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Hallo zusammen,
ich habe super lange überlegt, wo ich ein Thema solchen gleiches unterbringen kann und habe mich nun hierfür entschieden, da ich denke, dass Partnerschaft(sängste) auch eine große Rolle in dieser Kombination spielen.
Ich hoffe, nach und nach finden sich Leute zusammen, die sich von dem Krankheitsbild der Borderline - emotionale Persönlichkeitsstörung angesprochen fühlen. Bei mir wurde es therapeutisch diagnostiziert und diese Störung meiner Selbst, tritt meist in Partnerschaften bei mir im besonderen Maße auf.

Gleichzeitig finde ich es hilfreich, sich mit Menschen, die ebenfalls betroffen sind, auszutauschen, sich zu unterstützen und sich gegenseitig Anregungen zu verschaffen, die eine Genesung näher bringen.

Liebe Grüße & meldet euch!

03.01.2017 12:16 • 21.08.2019 #1


68 Antworten ↓


murray08
Hallo und Willkommen. Ich selbst bin zwar nicht betroffen, eine mir sehr nahestehende Person ist jedoch auch betroffen, ich kenne also ein wenig die Seite des "Angehörigen"
Wünsche dir aber mit evtl. anderen betroffenen Forenmitgliedern einen guten Austausch und auch sonst eine hilfreiche Zeit im Forum. Bin selbst noch nicht lange dabei, aber die LEute hier sind sehr nett und ich konnte auch schon einige Tipps für mich selbst von anderen "Angsthasen" für mich herausziehen.
LG

03.01.2017 21:36 • #2


Angstbiene
Hallo LaLeLu,

Meld mich

Ich hab ne generalisierte Angststörung mit kardiophobie, Depression und Borderline Persönlichkeitsstörung.

Allerdings äußert die sich bei mir in beziehungszerstörungstaktiken und einem ewigen Gefühls auf und ab. Und bei dir?

04.01.2017 07:34 • #3


Zitat von Angstbiene:
Hallo LaLeLu,

Meld mich

Ich hab ne generalisierte Angststörung mit kardiophobie, Depression und Borderline Persönlichkeitsstörung.

Allerdings äußert die sich bei mir in beziehungszerstörungstaktiken und einem ewigen Gefühls auf und ab. Und bei dir?


Ich kann momentan nicht beschreiben, wie es in mir aussieht. Es ist grausam.
Ich bin kurz davor, meine Beziehung in den Sand zu setzen. Ich bin auch in Beziehungen immer total "grausam." Ich liebe meinen Partner über alles, aber ich behandle ihn gleichzeitig, an manchen Tagen, total furchtbar. In anderen Momenten wieder, ist er mein Ein & Alles. Dann ist es so, dass ich immer darauf achte, was und wie er etwas sagt. Ich nehme jedes Wort persönlich und drehe alle Wörter mir so zusammen, wie es mir passt. Danach hat er dann wenig Chance, da ohne eine Eskalation von mir, rauszukommen.
Mittlerweile ist er auch schon total am Ende, kapselt sich immer mehr ab. Ich gebe ihm jetzt die Zeit, auch wenn ich durch die Hölle gehe, weil meine Gefühle eh schon negativ belegt sind.

04.01.2017 11:51 • #4


murray08
Aus der Sicht des Angehörigen kann ich (kann natürlich nur von mir sprechen) sagen, dass man, wenn man über das Krankheitsbild informiert ist und eben auch drüber reden kann, warum wer in welchen Momenten wie reagiert, schon Verständnis aufbringt. Aber natürlich sind auch die eigenen Gefühle mal durch bestimmtes Verhalten verletzt und dagegen macht man eben auch nicht viel - auch wenn man *eigentlich* weiß, dass der Betriffene nichts böswillig tut.
Wünsche Dir und deinem Partner alles Gute Lalelu

04.01.2017 15:17 • #5


Hallo,

Ich war während meines Klinikaufenthalts auch in der Borderline/Selbstfindung Intensivgruppe. Habe zwar nur wenige der 9 Merkmale, bin also selbst nicht betroffen, aber meine Erfahrungen mit Betroffenen sind fast deckungsgleich. Intensivste Spiegelung meiner Werte, Erwartungen und Wünsche, keinerlei Eskalation, nach wenigen Wochen verlassen als wäre nie was gewesen. Ich denke, dass meine Art nochmal zusätzlich ein Grund ist, warum sie es nicht so lang mit mir ausgehalten haben, ist schwer zu sagen. Es gibt auf jeden Fall nichts was ich bereue, doch glaube ich dass das, was ich erlebt habe, nicht echt war und das finde ich unglaublich schade, für mich, aber auch Für die Exes...

Letzlich kann ich dir keinen konkreten Rat geben, ich weiß nur wie fasziniert und ängstlich zugleich ich bin, wenn ich das Wort Borderline höre oder lese

Greez, Nam

04.01.2017 15:49 • #6


Angstbiene
Ja ich glaube so ähnlich kann man das beschreiben. Das Problem ist, ich habe selbst immer etwas Pech mit Partnern. Meistens hat derjenige auch eine Macke und dann wird es richtig schwierig. Mir kann man nichts recht machen, ich bin glaub ich nicht ganz einfach. Vor allem dann nicht, wenn ich davon überzeugt bin, im Recht zu sein. Letztendlich ist mir noch jede Partnerschaft kaputt gegangen. Denke ich bin einfach nicht beziehungsfähig.

04.01.2017 20:49 • #7


Zitat von Angstbiene:
Ja ich glaube so ähnlich kann man das beschreiben. Das Problem ist, ich habe selbst immer etwas Pech mit Partnern. Meistens hat derjenige auch eine Macke und dann wird es richtig schwierig. Mir kann man nichts recht machen, ich bin glaub ich nicht ganz einfach. Vor allem dann nicht, wenn ich davon überzeugt bin, im Recht zu sein. Letztendlich ist mir noch jede Partnerschaft kaputt gegangen. Denke ich bin einfach nicht beziehungsfähig.



Menschen ohne Macke sind doch e langweilig ^^

Klar simd es wir selbst, die über unser Leben bestimmen und auch über die Beziehungen, die wir führen. Bin auch mit dem Bewusstsein aufgenommen worden beziehungsunfähig zu sein. Bin ichaber nicht, ich bin nur im höchsten Maße unzufrieden mit mir selbst, die Partnerin soll mir bitte zeigen,wie toll ich bin. Das funktioniert halt nich und mit Borderlinerinnen leider nur max 8 Wochen.

Grüße

05.01.2017 04:15 • #8


Angstbiene
8 Wochen? Uii das ist aber sehr kurz. Ne etwas länger halte ich da schon durch... in so kurzer Zeit lernt man sich ja nicht einmal richtig kennen. Ich denke bei meinem Problem ist der richtige und nötige Abstand zum Partner eine ganz wichtige Komponente. Zu eng ist schlecht, zu weit entfernt aber auch. Den gesunden Mittelweg zu finden ist etwas schwierig. Ich bin im Moment nicht bereit das herauszufinden. Habe ja auch die Verantwortung für meine 2 Töchter. Und da sind solche Experimente erstmal ausgeschlossen. Ich bin dabei mich damit abzufinden, allein zu bleiben, so kann weder mir noch anderen Schaden zugefügt werden.

05.01.2017 07:08 • #9


Den gesunden Mittelweg zu finden, das ist bei allem das Schwierigste. Egal um welche Probleme es sich handelt.

Das Du Dich mit dem Alleinsein abfindest, wird deine Seele entlasten alles andere kommt von allein.
Auf die Dauer wirst Du auch nicht allein bleiben.

Wenn es nicht so ungemein nervlich und anstrengend wäre bis diese Zeit um ist und sich so manche Probleme entschärfen.
Selber bin ich auch nicht der Typ, der genügend Geduld aufbringt und die nötige ruhe bewart

LG

05.01.2017 07:37 • #10


Angstbiene
Zitat von JohnDuh:
Wenn es nicht so ungemein nervlich und anstrengend wäre bis diese Zeit um ist...
LG


... und somit sitzen wir wieder alle im gleichen Boot
Es macht unglaublich müde jeden Tag die Energie aufzubringen und an sich zu arbeiten, in der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Gut ist wenn positive Erfahrungen folgen. Dann fällt es mir mal einige Zeit nicht ganz so schwer mit allem klar zu kommen. Aber leider gibt es unweigerlich auch immer wieder einen Trend in die "falsche" Richtung und das wiegt das vorher Positive immer wieder komplett auf. Somit stehe zumindest ich nach einer gewissen Zeit immer wieder auf "Anfang" und das nervt gewaltig

05.01.2017 07:46 • #11


Zitat von Angstbiene:
... und somit sitzen wir wieder alle im gleichen Boot Es macht unglaublich müde jeden Tag die Energie aufzubringen und an sich zu arbeiten, in der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Gut ist wenn positive Erfahrungen folgen. Dann fällt es mir mal einige Zeit nicht ganz so schwer mit allem klar zu kommen. Aber leider gibt es unweigerlich auch immer wieder einen Trend in die "falsche" Richtung und das wiegt das vorher Positive immer wieder komplett auf. Somit stehe zumindest ich nach einer gewissen Zeit immer wieder auf "Anfang" und das nervt gewaltig


Genauso fühle ich mich auch. Immer der Reset, alles steht auf Anfang und man macht die gleiche Tortur wieder und wieder.
Zwar ändert sich immer wieder etwas, aber wie Du schon sagst das Gute und schöne was wir erleben reicht einfach nicht auf Dauer.
Da kommen wir wieder zu dem Punkt an dem wir mit uns nicht zufrieden sind
Es ist schön das wir alle gemeinsam daran weiter arbeiten, sonst wären wir nicht in diesem Forum

05.01.2017 08:05 • #12


Angstbiene
So isses. Gut, dass ich nicht allein da stehe mit meinem Problem

05.01.2017 08:15 • #13


Du bist und warst nie allein.
Nur nicht alle die betroffen sind Outen sich.

05.01.2017 08:18 • x 2 #14


Angstbiene
Zitat von JohnDuh:
Du bist und warst nie allein.
Nur nicht alle die betroffen sind Outen sich.


