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Hallo meine Lieben! Ich war im Januar für 4 Wochen in der Psychiatrie bzgl Medikamenteneinstellung. Dort ist es mir super gegangen, bis auf ein paar Panikattacken. Die Medikamente wirkten sehr gut und ich hatte ein sehr gutes Gefühl als ich entlassen wurde. Die erste Zeit Zuhause ging auch noch super und dann fing es wieder an. Ich bekam so schlimme Angst und Panikattacken das ich glaubte ich dreh total durch...

Nach langem hin und her hab ich beschlossen ich fahr dort wieder hin und lass mich ambulant behandeln... gut,ich war heute dort,bekam ein neues Medikament dazu... ich schilderte der Ärztin wie ich mich fühle... das ich panische Angst habe ich könnte sterben, ich keine Freude mehr an irgendwas habe,immer müde bin,mir Krankheiten einbilde oder und das ist das schlimmste für mich, dass mir irgendwas passiert und ich meine Kinder nicht mehr erkennen würde (oh mann dieser Gedanke bringt mich zum heulen)

Daraufhin war die frage ob ich wieder stationär da bleiben will... ich hab dies verneint weil ich in 2 Wochen heirate (auf das freu ich mich wahnsinnig)

Dann das neue Medikament besprochen und den Arztbrief bekommen. Dort steht drin ' latenter Lebensüberdruss'... kann mir vielleicht irgendjemand sagen was das heißt? Ich bin ratlos.. im Internet steht Suizidgedanken... stimmt das? Denn auf die Frage ob ich solche Gedanken habe, habe ich nein gesagt. Ich bitte jemanden der es weiß,mir zu erklären was das wirklich heißt. Danke im voraus

31.05.2017 20:11 • 01.06.2017 #1


24 Antworten ↓


ollie69
vielleicht hilft das hier:

latent beschreibt etwas als vorhanden, aber (noch) nicht in Erscheinung tretend.

Das Taedium vitae (lat.: Lebensekel, Lebensüberdruss) ist ein vom römischen Philosophen Seneca, einem Stoiker, geprägter Begriff, der in der Psychoanalyse den Verlust oder die Verminderung der Lebensfreude bei depressiven Syndromen bezeichnet.

das hört sich für mich nicht wie Suizidgedanken an...

das wird wohl eine unspezifische Bezeichnung aus dem Arztdeutsch sein,die den groben Bereich der Erkrankung beschreibt...

31.05.2017 20:46 • #2



Es nimmt kein Ende!

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Vielen dank für die Antwort. Ja diese ganzen Ärztebriefe sind manchmal schwer zu verstehen. Hmm...

31.05.2017 20:50 • #3


Diese Angst macht mich noch verrückt. Dieses Gefühl ich würde mich selber nicht mehr spüren macht mich wahnsinnig. Ständig das Gefühl verrückt zu werden. Wie als hätte ich 'Watte im Kopf'... es macht mir so Angst. Ich merke wie ich gerade schwer luft bekomme.. ob ich ersticke? Ich dreh durch... das gefühl gerade ich würde meine beine nicht spüren... das gibts doch alles nicht. Was ist nur los mit mir? Oft denk ich mir wenn ich keine Kinder hätt,ich würd mich ins Auto setzen und am liebsten wo gegen fahren und mit einem Schlag wär alles aus. Keine angst mehr... keine panikattacken mehr... ich kann einfach nicht mehr! Was ist nur aus mir geworden...

31.05.2017 21:50 • #4


Leider habe ich keine Tipp für dich, weil es mir im Moment genauso geht....

Möchte dir aber ganz viel Kraft schicken...

31.05.2017 22:24 • x 1 #5


Danke,kraft schick ich dir ebenfalls!

31.05.2017 22:27 • #6


Wir Schaffen das.... Für unsere Kinder.....

Deine Symptome kenne ich eins zu eins... Sich nicht spüren... Watte im kopf, Angst zu ersticken... Das Gefühl verrückt zu werden...

Bin im Moment stationär... Ich hoffe sehr dass meine Medikamente auch bald wirken...

31.05.2017 22:30 • #7


Ja WIR MÜSSEN es schaffen. Es ist unerträglich. Ich glaub ich sterbe jeden Moment... oh mein gott
welche Medikamente nimmst du wenn ich fragen darf?

31.05.2017 22:33 • #8


Nein.... Di wirst nicht sterben...

Versuche dich runter zu fahren...

Im Moment cipralex 10 mg und etwas tavor... In 2 Wochen kommt evtl noch Seroquel dazu....

31.05.2017 22:37 • #9


Cipralex hab ich auch mal genommen aber von den hab ich soviel zugenommen. Seroquel nehm ich 2 am tag. Aber es scheint nicht so das richtige zu sein.

