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Mallo

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Hallo miteinander,

das Folgende wird vermutlich das Dümmste und Verachtenswerteste sein, was ihr je in eurem Leben zu hören bekommen habt und es passt auch nur bedingt in diesen Thread (finde leider keinen besseren).

Erstmal kurz zu mir, ich bin M/22 Student, eher der ängstlich, introvertierte Typus (ist aber situationsabhängig), bin chaotisch, unkonzentriert und hab einen ungesunden Hang zu Suchtmitteln.
Dieses Jahr, vor etwa 4 Monaten, ging es mir über ein zwei bis drei Wochen relativ bescheiden (eingebildet oder nicht), ich war ständig müde, aber doch irgendwie aufgekratzt, ständig am grübeln und mit einer gewissen Prise Selbsthass (bis zu leichtem SVV). Irgendwie habe ich es wohl geschafft mich da ziemlich reinzusteigern. Ich hatte einen kompletten negativen Filter, sodass ich die besonders die Wintermonate der letzten 3 Jahre als absolute Katastrophe wahrgenommen habe, ich mir einreden konnte, dass meine Stimmung und soziale Interaktion deutlich schlechter war, als sie in Wahrheit zu diesen Zeitpunkten war.
Obwohl ich alles andere als ein regelmäßiger Arztgänger bin, bin ich dann zu einem Hausarzt (hatte keinen mehr zu dem Zeitpunkt) und habe ihm davon erzählt, dass ich in den letzten Jahren öfters mal ziemliche Down-Phasen habe und dabei habe ich sehr nervös gewirkt (was bei mir gerne mal vorkommen kann). Er hat mir ein bisschen AD verschrieben und mich zum Psychiater geschickt.
Nach eineinhalb Monaten war ich dann auch beim Psychiater, auch hier habe ich wieder ein sehr nervöses Bild abgegeben, habe ihm erzählt, dass es mir vorallem in den Wintermonaten häufig schlecht geht, ich viel negatives Gedankenkreisen habe, der Kontakt mit fremden Menschen häufiger zur Stresssituation wird und das es dieses Jahr phasenweise nicht besser wurde. Er diagnostiziert mir daraufhin eine generalisierte Angststörung und hat auch über soziale Phobie nachgedacht.

Im Verlauf der nächsten eineinhalb Wochen habe ich mich dann natürlich mit dem Thema Angststörung auseinandergesetzt und schnell bemerkt, dass ich keine der beiden Angststörungen habe. Ich habe zwar wirklich häufig negatives Gedankenkreisen, der Winter schlägt mir stark aufs Gemüt und sozialer Umgang ist sicher nicht meine Paradedisziplin, aber das von mir angegebene war wirr und unbeabsichte Aggravation. Mein Langzeitgedächnis ist zudem ziemlich im Eimer und ich habe danach längere Zeit damit verbracht die letzten zwei Jahre zu rekonstruieren (besonders die Wintermonate) und mir ist langsam klar geworden, dass ich ein ziemlich verzerrtes Bild hatte. Danach, auch wenn das alles komplett unbeabsichtigt war, überkamen mich zurecht die schlimmsten Schuldgefühle, ich kann seit 3 Wochen buchstäblich keine Sekunde mehr an was anderes denken, als was für einer jämmerliche Einbildung ich unterlegen bin, ich kann mich nun kein bisschen mehr auf etwas anderes konzentrieren, laufe die ganze Zeit getrieben umher, rauche 2,5 Schachteln am Tag, kann nichts mehr mit anderen Menschen unternehmen, einschlafen ist kaum möglich und wenn das dann nach ein paar Stunden klappt, dann wache ich nach 3 Stunden wieder auf, rauch zwei, drei Zig. und die Prozedur beginnt von vorne bis ich dann schweißgebadet zwischen 5 und 7 Uhr aufstehe und die Schuldgefühle weiter gehen.

