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Hallo zusammen

Ich versuche mich irgendwie in kommenden Verlustangstsituationen zu organisieren. Diese Phasen können 2-3 Tage andauern.

Ich bin auf der Suche nach Skills etc. wie diese Phasen besser überstanden werden können. Hat hier jemand Ideen? Fakt ist, zuerst war der Gedanke, dieser löst Verlustangst aus. Sofern ich diesen Gedanken nicht innert nützlicher Zeit eliminieren kann, fängt das Karussell an. Ab diesem Zeitpunkt ist die Angst nicht mehr zu bändigen und ich warte einfach bis sie nachlässt. Während den schwierigen Phasen ist meiner einer natürlich sehr empfindlicher auf jegliche Gedanken, es ist wie ein Tor offen das die Angst nähren kann. Das rationale Denken ist dann meistens abgeschaltet, resp. nein, ist es nicht aber es nützt nichts. Die Angst kommt aus dem Unterbewusstsein.

Jedem tut etwas anderes gut in so einer Situation, nur weiss ich noch nicht was mir selber gut tut. Ich verkrieche mich oft und möchte am liebsten nur schlafen. Ist Ablenkung etwas ? ICh sehe das immer als Form der Verdrängung. So kann ich der Angst nicht ins Auge schauen.

Gibt es hier jemand mit Erfahrungswerten bei Verlustangst?

Ich grüsse euch herzlich.

29.07.2014 11:03 • 29.07.2014 #1


2 Antworten ↓


Hallo Bilbo

Ich glaube grundsätzlich geht es in der akturen Situation darum, den Körper zur Ruhe zu bringen.

Bei mir nützt in dieser Phase folgendes:

Aktionen:

- Sport (joggen, das kann man jederzeit und sofort tun), sich "auskotzen" Nach dem Sport ist man entspannter...
- Spaziergang, am besten lang und noch besser: mit einem Hund -> Allgemein Natur & Tiere
- Alle Gedanken, egal wie schlimm, ohne Punkt und Komma aufschreiben -> unbedingt ausprobieren. Am besten gleich wenn die Panik sich ankündigt und regelmässig
- Ein Bad nehmen
- Ein Instrument spielen, singen
- Mit einer vertrauten Person reden / telefonieren (manchmal sehr schwierig in dieser Situation)

Mental:

- Sich auf den Körper konzentrieren und nicht auf das Hirn, seinen Körper bewusst wahrnehmen, sich z.B. auf die unangenehmen Gefühle im Magenbereich konzentrieren statt auf die Gedanken, irgendwann wirds besser. Oder sich auf das eigene Atmen konzentrieren
- Sich positive Wörter sagen wie Vertauen, Glück etc.
- Versuchen aufzuzählen, worüber man dankbar ist in seinem Leben, (eine Liste erstellen)
- sich bewusst sein, dass niemand anders, als wir selber für die eigenen Gefühle verantwortlich sind und dass kein anderer Mensch einen glücklich machen kann ausser man selber (ich glaube man erwartet das oft von einem Partner, völlig irrsinnig) Sich bewusst machen dass das eigene Glück nie von einem Mann/Frau abhängig sein darf
- Sich fragen: was wäre wenn... das Schlimme eintreffen würde (sich der Angst stellen)
- sich bewusst sein, dass einem IM MOMENT nichts passieren kann (die Situation nicht lebensbedrohlich ist) "Ich bin sicher..."
- und am wichtigsten: sich für etwas von oben entscheiden und eine Zeit lang immer wieder das gleiche Instrument zur Hilfe nehmen.

Langfristig denke ich dass es wichtig ist, sich SELBER, unabhängig von einer anderen Person, glücklich zu machen. Herausfinden was man gerne macht, Pläne schmieden und diese auf längere Sicht umsetzen. Das stärkt das Selbstvertrauen und somit die Sicherheit und Unabhängigkeit. Das lindert die Vorstellung, dass man von jemand anderem abhängig ist (was nicht heisst, dass eine Beziehung nicht eine schöne Bereicherung ist, aber man soll nicht davon abhängig sein und zuviel davon erwarten). Das herauszufinden kann ein langer und schwieriger Weg sein, nicht aufgeben...

Hoffe das nützt jemandem was...

29.07.2014 22:28 • #2


Kleiner Nachtrag:

Am schlechtesten

- liegen bleiben
- Alk. trinken

Am besten

Sich überwinden, irgendwas machen...

29.07.2014 22:34 • #3




Dr. Reinhard Pichler