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Hallo,

angeregt durch verschiedene Beiträge sowie natürlich meinen eigenen Gedanken, Ideen und Vorstellung, wollte ich allgemeinen in die Runde fragen und ein bisschen ergründen.

Wie handhabt ihr Beziehungen?
Das fängt bei rudimentären Elementen darin schon an. Wenn ihr beispielsweise heimkommt von der Arbeit, ab wann fangt ihr an euch bei eurem Partner/Partnerin zu melden. So nach dem Motto, hallo bin wieder da, Tag ist so und so gelaufen (also, wenn ihr nicht zusammen wohnt; ihr dürft euch gerne äußern auch wenn ihr zusammen wohnt, wie es vorher war oder bei Abwesenheit des einen gehandhabt wird).

Ich habe da eine Vorstellung von: Vor allem anderen, es sei denn ich muss aufs Klo. Dann entweder zeitgleich und oder zeitnah danach. Ich verbinde das stark mit Respekt vor dem einen, weil ich einfach davon ausgehe. Eine gewisse Sorge ist vorhanden, gerade, wenn man weiß, wann der jeweils andere zuhause sein müsste.
Alles weitere kann ja dann ausführlicher später in Textform oder am Telefon erfolgen.

Wie oft sehr ihr euch bzw. wie oft würdet ihr euch gerne sehen?

Was ist euch in der Beziehung wichtig? Habt ihr eine "Prioritätenliste"?

Wenn ihr bei eurer Partnerin, eurem Partner, zu Besuch seid, wie oft und bei was helft ihr im Haushalt mit? Oder sagt ihr euch: Sie kümmert sich bei sich um alles, dafür mach ich ja alles bei mir? Was ist, wenn letzteres nicht möglich ist (Nur ein Teil kommt zu Besuch, ein Teil wohnt in einer WG dort gibt es evtl. Strukturen, die euch nicht bekannt sind (Waschtage oder anderes)? Ihr oder der jeweils andere fahrt nicht gerne Auto und kommt deswegen nicht, würdet ihr erwarten, dass er/sie dennoch mal zu euch kommt?

Sicherlich hab ich nicht alles getroffen, erzählt doch einmal, was für Vorstellung ihr habt, was in einer Beziehung sein muss, was sollte nicht sein?

Wie seht ihr das, wenn gesagt wird: Eine Beziehung soll mit Leben gefüllt werden, da muss dann jeder aus der Beziehung beitragen. Was tragt ihr bei, wie macht ihr das, wie oft, was genau, . Sprich: Wie pflegt ihr die Beziehung?

23.10.2019 16:12 • 24.10.2019 #1


7 Antworten ↓


juwi
Mich würde das tierisch stressen, wenn ich mich jeden Tag melden müsste, sobald ich mit arbeiten fertig bin. Nach dem Heimkommen würde ich erst mal entspannen und ganz Ich sein wollen anstatt Beziehungsarbeit zu leisten. Bin da aber wahrscheinlich untypisch und es ist bei mir nur reine Theorie, denn ich hatte nie Beziehungen. Wenn ich so lese, was alles erwartet wird und was man angeblich "muss", bin ich grad direkt froh drum

23.10.2019 19:22 • x 3 #2


Ein Paar das harmoniert weiß wann der/die Partner/in Aufmerksamkeit braucht und wann man sich zurückhält.

Jeder sollte wissen, das es ein geben und nehmen ist und das man vor allem den Respekt vor sich selbst nicht verlieren darf.
Dazu gehört, zu wissen was man will und danach zu handeln.

Wenn ein Mann aber glaubt er müsste sich nicht mehr um die Frau bemühen, nur weil sie jetzt schon länger mit ihm zusammen ist, der darf sich über die Konsequenzen nicht wundern.

23.10.2019 22:14 • x 2 #3


Acipulbiber
Zitat von juwi:
Mich würde das tierisch stressen, wenn ich mich jeden Tag melden müsste, sobald ich mit arbeiten fertig bin.

mich auch

23.10.2019 22:26 • #4


Jochanan
In meiner Beziehung war es so, dass wir abends telefonierten und darüber sprachen, wie unser Tag war. Mir gefiel das sehr. So eine finde ich nie wieder.

23.10.2019 23:05 • x 1 #5


FeuerWasser
Zitat von MrsEternity:
Das fängt bei rudimentären Elementen darin schon an. Wenn ihr beispielsweise heimkommt von der Arbeit, ab wann fangt ihr an euch bei eurem Partner/Partnerin zu melden. So nach dem Motto, hallo bin wieder da, Tag ist so und so gelaufen (also, wenn ihr nicht zusammen wohnt; ihr dürft euch gerne äußern auch wenn ihr zusammen wohnt, wie es vorher war oder bei Abwesenheit des einen gehandhabt wird).

Als wir noch nicht verheiratet waren war es so, dass man sich unterm Tag 3-4 mal meldete (das machen wir auch immer noch) und als ich zuhause ankam war eine Rückmeldung an den Partner das erste was ich machte. Wir haben halt mehr geschrieben, telefonieren tun wir beide nicht so gern. Ich empfand das nicht als Stress sondern als etwas Angenehmes, sonst hätte ich es nicht gemacht.


Zitat von MrsEternity:
Wie oft sehr ihr euch bzw. wie oft würdet ihr euch gerne sehen?

Früher hatten wir eine klassische Wochenendbeziehung, Freitag Abend bis Sonntag Abend und nach 1,5 Jahren bin ich dann zu ihm gezogen.


Zitat von MrsEternity:
Wenn ihr bei eurer Partnerin, eurem Partner, zu Besuch seid, wie oft und bei was helft ihr im Haushalt mit? Oder sagt ihr euch: Sie kümmert sich bei sich um alles, dafür mach ich ja alles bei mir? Was ist, wenn letzteres nicht möglich ist (Nur ein Teil kommt zu Besuch, ein Teil wohnt in einer WG dort gibt es evtl. Strukturen, die euch nicht bekannt sind (Waschtage oder anderes)? Ihr oder der jeweils andere fahrt nicht gerne Auto und kommt deswegen nicht, würdet ihr erwarten, dass er/sie dennoch mal zu euch kommt?

Ich finde da sollte es eine gesunde Balance geben. Ich habe immer gekocht, er abgewaschen. Wenn er den Haushalt gemacht hat habe ich mitgeholfen. Da bricht einem ja kein Zacken aus der Krone wenn man sich miteinbringt.

Eine Partnerschaft kann man in meinen Augen nicht nach irgendwelchen Kriterien abklopfen. Das ist ein gegenseitiges Wechselspiel. Essentiell ist Interesse am Partner und der gegenseitige Austausch trotz unterschiedlicher Meinungen. Für eine gute Beziehung kann und muss man etwas tun, es ist kein Selbstläufer. Aufmerksamkeit, Humor und eine gewisse Spontanität helfen dabei, die Harmonie in der Partnerschaft zu erhalten.

24.10.2019 15:24 • x 2 #6


Zitat von juwi:
Mich würde das tierisch stressen, wenn ich mich jeden Tag melden müsste, sobald ich mit arbeiten fertig bin. Nach dem Heimkommen würde ich erst mal entspannen und ganz Ich sein wollen anstatt Beziehungsarbeit zu leisten. Bin da aber wahrscheinlich untypisch und es ist bei mir nur reine Theorie, denn ich hatte nie Beziehungen. Wenn ich so lese, was alles erwartet wird und was man angeblich "muss", bin ich grad direkt froh drum


Erwartungen sollte man grundsätzlich nicht haben, da kann man nur enttäuscht werden. Und den richtigen Partner erkennst du im übrigen daran, dass du ganz "Ich" sein kannst und man sich untereinander auch den Freiraum lässt den beide brauchen.

Natürlich ist nicht immer alles perfekt, aber wie FeuerWasser schon sagte, eine gute Beziehung besteht aus einer gesunden Balance und für die sind beide Partner verantwortlich.

Und wenn man den anderen schätzt, gerne Zeit miteinander verbringt und Gefühle füreinander hat ist das auch nicht sonderlich schwer.

24.10.2019 16:51 • #7


Ist das Oxytocin erstmal verflogen hat es sich ausgefühlt und beide merken das etwas fehlt.

Routine sorgt für Vernachlässigung, zum Beispiel das man dem Partner immer weniger Aufmerksamkeit schenkt
oder weniger Rücksicht auf den anderen nimmt.

Wem also etwas an seinem Partner liegt ist gut beraten keine Routine zuzulassen und sich immer wieder um den Partner zu bemühen und weiter Interesse an ihm zu bekunden. Mit "Rosen kaufen" oder "Schatz ich liebe dich" ist es nicht getan.
Das ist eine Geste oder nur eine Laune und wenig überzeugend.

Beziehungen muss man nachhaltig pflegen, seiner Liebe auch Taten folgen lassen und weil das vielen eher schwer fällt, gehen die meisten Beziehungen in die Brüche. Auseinanderleben ist die Top Ausrede aller Paare, keinen Bock sich anzustrengen trifft es wohl eher ...

24.10.2019 17:00 • x 2 #8




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