Pfeil rechts

guten abend,

bin jetzt seit ca. 12 jahren an einer generalisierten angsstörung erkrankt. war deshalb vor nem jahrzehnt in behandlung-ambulant. glaube depression hab ich schon ewig und seit ca. 4 jahren die spielsucht. gehe arbeiten im einzelhandel und es macht mich fertig. manchmal frage ich mich wieso ich das alles noch mitmache und mich quäle. Alk. trinke ich neuerdings auch sehr viel. fühle mich allein gelassen mit allem. wohne seit ein paar jahren in einer deutschen großstadt und habe keine kontakte geknüpft. die einzigen sozialen kontakte erlebe ich auf der arbeit. dort empfinde ich diese aber immer mehr als lästig. bin eh schon dauer angespannt und gestresst und sobald mich einer im verkauf anspricht bin ich auf der oberfläche ganz freundlich, aber in mir brodelst! gehe zur arbeit wobei ich schon beim betreten denke ich stolper nun und mir passiert sonst was peinliches. bin nun inzwischen 30 und stehe nun vorm wendepunkt, denn dies alles kann ich nicht mehr länger mitmachen. ich brauche ne veränderung. ach ich weiß auch nicht weiter. ich hab schon fast ewig n benommenheitsgefühl. war nie deswegen krank geschrieben oder wegen der anderen mentalen sachen. habe 2 ausbildungen absolviert und fühl mich trotzdem als versager und einsam. naja... das wars fürs erste

08.04.2015 00:35 • 18.04.2015 #1


21 Antworten ↓


Luna70
Erstmal herzlich willkommen hier bei uns. Ich hoffe, du wirst hier viele Menschen finden, mit denen du dich austauschen kannst.

Bist du momentan gar nicht in Behandlung, auch nicht wegen der Spielsucht?

08.04.2015 13:21 • #2



Fühle mich als Versager - Spielsucht und depressiv

x 3


Icefalki
Ups, dir geht es aber echt schlecht. Und deine vielen Probleme.

Sei so gut, in deinem eigenen Interesse, lass dir therapeutisch helfen.

Und wie wäre es mit einer Selbsthilfegruppe gegen deine spielsucht. Menschen mit gleichen Problemen können sehr gut für einander Dasein.

08.04.2015 13:30 • #3


Hallo,

wie sieht es bei dir familiär aus ? Hast du Eltern, Geschwister oder andere Verwandte, mit denen du mal reden könntest ?

Macht dir dein Beruf vom Grundsatz her (noch) Spaß ?

Mit der Kombination Alk./Spielsucht ist nicht zu spaßen.
Du musst aufpassen, dass du da nicht in eine Schuldenspirale gerätst und am Ende noch deinen Job verlierst.

Gibt es denn niemanden, dem du dich mal mit all´deinen Problemen anvertrauen kannst ?

Dir muss dringend jemand helfen. Bitte suche dir aktiv Hilfe !

08.04.2015 13:37 • #4


ja mit meinen eltern schon, aber das ist auch mit der zeit schwieriger geworden vor allem durch das spielen. sie wohnen ca. 300 km entfernt von mir. haben mich immer bei allem unterstützt und so. an geld hats mir nie wirklich gemangelt. naja bis ich anfing zu zocken seit 4 jahren. seit dem geht es den bach runter mehr denn je. monatsgehälter gleich am tag der überweisung verspielt. das ersparte geld was meine eltern für mich sparten auch und kam ich auf die idee mir kreditkarten schicken zu lassen. die sind auch immer überzogen bis zum limit. spielen macht schon lange keinen spaß eig. nur in dem moment wo ich auf was gesetzt habe und das spiel verfolge, denn dann schwinden alle negativen gefühle und stimmungen. bin dann wie betäubt. danach kommt meistens das erwachen, wenn ich so wie jetzt geld für nichts habe. naja was mich auch immer nervt. irgendwie bin ich nie entspannt. gleich morgens nach dem aufwachen fühle ich mich minuten später so als hätte mir jemand mit ner bratpfanne eins über den schädel gezogen. das zieht sich durch den ganzen tag. obwohl ich im einzelhandel arbeite fällt es mir teils leicht teils schwer diese durchzuführen. bin nämlich meistens stark verunsichert aufgrund des psychischen befindens und kommunikation ist eig. auch nicht so meine wahre stärke. fühle mich von mir selbst gestresst und bedrängt und dann muss man trotzdem leute beraten. das ist ziemlich stressig für mich und belastend. oft hole ich mir, wenn geld da ist 3 B. auf einen schlag zum trinken nach feierabend. schon morgens auf dem weg zur arbeit hoffe ich dass ich diese irgendwie überstehe. naja und dann das spielproblem das auch ständig ne belastung ist. ist halt grütze, wenn nich mal geld fürn mineralwasser da ist, obwohl ich 42 stunden die woche arbeite. manchmal denke ich dieses leben ist schon jetzt so verdorben, dass ich am liebsten mich umbringen würde. durch die depression die ich habe denke ich. habe ich den ganzen tag eh keine freundlichen gedanken. glaube fremde finden mich sympathisch auf der einen seite, aber auf der anderen seite durch meine starre mimik und dass ich nie lache komisch...

10.04.2015 22:42 • #5


Icefalki
Du gehst jetzt bitte in eine Klinik und lässt dir helfen. Es ist höchste Zeit dafür.

Eigentlich weißt du es selbst. Hole dir bitte professionelle Hilfe. Hier können wir nur mit dir sprechen und dir raten. Aber bitte sei stark, alleine schaffst du das nicht mehr.

10.04.2015 22:49 • #6


ich habe leider angst vor dem was meine menschen von mir denken könnten, deshalb zieh ich das alles noch irgendwie durch...

10.04.2015 23:07 • #7


ich trinke jetzt erstmal B. nummer 3 und 4

10.04.2015 23:10 • #8


Ich habe auch mal so gedacht wie du...ja nicht den geliebten menschen zeigen wie es um mich steht
aber glaube mir es ist keine schande...denn nur wenn du dich öffnest kann dir auch geholfen werden
Spielsüchtig war ich auch und das über eine sehr sehr lange zeit...ich hatte manschmal noch nicht einmal
geld für ein stück brot...aber irgendwann dachte ich jetzt reicht es und hab mich selbst aus diesem sumpf gezogen
Du hast diese kraft auch...auch wenn dus nicht glaubst...geh bitte deine propleme an...und du wirst sehen es lohnt sich

10.04.2015 23:19 • #9


wie bist du es angegangen nofear.. ?

10.04.2015 23:24 • #10


Ich weiss jetzt nicht was du genau spielst...zu meiner zeit waren es die geldautomaten...
und genau wie bei dir hat das spielen irgendwann keinen spass mehr gemacht...ich war nur noch
fertig wenn ich kein geld mehr hatte...bestes beispiel...morgens um 8 in den spielsalon bis um 10 uhr abends...1200 dm weg
dann mit dem euro ging es noch schneller...und dann habe ich mir gedacht für was das alles...nur das die spielketten noch reicher werden
und das mit meinem erschufteten geld...ich steh da und hab nix zu fressen und bin seelisch und körperlich am ende...NEIN das muss aufhören
und ich habe es geschafft...seit dem keinen fuss mehr in einen spielsalon
Vielleicht wirst du lachen...aber ein tag im spielsalon war für mich zermürbender als wenn ich den ganzen tag steine geschleppt hätte
Übrigens die proplematik im einzelhandel kenne ich auch...habe auch früher da gearbeitet

10.04.2015 23:43 • #11


Black Sheep
Zitat von NoFear63:
Ich weiss jetzt nicht was du genau spielst...zu meiner zeit waren es die geldautomaten...


Same Story here......wenn die 63 dein Baujahr ist sind wir sogar im selben Alter, ich denke zocken wird irgendwann zur Selbstbestrafung, man sitzt Stundenlang vor 2 - 3 Automaten bemitleidet sich selbst, sagt sich was man doch für ein Vollidiot ist, und das man jetzt doch besser nach Hause geht, und landet wie ferngesteuert an der Kasse und hört sich sagen das man doch noch Geld wechseln will....

Ich habe ziemlich schnell mitbekommen das es nicht ums gewinnen ging, weil wenn ich was gewonnen habe, ist das auch wieder in den Kisten gelandet...es musste so enden das ich ohne einen Pfennig in der Tasche, aus den Läden rauskam....mit einer Mischung aus Verzweiflung und Selbsthass.

