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Hallo ihr Lieben!

Klasse Thread auch wenn das Thema sehr schmerzhaft für Adler sehr schmerzhaft ist.
Dazu fällt mir sehr viel ein. Habe fast den ganzen Thread aufmerksam gelesen.

1. Das habe ich leider leider auch so alles durch und es trägt auch zu meinem jetztigen Zustand leider noch negativ bei.
2. Empfehle ich folgende Lektüre: "Liebe macht und Leidenschaft."
3. Gabe es für mich zwei besonders wichtige Beiträge.
a) den von temmey (S.
b) den letzten von Bird.

Was ich dazu sagen möchte:

1. Es ward Januar und es war im nicht wohl, aber er liebte sie doch so. Und die Sonne ging auf und die Sonne ging unter. Und es ward Februar und es war er litt ach so sehr. Aber die Sonne ging auf und die Sonne ging unter. Und der März kam, vielleicht lachten die ersten Sonnenstrahlen und man hätte die Zeit ach so sehr genießen können, das erste zaghafte Erwachen der Natur, aber es schmerzte so sehr die Beziehung mit seiner Geliebten. Doch die Sonne ging auf und sie ging unter. Und es kam der April, der sonnig warme und auch wechselhafte, so wechselhaft, wie seine lebenslustige Freundin, die er so liebte, aber ihm irgendwie auch nicht wohle tat. So ging die Sonne abermals einige Male auf und auch wieder unter. Da kam der Mai und nachwievor ging es ihm nicht gut mit seiner Freundin. Da begann er sich zu fragen: "Oh, die Welt ist so bunt, die Schwalben zwitschern und brüten und das Dasein ist einfach nur herrlich vielfältig und wundervoll, wieso lasse ich die Geliebte nicht einfach von dannen ziehen, denn ich liebe sie so sehr, aber kann auch nicht mit ihr sein, denn es schmerzt mich zu gleich auch schon gar zu lange Zeit und der Wonnemonat ist da und der Sommer naht und gar die vielen Genüsse harren meiner, die ich mit einer Frau an meiner Seite teilen könnte, die auch meine Bedürfnisse respektiert oder gar teilt?" Und er ging hin zu ihr und sagte es ihr so: "Meine Liebste, es ich liebe Dich über die Maßen, doch, ach, es schmerzt mich gar sehr in meinem Herzen und so halte ich es zum langfristigen Wohle unser beider besser, wenn jeder seines Weges zieht." Und siehe da, plötzlich zeigt sie das erstmal Gefühl und weinte gar sehr und gestand ihm ihre Liebe unter bittersten Tränen. Und er fühlte mit ihr. Sein Herz war offen, aber seine Verstand blieb klar und entschlossen, denn er wusste, dass es gut war, was er entschieden hatte. Und so zog er nach Hause, das Gemüt war ihm schwer, aber kaum merklich war da ein Hauch nur, ein Funken, eine Ahnung von Freiheit tief unter dem Schmerz und er wusste, dass es gut war und blieb entschlossen. Die Wochen vergingen. Die Sonne ging auf, die Sonne ging unter. Und es war ihm oft nicht wohle in diesem schönen Frühsommertagen, sann er gar oft noch über sein Geliebte. Doch das Gefühl der Freiheit wuchs, das erstmal merkte er, dass auch er entschlossen sein konnte, dass auch er entscheiden konnte und Herr seiner Gefühle und seiner Handlungen war. Und er wusste, das es gut und richtig war. Und die Zeit verging und die Jahreszeiten kamen und gingen. Und dereinst lernte er ein wundervolle hübsche Frau kennen, die ihm ihre Gefühle gestand, für ihn da war, ihn umhegte und umsorgte und die sich auch freute, wenn er das für gleich für sie tat. Und ihre gemeinsam erwogenen Unternehmungen waren immer eine Wonne. War sie doch so warmherzig und konnte sich so unbefangen freuen udn ihre Gefühle zeigen. Und er wusste, dass es gut und richtig war.

2. Analytisch betrachtet:
a) Temmey hat die Steilvorlage für Bird gegben. Temmey sagte es passte nicht. Und an einem Punkt tut es das auch nicht. Und Bird explizierte das ganze hervorragend:
Zitat:
Was dann der Partner i. d. R. überhaupt nicht versteht - dass vor einem jemand steht, der Verletzungen mit sich herum trägt, der durch das Vertrauen zum Partner eigentlich eher auf Umwegen Versuche startet, zu einem positiven Bild der Welt zurück zu finden um damit seine Problematik zu lösen, und damit auch beziehungsfähig werden. Kaum jemand beschäftigt sich mit solchen Gedanken, eher herrscht auf der emotionalen Ebene der meisten Beziehungen das Faustrecht... zeigst du deine Schwäche, bist du verloren. Und deshalb funktionieren Beziehungen nicht, unser Erwachsendasein verläuft auf der Ebene des Verbergens unserer seelischen Vernarbungen, auf der Ebene der Unehrlichkeit.

Allerdings würde ich ihr verhalten etwas anders deuten. Sie ist auch eine verletzte Seele, aber sie hat nicht gelernt ihre Gefühle wahrzunehmen udn zu akzeptieren und zu artikulieren. Andernorts schrieb jemand - ich glaube es war GastB -, dass sie von ihnen davon liefe. Das halte ich auch für zutreffend. Daher: Ihr seid beide verletzt, aber sie geht nach außen, hat sich vielleicht sogar eine Art Gefühlspanzer zugelegt, sie merkt gar nicht, was in Dir vorgeht etc. Das ist kein böser Wille, es ist schlicht ihre Art mit vergangenen Verletzungen umzugehen. Du hingegen bist Verletzt und möchtest niemand anderen verletzen. Also bist Du sehr achtsam und vorsichtig. Daher auch Dein "Ja, natürlich, (treffen wir uns)". Für Dich ist das selbstverständlich das man aufpasst anderen nicht auf die Füsse zu treten udn passiert es Dir doch, so tut es Dir sehr sehr leid. Deine Freundin hat diese Dimension völlig ausgeblendet. Die macht einfach, nimmt sich udn andere nicht wahr. Daher meldet sie sich oft nicht (obwohl sie potentiell inzwischen wissen könnte, dass die das wichtig ist, z.B.) und anderes mehr. Wie Beobachter es zig Mal gesagt hat ist die ZENTRALE FRAGE: WILLST DU DAS BIS AN DEIN LEBENSENDE SO FORTFÜHREN ODER DICH EIFRIG DARAN MACHEN DEIN LEBEN ZU EINEM FREUDENFEST ZU MACHEN?

3. Würde ich sagen, dass es ein Fall von "verhängnisvoller Anziehung" ist (vgl. z.B. Aronson: "Sozialpsychologie"). Die Bedürfnisse und Umgangsweisen mit Konflikten udn Gefühlen so so grundsätzlich unterschiedlich, dass es für Dich nahezu nicht zu ertragen ist. Das ist kein böses Schicksal oder böser Will von ihr. Es ist schlicht ein dummer Zufall, eine ungeschickte Kombination. Du bist halt dummerweise derjenige der "mehr möchte" oder "bedürftiger" ist oder wie man immer sagen möchte. Aber der "weniger Bedürftige" (wobei ich glaube, dass das im Innersten nicht mal der Fall ist, nur hat sie sehr gute udn feste Mauern errichtet, was mich behaupten lässt das sie viel bedürftiger ist, deshalb erzeugt sie (unbewusst und unbeabsichtigt!!) Abhängigkeiten) hat nun mal mehr "Macht" (auch wenn er sie nicht missbraucht). Das ist ein unbehagliches Gefühl für den anderen. Und die Geschichte geht bei umgekehrtem Geschlechter-Verhältnis erfahrungsgemäß schon nicht immer gut aus, aber bei diesem noch viel seltener (vgl. "Bindungsstile"&"Geschlcht" - zahlreich im Internet). Und wenn es dann schlecht ausgeht, wirst Du unsäglich leiden. Zwei Gefallen kannst Du dir aber tun: 1. Deinen Stolz und Deine Würde behalten. 2. Nicht noch mehr Zeit in Leid und Kummer zu verbringen.

"Schmerz ist notwendig, Leid ist optional" (Herkunft ist selbst zu recherchieren)

Herzliche Grüße
DP

P. S.: Ich habe das alles genau so durch und ich habe es auch nciht "übers Herz gebracht". Heute weiß ich, ich hätte auf alle wohlmeindenen Ratschläge hören sollen. (Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein: "Mehr desselben" und "Hören Sie nicht auf die Ratschläge ihrer Freunde und Bekannten fragen sie nur immer fleißig danach, aber ignorieren sie, was sie sagen, handeln sie nicht" - Es gibt auch warmherzige, offene, verständnisvolle Frauen. Der Sommer ist da!

13.05.2012 15:56 • #122



Vermisse meine Freundin

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Zitat von DeineProjektion:
Zitat:
Was dann der Partner i. d. R. überhaupt nicht versteht - dass vor einem jemand steht, der Verletzungen mit sich herum trägt, der durch das Vertrauen zum Partner eigentlich eher auf Umwegen Versuche startet, zu einem positiven Bild der Welt zurück zu finden um damit seine Problematik zu lösen, und damit auch beziehungsfähig werden.

Hey ihr Lileben, zu dem Thema habe ich heute einen Link gefunden, vielleicht interessiert euch das...

http://mannwerdung.wordpress.com/2010/1 ... ls-chance/

Eine "positive Projektion"

Die Art zu lieben ist die Art eigene Bilder zu lieben, und unabhängig davon die Option das Spiegelbild des Egos zum Mitbringsel aus dem verlorenen Paradies zu transzendieren. Amen.


Grüße, S.

17.05.2012 21:22 • #123


Habe eure Beiträge ein paarmal gelesen. Ich weiß nicht, was ich denken, tun soll. Unsere Beziehung entwickelt sich weiter, es passiert so viel. Zuletzt ein beeindruckender Urlaub, und dann immer wieder überfallartig Vorwürfe, massive Enttäuschung, die meine Freundin an mir auslässt. Und das Schlimme ist, ich kann es nachvollziehen, es hat AUCH mit meiner Beziehungs"fähigkeit" und "Offenheit" zu tun. Meine Freundin ist ein Organisationsgenie, und setzt mich mich Plänen, Ideen, auch Erwartungen unter Druck, dass ich oft keine eigenen Gedanken mehr wahrnehme, geschweige denn aussprechen kann. Und wenn ich meine Ideen, Vorschläge für Unternehmungen äußere, manchmal gefällt ihr das, dann ist sie schneller wieder bei etwas anderem als ich gucken kann und teilweise wirft sie Sachen wieder über den Haufen, und ich bin einfach nur baff. Meine Freundin ist so schnell, hüpft von einem zum anderen, ich finde oft gar keine Worte mehr, kann oft kaum einen klaren Gedanken fassen. Mein Geist ist permanent "unter Beschuss"

22.05.2012 09:10 • #124


schreibe mit dem Handy, ist was umständlich ....

Also, einerseits finde ich wirklich genial, welche Gedanken sie sich macht und was sie für uns beide tut, sie wirft mir fehlende Wertschätzung vor, teilweise kann ich das nachvollziehen und wünschte, ich könnte anders, versuche es, und das geht oft nach hinten los ... Andererseits ist manches auch absurd, aber ich will deswegen nicht streiten, damit kann ich nicht umgehen.

Dazu sind Alltag und Job nicht leicht. Kann sicher jeder mehr oder weniger sagen, ich weiss

Naja, ich will die Beziehung auch nicht "kaputt" analysieren, natürlich sind so Dinfe wie Abhängigkeiten, Verletzungen da, das ist auch klar. Nur, ich habe sie sehr gern, trotzdem. Bin mal wieder ratlos, muss damit umgehen.

Jammern, klagen hilft auch nicht. Aus seiner Haut kann man auch so einfach raus. Wie soll man denn das lernen, wenn man sich nicht auseinander setzt? Sie ziehen lassen, Schluss machen, mir kommt das nicht richtig vor, weglaufen tue ich nicht mehr, das gilt auch für andere Bereiche. Aber es ist mitunter so schmerzhaft. Nur, was hat das tatsächlich mit ihr zu tun? Leid beende, das den Grund in einem selbst hat, durch Schluss machen, das kommt mir nicht richtig vor.

Watzlawik, auf gute Ratschläge hören, auch etwas dran. Auf der anderen Seite, ich habe schon auf Ratschläge gehört, und das war nicht immer gut. Und sie bedeutet mir zu viel.

22.05.2012 09:28 • #125


Sich erst als Erwachsener behaupten zu lernen kann ein sehr schmerzhafter Prozess sein.

Aber nach meiner Erfahrung bringt einen das weiter. Bei mir immer erst mit einer gewissen Verzögerung, aber immerhin.

22.05.2012 15:03 • #126


Macht den der Monolog nicht eine Beziehung überflüssig ?

22.05.2012 16:08 • #127


@GastB
Sich als Erwachsener behaupten, was bedeutet das, frage ich mich. Was sind das für Situationen für dich, welche Verhaltensweisen, GastB? Manchmal denke ich, um mich sind nur große Kinder, manchmal, dass ich selbst das bin. Manchmal, dass ich als Erwachsener mit einem anderen Erwachsenen zu tun habe, manchmal dass ich als Erwachsener und manchmal als Sensibler, Verängstlichter verachtet werde. Und manchmal, oft, dass ich selber Kind und verloren in einer rücksichtslosen, aggressiven Umgebung bin. Habe mich behauptet gegen Momming und Kündigung, als Erwachsener mich gewehrt mithife des Betriebsrats, ein Feedback: da sitzt ein Erwachsener unter Kindern, eine IT-Firma - und ich sei Opfer der Umstände. Toll. Ausgangspunkt ein "Kollege", der verletzt war, von mir nicht beachtet und der beim Chef "gepetzt" hat. Meine "Narben" haben mich sprachlos gemacht, Beobachter, in solchen Situationen fehlen mir die Worte, wo es dringend, als Erwachsener zum Selbstschutz notwendig wäre. Aber ich ziehe die Register, die mir trotzdem zur Verfügung stehen. Ja, man wird durch Verletzungen zur Zielscheibe. Muss man dann aber nicht so erwachsen sein, den Mund aufzumachen? Gerade aber das, wenn es doch gelingt, bringt Missverständnisse, man setzt sich Neuem aus, mit dem man vielleicht nicht umgehen kann ...

Als Erwachsener in einer Beziehung? , was bedeutet das? Und wenn zwei beteiligt sind?

23.05.2012 07:57 • #128


ich mache den Mund auf, stelle den Kollegen zur Rede, Vorgesetzte, suche Dialog, fast immer Fehlanzeige. Wo ist da das Problem? Warum "gelingt" die Kommunikation nicht? Alle verbohrt, das kann doch auch nicht sein. Defensiv, bremsen in der Kommunikation ... Andere ja, ich selber kann das nicht gut. Aber man entblößt sich, fühlt sich und wird auch nicht ernst genommen. Und teilweise, nur teilweise, ist das die eigene Wahrnehmung, spricht da das verletzte Kind: "Nimm mich wahr". Eigentlich hasse ich inzwischen diese analytische Ebene, denn im Alltag, mit vielen Menschen kann auf der Ebene nicht kommunizieren.

Beobachter, freue mich, dass du trotzdem schreibst, du wolltest eigentlich nicht mehr

23.05.2012 08:10 • #129


muss auch sagen, ich will eben nicht so "kläglich" sein, immer wieder mit einem neuen Problem anzukommen. Trotzdem, es ist emotional heftig gerade. Ich wünschte, darüber reden, jemand alles erzählen zu können, aber es ist niemand da, und es "versteht" niemand. Man ist schnell Weichei, bekommt gut Ratschläge, aber sucht doch eigentlich auf einer anderen Ebene. Ist das Bedürftigkeit, oder ist das nicht normal, das Bedürfnis nach Offenheit, Vertrauen, sich mitteilen zu können. Wenn es dadurch aber zu "Missverständnissen" kommt, wenn das, was ich tue, um auszudrücken, dass sie mir viel bedeutet, bei ihr zu aggressiven Reaktionen, zu Frust und Enttäuschung führt, wenn sie mir vorwirft, ich würde Dinge tun, die sinnlos sind, ich kannn es nachvollziehen, denn was sie mir von ihrer vielleicht größten Stärke aus Zuneigung zu geben versucht, wehre ich wiederum ab aus meinem Bedürfnis nach Selbstbestimmung. Ich weiss, das liest sich abstrakt ... Sie macht mir Vorwürfe, weil ich etwas verloren habe, das sie mir gegeben hat, um mir zu helfen und eine Freude zu machen. Sie ist enttäuscht, meine, wenn ich ihre Sachen nicht schätze, schätze ich sie nicht. Man kann ja mal etwas verlieren, aber ich verstehe sie. Dann will ich es wieder gut machen, besorge das in neu, um es ihr zu ersetzen, vor allem, damit sie sieht, dass es und damit sie mir nicht egal ist. Sie macht mir neue Vorwürfe, die Aktion kostete Zeit und Geld und was sie mir gegeben hatte, eine Kamera braucht sie selber nicht. Sie hasst Kameras, ich wusste das auch, aber mir ging es darum, ihr zu zeigen, dass ich nicht einfach so es dabei belasse. Sie versucht, mir ihre Organisationsfähigkeit beizubringen und Dinge für mich zu erledigen. Die Aktion, die Kamera neu zu besorgen war auf der Ebene sinnlos, verkehrt und sie fühlt sich deswegen vor den Kopf gestossen. Es klingt so lächerlich, aber so sind diese Missverständnisse. Und ich finde keine Worte, ihr zu sagen, was ich empfinde, und wenn ich es versuche, denkt sie, ich will immer weitr darüber diskutieren, wo sie eh schon frustriert ist.

Aber was wiederum kann ich dafür, wenn sie das als verletzend erlebt? Ich habe auch so meine emotionalen Besonderheiten, wenn sie sich nicht wertgeschätzt fühlt, ich weiss auch, , wo ich meinen Anteil habe und diese emotionale Mauer, meine, die ich errichtet habe UND ihre, überwinden kann. Und ich weiss auch, wie klein ich mich oft mache als Mann müsste ich handeln, ein Machtwort sprechen vielleicht, aber ich blicke einfach nicht durch im Moment oder auch viel zu gut, scheine aber machtlos.

23.05.2012 08:39 • #130


Hi Adler,

ohjeeeeeeeeeee ... du hast mein ehrliches Mitgefühl.

Ich kann dazu auch nicht viel sagen, nur einzelne Punkte, die auch nur (falsche?) Vermutungen sein können.

U.a. dies:
Du und Kollegen, Chefs usw.:

- Du bist überdurchschnittlich intelligent. Das ist nach meiner Erfahrung immer ein rotes Tuch für viele Menschen oder zumindest in vielen Situationen. Sie können dir nicht folgen und/oder ziehen den Kürzeren, und das daraus ausgelöste Minderwertigkeitsgefühl hat Folgen. Entweder ziehen sie sich zurück oder sie zahlen es dir irgendwie heim.
Ich denke, zu einem gewissen Teil muss man damit leben lernen. Und wenn es zu doll wird, den anderen kräftig eins aufs Maul geben lernen.

- Du bist es gewöhnt, alles rein analytisch lösen zu wollen. Das ist aber nicht genug.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell
Jede Kommunikation und Interaktion hat diese 4 Aspekte: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell.

Die Menschen spüren, wenn man sie nur auf 1 oder 4 Ebenen anspricht, d.h. wenn v.a., wenn man die Beziehungsebene auslässt. Sie fühlen sich dadurch unbefriedigt oder, im schlimmeren Fall, sie empfinden das als Ablehnung - und dann: siehe obiger Punkt.

Denkbare Abhilfe dagegen: Ab und zu dem anderen kollegial und herzlich auf die Schulter klopfen. Ab und zu sich auf ein Feierabendbier oder zum Kegeln verabreden und dann dort nicht gescheit reden, sondern die anderen sich darstellen lassen.

- Du bist unsicher - und das ist für viele leider ein Anlass, genau das auszunutzen. V.a., wenn es an dir andere Seiten gibt, bei denen sie unterlegen sind.
Es gibt auch andere Menschen, die dann eine mitleidige Schiene fahren - das gefällt dir dann aber natürlich auch nicht.

Ich habe in letzter Zeit verstärkt mit Personen zu tun, die sich durch Lautstärke und Ins-Wort-Fallen durchsetzen. Sie machen das gewohnheitsmäßiig und gar nicht bösartig, und die anderen finden das auch nicht schlimm. Aber ich mache das eigentlich nicht, rede auch nicht so laut - komme dabei aber überhaupt nicht mehr zu Wort. Deswegen habe ich jetzt beschlossen, das ab sofort auch zu tun. Zuerst erschien mir das unmöglich, aber wenn es nötig ist, dann werde ich es tun. Merkwürdigerweise hat mir das aber auch für andere Situationen einen Energieschub und mehr Entschlossenheit gegeben.
Vielelicht kannst du ja etwas damit anfangen.

Bezüglich deiner Freundin und dir:
Ich meine, sie hat mindestens so viele Probleme wie du. Wenn das alles so stimmt, wie du es darstellst, dann ist sie völlig überdreht und zeigt hysterische Reaktionen.

Ich bin schon für Kommunikation. Aber alles und jedes musst du m.E. nicht stundenlang erklären.
Die Frage ist: Kannst du es aushalten, wenn sie sauer ist und schlechte Laune hat?
Oder bist du davon abhängig, dass sie dir nicht böse ist und versuchst deshalb, alles durch Reden oder sonstiges wieder in Ordnung zu bringen?
Wenn sie zu überschnellem und überzogenen Gekränktsein neigt, dann bist du nicht dafür zuständig, sie wieder "in Ordnung zu bringen", sondern sie selbst. Dann kannst du das einfach abwarten.
Dazwischen die Balance zu finden, ist sicher nicht ganz einfach, aber ich denke, das ist etwas, das du für deine eigene seelische Balance und Psychohygiene entscheiden und lernen solltest.

23.05.2012 12:08 • #131


Wichtigste Frage ist, wie kann ich, so weit ich Einfluss habe, (wieder) auf eine ehrliche Beziehungsebene mit meiner Freundin kommen. Eigentlich einfach, nämlich offen sein und das aushalten, genau. Nur, wo bin ich/sind/wären wir ehrlich, so wie wir beide das verdienen und wo sind unsere/wären meine eigenen Reaktionen ungerecht, auch meine Reaktionen hysterisch? Da bin ich vorsichtig, immer mit der Gefahr, unnötig einzustecken. Und dann, wie im Job auf die Beziehungsebene kommen? Das ist nicht einfach, denn ich sitze da mit Kündigung, müsste tatsächlich Kollegen und einem Vorgesetzten zum "Dank" eins auf die Fr.... Hauen müssen, aber das macht man nicht so einfach, wenn die Alternative Sozialhilfe ist und wieder raus zu sein aus dem Beruf. Allein für meine Selbstachtung werde ich wahrscheinlich noch etwas unternehmen müssen mit ungewissem Ausgang. Ein Plan, die Überzeugung, dass entsprechend zu handeln meine Selbstachtung wieder stärken wird.

30.05.2012 09:45 • #132


Zitat von Adler83:
denn ich sitze da mit Kündigung,
Heißt das, du hast eine Kündigung vorliegen?
Dann vermute ich, dass du da vorher nicht genügend "Beziehungsarbeit" geleistet hast.
Es ist wichtig, dass man sich auch emotional-sozial integriert. Das kann sogar wichtiger sein als die eigentliche Leistung.

Und was meinst du mit "ehrlicher" Beziehung zu deiner Freundin?

Ich denke, das Wichtigste ist eine ehrliche Beziehung zu dir selbst.
Was kann ich ertragen, was will ich ertragen, was möchte ich unbedingt, was will ich auf keinen Fall?
Natürlich soll das nicht ein reiner Ego-Trip sein. Aber du darfst ihr nicht die völlige Kontrolle = Steuerung deiner Gefühle überlassen.

31.05.2012 10:37 • #133


Ja, gekündigt. Ich "arbeite" seitdem daran, heisst, wenn es irgendwie geht, Smalltalk mit Kollegen, so gut das gelingt. Ich war viel allein, jetzt verbringe ich die meiste Zeit ausserhalb der Arbeit mit meiner Freundin, "man" verlernt das, aber ich versuche es immer wieder. Wenn ich das Gefühl habe, ich würde schleimen, sage ich lieber nichts, die Balance zu finden ist sehr schwer: Freundlich, aber bestimmt, mich nicht selbst zu verraten, also der nötige Selbstschutz, aber auch nicht total sprachlos und verbohrt zu sein. Seit Ende letzter Woche habe ich die Zusage für einen neuen Vertrag Dort wo ich arbeite und gekündigt bin. Gleichzeitig entsteht plötzlich viel Druck, ich weiss nicht, ob ich mich darauf verlassen kann oder ob es ein Pokerspiel ist. Man darf sich ja in Vertrauen üben, das ist ganz wichtig, aber naiv muss man auch nicht sein. Auch das ist keine leichte Balance zwischen Paranoia und berechtigtem Misstrauen. Ich habe die Erfahrung gemacht, auf mündliche Zusagen meines Abteilungsleiters nicht unbedingt zählen zu können. Trotzdem bin ich sicher, dass die Zusage jetzt ernst gemeint ist.

Die "Beziehungsarbeit" ... Man kann ja auch wieder nicht mit jedem, und wenn sich nicht zu sehr verbiegen möchte, habe ich die Erfahrung gemacht, kriegt man auch selbst eine aufs Maul. Ich mache mir Gedanken, wie ich anders hätte reagieren sollen, vielleicht hätte sollen, mit Rechtsanwalt, Arbeitsgericht, als "alles anfing", das zur Kündigung geführt hat. Ich habe anders entschieden, weil ich keine Chance gehabt hätte, mich da durch zu setzen. Es wäre vielleicht für meine, wie du es nennst, GastB, Psychohygiene wichtig gewesen, aber ich musste an meine Existenz denken, ganz einfach an finanzielle Abhängigkeit und habe versucht, das kooperativ zu lösen, wenn ich jetzt wirklich den neuen Vertrag bekomme, war das dann erfolgreich, hat aber auch viel Zeit und Nerven gekostet. Was ich auch genutzt habe, das ist die umgekehrte Abhängigkeit, Vorgesetzte, die mich für die Umsetzung von Projekten brauchen. Jetzt ist es eine Gratwanderung zwischen einen guten Job zu machen und kooperativ zu sein und mich nicht unter Wert zu verkaufen, um nicht doch noch den kürzeren zu ziehen.

Aber okay, ohne Beziehungen und das Emotionale dabei kann man sowas eigentlich kaum bewältigen.

04.06.2012 09:09 • #134


Oh je, die Situation hört sich sehr anstrengend an.

Zitat von Adler83:
Ja, gekündigt.
Aus welchem Grund?

Ich hoffe, du bekommst deinen Vertrag, wie du ihn dir wünschst.

04.06.2012 23:40 • #135


Huhu

Ich wünsche auch viel Glück für den neuen Arbeitsvertrag.

(Ich schreibe das aber nur, weil, im Gegensatz zur Liebe
kenne ich mich mit Arbeitsverträgen/Kündigungen gut aus)


Liebe Grüsse, Der Beobachter

05.06.2012 13:01 • #136


Danke euch für die Wünsche! Ich hoffe, es klappt wirklich. Nach der Zusage hatte ich dann plötzlich Druck, auch die unverschämte Aussage: "Das kann doch wohl nicht so lange dauern", ich war meinem Abteilungsleiter, der es letztendlich mit dem Vertrag in der Hand hat, nicht schnell genug. Man möchte eigentlich laut schreien, aber es geht nicht. Die Situation ist so stressig, dass ich mich kaum konzentrieren kann.

Die Firma ist grösser, der Vertrag muss durch den Betriebsrat, vielleicht dauert es deswegen, aber nichts tut sich weiter. Da es Freitag in Urlaub geht habe ich heute nachgehakt und gefragt, ob es vor dem Urlaub nocht geht mit dem neuen Vertrag, per Mail, keine Reaktion. Vielleicht ungeschickt, zu "forsch" wie oft, aber ich will das geklärt haben, das müssen sie auch nachvollziehen können, oder was meint ihr dazu? Nun werde ich morgen noch einmal unter vier Augen nachfragen, und dann geht es wahrscheinlich entweder mit weiterer mündlicher Zusage oder auch mit Absage (sollte man auch gedanklich nicht vorweg nehmen!!) in den Urlaub.

Ich komme mir so vor, ständig zu klagen, ja auch über meine Freundin. Dabei tut sie ganz viel für mich und erwartet zurecht das gleiche von mir, was mir auch wegen der nervenaufreibenden Situation nicht gut gelingt. Mache mich damit auch schlecht, aber manchmal kann ich sie auch verstehen. Könnte auch von ihr erzählen und wie sich das in Sachen Bindungsstil, Dominanz bei uns abspielt, aber ich täte ihr Unrecht, das hier auszubreiten.

Das Dilemma ist: Heulst du dich aus, dann wirst du auch entsprechend behandelt und irgendwie bedeutet das auch, nicht zu schätzen/wahrzunehmen, was man hat. Oder du verdrängst, verstellst dich irgendwie, hälst es aus, sagst dir, es ist doch alles nicht so schlimm, in der Hoffnung, dass bald auch emotional das Licht am Ende des Tunnels kommt, aber mit dem Gefühl, sich selbst zu schaden, die eigenen Bedürfnisse zu übergehen und sich von sich selbst noch weiter zu entfernen.

Warum gekündigt? Es gab Konflikte mit zwei Kollegen, hintenrum wurde gepetzt, und ich stand schlecht da. Tatsächlich hat sich ein Kollege für mich eingesetzt, ich muss gerade denken, dass ich das und ihn schätze deswegen, muss mir das vor Augen halten. Also ich habe Beziehungsarbeit "geleistet" und tue das weiter. Nur, vielleicht könnt ihr euch nicht vorstellen, WIE kindisch und rücksichtslos es in der IT-Branche zugeht. Natürlich gehören immer zwei (Seiten) dazu, aber es ist sehr kindisch alles abgelaufen. Ich war erst einmal fassungslos, wo ich gelandet bin, als ich dort angefangen hatte, es ist das genaue Gegenteil von dem, was man als kultiviert bezeichnen würde. Wer sich dann anstellt wird schnell als "humorlos", Aussenseiter und unwillig zu kommunizieren hingestellt. Erwachsene Menschen, die sich mit Spielzeugpistolen bekriegen und permanent Sprüche kloppen, ich bin das so satt, so müde.

05.06.2012 18:50 • #137

Sponsor-Mitgliedschaft

Oh je - ich merke, dass ich bei dir meistens mit "oh je" anfangen möchte.

Das hört sich alles wirklich SEHR anstrengend für dich an. Mein ehrliches Beileid.

Zitat von Adler:
Da es Freitag in Urlaub geht habe ich heute nachgehakt und gefragt, ob es vor dem Urlaub nocht geht mit dem neuen Vertrag, per Mail, keine Reaktion. Vielleicht ungeschickt, zu "forsch" wie oft, aber ich will das geklärt haben, das müssen sie auch nachvollziehen können, oder was meint ihr dazu?
Eigentlich denke ich, dass das angemessen und nachvollziehbar ist, vorausgesetzt, du hast es "normal" formuliert, wovon ich aber ausgehe.

Ich habe auch einen Chef, der höchst ungern Antworten gibt und mich lieber im Ungewissen hängen lässt. Ich hasse das und es nimmt mir oft die Lust, für ihn zu arbeiten. Er macht das aus irgendeinem persönlichen Problem heraus, es hat nichts mit der Sache an sich oder den Umständen zu tun. Ich sage mir dann immer wieder, dass es letztlich nicht wichtig ist - wenn es nicht wichtig ist. Aber einen Urlaub machen zu müssen ohne zu wissen, ob man anschließend noch etwas verdient oder nicht, finde ich eine sehr wichtige Sache und da musst du nicht kleinlaut sein, meine ich. Hast du vielleicht ZU vorsichtig nachgefragt? Ich weiß es ja nicht.

Dieser Satz hat mich etwas stutzen lassen:
Zitat von Adler:
Dabei tut sie ganz viel für mich und erwartet zurecht das gleiche von mir
Ist das wirklich zu RECHT, dass sie etwas und das gleiche von dir erwartet? Da interessiert mich jetzt die Meinung der Beziehungserfahrenen hier. Ich meine, "erwarten" ist ohnehin ein böses Wort in Beziehungen, und dann noch eine "Menge" zu definieren, die sich nach dem bemisst, was ich für den anderen tue -das erscheint mir als ein zu zwanghaftes Korsett. Wenn sie etwas für dich tut, dann sollte das freiwillig und gerne sein und ohne jegliche Gegenerwartungen und -forderungen. Meine ich jedenfalls. Natürlich gibt es bestimmte Erwartungen, aber die dürfen doch wohl nicht davon abhängen, wie viel ich tue (in dem Fall wäre "ich" = sie).
Aber vielleicht erwartet sie das gar nicht so wie du meinst, sondern du denkst das nur?
Egal wie, es hört sich sehr, sehr angestrengt und gestresst an, und das sollte es eigentlich nicht sein.

Gruß,
GastB

05.06.2012 20:56 • #138


Hi GastB,

Zitat von GastB:
Oh je - ich merke, dass ich bei dir meistens mit "oh je" anfangen möchte

Oh je ... Klagen ist natürlich auch Quatsch.

