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Hi alle miteinander,
ich muss einfach mal schreiben wie es mir geht; ich hab zwar nicht direkt Panik aber stehe unter einer ziemlichen Spannung und fühle mich total konfus; als würde ich neben mir stehen, alles um mich herum scheint unwirklich wie durch einen schleier, ich nehme alles verzerrt und langsam wahr, so kommt es mir zumindest vor und das Gefühl ist so elend weil es mich total verunsichert.....ich bin gerade in der Arbeit und muss mich die ganze Zeit bemühen damit niemand was merkt, immer wenn ich rede beobachte ich mich selbst und fühle mich total komisch, total geschwächt und empfindlich; Angst habe ich auch davor was passieren wird...
kennt ihr dieses Gefühl oder ähnliches, ich spüre mich selbst so wenig, alles um mich herum stresst mich, wenn mich wer anredet, ein bischen hektischer, merke ich wie mein Puls hochgeht, ich hoffe es geht mir bald besser, so eine schei.!
...ich nehme seit ca. zwei Monaten ADs (Fluctine) - kanns auch daran liegen oder ist das nur ne Stimmung? würd mich sehr freuen wenn ihr mir schreiben würdets was ich darüber denkt

Liebe Grüsse, Felix

24.02.2004 13:30 • 13.02.2010 #1


12 Antworten ↓


mir gehts ähnlich nur das ich diese panik habe bevor ich zur arbeit muss

24.02.2004 14:02 • #2



Ich stehe neben mir

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Hallo Felix,

den Zustand kenne ich sehr gut. Im psychologischen heißt das Depersonalisierung. Inwieweit, das mit Fluctine zusammenhängen kann, weiß ich nicht. Da könntest Du mal Deinen Arzt fragen, oder Psychologen, falls Du einen hast.

Ich wünsch Dir alles Gute und auf das sich Dein Zustand bald wieder bessert!

Tamara

24.02.2004 14:18 • #3


Hi, du!

Meiner Freundin und mir geht`s momentan auch so...wir meinten schon, das läge am Wetter...weil es im Bekanntenkreis auch einigen so geht, und die haben definitiv keine Panikattacken oder ähnliches.

Mit deinem Medikament kenn ich mich nicht aus-sorry.

Hoffentlich geht`s uns bald wieder besser!


LG,Gaby

24.02.2004 21:41 • #4


Hallo Felix,

ich kenne diesen Zustand den Du beschreibst sehr gut. Es ist einfach ein schreckliches Gefühl und man kann nichts dagegen tun. Ich hatte es sehr extrem vor zwei Jahren da ich zu diesem Zeitpunkt wahnsinnig viele persönliche Probleme hatte, die sich dann auf meine Psyche gelegt haben. Mir kommt es so vor als würde man so etwas wie ein zweites ich entwickeln...so eine Flucht, die man aber nicht beeinflussen kann. Ich war dann beim Psychologen, hatte aber das Gefühl das er mich nicht ganz ernst nimmt. Er hat mir vorgeschlagen autogenes Training zu machen. Das habe ich auch einige Monate erfolgreich angewendet und mit der Lösung meiner Probleme verschwanden auch die Zustände. Momentan befinde ich mich in einer ähnlich schwierigen persönlichen Lage und meine Zustände beginnen langsam von vorne. Das macht mir sehr viel Angst da man diesen so ausgeliefert ist. Ich hoffe es geht Dir bald besser. Vielleicht versuchst Du es mal mit autogenem Training.
Viel Glück
Tilia

29.03.2004 15:56 • #5


Hallo Felix,

das ist ja wie verhext, mir geht es momentan ähnlich..Ich stelle vieles in Frage, bin öfter, besonders in Streßsituation, nervös und mache mir viel (zu viele) Gedanken über die Zukunft.
Ich kann mir das überhaupt nicht erlären?!
Mein Alltag ist im Moment sehr einseitig, da ich viel arbeite und eine anstrengende berufsbegleitende Weiterbilldung mache,
dadurch bin ich oft allein und denke viel über mich und das Leben nach. Vielleicht hilft uns einfach etwas Abwechslung!!
Ich bekomme diese Phasen zeitweise durch Sport (Laufen, Schwimmen) in den Griff, das hilft wirklich sehr gut und man ist ein paar Stunden ausgeglichen. Auch autogenes Training und Entspannungstechniken kann ich empfehlen, mir fehlt nur leider die Zeit dazu ..
Ist ist auf jeden Fall interessant, dass es mehreren Menschen so geht, hoffe das hier noch viele Ihren Beitrag dazu abgeben!!
Denn Austausch ist wichtig und fördert die Selbsterkenntnis..
Viel Glück Dir (Euch) noch und positiv denken!!
P.S.: Oder liegt es vieleicht an der aktuellen Sternenkonstellation 8obwohl ich nicht im geringsten abergläubisch bin)?
Gruß

29.03.2004 20:28 • #6


Hi du ,
Danke für Deine Antwort, mir gehts jetzt schon viel besser und sowas wie damals als ich diesen Beitrag schrieb hab ich schon lange nicht mehr erlebt; diese Zustände kahmen durch gnadenlose Selbstbeobachtung die ich zum Glück in dieser krassen Form abstellen konnte...ich hoffe dass du auch bald damit klar kommst, mir hilft es einfach zu vertrauen, denn alle Zweifel hemmen nur und machen mich auf nichts aufmerksam was ich sonst übersehen würde, was ich früher immer dachte, vielmehr wird der Kopf so voll mit Gedanken, dass man nichts mehr spüren kann und das is elend!

Gruss, Felix

05.04.2004 13:34 • #7


hallo felix,

mir geht es zur zeit auch so. es ist unterschiedlich. mal beobachtet man sich selbst, mal ist man depressiv, dann schlägt
der puls wie verrückt, man steht neben sich und alles kommt einem wie in zeitlupe vor. man hat angst das etwas nicht stimmt und sich selbst nicht mehr erkennet. aber ich kann dich beruhigen, es geht vielen so. nur damals als ich das nicht hatte, wusste ich nicht einmal das es so etwas gibt. arbeite an dir, treibe sport, denke postiv. die leistungsfähigkeit wird nicht allzu eingeschränkt, selbst wenn man das gefühl hat. medikamente helfen da weniger.
alles gute

10.11.2004 12:11 • #8


Es ist immer wieder beruhigend zu lesen, daß es Leute gibt, die wissen wovon man spricht wenn man dieses blöde Gefühl beschreibt. Wie oft habe ich das schon probiert und nur die, die es schon selbst hatten, verstehen was man meint, andere können es sich nicht vorstellen. Ich weiß nicht, ob man es wirklich Depersonalisierung nennen kann, wie jemand in einer obigen Antwort gemacht hat. Die, die sich diese Namen ausdenken sind doch irgendwelche Fachleute, die dieses Gefühl selbst noch nie hatten. Und das nervt mich weil sie meinen sie wissen was und wie es ist, aber sie haben keine Ahnung.
Wie auch immer, Du bist nicht allein mit diesem Gefühl. Ich war da schon oft drin, mal länger, mal kürzer. Ich kriege dann auch immer Angst, denn es ist ja komisch wenn man sich so fühlt und alles erscheint irgendwie anders. Klingt logisch für mich, daß man dann Angst kriegt. Das Gefühl geht aber immer irgendwann mal weg. Aber es ist wirklich unangenehm.
Ich wünsche Dir ganz viel Glück, daß Du es bald wieder los bist. *drückt Daumen*

29.11.2004 13:10 • #9


Also um ehrlich zu sein finde ich den begriff depersonalisierung sehr treffend. Und diese Fachleute helfen vielen, vielen Menschen diese .. Krankheit zu meistern!!
Ich weiß es ist schwer das zu beschreiben und vielleicht ist es auch von Person zu Person anders. Für mich persönlich finde ich Depersonalisierung sehr treffend. EIn schrecklicher, schrecklicher Zustand in dem man einfach nicht mehr man selbst ist!
Ich hoffe jedoch das ihr es da raus schafft und auch für die zukunft gesund bleibt.
lieben gruß
niente

15.03.2008 19:07 • #10


Ich wollte einfach nur schreiben, das es mir schon öfter ganz genau so gegangen ist! Ich finde es erstaunlich wieviele Leute so einen Zustand hatten oder haben! Beruhigt mich sehr. Jedoch meine Herzangst verschwindet deswegen nicht.