Ich bin mir vollkommen bewusst, dass ich mir das alles selbst eingebrockt hab und die alleinige Verantwortung dafür trage, aber was läuft mit mir falsch, dass ich mir soetwas einbilden kann (ich bin eigentlich kein Hypochonder, bewusstes Lügen war es auch nicht und ich habe auch keine Ziele damit verfolgt)? Wie soll ich jetzt damit umgehen und weiß jemand was mich erwartet? Mein Plan war das alles beim Psychiater klarzustellen, aber ich bin gestern nicht druchgekommen und habe auch ein schlechtes Gewissen wenn ich wieder eine Sprechzeit eines echten Patienten in Anspruch nehme, zudem weiß ich nicht ob ich es schaffe, den Umstand in meiner Nervosität auch nur halbwegs verlässlich rüberzubringen
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen entschuldigen, die ein ernsthaften psychisches Leiden plagt und möchte mich für jede ernstgemeinte Antwort bedanken.

17.09.2019 12:04 • 19.09.2019 #1


52 Antworten ↓


la2la2

la2la2


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Zitat von Mallo:
Wie soll ich jetzt damit umgehen und weiß jemand was mich erwartet? Mein Plan war das alles beim Psychiater klarzustellen, aber ich bin gestern nicht druchgekommen und habe auch ein schlechtes Gewissen wenn ich wieder eine Sprechzeit eines echten Patienten in Anspruch nehme, zudem weiß ich nicht ob ich es schaffe, den Umstand in meiner Nervosität auch nur halbwegs verlässlich rüberzubringen

Hey, erstmal willkommen im Forum.
Versteh ich nicht, wo genau das Problem ist.... Einfach vergessen, dass du jemals bei dem Psychiater warst. Problem gelöst. Und die Medikamente, die er dir verordnet hat garnicht erst nehmen oder LANGSAM über einige Wochen wieder ausschleichen.

Wenn die Phasen nur im Winter auftreten, ruhig mal nach Vitamin D schauen.....

17.09.2019 14:01 • x 1 #2


Mallo


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Ich bin sehr sensibel wenn es um Schuld- und Schamgefühle geht und ich glaube nicht, dass ich es einfach so stehen lassen kann, mit einer ernsthafen psychischen Krankheit diagnostiziert worden zu sein, die ich mir einfach nur eingebildet habe. Zumal er mich sowieso noch Richtung Winter kontaktieren wollte und es ja sicher irgendwo in den Krankenunterlagen vermerkt worden ist. Medis nehme ich im Moment keine, er wollte mir auf die Winterzeit aber SSRI's (?) verschreiben.

17.09.2019 14:10 • #3


Mallo


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Gibt es vielleicht noch weitere Anmerkungen ?

17.09.2019 15:18 • #4


Mindhead

Mindhead


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Wurde denn nicht ggf eine Depression angesprochen?
Ich erkenne viel mehr Symptome einer Depression als einer Angststörung.

Saisonale Depressionen kommen übrigens häufig vor.
Das sollte aber eigentlich angesprochen werden, wenn du schon lediglich den Winter erwähnst.

ADs niemals selber von jetzt auf gleich absetzen! Immer mit dem Arzt besprechen.

Du solltest deinem Psychiater aber auch sagen, wenn du findest, dass Diagnosen nicht zu dir passen.
Sie können ja auch nur etwas sagen von dem, was du berichtest. Sie kennen dich ja nicht!
Also solltest du das vielleicht nochmal ansprechen, dass du bei dir keine Angststörung erkennen kannst und du das nicht passend findest. Auch den Grund erklären.

17.09.2019 15:25 • #5


Mindhead

Mindhead


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Zitat von Mallo:
Gibt es vielleicht noch weitere Anmerkungen ?


Wir können nicht den ganzen Tag da sein
Der Post ist ja erst 3 Stunden alt. Bisschen Geduld mit uns Forenmitgliedern^^
Wir tun ja unser Bestes! Aber man kann nicht immer zu jedem Thema antworten und/oder immer da sein

17.09.2019 15:27 • x 1 #6


Mallo


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Zitat von Mindhead:
Wurde denn nicht ggf eine Depression angesprochen?