Aus heutiger Sicht, war es eine Suche und eine Flucht vor einem mir spießig erscheinenden Leben, Arbeiten > Schlafen > Heiraten > Sterben, ich denke unbewusst machen das viele durch, manche landen bei D r o g e n, manche bei A l k o h o l, andere beim zocken, oder werden süchtig nach S e x.

Für viele endet diese Phase nach der Jugend, sie kommen irgendwo an, oder akzeptieren das das Leben so ist wie es ist, oder sie finden etwas das sie ausfüllt, das sie lieben, und das ihnen Spaß macht, sie leben ihre Träume, oder hören einfach auf danach zu suchen....

11.04.2015 06:59 • #12


@der_verschlossene:

Welche Spiele spielst du denn?

Ich halte "Spielsucht" für eine Krankheit. Das kann man ja keinem sagen, weil dir jeder sagen wird, "hör doch einfach auf", aber weil es eine Krankheit ist, geht das eben nicht.

Mich würde interessieren, von welchen Spielen du süchtig bist?

Automaten, Pokern....? Ich frage, weil ich interessiert, ob ein unterschiedliches "Abhängigkeits-Potential" besteht.

Gibts Spiele, die harmloser sind oder ist Spiel gleich Spiel?

11.04.2015 09:17 • #13


Vielleicht kommt ja noch ne Antwort.

12.04.2015 18:42 • #14


hey sorry bin erst jetzt wieder angemeldet. am anfang spielte ich an automaten irgendwann bin ich auf fussballwetten oder allgemein auf sportwetten umgestiegen. dort machte ich bis jetzt auch die größten verluste. höhepunkt dieses jahr ich kann auf das konto zugreifen worauf sich 27 000 befunden haben. meine eltern hatten das geld für mich gespart. inzwischen bin ich auf 15 000 runter. meine eltern würden mir vermutlich den kopf abreißen, wenn sie das wüssten. gelegentlich finde ich mich in einer spielothek wieder, aber dort reizt es mich nicht so sehr zu spielen, da mich ein geringer einsatz nicht befriedigt. es müssen schon 200 bis 1000 euro pro fussballwette sein. dauert nicht mehr lang bis der totale zusammenbruch kommt

13.04.2015 00:18 • #15


Man Verschlossener...du musst wirklich die bremse ziehen..bevor es zu spät ist
Ich kenne das alles...erst automaten...dann sportwetten...aber weisst du was das proplem bei Sportwetten ist...
früher konntest du noch auf die favoriten setzen...heute geht das nicht mehr...jeder kann gewinnen
Bitte tue mir und vor allem dir den gefallen...such dir hilfe...denn wenn nicht sind die 15000 auch irgendwann weg...das weisst du
Halte dir vor augen was du deinen eltern damit antust...die sparen für dich und du bringst alles durch
Ich habe sogar meine mutter beklaut damals...nur das ich in die Spielo konnte...schäbiger ging es einfach nicht
Bitte Hör Auf!

13.04.2015 00:41 • #16


Black Sheep
Zitat von derverschlossene:
meine eltern würden mir vermutlich den kopf abreißen, wenn sie das wüssten


Und genau da fängt dein Weg zurück ins Leben an, Mach reinen Tisch mit deinen Eltern, überlegt euch zusammen Lösungsstrategien, versperre dir selbst den Weg zu diesem, und deinem Girokonto Konto, wenn du es allein nicht schaffst such dir Hilfe eventuell Eine Selbsthilfegruppe, Du hast den ersten Schritt schon getan in dem du das hier erzählt hast, weiter so, hör auf dich zu bemitleiden, und geh das Problem an.

Ich will dir nichts vor machen, mit deinen Gefühlen und Entscheidungen wirst du ganz allein sein, aber Nein zum zocken kannst nur du selbst sagen.... hier in deinem Thema sind Leute die das geschafft haben, die am selben Abgrund gestanden haben wie du, und wir sind kein Stück stärker als du.

Und noch was, es ist nie zu spät für den Rückweg, klar du hast S c h e i ß e gebaut, wer von uns hat das nicht....

13.04.2015 04:49 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Bennie
Zitat:
Aus heutiger Sicht, war es eine Suche und eine Flucht vor einem mir spießig erscheinenden Leben, Arbeiten > Schlafen > Heiraten > Sterben, ich denke unbewusst machen das viele durch, manche landen bei D r o g e n, manche bei A l k o h o l, andere beim zocken, oder werden süchtig nach S e x.


