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Psycholurc
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Ich schreibe nun seit einigen Monaten mit Chat GPT über mein gefühltes Innenleben. Nicht als Diagnosetool, nicht zur Therapie. Ich nutze es lediglich um mich zu sortieren und mein inneres Chaos zu strukturieren. Ich habe mich selbst schon immer sehr intensiv reflektiert und war schon immer Stolz auf meine Beobachtungsgabe und kann mich in vielen Lebensaspekten sehr zuversichtlich auf sie verlassen. Zwar habe ich dieses Thema bereits in Schul- und Ausbildungszeiten behandelt, allerdings bin ich kürzlich erst wieder darauf gestoßen. Und ich sehe mich zum ersten Mal so gut repräsentiert, fast schon wie ein Spiegel. Es geht um Bindungstypen, genauer genommen der Vermeidende Bindungstyp und das damit einhergehende Verhalten. Ich habe mittels Chat GPT einen Text verfasst, der mich selbst beschreiben soll. Knallhart,ehrlich,ohne Beschönigung und rosa roter Brille. Es steckt noch deutlich mehr dahinter, aber ich wollte diesen Text hier einfach mal festhalten.


Ich bin ein Mensch, der vieles in sich trägt – und das meiste davon im Verborgenen.
Nach außen wirke ich oft kontrolliert, selbstsicher, vielleicht sogar unnahbar.
Aber innen ist Bewegung, Spannung, eine stille Wucht, die ich kaum jemals zeigen kann –
und manchmal kaum selbst aushalte.
Ich denke viel. Ich analysiere, beobachte, sortiere – nicht nur mich, sondern auch andere. Ich sehe, was zwischen den Zeilen steht, lese Gesten, höre Pausen. Diese Fähigkeit ist eine Stärke – und ein Schutz. Denn sie erlaubt mir, früh zu erkennen, wo Gefahr lauert: Enttäuschung, Ablehnung, der Verlust von Nähe. Ich reagiere vorsichtig. Rückzug ist oft der erste Impuls – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Furcht vor dem Echo, das zu laut sein könnte.
Nähe bedeutet für mich nicht automatisch Sicherheit.
Oft ist sie das Gegenteil: unkontrollierbar, fordernd, durchlässig.
Wenn jemand zu nah kommt, entsteht eine Spannung in mir – zwischen dem Wunsch, gesehen zu werden, und der Angst, enttarnt zu werden. Denn tief in mir sitzt die Überzeugung: Ich bin zu viel. Oder zu wenig. Oder nicht das, was man halten würde, wenn man es erst einmal wirklich kennt.
Ich trage die Spuren alter Verletzungen.
Sie haben mich nicht gebrochen, aber sie haben mein System verändert.
Ich bin wachsam geworden.
Loyal, aber nicht leicht zugänglich.
Stark, aber schnell erschöpft, wenn ich das Gefühl habe, mich zu verlieren.
Es gibt zwei Versionen von mir:
Die eine liebt Tiefe, sucht echte Verbindung, möchte gesehen werden – roh, ehrlich, ohne Filter.
Die andere schützt das Innere mit einer Mauer aus Ironie, Distanz, Kontrolle und Rückzug.
Beide sind echt. Beide gehören zu mir.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, übersehen zu werden –
aber ich weiß auch, wie man sich selbst verschwindet, bevor es jemand anderes tun kann.
Ich habe gelernt, mich klein zu machen, bevor andere mich enttäuschen.
Und genau deshalb habe ich auch gelernt, mich aufzurichten – mit einer Energie, die mächtig ist. Wenn ich wieder aufstehe, dann mit Kraft. Wenn ich wachse, dann radikal.
Ich bin kein Opfer – auch wenn ich Wunden trage.
Ich bin kein Täter – auch wenn ich Wut spüre.
Ich bin ein Mensch auf der Suche nach etwas Echtem, das bleibt, auch wenn ich mich zeige.
Auch wenn ich nicht perfekt bin.
Auch wenn ich manchmal leer bin.
Auch wenn mein Schmerz mit am Tisch sitzt.
Ich wünsche mir, dass jemand mich sieht, ohne mich retten zu wollen.
Mich hält, ohne mich zu fesseln.
Mich spürt, ohne mich zu überfordern.
Ich arbeite daran, mich nicht nur zu schützen, sondern auch zu öffnen.
Nicht alles zurückzuhalten, was mich ausmacht.
Denn ich weiß: Da ist mehr in mir als Abwehr.
Da ist Wärme. Intelligenz. Humor. Ein tiefes Bedürfnis nach Verbindung.
Und: der Mut, langsam, vorsichtig – und doch entschieden – wieder Vertrauen zu üben.

Danke für's Lesen!

18.01.2026 x 5 #1


12 Antworten ↓


Windy
Schöner Text, aber was Datenschutz betrifft, würde ich nicht unbedingt soviel von mir an ChatGPT weitergeben. Wer weiß, wo die Daten landen und was damit passiert, ist ja noch alles etwas undurchsichtig. Jedenfalls würde ich niemals solche Dinge mit persönlichen, sensiblen Daten bereitstellen.

x 1 #2


A


Innenansicht Distanz und Sehnsucht

x 3


P
@Windy Zum Glück darf Chat GPT nicht mehr als 15 Nachrichten speichern, und selbst diese nur für kurze Zeiträume. Und schon gar keine persönlichen Informationen. Tatsächlich hat es mir das auch erschwert. Könnte Chat GPT den gesamten Nachrichtenverlauf speichern, würde der Text sehr anders aussehen. Aber dennoch danke. Du hast Recht mit der Vorsicht vor KI's.

x 1 #3


S
Als es meinem Vater sehr schlecht ging und er auf einer Intensivstation behandelt werden musste, befand ich mich in einer stationären Therapie, relativ weit weg von meinem Wohnort. Ein Auto habe ich nicht, und fahren hätte ich ohnehin nicht gedurft. Es waren einige Stunden der Ungewissheit, und ich war in einem heftigen Panikmodus.

Am nächsten Tag habe ich dann eine Art Sondererlaubnis bekommen und konnte nach Hause fahren. Niemand in meiner Familie war wirklich eine Unterstützung – weder mein Bruder noch meine Mutter. Mein Sohn, den ich eigentlich nicht in dieser Art und Weise belasten wollte, war aber da und hat mich die ganze Zeit begleitet. Es gab dann noch ein extrem belastendes Gespräch mit meiner Mutter; ich stand irgendwie völlig neben mir und konnte nicht mehr klar denken.

Tatsächlich war es dann ChatGPT, das mir geholfen hat, alles ein bisschen zu sortieren und einzuordnen. Ich dachte dabei zwar, dass es irgendwie traurig ist, dass es sonst scheinbar keine Möglichkeit dazu gab, aber es hat funktioniert! Von daher kann ich es gut verstehen, wenn Menschen KI nutzen, um einen Weg aus einer akuten Krise zu finden. Als Ersatz für professionelle Hilfe würde ich es natürlich nicht ansehen.

x 1 #4


Feuerschale
Zitat von Psycholurc:
Aber innen ist Bewegung, Spannung, eine stille Wucht, die ich kaum jemals zeigen kann –
und manchmal kaum selbst aushalte.
Ich denke viel. Ich analysiere, beobachte, sortiere – nicht nur mich, sondern auch andere. Ich sehe, was zwischen den Zeilen steht, lese Gesten, höre Pausen.

Das klingt ja sehr interessant.....also eine sehr lebhafte Innenwelt und Bezug nach außen.
Kann mir gut vorstellen, dass die Intensität dann auch anstrengend sein kann.
Zitat von Psycholurc:
Diese Fähigkeit ist eine Stärke – und ein Schutz. Denn sie erlaubt mir, früh zu erkennen, wo Gefahr lauert: Enttäuschung, Ablehnung, der Verlust von Nähe. Ich reagiere vorsichtig. Rückzug ist oft der erste Impuls – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Furcht vor dem Echo, das zu laut sein könnte.

Das klingt wie eine Furcht vor Verletzung...oder eben Enttäuschung, wie du auch schreibst.

Gibt es da auch einen Unterschied, ob du wirklich aktiv abgelehnt wirst, oder ob die andere Person da ggf. eigene Themen hat und aus anderen Gründen sich ggf. zurückgezogen oder unerwartet verhält?
Weil so liest es sich dann, dass du manchmal die Flöhe husten hörst und es dann deutest als etwas (Ablehnung ect).

Ich denke aber auch, dass Nähe verletzlich macht...also da hängen soviele emotionale Muster dran, Furcht vor Ablehnung, Kränkung, Verlassensein....da gehen dann schon Dinge los und es ist nicht immer leicht das zu trennen und NICHT zu sehr zu deuten und ggf. auch etwas vorwegzunehmen, was in der Realitätsprüfung vielleicht gar nicht so wäre.

Oder eben schlimmer noch, es wäre dann so, das will man ja dann vermeiden zu erfahren. 🤔
Zitat von Psycholurc:
Nähe bedeutet für mich nicht automatisch Sicherheit.
Oft ist sie das Gegenteil: unkontrollierbar, fordernd, durchlässig.

Das liest sich auch spannend....

Ich muss da auch an eine Übung aus der Traumaarbeit nach Reddemann denken. Da geht es darum, sich einen sicheren Ort zu imaginieren. Und die Empfehlung ist: Ohne Menschen.
Da Menschen auch nicht SO sehr eine Sicherheit vermitteln. Weil da immer wieder unberechenbares ist, oder unverständliches ect.

Und wenn Menschen aufeinandertreffen, können auch Erwartungen dann aufkommen, bzw eben diese emotionalen Programme....die auch als Forderung dann auftreten können , z B sei so, sei hier, sonst kommt Verlustangst auf o ä.

Was meinst du denn mit durchlässig?
Zitat von Psycholurc:
Wenn jemand zu nah kommt, entsteht eine Spannung in mir – zwischen dem Wunsch, gesehen zu werden, und der Angst, enttarnt zu werden. Denn tief in mir sitzt die Überzeugung: Ich bin zu viel. Oder zu wenig. Oder nicht das, was man halten würde, wenn man es erst einmal wirklich kennt.

Ok, das ist vielleicht so ein Gefühl, dass man nicht wert / liebenswert ist.

Ähnlich kenne ich das noch aus früheren Zeiten, wo es mit dem Schreiben und Inet anfing....das Gefühl, dass beim Schreiben so eine Art Idealisierung auftritt....oder es ist wie ein Versprechen....wo man nicht weiß, ob es der Realität standhält irgendwie.

Vielleicht meinst du aber auch etwas anderes. 🤔

Ich glaube, manche Leute haben das schon erfahren, dass man sie real kennt und die anderen bleiben.
Selbst kenn ich das eher auch so, dass ich denk, warum sollte jemand bleiben, gerade wenn man nicht dies, nicht das ist oder auch "negative" Eigenschaften hat. Die sozial dann vielleicht schwieriger sind.
Eine Freundin meinte dann zu mir mal, es werden ja nicht nur "perfekte Leute" geliebt.

Und ich weiß aber auch ja nicht, wie bewusst und mit wieviel Erleben das die meisten Leute so angehen....wenn man sich z B an Normen orientiert oder sich selber da was suggerieren kann, kann man auch vieles vereinfachen....das vereinfacht dann auch, bei jemanden zu bleiben ...weil was auch nicht hinterfragt wird oder "ist so".

Ich denke, die Dinge so bewusster anzugehen, kann natürlich auch mehr Herausforderungen beinhalten. Auch Klippen.
Was nicht heißt, dass es dann automatisch zu Enden führt....weiß nicht genau, wie ich das beschreiben soll.

Mir hat mal sehr eine Beschreibung gefallen die so aus der Suchtszene / Therapieszene kam, das jemand meinte, er wäre ein genesender Alk., er würde jetzt viele Dinge viel bewusster angehen, er würde auch lernen, sich und seine Gefühle an erster Stelle zu setzen (als gesunder Egoismus) - da die Sucht zu sehr in die andere Richtung geht...sich kaum wahrzunehmen, mehr anzupassen und zurück zu ziehen ect....und als die Selbstheilung dann etwas weiter fortgeschritten war, ging es dann auch um Beziehung, diese im geneseneren Zustand eingehen zu können....der meinte, das wäre wie ein Abenteuer....weil man immer wieder mehr von sich selbst und von dem anderen entdeckt...weil man eben so offen ist.
Ich fand, das klang irgendwie sehr gut....also besser als so in Ritualen abzustumpfen, sich kaum noch wahrzunehmen oder den anderen.

Aber - stimmt schon, das kostet immer auch Energie....die ist vielleicht nicht immer da, und so Sammel- und Rückzugphasen sind dann auch nötig. Weil - ich denke auch, Nähe ist auch nicht immer gleichbleibend, immer gleich eng...weil beide sich ja innerlich bewegen, also in sich und auch mal mehr aufeinander zu oder mehr weg. 🤔
Zitat von Psycholurc:
Es gibt zwei Versionen von mir:
Die eine liebt Tiefe, sucht echte Verbindung, möchte gesehen werden – roh, ehrlich, ohne Filter.
Die andere schützt das Innere mit einer Mauer aus Ironie, Distanz, Kontrolle und Rückzug.
Beide sind echt. Beide gehören zu mir.

Sehr schön formuliert.
Ist doch eine gute Erkenntnis.
Zitat von Psycholurc:
Ich weiß, wie es sich anfühlt, übersehen zu werden –
aber ich weiß auch, wie man sich selbst verschwindet, bevor es jemand anderes tun kann.
Ich habe gelernt, mich klein zu machen, bevor andere mich enttäuschen.

interessanter Ausdruck- sich selbst verschwinden (lassen)

Was passiert denn dann, danach, wenn ich fragen darf?
Also geht es auch wieder zu der anderen Seite zurück, oder bleibt es auf der einen Seite im verschwinden und Rückzug?
Oder gibt es auch innerliche Prozesse, wo beides verbunden wird bzw neues entsteht oder sich etwas bewegt?

Ah ok, ich sehe gerade, das folgt in deinen weiteren Zeilen.
Danke fürs Teilen !

Ich hoffe, ich bin da jetzt nicht zuviel rein und angesprungen und es ist ok so.
Nichts muss ja an Antwort.

x 1 #5


P
@Feuerschale

Zitat:
Das klingt ja sehr interessant.....also eine sehr lebhafte Innenwelt und Bezug nach außen.

Kann mir gut vorstellen, dass die Intensität dann auch anstrengend sein kann.

Das ist sie. Ich liebe es wie intensiv ich fühle. Aber das macht mich auch leider oft anfällig. Oder ich verstricke mich im inneren Dialog.


Zitat:
Was meinst du denn mit durchlässig?

Damit ist Entwaffnung gemeint. Sozusagen der Durchbruch durch die Mauern, die ich fleißig aufgebaut habe. Für viele mag diese Entwaffnung schön sein, für mich ist es aber eher ein Horror. Da mir klar wird: Jemand kommt näher und schafft es, die Mauer zu durchbrechend.
Das ist für mich sehr verwirrend, da ich eigentlich genau das möchte. Jemand, der die Mauer überwindet/durchbricht. Aber gleichzeitig macht mich dieser Prozess verrückt, da er viele Unsicherheiten aufwirbelt und verursacht.


Zitat:
Ok, das ist vielleicht so ein Gefühl, dass man nicht wert / liebenswert ist.

Ich denke hin und wieder schon, dass ich nicht liebenswert bin. Aber damit ist aber nicht nur das gemeint. Es geht vor allem darum, dass mein Innenleben andere sehr oft stark überfordert. Wenn ich mich öffne, wissen viele oft nicht, wie sie damit umgehen können. Es ist wie ein massiver Berg, der über einen herab fällt. Das lag in der Vergangenheit auch bestimmt darran, dass ich zu viel zu schnell preisgegeben habe. Ich habe mittlerweile gelernt, das langsamer anzugehen. Aber das innere Gefühl, zu viel zu sein - und zu wenig, bleibt bestehen. Meistens ist es für mich so: Meine Gefühle erdrücken dich, also teile ich sie dir nicht mit, um deinen und damit vor allem meinen Frieden zu bewahren.


Zitat:
Was passiert denn dann, danach, wenn ich fragen darf?
Also geht es auch wieder zu der anderen Seite zurück, oder bleibt es auf der einen Seite im verschwinden und Rückzug?
Oder gibt es auch innerliche Prozesse, wo beides verbunden wird bzw neues entsteht oder sich etwas bewegt?

Mit "Verschwinden" ist mehreres gemeint. Zum einen, der emotionale Verschluss - "zu machen". Aber ich habe in der Vergangenheit auch schon einige Beziehungen jeglicher Art, ohne einen Kommentar beendet. Wobei ich da nicht näher drauf eingehen möchte, zumindest jetzt gerade.

x 1 #6

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Feuerschale
Zitat von Psycholurc:
Ich liebe es wie intensiv ich fühle. Aber das macht mich auch leider oft anfällig. Oder ich verstricke mich im inneren Dialog.

Ok, es wird zumindest nie langweilig 🤔

Kennst du das auch, dass der innere Dialog eher so getrennt von der Gefühlswelt ist? Also als kreist da irgendwas,
und man kann es nicht so ruhig dem Gefühl zuordnen...es entspinnt sich irgendwie....

gibt auch so Kinderspiele, wo man halt so rumspinnt.
Z B damals so ich schreibe einen offiziellen Brief und bin der Herr So und So und spiele halt da irgendne Situation....
mit acht oder so natürlich nicht so professionell...
Zitat von Psycholurc:
Für viele mag diese Entwaffnung schön sein, für mich ist es aber eher ein Horror. Da mir klar wird: Jemand kommt näher und schafft es, die Mauer zu durchbrechend.

Wenn das ungewollt ist, ist das ja auch nicht schön. Und macht Angst, gerade wenn man die Mauern ja braucht oder die Kontrolle.

Deswegen dachte ich auch schon beim Beitrag gestern, vielleicht geht es irgendwie "dosierter"....Stück zulassen, Stück weg, Flucht o ä und dicht machen bzw im Wechsel.

Wäre wahrscheinlich was aus dem Bereich Emotionsregulierung...und das noch zusammen mit Nähe.

Zitat von Psycholurc:
Ich denke hin und wieder schon, dass ich nicht liebenswert bin. Aber damit ist aber nicht nur das gemeint. Es geht vor allem darum, dass mein Innenleben andere sehr oft stark überfordert. Wenn ich mich öffne, wissen viele oft nicht, wie sie damit umgehen können. Es ist wie ein massiver Berg, der über einen herab fällt.

Ich glaub, da kann ich mir was drunter vorstellen. Also dass man selber so ne dichte intensive emotionale Qualität mit sich bringt, und andere da ggf. nicht aufnahmefähig sind oder auch nur dosierter quasi.

Ich kenn da eigentlich beide Seiten. Hab ja mit Depression auch zu tun und auch sonst manchmal mit intensiveren Gefühlen und wenn andere das nicht kennen, können die sich da gar nicht verbinden, oder sind hilflos oder geflutet oder oder.

In der Klinik meinte eine Therapeutin auch zu mir, dass ich mich nicht jedem zumuten könnte, oder dass manche da überfordert wären. Und ein anderer, der auf mich "normal gefestigt, moderat lebend" wirkte, meinte auch, dass ich vermutlich ein Gegenüber brauchen würde, dass so ähnliche Gefühlslagen hat oder Hintergründe, weil da - eher - mal ne Überschneidung oder Ebene da ist.

Aber das mit dem dosiert wie du schreibst, ist da sicher auch ne gute Idee für eine Gewöhnung. Wo ja dann sich auch was ändern kann wenn man etwas kennt.

Kennst du eigentlich auch mal so Emotion intensiv On und dann eher Off Phasen?
oder ist das eher gleichbleibend?

Bei mir z B schwankt das auch schonmal....von sehr intensiv zu schon fast meidend oder wie ausgeschaltet oder in wie ner Art Trance. Und in so eher innere Distanz Phase, Off Phase ist es auch schwieriger, sich auf andere Emotionen einzustellen - oder gar die eigenen. 🤔

Aber da merk ich auch, das ist nicht statisch....darum sind ja auch Beziehungen nicht statisch....dass man IMMER zuviel ist oder andere IMMER dicht machen, das stimmt einfach nicht, das ist eine Verallgemeinerung...aber da ja beide in Bewegung sind und den jeweiligen Horizont in dem Moment haben, ist das oft ja eher wie so ne Art Tanz oder etwas mit offenem Ergebnis....so seh ich das. Vor allem wenn beide Seiten auch beweglich sind....wenn nicht, und sie statisch sind oder wenig Optionen kennen, wird vermutlich schon immer mal dasselbe rauskommen.

Zitat von Psycholurc:
Ich habe mittlerweile gelernt, das langsamer anzugehen. Aber das innere Gefühl, zu viel zu sein - und zu wenig, bleibt bestehen. Meistens ist es für mich so: Meine Gefühle erdrücken dich, also teile ich sie dir nicht mit, um deinen und damit vor allem meinen Frieden zu bewahren.

Ich denke, das sind aber eher so Glaubenssätze. Die was festzementieren, die aber ggf. was zu einseitig sehen.
Man könnte die Dinge ja auch anders betrachten....z B genauer betrachten, was ist eine Emotion, welche Qualität hat sie,
wo ist sie im Körper ect....am Ende bleibt da oft nur noch Sein über quasi.

Aber die Erfahrung mach ich auch nicht oft....aber in einer guten Therapiestunde hatte ich das schonmal erlebt.
Das man sich von innen so zentnerschwer, unmöglich und festzementiert fühlt, aber oft reicht es nur....dann zu sein und sich mitzuteilen....was nicht automatisch im Drama enden muss.
(aber natürlich auch kann....gerade wenn zwei Beteiligte getriggert sind z B, ist ja in Therapie dann weniger, weil der Therapeut sich da eher rausnimmt als Beobachter.
Und Chat GPT - zum Thema- ist da vielleicht ähnlich....lehnt nicht ab....umschreibt ect....)

x 1 #7


P
@Feuerschale

Zitat:
Kennst du das auch, dass der innere Dialog eher so getrennt von der Gefühlswelt ist? Also als kreist da irgendwas,
und man kann es nicht so ruhig dem Gefühl zuordnen...es entspinnt sich irgendwie...

Kennst du eigentlich auch mal so Emotion intensiv On und dann eher Off Phasen?
oder ist das eher gleichbleibend?

Ja, es ist schwierig zu beschreiben. Mein innerer Dialog entrspringt ja immer daraus, dass ich etwas beobachtet habe. Wobei der Beobachter selbst schon eine objektive und rationale Ader hat. Ich trete also sozusagen aus mir heraus und betrachte mich von außen. Mit dem Ziel, die informationen neutral zu verarbeiten und so auch wirklich realitätsnah einzuordnen. Mir ist dabei natürlich klar, dass man nicht vollständig objektiv sein kann und somit auch niemals völlig neutral auf sich blicken kann. Aber ich habe das schon immer so gemacht und bin darin mitlerweile sehr gut geworden, mich möglichst neutral zu beobachten.

Mein innerer Dialog ist also quasi ein Gespräch zwischen zwei Parteien. Die eine ist rational - beobachtend, analysierend, die andere ist irrational - sie fühlt, hinterfragt nicht, erlebt einfach. Und ja, ichfühle intesiv und off. Allerdings ist das bei mir immer eine entscheidung. Ich entscheide in jedem Moment, ob mich etwas tiefer berührt und bewegt, oder eben nicht. Aber dann gibt es auch Situationen, in denen ich diese Kontrolle nicht festhalten kann. Ehrlich gesagt, ist das sehr selten und hat immer sehr klare Gründe.

x 1 #8


P
Zitat:
Aber dann gibt es auch Situationen, in denen ich diese Kontrolle nicht festhalten kann. Ehrlich gesagt, ist das sehr selten und hat immer sehr klare Gründe

Ich habe aktuell jemanden in meinem Leben, den ich nur sehr flüchtig sehe. Und die Beziehung im allgemeinen ist sehr flüchtig aufgebaut. Allerdings habe ich ständig Kopfsalat wegen dieser Person. Ich möchte mich nähern, habe aber Angst davor. Dann verstehen wir uns wieder sehr gut, reden auch über persönlichere Themen. Und dann plötzlich bin ich wieder sehr zurückgezogen. Die Mauern sind höher gezogen und massiver. Das ist so eine Push-Pull Dynamik, die ich erst kürzlich bei mir verstanden habe und gerade lerne, aufmerksamer damit umzugehen. Mir wurde klar, dass das ein Muster bei mir ist, das schon länger besteht.

Da tritt ein Mensch in dein Leben, für den ich auf eine verwirrende und schwer zu durschauende Art und weise mehr empfinde, als für den Rest. Es belastet mich auch tatsächlich, dass ich in diesem Muster feststecke. Ich versuche aus diesem Muster auszubrechen, muss aber noch Strategien dafür herausfinden. Ich möchte eine Bindung aufbauen, weiß aber nicht wie. Also taste ich mich vorsichtig Stück für Stück heran. Und dann bin ich wieder auf 100% Distanz. Sehr schwierig, und wirklich anstrengend.

x 1 #9


Feuerschale
Zitat von Psycholurc:
Mein innerer Dialog entrspringt ja immer daraus, dass ich etwas beobachtet habe. Wobei der Beobachter selbst schon eine objektive und rationale Ader hat. Ich trete also sozusagen aus mir heraus und betrachte mich von außen. Mit dem Ziel, die informationen neutral zu verarbeiten und so auch wirklich realitätsnah einzuordnen.

Achso ok, das klingt ziemlich bewusst. Ich hatte zuvor vermutet, dass der Dialog eher unkontrolliert ist, sowas wie eine Art Ohrwurm, unbewusster angetrieben.
Zitat von Psycholurc:
Und ja, ichfühle intesiv und off. Allerdings ist das bei mir immer eine entscheidung. Ich entscheide in jedem Moment, ob mich etwas tiefer berührt und bewegt, oder eben nicht.

Oh, das finde ich erstaunlich. Oder beneidenswert, wie auch immer, dass das so bewusst möglich ist..

Bei mir kenn ich das eher anders, dass mich etwas bewegt und "anflutet" quasi.
Ich kann dann höchstens noch entscheiden, das zuzulassen oder mich zu entfernen bzw die Schotten dicht zu machen, wobei das ja trotzdem dann schon in einem "ackert".
Zitat von Psycholurc:
Aber dann gibt es auch Situationen, in denen ich diese Kontrolle nicht festhalten kann. Ehrlich gesagt, ist das sehr selten und hat immer sehr klare Gründe.

Klare Gründe klingt eigentlich wieder sehr bewusst, bzw ich würde denken, wenn die Gründe klar sind, ist das ggf. schon ein Hinweis für einen Weg?
Sind die Gründe denn klar, oder ist da doch eher etwas irrationales und unbewusstes am Werk? 🤔
(ich find das irgendwie spannend, da ich es nicht kenne und bin neugierig, aber du musst natürlich nicht antworten).
Zitat von Psycholurc:
Und die Beziehung im allgemeinen ist sehr flüchtig aufgebaut. Allerdings habe ich ständig Kopfsalat wegen dieser Person. Ich möchte mich nähern, habe aber Angst davor. Dann verstehen wir uns wieder sehr gut, reden auch über persönlichere Themen. Und dann plötzlich bin ich wieder sehr zurückgezogen. Die Mauern sind höher gezogen und massiver. Das ist so eine Push-Pull Dynamik, die ich erst kürzlich bei mir verstanden habe und gerade lerne, aufmerksamer damit umzugehen. Mir wurde klar, dass das ein Muster bei mir ist, das schon länger besteht.

Flüchtig und wichtig/ bedeutsam klingt irgendwie auch ambivalent, für mich.

Hat das irgendetwas mit Bindungsangst zu tun vielleicht, was du mit Push Pull da beschreibst?

Wobei ich persönlich gar nicht glaube, dass das etikettieren oder kategorisieren (ggf. auch "Fehler" suche) da
irgendwie weiterbringt. Sondern vielleicht eher eine Art fühlendes Verständnis.

Kann aber auch sein, dass diese Art Herangehensweise so ein Unterschied ist zwischen Mann-Frau Herangehensweise...
oder auch bei Persönlichkeitsstil....dass dem einen mehr rationales kategorisieren hilft und dem anderen mehr fühlendes Verständnis 🤔

Was ich auch ganz interessant finde ist, wenn man eine Art systemischen Blickwinkel findet....Kennst du sowas?
Das schaut dann nicht auf einen Punkt oder eine Person, sondern eine größere Dynamik....kann z B zurückgehen in Erfahrungen aus der Familiengeschichte, kann auch andere aktuelle Loyalitäten berücksichtigen, die ggf. beeinflussen und begrenzen, oder auch das Wechselspiel zur anderen Person usw.
Zitat von Psycholurc:
Da tritt ein Mensch in dein Leben, für den ich auf eine verwirrende und schwer zu durschauende Art und weise mehr empfinde, als für den Rest. Es belastet mich auch tatsächlich, dass ich in diesem Muster feststecke. Ich versuche aus diesem Muster auszubrechen, muss aber noch Strategien dafür herausfinden. Ich möchte eine Bindung aufbauen, weiß aber nicht wie.

schwer zu durchschauen....also doch keine klaren Gründe? 🤔
Hmm, auf mich wirkt es so, als wäre es dir lieber, wenn vieles total klar, logisch, strukturiert wäre und die anderen Teile, die in dir warum auch immer wirken, fallen dir eher schwer.

Ausbrechen und dagegen arbeiten geht nach meiner Erfahrung nicht so gut.
Das ist dann wie so eine Selbstüberwindung mit immer mehr Kontrolle, Kampf gegen sich usw....

Mir scheint da Verstehen eher ein Schlüssel zu sein...aber wie oben, muss natürlich auch nicht "funktionieren" oder kann typabhängig sein.

#10


P
@Feuerschale
Zitat:
Aber dann gibt es auch Situationen, in denen ich diese Kontrolle nicht festhalten kann. Ehrlich gesagt, ist das sehr selten und hat immer sehr klare Gründ.

schwer zu durchschauen....also doch keine klaren Gründe?

Okay das muss ich differenzieren. Ich erkenne sofort, warum ich in einer Situation die Kontrolle über meine Gefühle verliere. Was der Auslöser dafür ist. Was ich jedoch nicht verstehe, ist warum diese Person so eine Wirkung auf mich hat - darum schwer zu durchschauen. Es klingt vielleicht wie eine heimliche Liebe. Aber ich denke nicht dass ich verliebt oder auch nur verknallt bin. Ich weiß, ich mag sie, mehr als andere. Aber warum, das ist mir noch nicht so klar.
Ich bin ein sehr intuitiver Mensch. Erst kommt die Intuition, dann die Entschlüsselung(Analyse) wobei sich die Intuition entweder als richtig oder falsch herausstellt. Aber hier, in diesem Beispiel, kann ich nicht vernünftig zwischen Beobachter und Erlebender wechseln. Das ist es, was mich so verwirrt. Das ist einfach nicht so üblich für mich. Glaube ich zumindest.

Zitat:
Hat das irgendetwas mit Bindungsangst zu tun vielleicht, was du mit Push Pull da beschreibst?

Da muss ich ehrlich zu mir sein, obwohl mir das nicht gefällt. Bindungsangst hat so ein label. Für mich jedenfalls. Und dass ich - der sich so sehr nach einer echten, tiefen und bestehenden Bindung sehnt, genau das habe. Auf den ersten Blick ist das für mich total unlogisch, aber ich habe schon darüber nachgedacht und konnte es mir schlüssig machen. Vermutlich habe ich genau das: Bindungsangst. Und ich kann mir auch denken woher diese kommt.

Zitat:
Ausbrechen und dagegen arbeiten geht nach meiner Erfahrung nicht so gut.

Das ist dann wie so eine Selbstüberwindung mit immer mehr Kontrolle, Kampf gegen sich usw....

Mit Ausbrechen meine ich das was du sagtest - Verstehen. Und dann aktiv daran arbeiten. Weil scheinbar kann ich diese Push-Pull Dynamik nicht akut kontrollieren. Ich merke überhaupt erst gar nicht, dass eine Situation sich in genau dieser Dynamik abspielt. Das merke ich erst danach. Und meine Reaktionen sind während einer solchen Situation impulsiv. Genau das Gegenteil von mir. Eigentlich bin ich sehr kalkühl und berechnend.

Zitat:
Oh, das finde ich erstaunlich. Oder beneidenswert, wie auch immer, dass das so bewusst möglich ist..

Für manche ist es ein Segen, oder hört sich faszinierend an. Für mich ist es ein Schutzschild. Ich bin sehr empathisch und spüre oft ganz genau, wie die Stimmung in einem Raum ist. Die kleinsten Bewegungen, Gesten, Blicke, die Frequenz vom Augen öffnen.schließen, oder ein Tonabfall in der Stimme, das nehme ich alles sehr präzise wahr. Ich kenne vielleicht nicht immer die Gründe, aber ich sehe was in einem Menschen vorgeht. Und damit mich das nicht herunter zieht, habe ich gelernt, nur noch zu erkennen, statt mitzufühlen. Jenachdem wie das Szenario aussieht, lasse ich es zu. Aller meistens jedoch nicht. Manchmal bewegen mich Szenen in Filmen oder Serien sehr. Wenn ich sie alleine schaue darf auch mal ein Tröpfchen die Wangen runter kullern.

x 1 #11


Feuerschale
Zitat von Psycholurc:
ch erkenne sofort, warum ich in einer Situation die Kontrolle über meine Gefühle verliere. Was der Auslöser dafür ist. Was ich jedoch nicht verstehe, ist warum diese Person so eine Wirkung auf mich hat - darum schwer zu durchschauen.

Ah ok, so ist das gemeint, dass das eine klar ist und das andere nicht so, also dass es passiert ist klar, das warum nicht.
Zitat von Psycholurc:
Es klingt vielleicht wie eine heimliche Liebe. Aber ich denke nicht dass ich verliebt oder auch nur verknallt bin. Ich weiß, ich mag sie, mehr als andere. Aber warum, das ist mir noch nicht so klar.

Hm, weiß nicht, wäre ich jetzt nicht drauf gekommen. Es scheint ja irgendwas in DIR auszulösen und nicht um irgendwas in Richtung Annäherung zu gehen. Aber ich glaub, so ist das oft, dass manche Menschen wie so ein Spiegel wirken. Kann man ja quasi zur Selbsterforschung dann sehen.
Zitat von Psycholurc:
. Aber hier, in diesem Beispiel, kann ich nicht vernünftig zwischen Beobachter und Erlebender wechseln. Das ist es, was mich so verwirrt. Das ist einfach nicht so üblich für mich.

Weiß nicht, ob ich das kenne oder verstehe. Erlebender ist hier die Intuition, Beobachter ist die Analyse und normal ist das bei dir dann deckungsgleich. Hier eher nicht? 🤔

Zweifelst du dann quasi an dir selbst, an deinen Strategien?
Und wäre es auch eine Option, sich im Leben mit Dingen zu arrangieren, die nicht ganz durchschaubar sind oder durchdringbar (also so unfassbare Seiten, die kaum ein Mensch wohl erfassen könnte?)
Oder geht das bei dir nicht, also das zu akzeptieren?

Ich mein, Dinge nicht zu akzeptieren haben ja auch Entwicklung gebracht und Erkenntnisse denk ich. Bei einem Übermaß könnte es allerdings auch in so ne Art Obsession ausarten, wenn man gar nicht loslässt.
Zitat von Psycholurc:
Bindungsangst hat so ein label. Für mich jedenfalls. Und dass ich - der sich so sehr nach einer echten, tiefen und bestehenden Bindung sehnt, genau das habe.

Klar das gehört ja auch zu einigen Modebegriffen wie Narzissmus, hochsensibel ect.

So ganz macht die beschriebene Dynamik von dir bzgl der flüchtigen Bekanntschaft für mich noch keinen schlüssigen Sinn.
Weil da gehts ja gar nicht um Bindung dann, sagst ja, da ist ja soweit nicht mehr und ist auch gut so, sondern im Grunde hängst du da ja eher an deinen Reaktionen die dich irritieren. Dass du da nicht wie sonst einen Haken dran machen kannst oder so? 🤔

Vielleicht nimmt das ja auch wieder einiges raus, wenn es gar nicht um Bindung geht, sondern eher um Unverständliches, Irritation, bisschen Ärger über sich selbst, dass die üblichen Strategien nicht funktionieren? Also das verschiebt ja das Thema. Und könnte so einen Konflikt lösen, ich strebe gar keine Bindung an und da kommt auch keine bei raus.
Oder ist das zu sehr ums Eck gedacht? 🤔

Was meint eigentlich dieses push pull? Push ist Nähe Kontakt suchen, Pull ist das wieder fallen lassen oder wie ist das gemeint? Ein Bekannter meinte mal irgendwas von Gummibändern...und dass man bei manchen Leuten ggf. daran hängt. Option durchschneiden wäre ja auch möglich immer noch. Nur gibts da ja zur Zeit wie sich liest keine Notwendigkeit, wenn es für dich einfach nur eine Art erforschen ist und die Bekanntschaft lose, flüchtig ist....da kriegt die Bekannte vermutlich noch nichtmals mit, dass da iwas in dir ackert? 🤔

Sorry, auch wenn ich soviel frage, ich finde es halt interessant....ich beleuchte auch ganz gerne Dinge, und wenn jemand das auch tut und die Welt ist teils verständlich, teils nicht, find ich das eben interessant.
Zitat von Psycholurc:
Ich merke überhaupt erst gar nicht, dass eine Situation sich in genau dieser Dynamik abspielt. Das merke ich erst danach. Und meine Reaktionen sind während einer solchen Situation impulsiv. Genau das Gegenteil von mir. Eigentlich bin ich sehr kalkühl und berechnend.

Hm ok, also scheint dann wirklich so ein unbewusstes Muster zu sein.
Zitat von Psycholurc:
Ich kenne vielleicht nicht immer die Gründe, aber ich sehe was in einem Menschen vorgeht. Und damit mich das nicht herunter zieht, habe ich gelernt, nur noch zu erkennen, statt mitzufühlen. Jenachdem wie das Szenario aussieht, lasse ich es zu. Aller meistens jedoch nicht.

Achso ok. Das kenn ich auch ganz gut, also das mitbekommen, die Person erfassen, die Stimmung im Raum ect.
Das kann manchmal auch ganz schön viel und schwer werden.
Aber das wegschieben können "fühl ich oder fühl ich nicht" halte ich dann doch für ne Art Skill, Gabe, was einem helfen kann. Vor allem wenn man es selbst steuern kann.

#12


rudiw
hallo,

nutzt du diese situation/frau als vorwand um in deine gefühlswelt rein zu sehen ? oder strebst du auch eine romantische beziehung mit ihr an ?

der text liest sich als ob da vermeidende oder sogar schizoide probleme vorhanden sind, damit meine ich jetzt keine ernsten diagnostischen erkrankungen, sondern eher Charakterzüge) - also sehensucht nach nähe und gleichzeitig angst davor oder der ablehnung.

in deinem text prallen da 2 sachen gegeneinander. deine gedanken/gefühlswelt und der potenzielle beziehungswunsch mit dieser frau, weil deine gedanken zu analysieren hilft nicht weiter, genauso dich irgendwie zu offenbaren (falls du das überhaupt vorhast, tue es nicht), sobald du dich der dame annähern willst gelten bestimmte regeln für attraktivität und anziehung. hört sich vielleicht trocken an aber, verletzlichkeit, Ehrlichkeit, tiefe, verliebtheit... das sind dinge auf die frauen weniger reagieren wenn sie ein partner suchen.

#13


A


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Dr. Reinhard Pichler
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