


R
Ich danke euch für eure tollen Antworten, und bin auch erfreut, dass das Thema so großen Anklang und Interesse findet!
ES tut immer gut zu wissen, nicht alleine zu sein mit seinen Gedanken / Ängsten etc. Ich bin wirklich froh und dankbar dass es dieses Forum hier gibt. So viele liebe Menschen! Ich wünsche euch allen Alles Gute und einen ruhigen erholsamen angstfreien symptomfreien Abend 💕

x 3 #20


A


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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