Eine Flucht vor dem Arbeiten.. das mag sein und das würde ich auch so untertreichen, auch wenn ich noch nie in der Form Spiel-Süchtig war das ich mal mehr als 50 Euro auf ein Jahr gerechnet in Wetten etc. gesteckt hätte.

Aber ich frage mich natürlich nach dem "Warum"..
Warum geht man in ein Cas. oder setzt sich an einen Spielautomat, schließt eine Fußballwette ab etc. ?
Dahinter steckt die Sehnsucht nach mehr.. nach dem was in unserer Gesellschaft zum überleben und erfüllen unserer Wünsche das wichtigste ist !
Kein Partner, keine Familie.. auch kein Job der einen müde macht, sondern Geld !

Niemand der über den Verstand eines 3-Jährigen Kindes heraus gewachsen ist, setzt sich mit dem Gedanken an "oh toll, da drehen sich 3 Räder und es sind bunte Früchte zu sehen" an einen solchen Automat.
Man möchte gewinnen... sich bereichern, in kurzer Zeit Geld verdienen ohne für 5 Euro Netto die Stunde irgend etwas zu machen, das ohnehin ja keinen Spaß macht.

Aber wie es natürlich so schön ist..
Die einzigen Gewinner sind die Casinos/betreiber dieser Automaten.
Und gerade im Computerzeitalter kann man mir keiner mehr erzählen, das diese Dinger noch ansatzweise fair ausspielen, ja selbst bei *beep* ist es keine Seltenheit das 20 mal die selbe Farbe folgt.. (mathematisch möglich.. aber so unwahrscheinlich wie ein 6er im Lotto) oder das solche Spiele sich dem Spieler anpassen, sofern man ein bestimmtes Muster verfolgt.

Ich glaube auch gerne das man danach süchtig werden kann, aber eine Flucht vor einer "spießigen" Gesellschaft sehe ich darin nicht, sondern einfach nur den Versuch das zu bekommen was einem verwährt bleibt. (Wer träumt denn nicht von reichtum ?)

Alk. und Dro... das sind eher Mittel von verzweifelten, mit sich selbst unzufriedenen Menschen die versuchen, sich eine andere Realität zu schaffen.
Sex... nunja das ist ein Thema für sich, jedoch bin ich der Meinung das so etwas wie Sex-Sucht nichts anderes als ein Schutzmechanismus um wenigstens überhaupt noch Spaß empfinden zu können, wenn alles andere keinen Spaß mehr macht.
Daher dürften frustrierte, arbeitslose Stubenhocker sicher auch fixierter auf Sex sein als der herkömmliche Durchschnitt.

Zitat:
Ich halte "Spielsucht" für eine Krankheit. Das kann man ja keinem sagen, weil dir jeder sagen wird, "hör doch einfach auf", aber weil es eine Krankheit ist, geht das eben nicht.

Das sehe ich anders..
Es mögen vielleicht viele psychische Faktoren zu Grunde liegen oder gar andere psychische Erkrankungen oder Defizite damit man spielsüchtig wird, aber als "Krankheit" kann und möchte ich ein unkontrolliertes Verhalten nicht direkt beschreiben.
Das wäre in etwa so, als wenn man sich das Bein abhackt und sagt es handle sich um eine Krankheit...

Verzweiflung spielt da denke ich eine Rolle... vielleicht auch die Unfähigkeit gewisse Situationen richtig zu reflektieren.
Jeder spielsüchtige wird sich sicher sagen "es ist im grunde nicht möglich ein plus zu erzielen" aber dennoch wirft er ein und wirft wieder ein nach dem Motto "morgen ganz bestimmt".

Ich kann nur lediglich sagen, was ich an diesen Automaten mache..
(Ja ab und an war ich mal im Cas. für 10 Euro... ja das reicht mir und mehr werfe ich da nicht rein).
Solche Slots habe ich nie gespielt.. macht gar keinen Sinn, weil es einfach nur unmöglich ist dort zu gewinnen.
Man gewinnt einen kleinen Betrag und ist eigentlich im Plus.. aber anstatt das man sagt "hey jetzt habe ich statt 10, 13 Euro" macht man weiter.
Dann geht es runter auf sagen wir einmal 9 Euro... und dann ist man so bescheuert und denkt sich "das hole ich wieder rein"... ehe man sich versieht ist dann alles weg.

Mit was für Summen ihr hantiert habt, schockt mich wirklich ein wenig.. ich weis nicht einmal wie 15.000 Euro aussehen !
Da pack ich 5.000 drauf und kaufe mir ein kleines Eigenheim !

13.04.2015 05:20 • #18


Zitat von Black Sheep:
ich denke zocken wird irgendwann zur Selbstbestrafung, man sitzt Stundenlang vor 2 - 3 Automaten bemitleidet sich selbst, sagt sich was man doch für ein Vollidiot ist, und das man jetzt doch besser nach Hause geht, und landet wie ferngesteuert an der Kasse und hört sich sagen das man doch noch Geld wechseln will....

Ich habe ziemlich schnell mitbekommen das es nicht ums gewinnen ging, weil wenn ich was gewonnen habe, ist das auch wieder in den Kisten gelandet...es musste so enden das ich ohne einen Pfennig in der Tasche, aus den Läden rauskam....mit einer Mischung aus Verzweiflung und Selbsthass.

Aus heutiger Sicht, war es eine Suche und eine Flucht vor einem mir spießig erscheinenden Leben, Arbeiten > Schlafen > Heiraten > Sterben, ich denke unbewusst machen das viele durch, manche landen bei D r o g e n, manche bei A l k o h o l, andere beim zocken, oder werden süchtig nach S e x.

Für viele endet diese Phase nach der Jugend, sie kommen irgendwo an, oder akzeptieren das das Leben so ist wie es ist, oder sie finden etwas das sie ausfüllt, das sie lieben, und das ihnen Spaß macht, sie leben ihre Träume, oder hören einfach auf danach zu suchen....

Boah, was sprichst du mir aus dem Herzen!
Nur bei mir voll auf das Essen bezogen.

Und der letzte Abschnitt trifft es so richtig.
Aber ich höre nicht auf meinen Traum irgendwann zu leben.
Dann bekommt mein Leben mehr Sinn.

13.04.2015 06:37 • #19


Black Sheep
Zitat von Bennie:
Dahinter steckt die Sehnsucht nach mehr.. nach dem was in unserer Gesellschaft zum überleben und erfüllen unserer Wünsche das wichtigste ist !
Kein Partner, keine Familie.. auch kein Job der einen müde macht, sondern Geld !

Niemand der über den Verstand eines 3-Jährigen Kindes heraus gewachsen ist, setzt sich mit dem Gedanken an "oh toll, da drehen sich 3 Räder und es sind bunte Früchte zu sehen" an einen solchen Automat.


Ich kann in dieser Beziehung nur meine Erfahrungen schildern, und die Meinung die sich daraus ergibt, eine kurze Zeit am Anfang geht es vielleicht ums Geld, die Geschichte ist komischer Weise immer ziemlich ähnlich, man hat von nichts ne Ahnung, probiert es mal, und gewinnt einen relativ großen Betrag.....man nimmt dieses Geld mit und kann sich was schönes davon leisten, so weit so gut.

Danach probiert man es wieder und wieder, die Gewinne können schon lange nicht mehr die Verluste decken, und man macht trotzdem weiter, das gewinnen rückt total in den Hintergrund, man ist wie ferngesteuert, es geht nur noch um das Risiko, Alles oder Nichts.

Und natürlich steckt dahinter die Sehnsucht nach mehr....aber nicht nach Geld, auf jeden Fall, ist es bei mir nicht so, ich wäre mit einer Million auf dem Konto auch nicht glücklicher als jetzt, Geld ist nützlich ohne Frage, aber sieh es dir mal genau an, es ist nur bedrucktes Papier....

Meiner Meinung nach fängt jede Sucht in dem Moment an wo man glaubt, das man etwas gefunden hat das einem immer gefehlt hat, am Anfang macht man es aus Spaß, oder wegen des Genusses, wie Flocke mit dem Essen, oder andere Menschen mit dem A l k o h o l, es gibt nichts das man nicht exzessiv, betreiben kann, sei es schoppen, oder etwas sammeln, oder etwas konsumieren, und ja, das ist die Sehnsucht nach mehr....nach mehr Leben

Das Problem fängt in dem Moment an wo du dir selbst sagst "Heute nicht" und es dann trotzdem tust.

Sucht als Krankheit.....in meinen Augen nicht.

13.04.2015 09:25 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser