Angsthase7000

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Hallo Leute,

Ich leide schon seit längerer Zeit (einigen Jahren) an Problemen die mein Leben stark einschränken und worauf ich einfach keine Lösung finde. Ich habe über den genannten Zeitraum mehrere Körperliche Untersuchungen machen lassen, die alle keine Befunde lieferten.

Es geht darum, dass ich seit Längerer Zeit an starken Schlafstörungen, Unruhe, Energielosigkeit und Erschöpfung leide, wobei die Symptome in letzter Zeit sehr viel Schlimmer geworden sind.
Kurz zu mir: Ich bin 25 Jahre Alt und derzeit noch Student. Habe früher sehr viel Sport gemacht und kann mitlerweile aufgrund der Erschöpfung kaum mehr Trainieren.

Es fing auch damals alles mit dem Training an. Ich habe ca 4-5 mal in der Woche trainiert (hauptsächlich Kraftsport, Schwimmen) und merkte dann in einer Trainingseinheit, dass sich mein Pult nicht beruhigen wollte. Ich bin dann panisch nach Hause gelaufen (es kam mir vor als ob ich sterben würde). Ab diesem Tag fing alles an Abwärts zu gehen.

Es kamen Schlafstörungen, Muskelzucken auf die immer schlimmer wurden, ich fühlte mich im Training nicht mehr fit und selbst nach einigen Pausen (eine sogar bis zu einem Monat) ging alles nicht vollständig weg. Es besserte sich zwar, nach dem erneuten Einstieg fiel ich aber in die Selbe Situation zurück.

Die genannten Probleme waren damals nur in Kombination mit dem Training vorhanden. Seitdem ich anfing zu studieren merkte ich aber das selbst wenn ich keinen Sport mache Schlafstörungen in der selben Art und Weise aufkamen.

Alles steigerte sich über die Zeit so stark, dass ich mitlerweile vor Erschöpfung Probleme habe zu Studieren, zu trainieren bzw einfach alles im Leben schwer ist. Ich kann nicht mit meinen Freunden ausgehen oder mal spaß haben da ich mich nach gewisser Zeit erschöpft und unwohl fühle.

Dieser Zustand macht mich psychisch sehr kaputt, da ich eigentlich ein Mensch bin der gerne aktiv ist, ich aber mitlerweile einfach nicht weiss was ich tun soll bzw an wen ich mich wenden soll diesbezüglich.

Vllt noch was zu meiner Persönlichkeit: Ich bin allgemein eher emotional, pefektionistisch und ich vermute hier liegten meine "Probleme". Habe einige bittere "schicksalsschläge" im Leben gehabt die mich persönlich sehr mitgenommen haben.
Der Sport hat mich jedoch damals auf eine ganz neue Art und Weise abgelenkt und mir kraft gegeben. Umso schwerer schmerzt es mich nicht zu wissen was mit mir los ist und warum ich physisch so stark erschöpft bin das ich nicht in der Lage bin zu trainieren.

Meine Frage ist: Ist es möglich aufgrund psychischer Probleme, Depressionen solche Körperlichen Symptome zu entwickeln? Die Ärtze sagen ich bin physisch topfit aber es sieht ganz anders aus.
Gerade der Sport hat mich damals aus meiner Depressiven Phase rausgeholt, ich bin hier einfach ratlos.

Grüße

13.09.2018 17:02 • 18.09.2018 #1


5 Antworten ↓


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Zitat von Angsthase7000:
Habe einige bittere "schicksalsschläge" im Leben gehabt die mich persönlich sehr mitgenommen haben.

Ich glaube, da liegt der Hase im Pfeffer. Der Sport hat die Probleme nur kaschiert, aber jetzt kommen sie wieder zu Tage...