Der Punkt ist, dass ich vermutlich einfach einer übertriebenen Einbildung meinerseits auf den Leim gegangen bin und dass meine aktuelle Gefühlslage, welche ich in diesem Ausmaß noch nie auch nur im Ansatz hatte, einfach nur Schuldgefühle sind, weil ich mir soetwas eingebildet habe

17.09.2019 15:32 • #7


Mindhead

Mindhead


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Zitat von Mallo:
Der Punkt ist, dass ich vermutlich einfach einer übertriebenen Einbildung meinerseits auf den Leim gegangen bin und dass meine aktuelle Gefühlslage, welche ich in diesem Ausmaß noch nie auch nur im Ansatz hatte, einfach nur Schuldgefühle sind, weil ich mir soetwas eingebildet habe


Gefühle sind nur selten eine Einbildung.
Es sind immerhin Gefühle.
Außerdem kann jeder daran erkranken.

Dass der Psychiater dich zum Winter hin aber kontaktieren möchte und dir ggf Medikamente für den Winter geben möchte, ist doch gut.
Du musst übrigens keine Medikamente nehmen, wenn du nicht möchtest.

Kontaktieren doch sonst mal einen Psychotherapeuten
Neben einen Psychiater sollte man auch einen Therapeuten haben. Ist ja sinnvoller, dann auch eine Therapie zu machen. Nur Medikamente sind ja keine Lösung.

17.09.2019 15:34 • #8


Anuschka1102

Anuschka1102


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Hallo

Ich bin nicht sicher ob ich alles richtig verstanden habe.
Also seit 3 Jahren hast du sowas wie Winter Depressionen. Das hat dazu geführt das du dich schlecht fühlst. Bist zum Arzt. Mittlerweile denkst so wild war das alles nicht und nu gehts dir schlecht weil du dachtest das es dir schlechter geht als es in der Tat war.

Ich finde trotzdem krass wie fertig du dich deswegen jetzt machst.
Ein Psychologe wäre besser wie ein Psychiater würde ich jetzt behaupten.
Denke du glaubst keine Tabletten sondern jemanden der dir hilft bisschen Ordnung im Kopf zu schaffen.
Im Winter sorge für Vitamin D. Solarium kann an dunklen kalten Tagen die Stimmung sehr verbessern. Vielleicht zwischendurch Urlaub in die sonnige Länder.

17.09.2019 15:35 • x 1 #9


Mallo


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Zitat von Mindhead:
Wir können nicht den ganzen Tag da sein Der Post ist ja erst 3 Stunden alt. Bisschen Geduld mit uns Forenmitgliedern^^ Wir tun ja unser Bestes! Aber man kann nicht immer zu jedem Thema antworten und/oder immer da sein


Da hast du sicher Recht Aber der Gedanke daran, dass mir niemand antwortet, weil meine Tat so verwerflich ist, hat mich gerade wieder dazu gebracht 10 mal in dem Stockwerk hin und her zu laufen^^

17.09.2019 15:37 • #10


Mallo


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Zitat von Mindhead:
Gefühle sind nur selten eine Einbildung.Es sind immerhin Gefühle.Außerdem kann jeder daran erkranken.Dass der Psychiater dich zum Winter hin aber kontaktieren möchte und dir ggf Medikamente für den Winter geben möchte, ist doch gut.Du musst übrigens keine Medikamente nehmen, wenn du nicht möchtest.Kontaktieren doch sonst mal einen Psychotherapeuten Neben einen Psychiater sollte man auch einen Therapeuten haben. Ist ja sinnvoller, dann auch eine Therapie zu machen. Nur Medikamente sind ja keine Lösung.


Zitat von Anuschka1102:
Hallo Ich bin nicht sicher ob ich alles richtig verstanden habe. Also seit 3 Jahren hast du sowas wie Winter Depressionen. Das hat dazu geführt das du dich schlecht fühlst. Bist zum Arzt. Mittlerweile denkst so wild war das alles nicht und nu gehts dir schlecht weil du dachtest das es dir schlechter geht als es in der Tat war.


Ihr versteht mich etwas falsch, ich habe mir das wirklich nur eingebildet und mich reingesteigert, ich habe sozusagen ungewollt eine psychische Krankheit erfunden, obwohl bei mir alles ziemlich im Rahmen den Normalen war und jetzt treiben mich, nachdem ich diese Erkenntnis gewonnen habe, die Schuldgefühle um :/

17.09.2019 15:42 • #11


Mindhead

Mindhead


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Zitat von Mallo:
Ihr versteht mich etwas falsch, ich habe mir das wirklich nur eingebildet und mich reingesteigert, ich habe sozusagen ungewollt eine psychische Krankheit erfunden, obwohl bei mir alles ziemlich im Rahmen den Normalen war und jetzt treiben mich, nachdem ich diese Erkenntnis gewonnen habe, die Schuldgefühle um :/


Schon alles das würde zeigen, dass etwas nicht stimmt.
Sprich doch genau diese Gedanken beim Psychiater an oder in einem ersten Gespräch bei einem Psychologen

17.09.2019 15:44 • x 2 #12


Finn1306

Finn1306


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Warum verwerflich? Du hast gedacht du bist krank und hast Hilfe gesucht.
Tatsächlich ist es möglich gerade in der kalten, grauen Jahreszeit eine Depression zu entwickeln...
vielleicht solltest du zu diesem Zeitpunkt nochmals bei einem Arzt vorstellig werden, vielleicht ist dann die Symptomatik eindeutiger

17.09.2019 15:46 • x 2 #13


la2la2

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Zitat von Mallo:
Ich bin sehr sensibel wenn es um Schuld- und Schamgefühle geht und ich glaube nicht, dass ich es einfach so stehen lassen kann, mit einer ernsthafen psychischen Krankheit diagnostiziert worden zu sein, die ich mir einfach nur eingebildet habe.

Zitat von Mallo:
Da hast du sicher Recht Aber der Gedanke daran, dass mir niemand antwortet, weil meine Tat so verwerflich ist, hat mich gerade wieder dazu gebracht 10 mal in dem Stockwerk hin und her zu laufen^^


Dann diagnostiziert er dir wahrscheinlich ne Zwangsstörung oder ähnliches, wenn du ihm erzählst, dass du deshalb keine Ruhe mehr findest.

Wenn dich die "Diagnose" so stört, gibt es nur eine einzige Lösung: NIE wieder zu dem Hausarzt und Psychiater gehen. Die müssen ihr wissen beide mit in ihr Grab nehmen - dürfen (ohne deine ausdrückliche Erlaubnis) nichtmal einem anderen Arzt sagen, dass du jemals Patient bei ihnen warst. Dann suchst du dir nen neuen Hausarzt, sagst dem NICHTS davon, dass du schonmal bei dem Psychiater und anderen Hausarzt warst.
Schon ist die Akte wieder "sauber".
Nur die Krankenkasse hat die Diagnosen zu Abrechnungszwecken, aber die darf NICHTS weitergeben - auch nicht an Ärzte. Das ist die einzige Lösung für das Problem.....

Und da es nur im Winter auftritt, muss unbedingt mal Vitamin D getestet werden (sollte bei 50-100ng/ml =125-250nmol/l liegen). Oder direkt täglich 5.000-10.000IE und 500-800mg Magnesium nehmen und schauen, ob du dich diesen Winter viel besser fühlst.

17.09.2019 15:57 • x 1 #14


Anuschka1102

Anuschka1102


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Ihr versteht mich etwas falsch, ich habe mir das wirklich nur eingebildet und mich reingesteigert, ich habe sozusagen ungewollt eine psychische Krankheit erfunden, obwohl bei mir alles ziemlich im Rahmen den Normalen war und jetzt treiben mich, nachdem ich diese Erkenntnis gewonnen habe, die Schuldgefühle um :/ " Zitat Ende

Vielleicht verstehst du dich falsch ?
Sich soweit runter zu machen sich so viel einbilden das es einem schlecht geht und jetzt damit nicht umgehen zu können spricht schon dafür das nicht alles ok ist.

17.09.2019 16:34 • x 3 #15


Gaulin

Gaulin


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Hey mich interessiert:
Wie geht es dir in den Sommermonaten? Bist du da extrem happy oder hast du dann nur deine "Einbildung" nicht? Was ist der Unterschied bei dir und deinen Symptomen im Sommer zum Winter?
Warum meinst du, dass du dir das alles nur einbildest? Und was, wenn du dich irrst? Bist du dir sicher? Und: Schuld- und Schamgefühle weil du dich geirrt hast, dir eine psychische Erkrankung eingebildet hast? Warum muss man sich denn schuldig fühlen oder dafür schämen, dass man sich vielleicht geirrt hat? Kann das eher sein, dass du ein Bewertungsproblem hast? Wenn ja, willkommen, du hast dir nix eingebildet! Sorry falls dies verwerflich bei dir ankommt, ist nicht so gemeint. Ich will nur zum Nachdenken anregen.
Viele Grüße

17.09.2019 18:16 • #16


Mallo


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Zitat von Mindhead:
Schon alles das würde zeigen, dass etwas nicht stimmt.Sprich doch genau diese Gedanken beim Psychiater an oder in einem ersten Gespräch bei einem Psychologen

Der Psychiater wird mich, mehr oder weniger zurecht, als Simulant oder unreifen jungen Erwachsenen der gar nicht weiß, was es bedeutet eine psychische Krankheit zu haben oder wirkliche negative Emotionen zu empfinden, abstempeln. Allein schon aus dem Grund, dass sich die Angaben so signifikant von denen beim ersten Besuch unterscheiden.

Zitat von Finn1306:
Warum verwerflich? Du hast gedacht du bist krank und hast Hilfe gesucht. Tatsächlich ist es möglich gerade in der kalten, grauen Jahreszeit eine Depression zu entwickeln... vielleicht solltest du zu diesem Zeitpunkt nochmals bei einem Arzt vorstellig werden, vielleicht ist dann die Symptomatik eindeutiger

Der Punkt ist, dass es sicherlich nie über winter blues hinausgegangen ist und ich mir das Alles eingeredet habe. Der aktuelle mentale Zustand ist ja auch nur das Produkt meiner Unfähigkeit richtige Entscheidungen zu treffen. Zudem würde die Familie (ich wohne zuhause) bei depressiven Verstimmungen zumindest etwas merken, haben sie aber nie, was ein weiteres Indiz ist, dass ich nie etwas hatte.

Zitat von la2la2:
Dann diagnostiziert er dir wahrscheinlich ne Zwangsstörung oder ähnliches, wenn du ihm erzählst, dass du deshalb keine Ruhe mehr findest.Wenn dich die "Diagnose" so stört, gibt es nur eine einzige Lösung: NIE wieder zu dem Hausarzt und Psychiater gehen. Die müssen ihr wissen beide mit in ihr Grab nehmen - dürfen (ohne deine ausdrückliche Erlaubnis) nichtmal einem anderen Arzt sagen, dass du jemals Patient bei ihnen warst. Dann suchst du dir nen neuen Hausarzt, sagst dem NICHTS davon, dass du schonmal bei dem Psychiater und anderen Hausarzt warst.Schon ist die Akte wieder "sauber".Nur die Krankenkasse hat die Diagnosen zu Abrechnungszwecken, aber die darf NICHTS weitergeben - auch nicht an Ärzte. Das ist die einzige Lösung für das Problem.....Und da es nur im Winter auftritt, muss unbedingt mal Vitamin D getestet werden (sollte bei 50-100ng/ml =125-250nmol/l liegen). Oder direkt täglich 5.000-10.000IE und 500-800mg Magnesium nehmen und schauen, ob du dich diesen Winter viel besser fühlst.

Ist das wirklich so, dass die Diagnose für niemanden abrufbar ist und sich das Ganze verläuft? Ich habe mittlerweile eine Tageslichtlampe, aber bin mir nicht mal mehr sicher, ob der Winter wirklich stärkere Auswirkungen auf mich hat oder ob selbst das meiner Phantasie entspringt.

Zitat von Anuschka1102:
Vielleicht verstehst du dich falsch ? Sich soweit runter zu machen sich so viel einbilden das es einem schlecht geht und jetzt damit nicht umgehen zu können spricht schon dafür das nicht alles ok ist.

Das stimmt irgendwie, andererseits kann ich mein Handeln kein bisschen nachvollziehen und es gibt auch keine mir bekannte (psychische) Krankheit, die so etwas auslöst, ich bin vermutlich einfach nur hart verschroben.

17.09.2019 18:17 • x 1 #17


Finn1306

Finn1306


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@Mallo Bei mir hat auch lange lange keiner was bemerkt... anfangs wurde ich sogar ausgelacht wegen dieser wahnsinnigen Angst es könnte was passieren...

17.09.2019 18:19 • #18


Mindhead

Mindhead


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Du scheinst dir gerade aber mehr einzureden, dass du dir das einredest und scheinst das auch von uns hören zu wollen.
Aber etwas stimmt nicht, sondern wären diese Gedanken, wie erwähnt, gar nicht erst vorhanden.

Psychiater kennen das. Psychologen ebenfalls. Dass man dann doch der Meinung ist, dass alles okay ist (auch wenn es eigentlich nicht so ist) und man wirklich davon ausgeht.

Es bringt dir aber nichts, wenn du nicht ehrlich dann auch diese Gedanken aussprichst. Das musst du schon machen.
Einfach abstempeln als Simulant wird er dich nicht.

17.09.2019 18:30 • x 1 #19


Mallo


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Zitat von Gaulin:
Hey mich interessiert:Wie geht es dir in den Sommermonaten? Bist du da extrem happy oder hast du dann nur deine "Einbildung" nicht?

Eigentlich ist lediglich der Frühling die Phase in der ich ziemlich fröhlich bin, aber die anderen Monate sind auch nicht tragisch, es war lediglich dieses Jahr in der ich dieser Einbildung unterlegen bin, dass die Wintermonate, in denen ich (und wahrscheinlich die meisten anderen Menschen auch) ziemlich eingetrübt sind, deutlich schlimmer waren, als es in der Realität der Fall gewesen ist.

Zitat von Gaulin:
Was ist der Unterschied bei dir und deinen Symptomen im Sommer zum Winter?Warum meinst du, dass du dir das alles nur einbildest? Und was, wenn du dich irrst? Bist du dir sicher?

Wie gesagt, ich bin schon eingetrübt, aber von wirklichen Symptomen kann man nicht sprechen. Ich bin mir sicher, dass ich mir das eingebildet habe, da ich z.B. Amazon Einkäufe, Netflix Serienverläufe und meine Studienleistung in verschiedenen Semestern betrachtet habe, um meinem kaputten Gedächnis etwas auf die Sprünge zu helfen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich kein besonderes Muster erkenne, was auf eine übermäßig schlechte Stimmung im Winter hindeutet, sogar fast gegenteilig, ich habe z.B. Serien und Einkäufe entdeckt, mit denen ich positive Erinnerungen assoziiere.

Zitat von Gaulin:
Und: Schuld- und Schamgefühle weil du dich geirrt hast, dir eine psychische Erkrankung eingebildet hast? Warum muss man sich denn schuldig fühlen oder dafür schämen, dass man sich vielleicht geirrt hat? Kann das eher sein, dass du ein Bewertungsproblem hast? Wenn ja, willkommen, du hast dir nix eingebildet! Sorry falls dies verwerflich bei dir ankommt, ist nicht so gemeint. Ich will nur zum Nachdenken anregen.Viele Grüße

Ich weiß leider nicht was ein Bewertungsproblem genau ist und finde nichts im Internet. Ich schäme mich ganz einfach deshalb, weil ich massiv überreagiert und mir eine schwere psy. Krankheit eingebildet habe, was die Thematik aus meiner Sicht unheimlich abwertet, und jetzt die Sache irgendwie auslöffeln muss.

17.09.2019 18:34 • #20




Dr. Matthias Nagel

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