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Psycholurc
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Ich schreibe nun seit einigen Monaten mit Chat GPT über mein gefühltes Innenleben. Nicht als Diagnosetool, nicht zur Therapie. Ich nutze es lediglich um mich zu sortieren und mein inneres Chaos zu strukturieren. Ich habe mich selbst schon immer sehr intensiv reflektiert und war schon immer Stolz auf meine Beobachtungsgabe und kann mich in vielen Lebensaspekten sehr zuversichtlich auf sie verlassen. Zwar habe ich dieses Thema bereits in Schul- und Ausbildungszeiten behandelt, allerdings bin ich kürzlich erst wieder darauf gestoßen. Und ich sehe mich zum ersten Mal so gut repräsentiert, fast schon wie ein Spiegel. Es geht um Bindungstypen, genauer genommen der Vermeidende Bindungstyp und das damit einhergehende Verhalten. Ich habe mittels Chat GPT einen Text verfasst, der mich selbst beschreiben soll. Knallhart,ehrlich,ohne Beschönigung und rosa roter Brille. Es steckt noch deutlich mehr dahinter, aber ich wollte diesen Text hier einfach mal festhalten.
Ich bin ein Mensch, der vieles in sich trägt – und das meiste davon im Verborgenen.
Nach außen wirke ich oft kontrolliert, selbstsicher, vielleicht sogar unnahbar.
Aber innen ist Bewegung, Spannung, eine stille Wucht, die ich kaum jemals zeigen kann –
und manchmal kaum selbst aushalte.
Ich denke viel. Ich analysiere, beobachte, sortiere – nicht nur mich, sondern auch andere. Ich sehe, was zwischen den Zeilen steht, lese Gesten, höre Pausen. Diese Fähigkeit ist eine Stärke – und ein Schutz. Denn sie erlaubt mir, früh zu erkennen, wo Gefahr lauert: Enttäuschung, Ablehnung, der Verlust von Nähe. Ich reagiere vorsichtig. Rückzug ist oft der erste Impuls – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Furcht vor dem Echo, das zu laut sein könnte.
Nähe bedeutet für mich nicht automatisch Sicherheit.
Oft ist sie das Gegenteil: unkontrollierbar, fordernd, durchlässig.
Wenn jemand zu nah kommt, entsteht eine Spannung in mir – zwischen dem Wunsch, gesehen zu werden, und der Angst, enttarnt zu werden. Denn tief in mir sitzt die Überzeugung: Ich bin zu viel. Oder zu wenig. Oder nicht das, was man halten würde, wenn man es erst einmal wirklich kennt.
Ich trage die Spuren alter Verletzungen.
Sie haben mich nicht gebrochen, aber sie haben mein System verändert.
Ich bin wachsam geworden.
Loyal, aber nicht leicht zugänglich.
Stark, aber schnell erschöpft, wenn ich das Gefühl habe, mich zu verlieren.
Es gibt zwei Versionen von mir:
Die eine liebt Tiefe, sucht echte Verbindung, möchte gesehen werden – roh, ehrlich, ohne Filter.
Die andere schützt das Innere mit einer Mauer aus Ironie, Distanz, Kontrolle und Rückzug.
Beide sind echt. Beide gehören zu mir.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, übersehen zu werden –
aber ich weiß auch, wie man sich selbst verschwindet, bevor es jemand anderes tun kann.
Ich habe gelernt, mich klein zu machen, bevor andere mich enttäuschen.
Und genau deshalb habe ich auch gelernt, mich aufzurichten – mit einer Energie, die mächtig ist. Wenn ich wieder aufstehe, dann mit Kraft. Wenn ich wachse, dann radikal.
Ich bin kein Opfer – auch wenn ich Wunden trage.
Ich bin kein Täter – auch wenn ich Wut spüre.
Ich bin ein Mensch auf der Suche nach etwas Echtem, das bleibt, auch wenn ich mich zeige.
Auch wenn ich nicht perfekt bin.
Auch wenn ich manchmal leer bin.
Auch wenn mein Schmerz mit am Tisch sitzt.
Ich wünsche mir, dass jemand mich sieht, ohne mich retten zu wollen.
Mich hält, ohne mich zu fesseln.
Mich spürt, ohne mich zu überfordern.
Ich arbeite daran, mich nicht nur zu schützen, sondern auch zu öffnen.
Nicht alles zurückzuhalten, was mich ausmacht.
Denn ich weiß: Da ist mehr in mir als Abwehr.
Da ist Wärme. Intelligenz. Humor. Ein tiefes Bedürfnis nach Verbindung.
Und: der Mut, langsam, vorsichtig – und doch entschieden – wieder Vertrauen zu üben.
Danke für's Lesen!
Ich bin ein Mensch, der vieles in sich trägt – und das meiste davon im Verborgenen.
Nach außen wirke ich oft kontrolliert, selbstsicher, vielleicht sogar unnahbar.
Aber innen ist Bewegung, Spannung, eine stille Wucht, die ich kaum jemals zeigen kann –
und manchmal kaum selbst aushalte.
Ich denke viel. Ich analysiere, beobachte, sortiere – nicht nur mich, sondern auch andere. Ich sehe, was zwischen den Zeilen steht, lese Gesten, höre Pausen. Diese Fähigkeit ist eine Stärke – und ein Schutz. Denn sie erlaubt mir, früh zu erkennen, wo Gefahr lauert: Enttäuschung, Ablehnung, der Verlust von Nähe. Ich reagiere vorsichtig. Rückzug ist oft der erste Impuls – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Furcht vor dem Echo, das zu laut sein könnte.
Nähe bedeutet für mich nicht automatisch Sicherheit.
Oft ist sie das Gegenteil: unkontrollierbar, fordernd, durchlässig.
Wenn jemand zu nah kommt, entsteht eine Spannung in mir – zwischen dem Wunsch, gesehen zu werden, und der Angst, enttarnt zu werden. Denn tief in mir sitzt die Überzeugung: Ich bin zu viel. Oder zu wenig. Oder nicht das, was man halten würde, wenn man es erst einmal wirklich kennt.
Ich trage die Spuren alter Verletzungen.
Sie haben mich nicht gebrochen, aber sie haben mein System verändert.
Ich bin wachsam geworden.
Loyal, aber nicht leicht zugänglich.
Stark, aber schnell erschöpft, wenn ich das Gefühl habe, mich zu verlieren.
Es gibt zwei Versionen von mir:
Die eine liebt Tiefe, sucht echte Verbindung, möchte gesehen werden – roh, ehrlich, ohne Filter.
Die andere schützt das Innere mit einer Mauer aus Ironie, Distanz, Kontrolle und Rückzug.
Beide sind echt. Beide gehören zu mir.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, übersehen zu werden –
aber ich weiß auch, wie man sich selbst verschwindet, bevor es jemand anderes tun kann.
Ich habe gelernt, mich klein zu machen, bevor andere mich enttäuschen.
Und genau deshalb habe ich auch gelernt, mich aufzurichten – mit einer Energie, die mächtig ist. Wenn ich wieder aufstehe, dann mit Kraft. Wenn ich wachse, dann radikal.
Ich bin kein Opfer – auch wenn ich Wunden trage.
Ich bin kein Täter – auch wenn ich Wut spüre.
Ich bin ein Mensch auf der Suche nach etwas Echtem, das bleibt, auch wenn ich mich zeige.
Auch wenn ich nicht perfekt bin.
Auch wenn ich manchmal leer bin.
Auch wenn mein Schmerz mit am Tisch sitzt.
Ich wünsche mir, dass jemand mich sieht, ohne mich retten zu wollen.
Mich hält, ohne mich zu fesseln.
Mich spürt, ohne mich zu überfordern.
Ich arbeite daran, mich nicht nur zu schützen, sondern auch zu öffnen.
Nicht alles zurückzuhalten, was mich ausmacht.
Denn ich weiß: Da ist mehr in mir als Abwehr.
Da ist Wärme. Intelligenz. Humor. Ein tiefes Bedürfnis nach Verbindung.
Und: der Mut, langsam, vorsichtig – und doch entschieden – wieder Vertrauen zu üben.
Danke für's Lesen!
• • 07.01.2026 x 5 #1
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