Waren im Urlaub, deshalb kann ich erst jetzt wieder schreiben...
Den Vertrag habe ich noch nicht, habe darauf gedrängt, dass es vor dem Urlaub noch klappt, das hat es aber nicht; die Firma ist etwas größer, das muss auch erst durch die "Instanzen", aber in dieser Woche sollte ich den wohl endlich bekommen.

Was ihre Erwartungen und die Beziehung betrifft ... fühle mich oft als Spielball, sage ab und zu etwas, wenn sie zu sehr übertreibt, ansonsten versuche ich, selbst Initiative zu zeigen und mich nicht steuern zu lassen, das gelingt mir nicht sehr gut, weil sie so sprunghaft ist, und, ich denke, auch ganz bewusst "steuert" ... ich bin überlegt und dadurch meistens "langsam", da sind wir sehr unterschiedlich, was ich oft auch sehr anstrengend finde. Auf der anderen Seite erlebe ich sehr viel mit ihr, lerne, und will nicht ohne sie sein.

Ich erlebe manche Situationen in unserer Beziehung wahrscheinlich extremer als sie eigentlich sind. Und dann bin ich oft eifersüchtig, das macht es für mich unentspannt. Auf der anderen Seite passe ich auf sie auf, will sie behalten, und ich kann ja auch nicht gleichgültig sein. Sie verwickelt ständig Männer in Gespräche, wenn ich daneben stehe. Damit muss ich immer wieder umgehen, manchmal sage ich hinterher etwas, meistens versuche ich locker zu bleiben, selbstsicher zu wirken, sie woanders hin zu führen oder es als harmlos anzuerkennen, was es in der Regel ist, aber es nervt ungemein.

18.06.2012 05:43 • #139


Zitat von Adler83:
Zitat von GastB:
Oh je - ich merke, dass ich bei dir meistens mit "oh je" anfangen möchte

Oh je ... Klagen ist natürlich auch Quatsch
Das ist bei mir eher Mitgefühl, manchmal auch etwas Hilflosigkeit.

Zitat:
Waren im Urlaub, deshalb kann ich erst jetzt wieder schreiben...
Den scheinst du aber doch ganz gut überstanden zu haben, oder?
Zitat:
Den Vertrag habe ich noch nicht, habe darauf gedrängt, dass es vor dem Urlaub noch klappt, das hat es aber nicht; die Firma ist etwas größer, das muss auch erst durch die "Instanzen", aber in dieser Woche sollte ich den wohl endlich bekommen.
Na hoffentlich! Es ist wirklich extremer Stress, finanziell in der Luft zu hängen.

Zitat:
Was ihre Erwartungen und die Beziehung betrifft ... fühle mich oft als Spielball, sage ab und zu etwas, wenn sie zu sehr übertreibt, ansonsten versuche ich, selbst Initiative zu zeigen und mich nicht steuern zu lassen, das gelingt mir nicht sehr gut, weil sie so sprunghaft ist, und, ich denke, auch ganz bewusst "steuert" ... ich bin überlegt und dadurch meistens "langsam", da sind wir sehr unterschiedlich, was ich oft auch sehr anstrengend finde.
Ich weiß ja nicht, was das für Situationen und Themen sind, aber ist es nicht möglich, einfach zu sagen: "Darüber muss ich erstmal nachdenken."? Oder "Ich sag dir in 3 Tagen Bescheid, wie ich dazu stehe." oder so?

Zitat:
Sie verwickelt ständig Männer in Gespräche, wenn ich daneben stehe. Damit muss ich immer wieder umgehen, manchmal sage ich hinterher etwas, meistens versuche ich locker zu bleiben, selbstsicher zu wirken, sie woanders hin zu führen oder es als harmlos anzuerkennen, was es in der Regel ist, aber es nervt ungemein.

Ich vermute, es IST auch wirklich harmlos in dem Sinne, dass diese Männer keine Konkurrenz für dich sind und sie das auch nicht so meint. Vermutlich fühlt sie sich mit dir zusammen sicherer und geerdeter als ohne und deswegen spricht sie dann vielleicht sogar verstärkt andere Leute/Männer an.

Außerdem ist sie vermutlich ein Typ, der sich sowieso mit Männern besser unterhalten kann als mit Frauen. Wie viele weibliche Freunde und Bekannte hat sie denn? Wie viele männliche?

Und außerdem ist sie offenbar neugierig und wissbegierig und möchte einfach vieles erfahren, was sie dann von diesen Männern erfahren kann. Oder handelt es sich eindeutig nur um Flirts? Ich z.B. bin auch eine, die alles mögliche erfragt, und vieles in der Umwelt kann man nur von Männern erfahren. Z.B. frage ich oft auf Land-Busfahren den Busfahrern Löcher in den Bauch, und da habe ich auch schon mal erlebt, dass mein damaliger Freund vor "Eifersucht" bzw. eigentlich gekränkter Eitelkeit und gekränktem Narzissmus (zu wenig Aufmerksamkeit für ihn, zu viel angeblich für den Busfahrer) gekocht hat.

18.06.2012 12:34 • #140



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