13.09.2018 19:48 • #2


Angsthase7000


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Danke für deine Antwort. Wenn ich ehrlich zu mir bin, trifft das auch genau zu. Es fällt mir nur schwer zu akzeptieren, dass sich solche DInge derart auf das Körperliche Befinden auswirken können.
Ich leide schon länger an Dingen wie Einsamkeit, Ängsten und hiermit verbundenen Depressionen. Das Training hat mir eine sehr lange Zeit geholfen, aber die Ursache nicht lösen können, und gerade darauf kommt es letztendlich an.
In letzter Zeit probiere ich mich diesen Problemen zu stellen, gerade was die Einsamkeit angeht. Merke aber auch hier, dass ich oft an mir selber Zweifel und die ganzen Probleme die ich damals verdrängt habe sozusagen wiederkommen (zb Angst nicht akzeptiert zu werden wie ich bin), auch weil mich eine gescheiterte Beziehung zu einem Mädchen in der Vergangenheit sehr mitgenommen hat.

Es fühlt sich so an als ob diese Probleme, die durch Studium und Sport verdrängt wurden bei Konfrontation hochkommen und mich richtig fertig machen. Mier fiel nach der Klausurphase dann erst richtig auf wie einsam ich bin. Viele die ich kenne nehmen sich mit dem Partner eine Auszeit und verreisen oder ähnliches. Ich sehe immer nur mein Studium und hab schwierigkeiten jemanden kennenzulernen bzw Angst.
Dennoch halte ich es für richtig sich dem ganzen jetzt immer wieder zu stellen und nicht aufzugeben (leichter gesagt als getan).
Hat jemand hier ähnliche Erfahrung. Probiert ihr euch den Problemen zu stellen und wird es besser bzw haltet ihr das für eine gute Methode?

15.09.2018 15:24 • #3


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Zitat von Angsthase7000:
auch weil mich eine gescheiterte Beziehung zu einem Mädchen in der Vergangenheit sehr mitgenommen hat.

Wenn ich das lese, bin ich froh, dass ich in dem sensiblen Alter von 16 bis Mitte 20 gar keine Beziehung hatte. Wenn ich sie total geliebt hätte, wäre ich wohl daran zerbrochen. Heute macht es mir nichts mehr aus, verlassen zu werden. Der Preis dafür: Mein Gefühlsleben ist mehr oder weniger abgestumpft.

15.09.2018 22:55 • #4


Gnomenreigen


wenn Du hier so einige Threads mitverfolgst, wirst Du bemerken, dass eine körperliche Erschöpfung auch mit einigen psychischen Erkrankungen einhergehen kann, ja geradezu typisch beispielsweise für eine Depression ist. Das heißt aber nun im Umkehrschluss überhaupt nicht, dass jeder, der sich permanent erschöpft fühlt, eine Depression hat. Es gibt auch viele körperliche, organische Ursachen, z.B. den Stoffwechsel hierfür. Eine Diagnostik findet da wohl eher im Ausschlußverfahren statt.

16.09.2018 00:01 • #5


Ana-A303


Hallo, ich leide auch schon seit Jahren unter dieser Erschöpfung, begonnen mit etwa 14 Jahren. Musste immer nach der Schule oder nach der Arbeit erst mal mich hinlegen und manchmal schlafen. Depressionen wurden vor ca. 20 Jahren diagnostiziert. Aber, man sagt, dass auch eine nicht auskurierte Infektion zu einer Depression führen kann. Bin auch dauernd bei den Ärzten, außer, dass der Entzündungswert leicht erhöht ist, das auch schon seit etwa 3 Jahren, wer weiß noch länger, ist nichts zu finden. Es fällt mir sehr schwer, aktiv zu sein, wenn ich das mal schaffe, bin ich danach gleich wieder 2 Tage total erschöpft...das Schlimmste ist, ich habe schon Einiges versucht und auch immer wieder bei Ärzten gesagt, dass ich mich ständig krank fühle (ähnlich grippale Symptome), aber darauf wird irgendwie nicht eingegangen...

18.09.2018 08:20 • #6



Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser


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