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Hallo!

ich bin neu im Forum. Habe mich ein bisschen durchgelesen und schön zu sehen, dass man nicht allein ist mit seinen problemen.

Vielleicht koennt ihr mir ja Tipps geben, ich verzweifele ein bisschen an mir selbst.

Ich bin 29 weiblich, bi., hatte bisher 5 Beziehungen, die nie laenger als ein Jahr dauerten. Meistens habe ich mir ziemlich toxische Partner ausgesucht, und wenn sie doch gut fuer mich waren, habe ich mich immer schnell 'entliebt' und konnte die Nähe gar nicht ertragen. So eine Mischung aus Schmerz und Ekel irgendwie. Meistens habe ich die Beziehung beendet oder provoziert, dass ich verlassen wuerde.

ich habe Phasen da bin ich total gefühlskalt und kann mich auf niemanden einlassen, aber manchmal ist es auch besser und ich kann mich fuer andere interessieren und Verliebtheit empfinden. Nur faellt es mir sehr schwer dieses Gefuehl aufrecht zu erhalten. Ohne scheinbaren Grund nervt oder ekelt mich die Person dann plötzlich und ich ertrage es kaum Zeit mit ihr zu verbringen obwohl ich sie eigentlich sehr mag. Ich verstehe mich selbst dann gar nicht. Am wohlsten fuehle ich mich in Sexfreundschaften, das hat immer gut fuer mich funktioniert, aber trotzdem haette ich gerne mal einen wirklichen Partner.

Nun habe ich jemand Neues kennengelernt es laeuft eigentlich super und ich hatte ein echt gutes Gefühl, habe der Person sogar mitgeteilt, dass es mir schwer faellt mich zu binden und er hat echt toll reagiert und trotzdem bin ich schon wieder total am sabotieren. Gestern habe ich betrunken neben ihm eine Frau geküsst mit dem Risiko, dass er es sehen koennte. Ich weiss nicht warum ich so handele, weil ich ihn eigentlich sehr schaetze und nicht verletzen will und weiss, dass er gut fuer mich wäre. Doch dann handele ich so widersprüchlich. Es verwundert mich total, da ich wenn ich in einer Beziehung bin ein total treue Seele bin.

Geht es euch aehnlich oder habt ihr eine Idee wie ich mein Verhaltensmuster brechen kann?

Vielen Dank und ein schönes Wochenende!<3

22.02.2020 12:21 • 23.02.2020 #1


12 Antworten ↓


Hallo!
Bitte nicht falsch verstehen aber hast du eine Borderline Diagnose?
Liebe Grüße

22.02.2020 12:27 • #2



Hallo bambi3,

Wie kann ich Selbstsabotage in Beziehungen ändern?

x 3#3


Hatte es tatsaechlich selber mal vermutet und bin in Therapie gegangen, aber meine Diagnose ist Angststörung.

22.02.2020 12:37 • x 1 #3


cube_melon
Das was Du beschreibst klingt für mich nach dem Nähe-Distanz-Syndrom, was unter anderem auch bei einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung/Borderline zu finden ist.

22.02.2020 12:41 • x 1 #4


Hoffnungsblick
Zitat von bambi3:
Doch dann handele ich so widersprüchlich. Es verwundert mich total,


Du kennst dich selbst vielleicht noch zu wenig. Vielleicht hilft eine Therapie? Jedenfalls hast du dich hier schon auf den Weg gemacht.
Liebe Grüße und alles Gute.

22.02.2020 12:53 • x 1 #5


ja bin schon in Therapie, hatte keine sonderlich angenehme Kindheit. Ich kann also nachvollziehen warum ich solche Schwierigkeiten mit Beziehungen habe, tue mir aber so schwer mein Verhalten zu ändern...

22.02.2020 12:58 • #6


Szegfue
Hallo Bambi,

an Borderline oder emotional instabile PS habe ich auch gedacht als ich deinen Thread gelesen habe.

Aber ich lese nichts von selbstverletzendem Verhalten. Daher wird deine aktuelle Diagnose stimmen. Sprichst du mit deiner Therapeutin über dein Beziehungsmuster?

Leider weiß ich nicht was ich dir raten könnte. Außer vielleicht eine Weile keine Beziehung einzugehen. Es wäre gut zu wissen, was dein Beziehungsmuster bedeutet. Wenn du besser verstehst, warum du nahe Menschen von dir stößt, kannst du versuchen wieder Nähe zuzulassen.

22.02.2020 13:11 • x 1 #7


cube_melon
Je nach dem was, wie oft, wie lange etwas ungünstig war in deiner Kindheit, kann das schon eine wirkliche Herausforderung sein, der man sich vllt. sein Leben lang stellen sollte.

Der Anfang ist immer schwer. Es dauert eine Weile bis man Fähigkeiten erlernt hat um Verhaltensmuster, welche man als Kind zum überleben gebraucht hat, abzufangen, zu unterbrechen und aufzulösen.
Selbiges gilt für Traumata, Körperwahrnehmung, Identität usw..

Und hier gilt - je mehr Akzeptanz und Bereitschaft zur Veränderung man hat und desto eher man das konsequent und mit entsprechender der Diagnose angepassten Therapie angeht, desto schneller und leichter kommt man auf ein Level wo der Leidensdruck erträglich ist.

Eine fundierte Diagnose halte ich für sehr wichtig.Weil Therapieansätze sind bei verschiedenen Diagnosen Unterschiede aufweisen.
Und hier neige ich dazu zu sagen das im Rahmen eines stationären Klinikaufenthaltes eine bessere Aussage darüber getroffen werden kann.

Deine Frage kann ich dir nicht beantworten mit dem was Du an Informationen genannt hast.

Wie gesagt BPD ist nicht die einzige Diagnose wo so eine Symptomatik vorkommt. Es gibt im Internet viel Informationen über BPD. Du kannst schauen ob es Dinge gibt die Du kennst. Borderline ist eine Art "Sammeldiagnose".

Bedenke aber:
Eine Diagnose stellt ein Psychiater und nicht man selbst.

22.02.2020 13:26 • x 2 #8


Vielen Dank fuer die Zeit, die ihr euch alle nehmt mir zu antworten.

Nein, selbstverletzendes Verhalten kam bei mir nie vor, weswegen Borderline eigentlich ausgeschlossen wurde.

Werde mich mal mit dem Thema emotionale instabile PS befassen.
Und etwas tiefer graben um rauszufinden warum ich so handele.
Danke dir vielmals <3

22.02.2020 13:41 • #9


cube_melon
oh ich glaube ich lese und schreibe zu viel englisch xD

BPD = Borderline Personality Disorder = Borderline Persölichkeitsstörung = BPS

22.02.2020 13:41 • #10


kritisches_Auge
@cube-melon

ich bedanke mich für deinen letzten Satz, den halte ich für sehr wichtig.

22.02.2020 13:42 • x 1 #11


cube_melon
Gerne x)
Habe es leider zu spät bemerkt, sonst hätte ich den Beitrag editiert.

22.02.2020 13:49 • #12


Ok, vielen Dank nochmal.
Werde mal schauen, dass ich schnell wieder einen Termin bei meiner Psychologin bekomme und schauen was sie so dazu meint, aber andere Meinungen dazu sind immer gut!:)
Einen schoenen Sonntag euch!

23.02.2020 12:23 • #13




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