31.05.2017 22:41 • #10


Ich finde die Beschreibung falsch. Jeder der unter Ängsten und Panikattacken leidet hat mal das Gefühl, "Ach wie einfach es wäre wenn ich das alles nicht hätte, ich bin so müde"...DAS bedeutet keinesfalls das auch nur ansatzweise ein Lebensüberdruss besteht, sondern einer von diesen Unannehmlichkeiten, die einen das sagen oder denken lässt.

Also Sonne, vor 1,5 Monaten hatte ich sehr starke Depressionen, Panikattacken, Ängst, schuldgefühle etc. ...das alles ist nur ein winziger Bruchteil seiner selbst, ohne Therapie, ohne viel Medikamente, einfach über Eigentherapie.

Bleib erst mal stationär und nimm deine Medikamente, ich hoffe das du es schaffst. Danach überlege ob du selbst was in Angriff nehmen willst.

31.05.2017 22:43 • #11


Hat cipralex denn wenigstens gegen die Symptome geholfen?

Dass Seroquel soll ich evtl zusätzlich nehmen um das cipralex zu verstärken in der Wirkung. Wenn ich das heute vom Professor richtig verstanden habe.

31.05.2017 22:44 • #12


Ja murmelinchen das cipralex hat mir sehr gut geholfen aber ich muss auch sagen das ich von dem 30 kg zugenommen habe. Dementsprechend ist auch mein Selbstwertgefühl. Beim Seroquel,hm naja ob ich eine Wirkung merke? Es ist halt ein Zusatzmedikament,von dem her schwer zu beurteilen.

Und IchLiebeEuchAlle... es war noch nie so schlimm wie jetzt... was noch hinzukommt... ich hab 2 Kinder,die große geht Schule,die kleine in den Kiga und jetzt ist sie 4,5 Jahre,kann fast nichts reden... ihr Papa hat sie mit 1,5 Jahren gewürgt. Sie hatte einen Sauerstoffmangel und dadurch diese Beeinträchtigung. Wochenweise geh ich zur Frühförderin,Logopädie und Ergotherapie nur ich seh keinen Fortschritt. Das kratzt sehr an den Nerven. Nach der Geburt von da kleinen bekam ich die Wochenbettdepression... ich konnte sie nicht annehmen. Deswegen auch diese Schuldgefühle...

01.06.2017 07:27 • #13


Oh meine liebe.... Auch bei mir fing es in der Schwangerschaft an....

01.06.2017 07:49 • #14


Es ist unglaublich oder? Freust du dich auf dein Kind? Ich hatte mich bis zur letzten Wehe wahnsinnig gefreut... es verlief auch alles komplikationslos. Doch als sie mir auf die Brust gelegt wurde fing es an... ich glaubte es ist nicht mein Kind... sagte zur Hebamme sie soll sie bitte runternehmen,ich will sie nicht. Ich hab nur geweint... immer wieder die Frage gestellt was ist mit mir los? Diese Schuldgefühle... ich hatte keine Bindung zu ihr. Und heute wenn ich sie anschau... ach Mensch mir kommen die Tränen... sie war so klein.. und ich konnte ihr die Mutterliebe nicht geben. Heute plagt mich der Gedanke das sie vielleicht nicht für mich bestimmt ist. Vl hat sie eine andere Mutter besser verdient. Und dann sag ich aber wieder sie ist meine kleine,mein ein und alles. Für beide kinder würde ich alles tun! Nur diese Gedanken. Oh man ich mag nicht mehr. Ich bin am Ende!

01.06.2017 08:00 • #15


Mein kleiner ist inzwischen 11monate alt.... Ich habe ihm gegenüber auch ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil ich in dieser Situation stecke. Momentan bin ich im Krankenhaus.... Lasse mich auf Tabletten einstellen.

Ich hoffe so sehr dass es nun bald ein bisschen Berg auf geht. Ambulante Therapie mache ich schon seit letzten Mai.

Mir sagte man gestern gerade, dass ich sehr starke Gedanken habe und dies soll ich versuchen nun Andersrum einzusetzen. Aber das ist gar nicht so leicht....

01.06.2017 09:27 • #16


Ich werde mich nach der Hochzeit auch wieder stationär behandeln lassen,soviel steht fest. Ich habe aber keine hoffnungen mehr das irgendwas hilft. Glaub,ich werd mein ganzes Leben so leben müssen.

01.06.2017 09:46 • #17


Nein nein nein...

Wie schaffen das!

01.06.2017 09:52 • #18


Mhm... meine güte...

01.06.2017 10:12 • #19


petrus57
Zitat von Murmelinchen:
Mir sagte man gestern gerade, dass ich sehr starke Gedanken habe


Du leidest wohl wie viele hier unter Zwangsgedanken. Bei mir kommen die auch immer in Phasen. Die scheinen wohl vermehrt aufzutreten wenn ich unter Stress stehe.

01.06.2017 10:14 • #20



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser