dunkelbunt82

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Hallo,

kur zu mir :
Ich bin 37 Jahre Männlich und mir gehts momentan nicht so gut...


Seitdem ich nicht mehr rauche (ca. 1 Jahr) geht es mir gefühlsmässig nochmals massiv schlechter als sonst. Ich hatte schon immer etwas "Probleme" unter Menschen, aber da hat mir die Zig. "Rüstung" immer relativ gute Dienste gleistet.. seitdem ich den Kippenschutz abgelegt habe - ist mir täglich zum weinen. Ich kann viele Sachen nicht mehr "überhören, oder rege mich über Kleinigkeiten auf". Leider bin ich optisch kein Sozialmedia Vorzeige Mensch und ich arbeite auchnoch in einer rauen Männerdomäne wo man das auch häufiger zu hören bekommt. (Man bist du hässlig) Was einem sonst nur an der Fassade gekratzt hat schießt jetzt direkt in die Brust. (Täglich den Klos in der Brust spüren ist wirklich extrem belastend - manchmal fahr ich mit dem Auto rum und heule einfach...total bescheuert)
Meine ganzen Hobbies existieren nicht mehr und ich würde am liebsten nurnoch im Haus bleiben. Häufig bin ich schweiß gebadet wenn ich irgendwo hin muss - und wirklich nurnoch extrem Müde tagein tagaus.. Wenn mein Job nicht sogut bezahlt würde, hätte ich erlich gesagt schon längst in den Sack gehauen.

So war jetzt viel blabla..aber
Kann es sein das das Nichtrauchen etwas aufbrechen lässt? Hat jemand eventuell ähnliche Erfahrungen gesammelt? Weil wenn das nicht aufhört geh ich drann kaputt - bzw. ich fange wieder an zu rauchen.

21.02.2019 10:55 • 21.02.2019 #1


2 Antworten ↓


Luna70

Luna70


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Erstmal herzlich willkommen bei uns im Forum.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich das Nicht-Rauchen eher mittelbar auf deine Psyche ausgewirkt hat. Raucher müssen ja fast immer draußen stehen und scheinbar erzeugt das so eine Art "Wir-Gefühl", wenn man gemeinsam bibbernd in der Kälte steht. Wenn ich Raucher-Gruppen sehe, dann wird da auch oft geredet obwohl es ja häufig völlig fremde Leute sind. Das fehlt dir nun natürlich und wenn du ohnehin recht isoliert bist war das gemeinsame Rauchen wohl auch eine Form des sozialen Kontaktes.

Unwohlsein ist das wohl nicht mehr und nach einem Jahr müsste sich dein Körper ja auch langsam mal umgestellt haben. Mit der Depression liegt du wahrscheinlich gar nicht so falsch. Hast du schon mal daran gedacht, dich einem Arzt anzuvertrauen, dass es dir so schlecht geht?

21.02.2019 11:21 • #2


dunkelbunt82


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Hallo Luna,

Danke für deinen Kommentar.
Glaub das ist falsch rüber gekommen, isoliert bin ich keinesfalls - bzw. ich bin zumindest in Gruppen involviert und habe ein großes Familiäres Umfeld. Es ist eher so das Ich mich von mir aus jetzt immer mehr abkapseln möchte.

Einem Arzt habe ich mich nicht anvertraut - denn es wird eh dann sicher auf eine Verhaltenstherapie hinauslaufen. "Akzeptiere dich wie Du bist" <.--- Das kann ich womöglich, aber die Gesellschaft wohl nie ganz. (Und das wird auch immer im Hinterkopf bleiben) Es wird in letzter Zeitz auch immer mehr so das ich richtig Anfage einen Hass auf Menschen zu entwickeln.
(Wie ein Misanthrop bzw. ich glaube ich bin wirlich einer)
Mir selbst sag ich auch schon immer das es soviel schlimmes gibt (Menschen mit schweren körperlichen Kranklheiten z.B) und ich mich wegen "Lapalien" anstelle, kann es aber nicht abstellen.

Hauptsächlich geht's mir darum das nach dem Rauchstopp das "Glücksgefühl" komplett verschwunden zu sein scheint - es ist nurnoch Leere da. Leere und der Kloß
Also irgendwas veranstaltet das Rauchen schon im Kopf

21.02.2019 11:53 • #3



Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser