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03.09.2012 10:35 • #41


Hallo Fee,

das mit den Verlustängsten kenne ich. Vor zwei Jahren erklärte meine Frau das sie nicht wüßte was sie noch für mich empfindet, das sie generell in einem totalen Gefühlschaos steckt, usw.! Im Endeffekt kam diese Nachricht für mich aus heiterem Himmel. Die Zeit danach war schlimm, es hat gute 2 Monate gedauert bis sie mir wieder ihre Gefühle zu mir äußerte. Danach war ab und zu ein ungutes Gefühl bei mir da. Es kam zum Teil aus dem nichts, einfach diese Angst es könnte wieder passieren.

Vor 3 Monaten fuhr sie für 9 Wochen Ihre Familie in den USA besuchen. Während der Zeit bekam ich das Gefühl das Ihre Gefühle wieder abgeflacht sein könnten und das der wahre Grund für die Reise eine geplannte Trennung wäre. Ich forschte nach und fand gechriebenes von Ihr welches die Situation vor 2 Jahren ganz klar mit "ich liebe meinen Mann nicht mehr" beschrieben und das sie wieder zurück wollte. Das gleiche schrieb Sie vor einem Jahr jemanden nochmal. Und von dieser Kriese hatte ich absolut nichts mitbekommen. Dies war für mich ein riesen Schock und egal was sie sagt und tut, ich habe zum Teil große Verlustängste das dieser Zustand wieder eintritt. Ich vermute das Problem liegt daran, das unsere Partner irgendwie nicht ehrlich waren und es ein gewisser Vertrausenverlust ist. Jedenfalls kann ich Dich da gut verstehen. Ich versuche mich abzulenken und sie nicht damit zu nerven. Gelingen tut es mir nicht 100%ig.

Den Altersunterschied sehe als kein Problem an. Er ist 32 und sollte seinen Platz im Leben gefunden haben. Man sagt doch immer so schön das Frauen erst ab 35 interessant werden, insofern sollte er doch happy damit sein. Ist eure Beziehung denn erfüllt? Hast Du in eurem täglichen Zusammensein das Gefühl das ihn da was stört oder er etwas vermisst?

LG
Michael

03.09.2012 14:07 • #42



Verlustängste :(

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Hallo Michael

Danke für deine Zeilen! Erstmal eine Korrektur.. ich bin 39...und er 32. Das Problem ist, dass wir beruflich ziemlich eingebunden sind. Und er studiert auch noch zusätzlich, so dass wir uns während der Woche nur ein Mal sehen, ansonsten am Wochenende. Wir telefonieren täglich mehrmals, und die Zeit, die wir miteinander verbringen ist wunderschön. Er ist dann auch komplett für mich da, aufmerksam und liest mir jeden Wunsch von den Augen ab. Aber so war es in den ersten Wochen ja auch- bis der große Knall kam..
Zum Thema Altersunterschied..für mich ist es absolut kein Problem, für ihn (so sagt er) auch nicht. Allerdings kam aus seinem engsten Freundeskreis der Kommentar, dass man ihn schon erkennen würde. Ich muss dazu sagen, dass er zu allem Leid auch noch einige Jahre jünger aussieht. Meine Angst ist die, dass er diese Kommentare noch oft hören wird, und sich beeinflussen lässt. Ich kann es mir zwar nicht wirklich vorstellen, aber die Angst ist einfach da. Auch wenn ich weiß, dass er es in dem Fall nicht mehr Wert wäre.
Ich weiß, es hört sich alles verkorkst an. Und diese Art von Verlustangst/Eifersucht kenne ich von mir so auch nicht. Das macht es vielleicht auch so kompliziert.

LG Fee

03.09.2012 16:29 • #43


Hallo Fee,

Ich glaube es gibt nicht wirklich ein 100%iges Rezept gegen Deine Verlustangst. Das von außen Einflüsse auf in zukommen werden ist normal. Freunde, Kollegen. Er wird wird mit Sicherheit mal jüngere Frauen kennenlernen. Im Studium, draußen auf der Straße. All dies kann einen verunsichern. Aber es ist etwas womit wir lernen müssen zu leben.

Das was Du machen kannst ist, das Du Dir Deiner Stärken bewusst wirst. Warum hat er sich in Dich verliebt? Fühlst Du Dich attraktiv und begehrenswert? Wenn Du defizite siehst, arbeite an ihnen. M.E. sind Verlustängste dadurch getriggert, das wir uns, warum auch immer, in einer Partnerschaft minderwertig fühlen. Wir denken immer das irgendwann jemand kommt, welchen unsere Partner besser finden. Deshalb ist es wichtig sich selbst zu lieben, an sich zu arbeiten. Für sich selbst, nicht für jemanden anderen.

Wo siehst Du Deine Stärken und Schwächen?

LG
Micha

03.09.2012 16:55 • #44


Leider hast du nicht beschrieben warum er sich getrennt hat. Was der Grund dafür war und warum dieser jetzt behoben ist. Probleme in der Familie sind ja kein tnnungsgrund, daher wirst du nur dann mehr Sicherheit gewinnen, wenn du die Gründe nachvollziehen kannst. Nach dem was du hier geschrieben hast, kann ich diese nicht nachvollziehen und daher halte ich auch eine erneute Trennung für nicht auszuschließen. Aber um das beurteilen zu können, müsstest du mehr über die Hintergründe schreiben.

03.09.2012 16:57 • #45


An Michael

Ich weiß, dass es immer Frauen geben wird, die er kennenlernt. Vielleicht ist es auch die Kultur seiner Familie, die mir Angst macht. Die Angst von denen nicht akzeptiert zu werden. Und Familie hat einen sehr hohen Stellenwert bei ihm. Das Schlimme ist ja, dass ich weiß, dass ich mit meinem Verhalten alles kaputt machen kann. Wobei er davon nicht wirklich viel mitbekommt. Bin ich bei ihm ist alles gut..die dummen Gedanken kommen dann wenn ich nichts ihm bin.

Meine Stärken? Ich bin einfühlsam, absolut treu, nicht langweilig, humorvoll und für mein Alter nicht unattraktiv (das ist die Meinung meines Umfeldes!) Ich habe bis jetzt auch nie diese Zweifel gehabt. Das ist völlig neu für mich. Klar habe ich Schwächen. Die hat jeder Mensch. Aber diese würde ich nicht so dramatisieren.

03.09.2012 18:18 • #46


Guten Abend Prinzessin

Sein Vater hat eine schlimme Diagnose bekommen, und hat nicht mehr lange zu leben. Und es war für ihn ein Schock. Er sagt, er wäre mit der Situation völlig überfordert gewesen, und hätte einfach alles von sich gestoßen. Ich habe ja schon dem Michael geschrieben, dass wir nicht wirklich viel Zeit im Moment füreinander haben. Und er ist durch seine Kultur wohl noch etwas enger mit der Familie. Für ihn ist es jetzt wichtig für seinen Vater/Familie da zu sein. Wofür ich natürlich Verständnis habe!! Er sagte, er hätte Angst mir nicht das geben zu können, was ich verdient habe. Aber ich habe Angst, dass er mit Familie, Job, Studium überfordert ist, und es deshalb mit uns wieder beendet.

03.09.2012 18:29 • #47


Du erwähnst sehr oft "Kultur" und das seine Familie ein Problem darstellen könnte. Ist hiermit auch etwa eine unterschiedliche Religion gemeint?

03.09.2012 22:56 • #48


Also er ist Atheist. Absolut ungläubig. Aber seine Familie eben nicht.

04.09.2012 07:11 • #49


Und wieso könnte es dann bzgl. der Kultur seiner Familie Probleme geben?

04.09.2012 09:16 • #50


Ich denke, sie hätten gerne eine Landsfrau, jünger, und eine, die die Familienplanung noch nicht abgeschlossen hat. Eigentlich sollte ich mir sagen: "Hey, du kannst nichts ändern. Lass es auf dich zukommen." Aber das ist leichter gesagt als getan..

04.09.2012 20:05 • #51


Hallo Fee,

sorry ich war ein wenig verschnupft und somit nicht im Forum aktiv. Eine Familie die negativ gegen einen Partner eingestellt ist kann einem schon das Leben start erschweren. Habe das leider auch in meiner Familie erlebt.

Es stimmt. Laß es auf Dich zukommen und genieße die Zeit mit ihm. Ob es funktioniert wirst Du mit der Zeit erfahren. Vielleicht wird seine Familie damit klarkommen. Haben sie sich denn schon negativ geäußert oder denkst Du nur das sie sich vielleicht eine andere Partnerin wünschen?

Liebe Grüße
Michael

07.09.2012 11:09 • #52


boots

12.04.2015 18:17 • #53


nilu
Hast du irgendeinen Ausgleich, ein Hobby zum Mami-Dasein? Etwas nur für dich, wo du mal abschalten und Gedanken wegziehen lassen kannst? Für mich klingt es auch nach Erschöpfung bei dir, du trägst so viel mit dir herum.

Ich habe zwar keine Verlustängste (aber eine andere Angststörung) und kann dir etwas nachfühlen da ich ebenfalls an meinem Selbstwertgefühl arbeite. Ich hab vieles was mein Mann tat oder sagte zu persönlich genommen, immer alles auf die Goldwaage gelegt und mich teils angegriffen gefühlt, obwohl er es nicht so meinte. Ich musste lernen, nicht alles auf mich zu beziehen und nicht über alles endlos nachzudenken. Kannst du deinen Freund zu einer Sitzung mal mitnehmen? Redet ihr viel über deine Ängste, über euch?

13.04.2015 02:57 • #54


boots
Hallo Nilu,
ich freue mich, das du mir geantwortet hast. ja, ich trage zur Zeit viel mit mir rum...
ich habe viel interessen, schaffe es aber nicht, da dranzubleiben, teilweise ist selbst das was guttut zu anstrengend. Ich weis nicht, ob du verstehst. Oftmals fehlt mir einfach auch das durchhalte vermögen.

Zu meinem Freund, ich habe ihn gefragt, ob er mitgehen würde. und er hat gesagt, das er das machen wird. Wir sprechen phasenweise mal mehr mal weniger über meine Ängste, er ist auch momentan sehr belastet. Hat alles verloren, selbst den job. Und ist ein Mann der sich über diese dinge sehr definiert. Ich denke, das auch das der Grund ist, warum er so unentchlossen ist. Wir leben Beziehung, und Partnerschaft, aber er hat großen mist gemacht, und alles verloren. ich denke das , das alles mit reinspielt.

wie machst du das, zu lernen nicht alle auf dich zu beziehen; und an deinem Selbstwertgefühl zu arbeiten...

lg boots

13.04.2015 10:37 • #55


nilu
Sind es vielleicht zu viele Interessen? Versuche dich auf wenig zu konzentrieren, etwas was dir wirklich gut tut, wo du aufgehst. Ich kenne das auch, dass man alles ausprobieren und überall dabei sein möchte. Aber das ist utopisch.

Kann gut sein, dass die Probleme deines Freundes bei dir mit reinspielen. Gut ist, wenn ihr drüber redet und er sich nicht verschliesst.

Wie ich das mache nicht mehr alles auf mich zu beziehen? Kann ich schlecht beschreiben Ich glaube es fängt damit an dass man sich selber so akzeptiert wie man ist, nicht mit anderen vergleicht. Ich fand zb früher immer wenn ich jemand lachend auf der Strasse sah, dass derjenige über mich lacht. Bis ich mir sagte, es hat sicher nichts mit mir zu tun, es hat bestimmt einen anderen Grund. So ist es auch mit anderen Dingen. Ich habe mir im Laufe der Jahre eine Schutzmauer aufgebaut. Dinge die gesagt werden, werden gesagt, weil mein Gegenüber ein Bedürfnis äussern und mich nicht verletzten will. Ich habe das nie gelernt, musste meine Bedürfnisse immer unterdrücken, stiess auf Ablehnung die halbe Kindheit durch und hatte ein ganz mieses Vertrauen gegenüber meinen Mitmenschen. Jetzt wo ich meine Kindheit aufgearbeitet habe, sehe ich vieles gelassener.

20.04.2015 01:05 • x 1 #56


boots
Guten morgen nilu,

ich habe mich in einer tiefenpsychologischen therapie versucht, sage extra versucht, weil ich glaube das es mir letztendlich manches an verstehen gebracht hat, ich glaube einfach, das meine mutter völlig überfordert mit mir war, ich ein überus wohlbehütetes kind war, mit einer sehr ängstlichen mutter an meiner Seite, der mir nicht wirklich Vertrauen und Geborgenheit in mich und die Dinge vermitteln konnte. diese Therapie, hat mir aber kein Aha-Erlebnis verschafft, irgendwie habe ich immer gedacht, wenn ich ein solches haben würde, würden sich meine ganzen Nöte in luftz auflösen. Warum ich diese Verlustängste habe, kann ich mir denken. aber , all das hilft mir sehr wenig, wenn ich nicht weis, wie ich damit umgehen soll. so, erhascht es mich immer wieder, und sei es nur, wenn mein freund nach einem schönen gemeinsamen we, wieder in seine wWohnung zurück geht.

ein akzeptieren meiner selbst, fällt mir zum jetzigen Zeitpunkt schwer, ich bin sehr kritisch, schäme mich , weil jobmässig nichts klappt, und mich das sehr unter druck setzt.
Das mit den Interesen, war ei sehr interesanter Aspekt, ich werde mich in einer ruhigen minute mal fragen, ws mir so richtig wichtig ist, und dem die oberste priorität geben. Danke , für diesen Tip.

lg und eine gute woche boots

20.04.2015 10:01 • #57

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nanu22
hallo boots....ich kan deine Verlustängste nachvollziehen
mir geht es auch...habe angst meinen Partner zu verlieren...es ist einfach nur
grausam diese Ängste...
Ich frage ihn öfters am Tag ...wie es ihm geht....ich kann es nicht abstellen
sobald er sich irgendwo am Körper anfässt kriege ich Angst es könnte
irfendwas sein...er sagt immer ihm geht es gut...trotzdem habe ich große
Angst

01.06.2015 13:21 • #58


31.05.2016 21:28 • #59


Weltverlust
Hi,

Verlustängste sind echt nervig. Sicherlich bist du ein Harmoniemensch, der es allen immer recht machen möchte. Leider macht einen das auf die Dauer krank, wie du ja selbst merkst.
Was helfen könnte:
  • Nicht versuchen hinterher Fehler im eigenen Verhalten zu finden, sondern den anderen "einfach" zu fragen, was los ist. Sonst denkst du dir was aus und reagierst dann auf deine eigenen Gedanken - die aber keinesfalls die des anderen sein müssen.
  • Bewusst etwas verlieren (Konfrontation)
der letzte Punkt wäre natürlich leichter machbar, wenn du Verlustängste auch bei Gegenständen hättest. Dann könntest du einfach etwas geliebtes wegwerfen. In deinem Fall wäre es ja vielleicht eine machbare Übung ein Problem einfach mal nicht zu kitten und zu beobachten was passiert. Oder spiele so eine Situation erstmal nur in Gedanken durch.

01.06.2016 10:40 • #60



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