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SteffiAnna
Seit der Quarantäne hab ich sehr viel Zeit nachzudenken und damit hat sich auch mein Bild mir selbst gegenüber nicht verbessert.
In manchen Momenten hasse ich mich so sehr, dass ich der Überzeugung bin meine Leben sei so eine große Demütigung dass ich es am besten beenden sollte.
Kurz vor der Quarantäne hatte ich echt das Gefühl dass es nachdem ich seit Oktober in ein ziemlich großes Loch gefallen bin, langsam wieder bergauf geht und meine psychische Lage stabiler wird. Ich wollte sogar den Schritt wagen und mir zusätzlich professionelle Hilfe holen.
Anfangs habe ich die Quarantäne gut gehandhabt. Ich hatte regelmässig Onlineunterricht und habe viel für die Schule gemacht.
Jetzt hat sich aber meine mentale Lage wieder verschlechtert und ich bekomme wieder nichts mehr gebacken.
Ich kann mich nicht konzentrieren. Mein Gehirn fühlt sich manchmal so an als hätte man diesem jegliche Energie entzogen. Als könnte es nicht mehr arbeiten, keine einzige Information mehr aufnehmen. Einfach wie ein großer Haufen Matschepampe in meinem Kopf.
Ich versuche so oft meine Gedanken zu sortieren, zu versuchen das Chaos in meinem Kopf zu Worten zu machen aber scheiter kläglich daran. Ich habe Tage an denen ich Worte für nichts finden kann.
In manchen Momenten wünschte ich mir, man würde mir endlich den Mut geben mein Leben zu beenden. In anderen Momenten bin ich ganz weit weg von diesen Gedanken.
Ich weiss nicht ob ich eine Depression habe, aber dass meine psychische Lage nicht gesund ist, da bin ich mir doch relativ sicher.

Ich weiss nicht wie ich weiter machen soll.
Ich habe manchmal das Gefühl keine Energie dafür zu haben mir ein Leben aufzubauen.

Mir gehts aber auch nicht immer so schlecht. Ich habe auch Tage an denen es mir echt gut geht. Ich hab oft das Gefühl als würde ich eine "psychische Krankheit" oder "Depression" (in Anführungszeichen weil bei mir noch nichts diagnostiziert wurde) simulieren um eine ausrede zu haben warum ich so bin wie ich bin. Ich habe manchmal irgendwie angst das so wie ich bin einfach mein Charakter ist und keine "Krankheit" (ich weiss hört sich total dämlich an).

15.04.2020 00:23 • 16.04.2020 #1


2 Antworten ↓


Safira
Hey SteffiAnna, wohnst du bei Deinen Eltern? Kannst du mit ihnen reden?

Diese viele Zeit zum Nachdenken kenne ich auch. Es ist wirklich nicht einfach gerade. Besonders in nicht so guten Momenten schlägt es dann so richtig zu. Du kannst aber versuchen dem entgegenzuwirken und genau dann etwas zu tun. Sport oder rausgehen. Einfach den Kreislauf unterbrechen.

15.04.2020 00:36 • x 2 #2


SteffiAnna
Leider kann ich mit meinen Eltern über so etwas nicht reden.. Ist aber eher mein Problem.. Ich kann einfach mit niemanden über sowas reden, ich kann einfach niemanden an mich und meine Gefühle ranlassen.

16.04.2020 00:28 • #3




Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser