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201831.01




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Klingt doof, wusste aber nicht wie ich es im Titel anders zusammenfassen soll.

Ich bin schon seit über einem Jahr nicht so richtig zufrieden mit meinem Leben, seit ich Job und Wohnung gewechselt habe und mir beides nicht zusagte. Immerhin bin ich mittlerweile soweit, dass ich aktiv bei beidem nach was neuem Ausschau halte. Ich glaube auch mittlerweile erkannt zu haben, was denn die genauen Probleme sind und was ich mir stattdessen in Zukunft von Job/Wohnung wünsche.

Nun wird das halt noch eine Weile dauern, passende Jobs fallen einem ja auch nicht ständig in den Schoß. Jedenfalls fühle ich mich in letzter Zeit wieder richtig losgelöst von allem. So distanziert und kalt. Ich denke, das liegt daran, dass ich mich eben weder im Job noch in meiner Wohnung richtig wohl fühle, weil beides nicht wirklich zu mir passt. Gut fühle ich mich nur, wenn ich mit Freunden zusammen bin und akut Spaß habe, oder zB auf einem Konzert bin oder ähnliches. Also habe ich eben NICHT dieses typisch depressive, dass man sich von allem zurückzieht und nicht mehr rausgeht. Aber im Alltag, wenn ich also zB an einem normalen Wochentag nur arbeiten gehe und danach alleine zu Hause bin, fühle ich mich so richtig, als wenn ich neben mir stehe. Unbeteiligt von der Welt um mich rum und einfach als wenn mich das alles gar nicht erreicht. In letzter Zeit habe ich sogar, wenn ich in einen Spiegel sehe, manchmal kurz so eine Art überraschtes Gefühl nach dem Motto 'oh, das bin dann wohl ich'. Versteht ihr, was ich meine? Ich fühle mich so abgestumpft und flach, und zu Hause hab ich manchmal das Gefühl, ich könnte mich einfach hinsetzen und die Wand anstarren.

Ich vermute das liegt daran, dass ich so lange versucht habe mich mit einem Leben abzufinden, was ich nunmal eigentlich gar nicht will. Ich wollte mich immer dran gewöhnen und gucken, ob ich nicht doch damit klar komme. Und habe ignoriert, dass ich mich unglücklich fühle. Und jetzt, wo ich mich endlich um Besserung bemühe, und versuche was zu ändern, fühl ich mich schon so abgekapselt von allem, dass ich Angst habe, das könnte so bleiben. Vielleicht finde ich ja nie wieder eine Wohnung, in der ich mich wirklich zu Hause fühle und nie wieder einen Job, der mir gefällt.

Auf das Thema antworten

4 Antworten ↓



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Bodensee
632
  01.02.2018 07:41  
Guten Morgen
Du versuchst ja schon mal, an deiner unzufrieden stellenden Situation etwas zu ändern. Kann man sich wirklich an etwas gewöhnen was man nicht will? Ich glaube nicht.
Hast du das Gefühl der angestumpftheit nur zu Hause?



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Bärlin Spandow
5874
  01.02.2018 09:09  
absoluterfreak hat geschrieben:
Aber im Alltag, wenn ich also zB an einem normalen Wochentag nur arbeiten gehe und danach alleine zu Hause bin, fühle ich mich so richtig, als wenn ich neben mir stehe. Unbeteiligt von der Welt um mich rum und einfach als wenn mich das alles gar nicht erreicht. In letzter Zeit habe ich sogar, wenn ich in einen Spiegel sehe, manchmal kurz so eine Art überraschtes Gefühl nach dem Motto 'oh, das bin dann wohl ich'. Versteht ihr, was ich meine?


Das klingt für mich wie eine Depersonalisierung und Derealisation.



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Bodensee
632
  01.02.2018 09:13  
Depersonalisation hätt ich auch gesagt.





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  03.02.2018 15:08  
Mit Depersonalisation/Derealisation habe ich schon einige Erfahrungen. Aber das waren eigentlich immer richtig starke Episoden, die von jetzt auf gleich anfingen. Die letzte ist allerdings schon ein Jahr her. Also es könnte sowas sein, aber wenn dann in einer sehr milden, konstanten Form.

Das Gefühl habe ich fast nur, wenn ich alleine bin, ja. Sobald ich unter Menschen bin ist es weg, und wenn ich arbeiten bin oder sonst irgendwie grade aktiv etwas mache, bin ich soweit abgelenkt und beschäftigt, dass ich es nicht fühle.



Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser

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