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Hallo zusammen,
ich habe mich heute hier im Forum angemeldet, weil ich um Rat suche.
Meine Mutter leidet an Depressionen.
Sie wurde vor 3 Jahren auf Cymbalta eingestellt. Es ging ihr die ganze Zeit gut.
Nun seit Mitte November ist die Depression zurück gekehrt. Starkes Morgentief, Aufstehen unmöglich, kreisende Gedanken usw...
Meist konnte sich nachmittags dann aufstehen und ihr Zustand war dann ok. Ihr Psychologe verordnete hier eine Erhöhung der Dosis von 30mg auf 60 mg. Eine Woche später dann zusätzlich 100mg Sulpirid weil ihr Zustand nicht besser wurde. Seit Freitag kommt sie allerdings gar nicht mehr aus dem Bett. Die Depression selbst ist etwas besser geworden, jedoch ist eine enorme Müdigkeit und Niedergeschlagenheit aufgetreten. Sie schläft fast den ganzen Tag. Erst abends gegen 19 Uhr wird sie richtig wach und kann aufstehen. Am nächsten Tag dann wieder das gleiche.
Ihr Arzt hat am Freitag dann Sulpirid auf 200mg pro Tag verdoppelt. Eine Tablette am Morgen und eine am späten Nachmittag.
Sind diese Symtome jetzt Nebenwirkungen von Sulpirid? Legen sich diese wieder?
Sie ist sehr verzweifelt weil keine Besserung eintritt.

Danke für euren Rat.
LG Andy

04.12.2017 10:07 • 08.12.2017 #1


12 Antworten ↓


Spreadhunter
Hallo,
das tut mir leid mit deiner Mutter.
Erstmal: Das Duloxetin ist nicht gerade hoch dosiert. Wenn deine Mutter wirklich nur 30 mg/d hatte dann ist das eigentlich keine therapeutisch wirksame Dosis. Bevor man ein Add-on gibt, hätte ich eher mal das Duloxetin erhöht, oder eben auf ein anderes Antidepressivum gewechselt.
Du kannst davon ausgehen, dass wenn man Neuroleptika erhöht, es zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit kommt. Demnach kommt das bestimmt vom Sulpirid, wird sich aber auch nochmal legen.
Wünsche ihr alles gute!

04.12.2017 15:17 • #2



Depression - Einnahme von Sulpirid

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Hallo Spreadhunter,
danke für deine Antwort
Duloxetin wurde von 30 auf 60 erhöht und jetzt eben zusätzlich 2x täglich Sulpirid 100

Sie sagt, es ist wie eine Blockade und die ständige Müdigkeit, dass sie nicht aus dem Bett kommt...

Hast du Erfahrungen mit Sulpirid? (Dauer bis volle Wirkung bzw. bis Müdigkeit nächlässt)

Liebe Grüße

04.12.2017 15:24 • #3


Spreadhunter
Nein Sulpirid hatte ich selbst noch nicht, ich lehne Neuroleptika ab.
Du hast ja im Moment zwei Themen, einmal das Duloxetin und einmal das Sulpirid. Was jetzt von wem kommt, weiß man nicht. I.d.R. sagt man 2 Wochen, dann sollte es abklingen. Wenn deine Mutter allerdings in einer schweren Depression ist und garnicht mehr aus dem Bett kommt, wäre vielleicht ein stationärer Aufenthalt angebracht. Die können sie auch besser einstellen.
Gruß

04.12.2017 15:42 • #4


Danke für deine Antwort.
Ich hoffe es klappt ohne stationären Aufenthalt. Ihr Psychologe war sich sicher, dass man es so wieder hinkriegt.

04.12.2017 16:02 • #5


Spreadhunter
Ja, nur es geht darum, was für deine Mutter am Besten ist! Quäl sie nicht zu lange. Depressionen sind echt nicht witzig.
Wenn nach 2-4 Wochen keine Besserung eingetreten ist muss gehandelt werden.

04.12.2017 16:38 • x 1 #6


Ja, ich weiß!
Mittwoch hat sie wieder einen Termin beim Arzt
Danke dir

04.12.2017 16:40 • #7


Guten Morgen,
der Arzt hat jetzt noch Opipramol verschrieben.
Das Medikament soll angeblich innerhalb einer Stunde wirken...

06.12.2017 09:39 • #8


Spreadhunter
Guten Morgen.
Hat er das Opipramol dazu verschrieben?
Normalerweise ist Opipramol nur schwach wirksam und wirkt eher auf Ängste als auf Depressionen. Müde macht es allerdings direkt, bzw. sediert. Vielleicht meinte er das. Ist der Rest so geblieben?
Gruß

06.12.2017 13:56 • #9


Ja, hat er zusätzlich verschrieben weil sie auch so unruhig war und Angst hatte.
Sie wurde darauf sofort ruhiger. Er sagt es wirkt auch antriebsfördernd weil es in geringer Dosis (50mg)ist.

Der Rest hat sich gestern ein kleines bisschen gebessert. (Müdigkeit usw) Sie konnte immer wieder für kurze Zeit mal aufstehen.

06.12.2017 14:00 • #10


Spreadhunter
Freut mich. Hauptsache es geht ihr besser. Wünsche euch alles gute!

06.12.2017 14:02 • #11


Danke, aber es geht halt sehr sehr langsam, aber man muss eben total Geduld haben
Morgens ist es zwar immer noch so, dass sie es nicht schafft aufzustehen, aber ich denke dass es langsam Schritt für Schritt kommen wird...

06.12.2017 14:34 • #12


Guten Morgen,
nochmal ein kurzer Zwischenbericht.
Depressionen haben sich gebessert. Angst und Unruhe sind weg.
Nur ist es so, dass sie morgens eine "Blockade" hat um aufzustehen. Muss hier einfach noch abgewartet werden bis die Medikamente die volle Wirkung erreicht haben, oder gibt es dafür was anderes? Die letzten beiden Tage konnte sie nachmittags aufstehen und ein paar kleinere Dinge im Haushalt machen.
Danke und Grüße

08.12.2017 09:27 • #13



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser