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Hallo jemand da der auch so furchtbare Angstzustände hat??
Habe unheimliche Angst vor längeren Autofahrten ( 20 min +..) und vor allen Orten wo keine Toiletten in der Nähe sind! Das geht so weit das ich oft in der Schule fehle, nicht mehr in Discotheken gehe und immer mehr den Anschluss zu anderen Leuten verliere!!
Wäre sehr froh wenn sich jemand melden würde der änliche Erfahrungen gemacht hat, durchmacht oder einfach mir "zuhören" kann Also liebe Grüße

02.06.2005 18:47 • 20.11.2005 #1


15 Antworten ↓


Bei mir ist es glaub ich ähnlich, zumindest habe ich auch öfters in der schule gefehlt, wegen meinem problem! Wie sind denn deine Symptome? Würde dir gerne zuhören!
Viele Grüße

03.06.2005 11:50 • #2



Angst verschlimmert RDS!

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hallo naaf
ja diese angstzustände sind glaub ich in unserem fall ziemlich normal. ich kann nicht mal in ein geschäft einkaufen gehn, wenn ich nicht weiss, wo dort das klo ist. und discotheken meide ich sowieso, auch wenns dort klos gibt, aber die können ja grade besetzt sein, wenn ich muss. autofahren ist für mich dann weniger problem, wenn ich allein im auto bin. notfalls mach ich im auto, oder einfach in der botanik. bei einem stau oder so krieg ich allerdings panik.
die isolation ist vorprogrammiert...deshalb ist es wichtig, wenn man entspannungstechniken oder so macht. und so wie ich immer vorkehrungen für den notfall trifft.
lg renate

03.06.2005 12:02 • #3


hallo du!mir geht es genauso!bei mir ist es jedoch fast nur morgens!wie fing es bei dir an? würde mich über eine anrwort freuen!

05.06.2005 19:17 • #4


Ja, das kennt glaub ich jeder mit Reizdarm!
Du solltest vielleicht mal zu einem Neurologen gehen und dir ein Antidepressivum verschreiben lassen!
Mir hilft das super!
Und ich habe die Hoffnung das mein Kopf sich - wenn ich lang genug keine Panik hatte - auch daran gewöhnt im Auto zu fahren, im Bus zu sitzen etc.

05.06.2005 20:11 • #5


In wie weit hilft denn so ein Antidepressivum??

06.06.2005 12:20 • #6


Hallo, es fing eher harmlos an. Hatte am Anfang nur vor langen Autofahrten Angst aber als es dann öfter passiert ist das es mir auf Einmal schlecht ging und ich draußen in der Natur war wo nirgens ein Klo in Sicht war hatte ich mächtig Panik mir wurde schwindlig und sehr übel! Ich hatte schließlich Durchfall und Krämpfe und das mitten in der Pampa seit diesem Vorfall fallen mir leichte Dinge immer schwerer!!

Ich konnte früher ohne Probleme jede Achterbahn fahren und heute draue ich mich nicht mehr ! Meine Fraizeitaktivitäten haben sich sehr eingeschränkt! ich versuche zwar immer zu kämpfen aber dann ab nem gewissen Punkt geht einfach nichts mehr und ich fall in ein richtig depressives Loch wo ich immer wieder heule und gar nicht mehr raus will!!!

Ich bin Ende diesen Monats mit der Schule fertig und frage mich nun wirklich wie es in der Ausbildung werden soll!
Hab schon jetzt Angst davor! Aber ich versuche auch mit Hilfe einer Psychtherapie dagegen anzukämpfen!

Wie ist es bei dir??

06.06.2005 12:55 • #7


Danke für deinen Tipp!!
Ja bei mir ist es auch so wenn ich es ein zwei oder dreimal geschafft habe etwas zu unternehmen ohne Angst oder Krämpfe zu haben dann geht es wieder aufwärts aber zur Zeit ist es leider andersrum!!
Stufe um Stufe geht es abwärts !
Na ja ich versuche trotzdem zu kämpfen! Ich kann mich ja nicht dem Reizdarm so unterwerfen das ich nur noch so vor mich hinlebe!!
Es macht mir einfach sehr zu schaffen das ich nun gerade mal 17 Jahre alt bin jetzt im August eine Ausbildung beginne und ich mich seit nem Jahr damit rumschlagen muss ohne langfristige Besserung!!

06.06.2005 13:00 • #8


hallo naaf! schlimm ist es morgens. wenn ich in die arbeit fahre! da bekomm ich dann auch meist magenkrämpfe und muss dann auch in die natur ! bin seit kurzem bei einem homoöpaten und eigentlich auch sehr zuversichtlich, dass das was bringt! wie lange hast du das denn schon? je mehr man darüber nachdenkt, desto schlimmer!

07.06.2005 20:24 • #9


Ja genau je mehr man sich damit beschäftigt was jetzt kommt oder ob alles gut geht desto schlimmer wird es!!
Ich habe es jetzt seit etwas mehr als ein Jahr!
Morgens ist es bei mir auch nicht leicht!
Der Druck das ich um die und die Uhrzeit in der Schule sein muss verschlimmert es alles!!!
Überhaupt ist seit langem morgens mein Hauptgang auf die Toilette und erst nach ner halben Stunde fühle ich mich entleert und bereit los zu gehen das heißt für mich immer schon 1 1/2 Stunden bevor ich raus müsste muss ich aufstehen , Frühstücken und aufs Klo!
Wenn das dann nicht richtig klappt geht es mir tagsüber ziemlich schlecht!
Außerdem heißt es für mich auch das ich überhaupt nicht mehr ausschlafen kann!!
Am Wochenende einfach im Bett liegen zu bleiben ist nicht möglich da sonst mein ganzer Darmrytmus durcheinander gerät und es wieder 1-2 Wochen dauert bis alles wieder normal ist!!
Daher habe ich auch viele Fehltage und frage mich wie es im August in der Ausbildung wird!
Schließlich kann ich da nicht immer wieder fehlen!
Ich war auch bei einer Heilpraktikerin und habe es eine Weile ( ca. 3 Monate) mit Homöopatie versucht ich muss sagen es hat mir wirklich geholfen jedoch musste ich täglich 17 pflanzliche Tabletten schlucken!!
Auf Dauer ist das auch net toll und vor allem sehr teuer!
Welche Mittel musst du denn nehmen??
Bei mir war es Myhinill, Gastrovegetalin, und solche guten Milchsäurebakterien!!

08.06.2005 22:23 • #10


hey naaf! Sorry das ich mich nicht so schnell melden konnte, falls du es nicht mehr weißt du hattest mir mal eine Nachricht geschrieben und zwar diese: Angstsymptome Sa, 04 Juni 2005 15:14
naaf

Danke für deine Antwort!
Also schon bei kleinen Sachen wie weiterweg fahren krieg ich totale Panik! Mein Bauch tut weh, ich krieg Krämpfe und hab so ein Gefühl von extremer Aufregeung so wie bei anderen vor nem Bungeesprung!
Meine Gedanken drehen sich dann nur noch darum was ich mache wenn ich plötzlich auf die Toilette muss!
Wenn es bei dir ähnlich ist und du vielleicht sogar etwas dagegen gefunden hast wäre es toll wenn du mir das erzählen könntest!!

Ja bei mir ist es wirklich so ähnlich und eine zeitlang war ich mir sicher, es wird sicher nicht mehr so schlimm sein, wie in der vergangenheit, es ist endlich aus meinem kopf raus. Immerhin habe ich sehr viel versucht und ich habe in den letzten monaten nur so von selbstbewusstsein gestrotzt. Doch letzte Woche war ich auf der Schulabschlussfeier meiner Freundin, ich habe mir vorher kaum negative Gedanken gemacht und doch als ich dann in der Menge zwischen den anderen saß, kam es einfach hoch, nach 45 minuten still sitzen und totaler Verkrampfung des Darms und dem Gefühl ganz schnell aufs klo zu müssen, bin ich aufgestanden und raus gegangen. Die Mutter meiner Freundin fragte mich warum ich so unruhig bin und ob ich schmerzen hab. Naja und danach musste ich auch noch mit ins Restaurant und ich war schon fix und fertig! Aber im Restaurant gab es Gott sei Dank eine gute Toilette und nachdem ich dann 3 mal auf Klo gewesen bin, konnte ich endlich ganz entspannen und ich wollte nur noch ins bett. Wenn ich totale angst habe, nehme ich kaum noch die Umwelt war, meine Hände kribbeln, sind kalt und naß, mein ganzer körper schwitzt, ich nehme die Worte und die gesamte Umwelt nicht mehr wirklich wahr, alles zieht vor mir vorrüber, immer habe ich angst pupsen zu müssen oder durchfall zu haben und das alles trat zum ersten Mal in der schule auf, vielleicht hatte ich auch deswegen solche Angst vor der Schulveranstaltung, zumindest unbewusst. Und in einem monat beginne ich meine berufsausbildung als Kaufmann im Einzelhandel,mir wurde zwar gesagt ich leide unter einer Art sozialphobie, aber eigentlich mag ich menschen sehr gerne. Ich habe große Angst davor, dass alles in der schule genauso wird und wenn es so wird, dann werden sie vielleicht den Vertrag kündigen...

Die Wahrheit ist, ich habe gar nichts im Griff, die einzige möglichkeit es unter Kontrolle zu bringen ist die Situation zu vermeiden oder durch psychologische beihilfe zu versuchen, sich der Angstsituation auszusetzen und sich ihr immer wieder aufs neue zu konfrontieren, bis man darauf vertrauen kann, dass nichts schlimmes passiert. Leider ist dass bei einer Schulsituation nur schwer umzusetzen. Bus, Bahn, Kino, Friseur überall kann ich wieder hin gehen bzw. mich den situationen aussetzen ohne solche Angstsituationen zu bekommen.
Jetzt habe ich hier glaube ich auch schon wieder zu viel geschrieben und wie ich gerade sehe, fängst du im August auch eine Ausbildung an. Vielleicht kannst du ja bald mal schreiben, wie es dir in deiner Ausbildung so ergeht!
LG

24.06.2005 23:33 • #11


Hey,
danke für deine Nachricht!
Es hilft mir zu sehen das es auch andere Leute gibt denen es genauso ergeht wie mir!
Dann fühl ich mich nicht so alleine!!!
Ja also ich hatte letzte Woche meine mündlichen Prüfungen und die ganzen letzten 2-3 Wochen waren nur Anspannung!!
Erst die gnzen Vorbereitungen mit lernen Präsentationen dann die Aufregung und die Angst!!
Ich hatte so Angst vor den Mündlichen das ich morgens in 2 Stunden ca. 4 Mal auf dem Klo war und Durchfall hatte das konnte ich aber wenigstens mit ein paar Kohletabletten verbessern!
Wenn ich solche Sachen wie Imodium akut nehme krieg ich eine Verstopfung die 3 Tage lang anhält!!!
Da sind Kohletabletten viel verträglicher!!
Na zumindest hatte ich Bauchkrämpfe und das Gefühl einen riesigen Stein mit mir herumzuschleppen!!
Ich bin so froh das ich es geschafft habe!! Es war zwar nicht besonders gut aber an meinen Endnoten hat sich nichts verändert!
Es ist auch so das Ende nächste Woche ein Ausflug mit der Klasse bevorsteht mit einer Übernachtung! Ich weiß nicht ob ich das pack! Es ist bei mir soweit das ich Angst vor der Angst habe!
Ich bin seit ca. 4 Monaten in Psychotherapeutischer Behandlung und denke das es wirklich etwas bringt! Es ist schon sehr befreiend jemandem alle Gedanken zu erzählen ohne auf Unverständniss zu stoßen oder Kritik an den Kopf geworfen zu bekommen!
Ich weiß nicht wie weit mich diese Therapie bringt aber ich versuche positiv zu denken!!
Ja und nun bald ist der Stress mit der schule weg und dann kommt das nächste Hinderniss!1 Ausbildung!! Ich hoffe das ich das auch noch schaffe!
Nimmst du homöopathische Mittel??

Oooh ich schreibe nun auch wieder sehr viel!
Ich wünsche dir alles Gute und hoffe das du die Kraft dazu hast das durchzustehen!
Ich melde mich bei dir sobald ich mit der Ausbildung angefangen habe!
Es würde mich auch freuen wenn du mir deine Erfolge oder Misserfolge weiterhin erzählen könntes vielleicht können wir uns gegenseitig helfen!!

26.06.2005 13:25 • #12


Hallo naaf!

Bin neu hier. Hab gerade meine erste Colo hinter mich gebracht, Diagnose: RDS! Ich war vorher schon auf diesen Seiten, da ich mir schon vor der Untersuchung ziemlich sicher war, daß ich Reizdarm hab, wollte aber schlimmeres ausschließen (Crohn, Colitis ulcerosa). Weiß nicht ob ich froh oder unglücklich darüber sein soll. Hab nämlich das gleiche Problem, wie du. Trau mich nicht mit "nicht eingeweihten" Freunden, Bekannten wegzugehen, weil ich mich schäme, wenn ich wieder mal meine Panik kriege, und alle 3 min aufs Klo renne.
Das hat bei mir im Winter letzten Jahres angefangen, Uni war stressig, und ich mußte immer um halb 6 aufstehen. In der beschissenen Jahreszeit bin ich ohnehin schon depressiv. Ich hatte auch kaum Zeit, mich mal mit was anderem zu beschäftigen, oder Sport zu treiben. Morgens hab ich Ewigkeiten gebraucht, und da es auch relativ weit zum Bus war, musste ich mich ja "entleeren". Mit meinem Mitbewohner hatte ich kein gutes Verhältnis, und ich hatte den Eindruck, daß er gewollt immer um die gleiche Urzeit aufgestanden ist, damit er das Bad blockieren konnte. Auch in der Uni, nach dem guten Mensa-Essen, gings mir teils ziemlich schlecht( Blähungen, Bauchschmerz, heftiger Durchfall). Viele fragten mich, ob ich krank bin, weil ich total blass war im Gesicht. Am allerschlimmsten war aber - was mich auch´immer noch plagt, dass ich immmer solches Herzklopfen kriege, wenn mein Darm ein bißchen krunzt. Wollte auch oft nicht mit dem Bus fahren, weil es da bekanntlich kein Klo gibt. Lieber war mir Zug, oder bekannte Umgebung, wo ich weiß, daß es WCs gibt. z.B. weiß ich überall in der Stadt, wo ich im Notfall gehen kann. Das Problem ist nur, wenn man mal länger in einer anderen Stadt ist. Man kann nicht mal in Ruhe shopppen.
Ich war früher nie so ein "Schisser" (im wahrsten Sinne des Wortes). Bin immer rumgereist, auf Konzerte, und Festivals gegangen... Es fehlt mir auch sehr, aber ich bin einfach zu ängstlich.
Im Moment gehts mir besser. Bin im Mai umgezogen, das hat gut getan. Jetzt hab ich einen großen Garten, wo ich mich raussetzen kann, und keinen nervigen Mitbewohner. Versuche alles selber zu kochen, und nicht mehr sooo viel Obst und Gemüse zu futtern (obwhl ich total drauf steh´), denn Ballast machts ja noch schlimmer. Mich nervts auch, daß ich mal öfters am Tag auf Klo muß, aber ich versuche mich intensiv mit was anderem zu beschäftigen, dann konzentriert man sich nicht so drauf, und meistens hilfts auch.
Ich weiß, es ist verdammt schwierig. Besonders, wenn man mal in ner akuten Phase steckt. Was noch helfen könnte, wär das gute alte autogene Training. Mach ich ab und zu mal, leider nicht sehr regelmäßig. Aber schon das kleine bißchen hilft, find ich. Man ist nicht mehr so zittrig. Man kann sich das von nem Psychologen erklären lassen, oder einfach ein Büchlein kaufen - üben muß man sowieso selber. Ich hab es von meiner Freundin erzählt bekommen, die ebenfalls unter Angststörungen gelitten hat (und bei ihr war das richtig schlimm)!

