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Ich selbst hab nicht das Gefühl, Angst vor Bindung zu haben. Aber was kann es sein? Bin schon ein paar Jahre allein und hab absolut kein Interesse an einer Beziehung, auch nicht nach menschlicher Nähe, Zärtlichkeit oder Sex (funktioniert aber normal). Langsam mache ich mir echt Gedanken...

21.05.2010 22:00 • 28.05.2016 #1


24 Antworten ↓


jadi
vielleicht hast du irgent eine blockade.......hast du mal mit nem therapeuten drüber gesprochen?

22.05.2010 07:07 • #2


Ja, die Therapeutin meinte das ja auch und sagte, da müssen wir mal nachsehen, warum das so ist. Ist aber schon Monate her und passieren tut in der Richtung nichts. Aber sie sagte schon, ich bin vielleicht wirklich nicht der Typ, der das braucht, ist wohl selten, kommt aber vor.

22.05.2010 10:35 • #3


Zitat von crazy030:
Ich selbst hab nicht das Gefühl, Angst vor Bindung zu haben. Aber was kann es sein? Bin schon ein paar Jahre allein und hab absolut kein Interesse an einer Beziehung, auch nicht nach menschlicher Nähe, Zärtlichkeit oder Sex (funktioniert aber normal). Langsam mache ich mir echt Gedanken...

Wenn du absolut kein Interesse an einer Beziehung hast warum fängst du dann jetzt an ein Problem daraus zu machen ?
Solange du dabei nichts vermisst ist es doch ok.
Wenn du dich damit wohlfühlst kann dir doch egal sein obs bei dir irgend ne Blockade gibt und wenn du an der Situation nichts ändern willst brauchst du deswegen auch nicht zum Therapeuten rennen.

Zitat:
Langsam mache ich mir echt Gedanken...

Du dir selbst oder die Leute in deinem Umfeld ?

22.05.2010 10:48 • #4


Zitat von Leviathan:
Du dir selbst oder die Leute in deinem Umfeld ?

Wohl eher die Leute im Umfeld. Speziell eine Ex-Bekannte betete mir das ständig vor. "Du musst doch viel unter Menschen, um vielleicht mal was kennenzulernen" und und und... Und dann wurde ständig diskutiert, warum es so ist wie es ist.

22.05.2010 11:19 • #5


Hallo crazy030

Ich hatte auch noch niemals das innere Bedürfnis nach einer Liebes- oder Sexualbeziehung.

Obwohl bei mir Ängste aus der frühen Kindheit der wahrscheinliche Grund dafür sind, habe ich das fehlen einer solchen Beziehung selber nie wirklich als belastend empfunden.

Es war eigentlich immer nur die Umwelt (Bekannte, Arbeitskolegen etc.), oder die Medien (TV etc., wo dies immer Thema Nummer 1 ist), die mir das Erleben gegeben haben, ich sei anders und etwas würde fehlen.

Viele Grüsse, Der Beobachter

22.05.2010 11:44 • #6


Zitat von crazy030:
Zitat von Leviathan:
Du dir selbst oder die Leute in deinem Umfeld ?

Wohl eher die Leute im Umfeld. Speziell eine Ex-Bekannte betete mir das ständig vor. "Du musst doch viel unter Menschen, um vielleicht mal was kennenzulernen" und und und... Und dann wurde ständig diskutiert, warum es so ist wie es ist.


Kenn ich auch - "such dir nen Mann, das arme Kind brauch nen Vater" gefolgt von Verkupplungsversuchen.... usw
die geben aber auch irgendwann mal auf .... so ungefähr 20 Jahre später

ignorier die einfach. Wenn die nicht akzeptieren können dass du was anderes willst ist das deren Problem nicht deins und du solltest es auch nicht zu deinen Problem machen.

Mach was dir gut tut und nicht was andere sagen !

22.05.2010 11:54 • #7


Ja @Leviathan, sehe ich auch so. Muss aber auch sagen, ich hatte mal eine andere Therapeutin, die fing auch gleich ab der 2. Stunde an, mich in die Richtung zu drängen. Sie hatte mir dann sogar Sachen aus dem I-net ausgedruckt, wo ich hingehen könnte, um Leute kennenzulernen, wo sich dann vielleicht eine Beziehung entwickeln könnte. Im späteren Befund schrieb sie dann sogar, ich hab ja in dem Punkt nichts unternommen.

Meine jetzige Therapeutin fragte mich, ob ich Probleme damit hätte, irgendwo hinzugehen, wenn ich denn Leute kennenlernen will. Nein, sagte ich und da meinte sie, na dann wollen sie eben einfach nicht und dann ist es ok. Und die Meinung, eine Beziehung ist die Lösung aller Probleme, vertritt sie nicht.

22.05.2010 12:06 • #8


Zitat von crazy030:
...und da meinte sie, na dann wollen sie eben einfach nicht und dann ist es ok. Und die Meinung, eine Beziehung ist die Lösung aller Probleme, vertritt sie nicht.

die scheint ja ganz ok zu sein.

man sagt doch nicht umsonst: "die Liebe kommt wenn man am wenigsten damit rechnet"

Manche suchen ihr ganzes Leben und finden erst kurz vorm Tod oder überhaupt nicht - was hat denen die jahrelange Suche gebracht außer Frust ?

Die Suche kann man sich sparen. Bis es soweit ist gibts noch genug anderes was man genießen kann.
Und wenn es nie soweit ist hat man von allen anderen wenigstens nichts verpasst

22.05.2010 19:46 • #9


Zitat von Leviathan:
Zitat von crazy030:
...und da meinte sie, na dann wollen sie eben einfach nicht und dann ist es ok. Und die Meinung, eine Beziehung ist die Lösung aller Probleme, vertritt sie nicht.

die scheint ja ganz ok zu sein.


Ja, wir kommen auch super klar. Ich bin nur irgendwie manchmal verunsichert, weil sie ziemlich von dem abweicht, was mir Psychologen und Psychiater bisher so erzählten.

Krank z.B. wurde ich, als ich Arbeit hatte, war ne gute Arbeit. Vor ca. 1 Jahr sagte mir dann mal eine Ärztin (Psychiater) "Suchen Sie sich wieder Arbeit und alles wird gut". Als ich ihr sagte, es fing ja mit guter Arbeit an, die ich ja wegen der Erkrankung verlor, sagte sie nichts mehr und eierte rum. Ähnlich in der Tagesklinik eine Therapeutin, die erstmal gleich versuchte, mich von der Notwendigkeit einer Beziehung zu überzeugen.

Ein Gutachter (Psychiater) meinte mal zu mir, die 3 Säulen "Familie-Freunde-Arbeit", wenn die nicht vorhanden sind, können Menschen krank werden. Ist eine Säule kleiner, müssen die anderen größer sein.

Meine Therapeutin sieht es halt anders und sagte mir, selbst das mit den 3 Säulen ist nicht mehr zeitgemäß, denn Menschen wechseln heute manchmal häufig die Arbeit, sind auch mal arbeitslos oder haben Jobs, die sie nicht ausfüllen. Beziehungen sind heute nicht mehr das, was sie noch vor 30 Jahren waren, jeder Zweite ist in Berlin z.B. Single. Auch die Art und Findung der Freundschaften hat sich geändert, es ist nicht mehr so ein Gemeinschaftsgefühl, wie man es von früher her kennt. Ob ich nun einen super Job hätte oder die tollste Beziehung, an meinen psych. Problemen würde sich aus Sicht meiner Therapeutin nichts ändern.

Was meine Therapeutin nun so sicher macht wegen mir, keine Ahnung, aber vom eigenen Gefühl her würde ich sagen, sie hat recht.

22.05.2010 20:14 • #10


hallo
ist hier zwar schon eine weile vergangen, doch für mich ist das thema aktuell ...
mir geht es exakt so wie crazy030.
für mich als solches nicht weiter tragisch, nur "freunde" und bekannte nerven mit der zeit.
hinzu kommt, dass ich (objektiv gesehen) nicht schlecht aussehe und werde daher öfter gefragt ob ich denn gleichgeschlechtlich sei, was tierisch stört.
micht würde es interessieren ob es leuten ähnlich geht / ging und wie es sich entwickelt hat.

10.08.2011 01:31 • #11


Hallo Crazy030,

wenn Du mit dem zufrieden bist, was Du hast - oder auch nicht, dann ist das doch in Ordnung. Hast Du denn wenigstens Freunde?

Es ist immer gut, wenn man mit jemandem über seine Probleme reden kann. Manchmal bekommt man auch einen guten Ratschlag...

Wenn Dir jedoch das Alleinsein keine Probleme bereitet, dann ist das halt so...

Nicht jeder mag Nähe, manchmal vielleicht auch nur aus Angst, enttäuscht zu werden.

Liebe Grüße

Marie

11.08.2011 19:03 • #12


Wenn man etwas aus "Überzeugung" nicht mag und nicht hat,
dann ist man zufrieden und glücklich.
Wenn man aber etwas aus Angst davor nicht mag und nicht hat,
dann ist man unzufrieden und unglücklich.

12.08.2011 08:31 • #13


Lady_Wurstwasser
Hallo, bei mir ist es auch so..ich habe zwar einen Freund, seit 4 1/2 Jahren, aber seit 2 Jahren habe ich gar kein Bedürfnis nach Zärtlichkeit, Nähe und Zuneigung...Ihn stört das natürlich, weil er denkt, ich würde ihn betrügen (leider habe ich ihn schon 2mal betrogen. Das weiß er auch...)aber selbst dann mit den andern Männern wars so, dass es irgendwann aufgehört hat mit dem Verlangen..Mein Freund meint, ich würde ihn nicht begehren und ihn als selbstverständlich sehen...

Ich weiß nicht, woran es liegt...Ich will am liebsten meine Ruhe haben, in meiner Wohnung sein und nicht eingeengt werden...

Kennt das jemand? Bzw hat das jemand auch schon mal erlebt? Und wie geht ihr damit um? Also ist ja was anderes, wenn man eine Beziehung hat, als wenn man Single ist und keinerlei Interesse hat...oder?

LG

12.08.2011 08:41 • #14


Vielleicht bist du auch einfach aromantisch / geschlechtslos . Das ist eine ganz normale Sexualität so wie gleichgeschlechtlich oder gleichgeschlechtlich sein , nur nicht ganz so bekannt . Kannst dich ja mal darüber informieren und schauen ob du eventuell ins Bild passt .

28.05.2016 09:32 • #15


Dazu kommt, dass es einfach Leute gibt die eben lieber allein sind. Es gibt Einzelgänger, das ist nicht krank.
Nicht alle können extrovertiert, hypergesellig und so sein, dass sie von morgens bis abends nichts anderes als
kommunzieren wollen und dabei glücklich sind. So sollte der optimale, moderne Mensch unserer Gesellschaft
ja sein. Ich pfeif drauf. Bin auch lieber allein, weil ich mir die Quälereien einer Beziehung nicht antun will.

28.05.2016 09:44 • #16


Zitat von Opurra:
Vielleicht bist du auch einfach aromantisch / geschlechtslos . Das ist eine ganz normale Sexualität so wie gleichgeschlechtlich oder gleichgeschlechtlich sein , nur nicht ganz so bekannt . Kannst dich ja mal darüber informieren und schauen ob du eventuell ins Bild passt .


Ihr Beitrag stammt aus dem Jahr 2011

28.05.2016 09:54 • #17


Zitat von Blackstar:
So sollte der optimale, moderne Mensch unserer Gesellschaft
ja sein. Ich pfeif drauf. Bin auch lieber allein, weil ich mir die Quälereien einer Beziehung nicht antun will.


Schade, dass ich kein Mann bin. Bei mir hättest du es gut. Du müsstest nie auf eine Familienfeier, dürftest in Ruhe deine Bücher lesen, dann würden wir schön spazieren gehen und ab und an einen Ausflug machen. Wir würden natürlich gemeinsam unsere Lieblingsessen kochen ..

28.05.2016 09:58 • #18


Zitat von Marlena_:
Zitat von Blackstar:
So sollte der optimale, moderne Mensch unserer Gesellschaft
ja sein. Ich pfeif drauf. Bin auch lieber allein, weil ich mir die Quälereien einer Beziehung nicht antun will.


Schade, dass ich kein Mann bin. Bei mir hättest du es gut. Du müsstest nie auf eine Familienfeier, dürftest in Ruhe deine Bücher lesen, dann würden wir schön spazieren gehen und ab und an einen Ausflug machen. Wir würden natürlich gemeinsam unsere Lieblingsessen kochen ..


Das andere Ufer ist auch für mich keine Option.

28.05.2016 10:06 • #19


Zitat von Gerd50:
Zitat von Opurra:
Vielleicht bist du auch einfach aromantisch / geschlechtslos . Das ist eine ganz normale Sexualität so wie gleichgeschlechtlich oder gleichgeschlechtlich sein , nur nicht ganz so bekannt . Kannst dich ja mal darüber informieren und schauen ob du eventuell ins Bild passt .


Ihr Beitrag stammt aus dem Jahr 2011


Was solls, auch ältere Threads, die in Vergessenheit gerieten können nochmal interessant sein ...

28.05.2016 10:07 • #20




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