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hallo...

ich hab vor ca. 3 monaten einen tollen mann kennen gelernt. er hat sich total in mich verliebt und ich bin ihm gegenüber auch nicht abgeneigt...er ist super lieb, verständnisvoll und wir würden auch vom charakter und den interessen sehr gut zusammenpassen....klingt ja alles gut...aber mein gefühlsleben hindert mich daran mich auf ihn einzulassen, so gern ich das auch will. es ist echt zum verzweifeln...ich könnte meinen kopf gegen die wand schlagen, echt. wenn er bei mir ist, ist es super schön...wir haben uns bis jetzt "nur" geküsst...die ganze welt war in ordnung und alle zweifel wie weggeblasen...bei ihm gehts mir gut, fühl ich mich wohl und geborgen und in dem moment weiß ich wo ich hingehör und mit wem ich meine zukunft verbringen will....aber sobald er weg ist und ich wieder alleine bin überkommen mich extremste zweifel...ich sehe dann wirklich nur das negative an einer beziehung...habe angst emotional von ihm abhängig zu werden, angst dass ich ihm nicht genüge und er in welcher weise auch immer z.b. sexuell von mir enttäuscht ist, angst dass ich mich mit seinen freunden/familie nicht verstehe (bin sehr introvertiert) und lauter so sachen...dann bin ich mir fast sicher: diese beziehung wird nie funktionieren, ich würde sowieso alles kaputt machen. er würde nicht glücklich mit mir sein. dann spüre ich meine gefühle für ihn auch nicht mehr so, fühl nur leere oder traurigkeit...eigentlich spüre ich sie richtig nur wenn er bei mir ist. dann stoße ich ihn weg von mir, will nicht mit ihm reden, ihn nicht sehen, obwohl es einen tag davor noch so schön war...ich versteh mich selbst nicht....ständig dieses hin und her, diese zweifel und dann dazwischen wieder mal dieses unbeschreibliche glücksgefühl. er hat bis jetzt alles geduldig mitgemacht, aber wird es sicher nicht mehr lange mitmachen. er meinte zwar er will mir alles zeit der welt geben, aber ich bin mir sicher irgendwann hat er genug von meinem komischen verhalten, fühlt sich wahrscheinlich verarscht und zweifelt an meinem gefühlen zu ihm. ich bin gerade dabei alles kaputt zu machen, was so schön sein könnte. wie kann ich dieses gefühlschaos beseitigen?wie diese negativen gedanken? ich halte das bald auch nicht mehr aus, weil ich ihn jedesmal aufs neue verletze, indem ich ihm hoffnungen mach, aber dann wieder von mir wegstoße...er ist mir sehr wichtig und hat sowas nicht verdient. ich spiele schon mit dem gedanken einen schlussstrich zu ziehen, das täte zwar weh, aber ist doch besser als dieses hin und her. ich frage mich oft, was er überhaupt (noch) an mir findet...an so einer schwierigen person wie mir...ein fröhliches, unkompliziertes mädl wär doch viel besser...

vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich mal mehr mal weniger depressiv bin...zur zeit wieder mehr. ich bin 21 und habe eigentlich noch nie schlechte erfahrungen mit männern gemacht, sodass sich damit mein verhalten nicht erklären lässt.

ich weiß nicht was ich mir von diesem thread erwarte und ob mir überhaupt jemand tipps geben kann....mir würde es auch schon helfen zu wissen, dass es anderen ähnlich wie mir ergeht...

01.12.2009 18:36 • 03.12.2009 #1


2 Antworten ↓


und noch was: sollte man nicht eigentlich die berühmte rosarote brille aufhaben, wenn man verliebt ist? nur das schöne sehen und alles negative ausblenden? ist ja irgendwie gar nicht so bei mir...

01.12.2009 18:41 • #2


Zitat von crazy21:
und noch was: sollte man nicht eigentlich die berühmte rosarote brille aufhaben, wenn man verliebt ist? nur das schöne sehen und alles negative ausblenden? ist ja irgendwie gar nicht so bei mir...


Naja das wundert nicht bei den heftigen Ängsten die Du mit dem Thema hast.
Du beschreibst es ja in deinem ersten Text selber.
Gefühle und die Intensität von Gefühlen kann man sich ja nun nicht aussuchen, nur hinterfragen. Da kann man schon mal heftige Angst vor der Liebe bekommen, wenn man sich dem Partner nicht ebenbürdig fühlt oder abhängig, in seiner eigenen Liebe zu dem anderen plötzlich untergeht und gar nicht mehr bei sich ist. Wer will sich schon abhängig und untergehen sehen. So wird die schöne Liebe zur existenziellen Angst.
Kann Dir das Buch "Vom Sinn der Angst, Verena Kast" empfehlen, da wird dieses Thema sehr genau behandelt
(weiss nicht ob man hier Buchempfelungen machen darf sorry)

03.12.2009 11:01 • #3




Dr. Reinhard Pichler