16.03.2008 04:41 • #11


Hi,

ich bin neu hier und das ist mein erster Beitrag den ich schreibe.
Ich leide seit zehn Jahren unter Panikattacken, Depressionen und in psychisch sehr belasteten Zeiten, fängt das mit dem wie du das nennstneben mir stehn auch an. Der fachliche Begriff dafür ist Depersonalisationsstörung - Angst machendes Fremdheitsgefühl sich selbst gegenüber. Oft treten diese im Zusammenhang mit Angsterkrankungen auf, aber sie können auch ohne diese vorkommen.
Eigentlich ist das eine Schutzreaktion deines Gehirns bei großen Belastungen und Erschöpftheit, nur das schlimme dabei ist, daß diese Zustände einen selber mehr belasten. Ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Irgendwie kommt es mir in diesen Momenten immer so vor als ich mich verlieren würde, meinen Verstand, ich komplett verrückt werden würde, irgendwie auch wie auf Dro. und das ist ziemlich angstmachend. Da bekomme ich dann erst recht Ängste und das schlimmste ist, daß man dann nicht aufhören kann sich selbst ständig zu beobachten und zu kontrollieren, ob das Gefühl noch da ist. Ich habe ziemlich viel über meine Krankheiten im Internet und Büchern gelesen und kenne mich, so glaube ich, jetzt ziemlich gut aus nur leider konnte ich mich selbst noch nicht heilen, aber ich nähere mich zumindest einer Heilung und das in schnellen Schritten. Warum es trotzdem 10 Jahre dauerte, war Unwissenheit, ich wußte nicht was los war mit mir und sprach auch mit niemanden darüber, der sich auskannte.
Was ich dir mitgeben möchte ist, daß du keine Angst davor haben darfst, du darfst, so schwer es dir fällt, dich nicht immer selbst beobachten desto schneller vergehen sie auch wieder. Es ist ein Hilfeschrei deiner Psyche, etwas belastet dich, etwas ist dir zu viel, du mußt irgendetwas noch klären, verarbeiten oder ändern. Du wirst nicht verrückt und du verlierst nicht den Verstand so wie es einen manchmal vorkommt.
Das was ich gelernt habe ist, es nicht mehr so schwer zu nehmen, obwohl ich in diesen Momenten auch wieder ganz unten bin, aber danach erhole ich mich wenigstens jetzt schneller und ganz wichtig nicht jedem Psychiater zu vertrauen, denn viele stopfen dich mit Medikamente voll, dosieren dich über oder du bekommst welche wo es dir dann noch schlechter geht. Da vertraue ich nur mehr auf mich, welche mir passen.
Meine Zustände vergehen jetzt schneller und irgendwie habe ich das Gefühl ich kann sie auch wieder los werden wenn ich will. Je schneller du das dir verinnerlichst und davon komplett überzeugt bist, desto weniger Angst und Stress übst du auf dich aus und die Zustände vergehen wie nix.
Natürlich können sie ab und zu wieder vorkommen in deinem Leben, wenn du unter großer Belastung stehst, aber sie vergehen dann auch schnell wieder und du kannst zumindest sagen, daß du eine gute Kommunikation mit deinem Unterbewußtsein hast. Dadurch ändert sich dein Leben, deine Einstellung zu dir selbst in etwas Besseres als du es sonst wahrscheinlich je so geändert hättest, denn du gehst an deine tiefsten Probleme ran, die du zu lösen versuchst. Seh es positiv, nicht als eine Belastung. LG

17.03.2008 16:11 • #12


hallo ... hab mich nur hier angemelden um danke zu sagen, weil es mir jetzt schon einwenig besser geht. Hab dieses Gefühl seit tagen.Ich kenne das Gefühl schon von früher ( vor 11 Jahren ) da hatte ich aber immer gleich Panik bekommen und musste dann in die Klinik. Mit der Panik kann ich eigentlich jetzt ganz gut um gehen, weil ich weiß das ich köperlich gesund bin aber mit dem anderen ist es da schon nen bisschen schwieriger aber ich weiß das ich nicht der einzige bin und das ich an mir arbeiten muss das ich mich besser fühle ...

Gruß
swenieboy

13.02.2010 15:27 • #13



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