Entschuldige, wenn es zu lang geworden ist. Als Entschädigung kannst du mir auch alles erzählen, was du auf dem Herzen hast, ich "lese" gerne zu! Lass dich mal n bißchen ablenken!

Lieben Gruß, erci

29.06.2005 15:31 • #13


Hey,
macht nichts das es so lang geworden ist!! Ich weiß wenn man anfängt zu erzählen fallen einem auf einmal wieder alle Dinge ein! Ja ich war auch kein Angsthase vorher. Ich habe Kurztrips unternommen, war spontan, war immer unterwegs....
Und jetzt ist alles anders geworden!
Am Schlimmsten war die Zeit als sich vermeintliche Freunde von mir abgeseilt hatten! Sie fanden ich sei so langweilig geworden und hätte mich zum Negativen verändert da ich keinen Alk. mehr getrunken hab und auch kein Hasch mehr geraucht habe!!
Ja früher habe ich wirklich das Leben total ausgekostet und es auch mal übertrieben aber hab alles immer gut vertragen auch vom Darm her bis es dann anfing!!
Ich kenne es auch das es im Bauch mal kurz kribbelt oder es irgendeinen Ton gibt und man ist sofort total verängstigt und denkt : Was kommt jetzt, muss ich aufs Klo, halt ichs aus bis daheim.......
Ja zur Zeit geht es bei mir wieder!! War das Wochenende über am Bodensee mit der Klasse- so ne Art Abschlussfahrt!
Und ich habe es ausgehalten ohne große Schmerzen, mir gings wirklich gut!
Aber ich freu mich lieber nicht so früh denn es geht so schnell das wieder ne schlimme Phase kommt!!
Würde mich freuen wenn du mir Erfolgserlebnisse oder auch die Schlimmen Ereignisse weiterhin schreiben könntest. Vielleicht können wir uns dabei gegenseitig helfen!
Wer unterstützt dich denn? Familie, Freundin, Freund??

03.07.2005 12:38 • #14


Hallo alle zusammen,

ich habe das gleiche Problem wie ihr.
Neuerdings habe ich jedoch eine kleine Methode gefunden,die mich zur Ruhe bringt. Meitens ist es so das ich schlimme Angstattacken bekomm wenn ich weiß das ich etwas "ungewohntes" tun muß. Wenn ich in den Zug steige,wenn ich mit dem Auto wegfahrn muss usw.....
Dann fangt mein Bauch sofort an zu krummeln. Meine Därme ziehen sich zusammen. Ich bekomm Angst,die ich in meinem ganzen Körper spüre.
Im Yoga habe ich eine bestimmte Atemtechnik gelernt,die ich immer anwende wenn ich Angst bekomme. Die mach ich ein paarmal und ich merke wie die Angst zurückweicht. Mit dem Daumen an der rechten Hand drücke ich meinen rechten Nasenflügel zu und atme mit dem linken Nasenflügel tief ein. Dann halte ich mit dem Zeigefinger der rechten Hand den linken Nasenflügel zu und atme aus dem rechten Nasenflügel wieder aus. Und das wiederhole ich ein paarmal und schließe die Augen.
Oft merke ich wie sich dann auch mein Körper wieder entspannt.
Das is son kleiner Trick seine Angst zu überwinden.

Außerdem arbeite ich fest an dem Gedanken:

Wenn ich muss,dann kann ich auch irgendwo hin. Es gibt immer eine Möglichkeit. Andere Menschen denken nicht schlecht über mich wenn sie es mitbekommen. Ich bin stark und ich lass mich nicht unterkriegen.

Letzter Zeit wage ich mich wieder mehr. Mein Freund unterstützt mich auch sehr dabei,was mir auch sehr hilft.
Erklärt es euren Freunden,die werden es verstehen,wenn sie wahre Freunde sind!


Und jetzt setzt euch in den Zug und probiert es aus! Erfolge bauen auf, Niederschläge muss man auch mal akzeptieren.


Liebe Grüße
Eure Nina

04.07.2005 12:28 • #15


Hallo!

Durch Zufall bin ich auf dieses Forum getroffen... ich bin erstaunt, wie viele Menschen mitleiden!

Ich möchte von Euch wissen, ob Ihr auch "Ticks" entwickelt habt, wenn Ihr Angst- und Panikattacken bekommt.

Ich (30 J.) habe seit 5 Jahren einen Reizdarm (sagt man ja so leicht, wenn nix gefunden wird) und habe diese Angst- und Panikanfälle immer dann, wenn die krampfartigen Schmerzen im Darm unerträglich werden. Manchmal helfen selbst Schmerzmittel nicht weiter - viele Ärzte allerdings auch nicht... aber das ist ein anderes Thema.

Mir geht es ebenfalls so, daß ich mittlerweile sehr isoliert lebe, die alltäglichen Wege im Leben kaum noch bewältigen kann und weitere Fahrten oder Aufenthalte nicht mehr möglich sind, bzw. oft unerledigt abbrechen mußte.

Die Panik äußert sich bei mir mit Herzklopfen, Zittern am ganzen Körper, Schweißausbrüche und meine Gedanken kann ich einfach nicht sortieren. Für mich bezweifele ich stark, daß eine Psychotherapie oder Tabletten etwas nutzen würden. Mein kleiner "Tick", den ich im Laufe der Zeit entwickelt habe um irgendwie die Zeit bis zum Abklingen der Schmerzen herumzubekommen ist diese "Routine" zu Hause:

Egal, ob ich vor 1 Std. geduscht habe, ob es morgens ist und ich eh frisch angezogen bin. Spielt keine Rolle: Ich fange als 1. an mit Zähneputzen, mich zu waschen (duschen oder am Waschbecken - je nach dem wie es noch möglich ist), komplett umziehen (1 komplette Garderobe muß immer im Bad sein). Eincremen, Schuhe anziehen, Jacke + Tasche bereit legen, Handys checken. Es könnte ja sein, daß ich zum Arzt muß. Bad nochmal aufräumen.

Dann gehe ich meistens von Raum zu Raum - langsames unsinniges umhertippeln ohne Ziel, ich räume den Geschirrspüler aus, ordne den Tisch und Ablagen (so weit das alles machbar ist) oder lege Wäsche zusammen. Irgend etwas muß ich tun. Lange sitzen oder stehen kann ich dann nicht und liegen ausgeschlossen. Man sollte mich möglichst nicht ansprechen, mich einfach irgnorieren und machen lassen. Im "Gegenzug" ignoriere ich meine Umwelt und Mitmenschen genauso. Alles egal - hauptsache, ich "ziehe mein Programm durch".

Viele sagen, das wäre schon sehr eigenartig - setz oder leg Dich doch einfach hin! Oder "Sooo schlimm kann es ja nicht sein, wenn das noch zu machen ist... !"

Wenn ich in dieser Phase gestört werde, habe ich auch das Gefühl, daß sich die Angst, das Herzklopfen, die Schmerzen, daß sich einfach alles verschlimmert. Wenn dann noch einer fragt "Willst Du zum Arzt?" oder "Solltest vielleicht doch ins Krh gehen", dann könnte ich durchdrehen. In solchen Momenten möchte man doch wirklich nicht noch daran erinnert werden, oder?!

( Wenn ich unterwegs bin, versuche ich irgendwo unbeobachtet und ungestört zu sein. Das klappt natürlich selten. Einmal hatte ich solch eine Attacke mitten im Einkaufszentrum. Das war die Hölle ! Alle gafften, keiner sagte etwas, keiner tat etwas - standen da, hinter Einkaufswagen und Regalen, und schauten dem kuriosen Geschehen einfach nur zu. Schrecklich! )

"Stören" oder "schaden" tut mein Verhalten keinen, mich selbst auch nicht unbedingt, aber das ist schon ein sehr merkwürdiges Verhalten, wenn man ja eigentlich mit Schmerzen, Zittern, Panik und Toilettengängen schon genug zu kämpfen hat, oder?

Schöne Grüße & seid tapfer,
Becci

PS: Gegen die Angst und das Zittern wurde mir Diazepam verschrieben, aber das hilft nicht. So lange die Schmerzen da sind, wie soll eine Tablette die Angst, die Qual, wegzaubern ?!

21.11.2005 00:24 • #16



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