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Hallo ihr alle!
Ich hab mich grad erst angemeldet & hoffe, dass ich vlt jmd finde der mir Antworten auf meine fragen geben kann.
Ich glaube, dass ich Angst vor zu viel nähe und zu engen Beziehungen habe. Seit meiner letzten Beziehung, die vor ca 5 Monaten endete, mache ich mir immer mehr Gedanken darüber u hab mich schon mit dem Thema beschäftigt u viele Anzeichen sprechen dafür, das ich scheinbar wirklich ein Problem habe. Ich hab mich vorher nie damit auseinandergesetzt und vor allem wenn ich dann wieder Single war, hab ich sofort wieder verdrängt welche Ursachen die Trennung gehabt haben könnte. Den Satz "ich halte es nicht mehr mit dir aus" durfte ich mir jetzt schon von 2 Männern anhören. Mittlerweile versteh ich aber was sie meinten weil ich mein verhalten mal durchdacht hab u erschreckend feststellen musste, dass ich teilweise wirklich schlimm war. Ich liste vlt einfach mal auf was mein letzter exfreund meinte:
-Als wir ganz frisch zusammen waren wollte er im supermarkt meine hand halten. Ich schlug sie weg weil mir das in dem Moment zu nah war. Das hab ich ihm natürlich nicht so erklärt. Ihm hab ich erzählt das ich das grad unpraktisch finde weil die Gänge so eng sind & zu viele Menschen...
-ich hatte regelmäßig das Gefühl ihn zu hassen und wusste nicht warum ich überhaupt mit ihm zusammen bin. Dieses Gefühl kam von einer in die andere Sekunde, dann zettelte ich immer Streit an und provozierte ihn so lang bis er richtig ausflippte oder weg ging. Danach tat es mir immer total leid und ich versuchte alles wieder gerade zu biegen u in diesen monenten in denen er mich quasi hasste, halt sauer auf mich war, liebte ich ihn immer am meisten.
-ich flehte ihn immer an sich zeit für sich zu nehmen damit ich nicht so viel zeit mit ihm verbringen konnte. Ich brauche immer sehr viel freiraum u wenn ich den nicht bekomme flippe ich aus
-oft, wenn ich wieder das Gefühl bekam ihn auf einmal zu hassen tat ich einfach so als wäre er nicht im Raum. Manchmal redete ich stundenlang kein Wort mit ihm u hörte über Kopfhörer Musik damit ich ihn auch bloß nicht hören muss. Das alles obwohl er mir nichts angetan hat. Wenn ihm das dann irgendwann zu blöde wurde u er abhauen wollte tat mir das alles auf einmal wieder schrecklich leid
-in diesen Momenten, in denen ich ihn nicht leiden konnte, war ich immer überhaupt nicht her über mich selbst u erst wenn ich das Fass dann zum überlaufen gebracht habe bin ich wie aufgewacht u habe gemerkt was ich da grad getan habe.
-wir waren 1 Jahr zusammen und er sagte zum Schluss zu mir, das er mich überhaupt nicht kennt weil ich eigentlich nie etwas über mich preisgegeben habe. Damit kann ich ihm auch nur recht geben. Ganz am Anfang unserer Beziehung hab ich nie etwas gesagt. Er erfuhr nur mehr als oberflächliches von mir wenn er sehr sehr lange bohrte oder wenn wir uns nach einem Streit aussprachen. Komischerweise wurde ich dann immer sehr einsichtig
-obwohl ich jetzt, im Nachhinein weiß, das ich ihn wirklich liebte bzw immer noch liebe habe ich immer Ausschau nach anderen Jungs gehalten. Es ging sogar so weit, dass ich denen hinterher geschaut hab obwohl mein exfreund neben mir lief. Ich hab das ganz offenkundig gemacht. Mit der Begründung ich würde ja Portraits zeichnen u deswegen gucke ich gern Menschen an. So ein bescheuerter Blödsinn! Ich weiß auch nicht was das sollte...
....Und ich ärgere mich so das ich ihn so vertrieben habe...
Ok ich könnte noch andere komische Dinge schildern aber ich denke das reicht erstmal.
Meine fragen jetzt. Kennt das einer von euch und wie geht derjenige damit um? Sollte ich deswegen einen Psychologen aufsuchen oder könnte ich das allein in den griff bekommen und glaubt ihr ich werde jemals eine ganz normale Beziehung führen können? Ich hoffe, wenigstens einer hat den text bis zum Schluss gelesen

18.02.2014 19:05 • 04.04.2014 #1


4 Antworten ↓


Willst du eigentlich eine Beziehung?
Wenn ja,dann würde ich mir mal überlegen,was du von einer Beziehung erwartest,
vor allem aber auch das der Partner so behandelt werden sollte,
wie man Selber behandelt werden will.....

Für mich klingen deine Zeilen eher so,als wärest du sehr schnell überreizt,
reagierst überzogen und lässt es am Partner aus.
Warst du immer schon so,oder hat sich das erst entwickelt?

18.02.2014 19:57 • #2



Eine normale Beziehung führen / kann keine Nähe ertragen

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Danke für deine antwort!
Ja das ist ja das seltsame. Ich war auch super traurig als er sich dann (verständlicherweise) trennte. Ich will auch nicht nur irgendeine Beziehung, ich möchte eigentlich ihn und ich bin normalerweise alles andere als gereizt. Ich bin immer ausgeglichen und lache viel, nur in einer beziehung hab ich diese ausfälle und kann mich nicht kontrollieren. Er selbst hat gemeint, dass ihm das vorkommt als sei ich eine multible Persönlichkeit, 2 Gesichter die überhaupt nicht zu einander passen. Er hat das überhaupt nicht verstanden, klar, wenn ich es schon nicht verstehe. In dem einen Moment bin ich eine Schmusekatze und im nächsten fahre ich die Krallen aus, ohne zu wissen warum.

18.02.2014 20:14 • x 1 #3


buchenbaum
puh das ist eine schwierige situation. auf mich macht es den eindruck,daß du eigentlich gar keine beziehung willst. hast du eventuell angst vorm alleinsein?
und falls du doch ein e beziehung möchtest, vielleicht könnt ihr euch darauf einigen, daß ihr nur 1 bis 2 termine in der woche vereinbart an denen ihr euch trefft. wer sagt, daß man sich jeden tag sehen muß?
lg

24.02.2014 21:02 • #4


Hallo Basai, ich muss sagen der Satz
"u in diesen monenten in denen er mich quasi hasste, halt sauer auf mich war, liebte ich ihn immer am meisten."
gibt mir zu denken. was mir dazu durch den Kopf geht:
Ich könnte mir vorstellen, dass du in deiner Kindheit von deinen Eltern nicht so liebevoll behandelt wurdest und es daher auch nicht ertragen kannst und immer daraus flüchten musst, weil du der Sache nicht traust (was ja erfahrungsgemäs richtig ist). Vielleicht ist die Provokation, ihn bis zum äußersten zu reizen auch eine art test, ob er dich am ende doch ablehnt oder ob er dich liebt. du willst es genau wissen, weil du der sache nicht traust. was du vielleicht vor dir selbst nicht zugibst. Denn es kommt mir vor als würdest du lieber härte präsentieren, und am besten nicht zugeben, dass du abhängig bist, um dich nicht preiszugeben, weil du dann zu verletzlich bist oder weil du dich selbst nicht soweit ernstnehmen traust, dass du dir gefühle eingestehen darfst. daher, wenn er dich am ende liebt, musst du ihn auch abwerten, weil er ja doof sein muss, sowas wie dich zu lieben. Dazu könnte es vielleicht sein, dass du unter einer art wiederholungszwang leidest und in gewisser weise schlecht behandelt werden "willst" weil du das mit der person verbindest, die du hättest lieben sollen und die dich hätte lieben sollen. Ich muss dabei an diesen weisen spruch denken, der irgendwoher kommt, dass man die leute so behandelt wie man sich selbst behandelt (oder so) und ich denke mal, dass du auch zu dir selbst nicht sehr liebevoll bist, bzw. dein selbstwertgefühl nicht sehr stark ist und du dich auch selbst gerne hasst? Du das gefühl hast, du hättest es verdient zu "leiden"? Außerdem hört es sich auch einfach so an, als hättest du *beep* züge ohne es zu wissen? dass ein wechselspiel aus sadismus und masochismus deine bindung bestimmt?
Schließlich fällt mir bei diesem krassen hass/liebe wechsel natürlich die borderline-persönlichkeitsstörung ein, dass du dich bei zu starker nähe, obwohl du sie dir wünschst, nicht mehr spüren kannst, und die krasse distanz und die missstimmung dazu brauchst, dass er dich hasst, zwischen euch so eine kluft ist, um ihn zu lieben.

ich weiß nicht, ob das irgendwie hilfreich war, ich hoffe es:) oder ob irgendwas davon annähernd zutreffend ist... nicht zuletzt habe ich das so geschrieben, weil es mir selbst glaube ich auch so geht, allerdings in viel abgeschwächterer form.
Jedenfalls würde ich vielleicht diesem satz
"u in diesen monenten in denen er mich quasi hasste, halt sauer auf mich war, liebte ich ihn immer am meisten." mal nachspüren.

lieben gruß
sophie

04.04.2014 00:36 • x 1 #5





Dr. Reinhard Pichler