Das weiß ich, jedoch hat der Begriff Borderline, sowie auch viele andere Diagnosen eine sehr verallgemeinernde Definition. Die Menschen dahinter sind, jeder Einzelne etwas völlig anderes.

Wenn man sich dessen bewusst ist, dann erst gibt man sein Schubladendenken auf. Und jede Diagnose aus dem medizinischen Bereich ist von Menschen definiert, Menschen, die Informationen sammeln und diese zu einem Haufen sortieren und diesem eine Überschrift geben, die sich dann Diagnose nennt. Jede Diagnose, egal in welchem Bereich wird durch das Individuum verändert, aber nicht im ICD Katalog.

05.01.2017 08:25 • #15


Zitat von Angstbiene:
8 Wochen? Uii das ist aber sehr kurz. Ne etwas länger halte ich da schon durch... in so kurzer Zeit lernt man sich ja nicht einmal richtig kennen. Ich denke bei meinem Problem ist der richtige und nötige Abstand zum Partner eine ganz wichtige Komponente. Zu eng ist schlecht, zu weit entfernt aber auch. Den gesunden Mittelweg zu finden ist etwas schwierig. Ich bin im Moment nicht bereit das herauszufinden. Habe ja auch die Verantwortung für meine 2 Töchter. Und da sind solche Experimente erstmal ausgeschlossen. Ich bin dabei mich damit abzufinden, allein zu bleiben, so kann weder mir noch anderen Schaden zugefügt werden.



Ja, sehr kurz. Hab nur eine Beziehung die über 3 Jahre ging, die war ohne viel Zärtlichkeit, mehr wie eine gute Freundschaft, ein Zustand den ich nicht als Liebesbeziehung bezeichnen würde. Alle Beziehungen, wo ich das Gefühl hatte, es könnte sich eine Liebe daraus entwickeln, haben mich nach wenigen Wochen ins jenseits gejagt. Mich bis zu dem Zeitpunkt wertgeschätzt um am nächsten Tag nichts mehr von mir wissen zu wollen, ohne, dass ich mein Verhalten irgendwie verändert hätte. Es ist für mich nicht greifbar, was da schiefläuft, meine Erwartungshaltung meiner Partnerin gegenüber baut anscheinend einen gewissen Druck auf, dem nach kurzer Zeit nachgegeben wird. Deswegen halte ich mich mit meiner jetzigen Einstellung zu mir und zu meinem Leben für nicht beziehungsfähig.

05.01.2017 09:23 • #16


Ich gehe ja immernoch davon aus, dass der Sex mit mir nicht erfüllend war. Die Mädels, die nicht genug bekommen haben, verlassen mich nach kurzer Zeit, das Mädel, mit der ich 3 Jahre zusammen, legte nicht viel wert auf Sex und somit hatten wir kaum welchen. Ich gehe selbst davon aus, dass ich da einfach nicht die Erwartungen der Frauen erfüllen kann.

Warum ausgerechnet Borderline gestörte Frauen eine so anziehende Wirkung auf mich haben weiß ich auch nicht, möglicherweise liegt es an meinem Wunschdenken diesen Menschen zu zeigen, wie lebenswert das Leben sein kann.

05.01.2017 09:52 • #17


Zitat von Namb:
Warum ausgerechnet Borderline gestörte Frauen eine so anziehende Wirkung auf mich haben weiß ich auch nicht, möglicherweise liegt es an meinem Wunschdenken diesen Menschen zu zeigen, wie lebenswert das Leben sein kann.


Sie sind sehr einfühlsam und das spürt man unterbewusst.

05.01.2017 11:29 • #18


Zitat von JohnDuh:
Zitat von Namb:
Warum ausgerechnet Borderline gestörte Frauen eine so anziehende Wirkung auf mich haben weiß ich auch nicht, möglicherweise liegt es an meinem Wunschdenken diesen Menschen zu zeigen, wie lebenswert das Leben sein kann.


Sie sind sehr einfühlsam und das spürt man unterbewusst.



Ja, angeblich. Meine letzte hat mir nur hervorragend schöne Augen gemacht, im adaptieren meiner Wünsche und Sehnsüchte hat sie allerdings nicht ganz dem entsprochen, was ich erwartete. Auch das Einfühlen in meine Situation war bei weitem nicht so wie man das im allgemeinen von Menschen mit BL Störung kennt. Es war irgendwas anderes, kann es nicht genau sagen, da ich ja gewarnt war und von Anfang an skeptisch, dass sie es wirklich ernst meint. Auch der Sex war bei weitem nicht so, wie sie sich selbst darstellte, teilweise fühlt man sich sogar ein bissl wie ein negrophiler^^

05.01.2017 12:38 • #19


Jup, hier. Habe auch bisher viele Beziehungen durch mein "Auf und Ab" zerstört. Bei mir kann das sogar minütlich wechseln. Ich will Liebe und Nähe, aber wenn ich dann Nähe habe, wird es mir zu eng. Entfernung klappt bei mir gar nicht. Ich bin unglaublich fordernd und suche teilweise nach Fehlern. Einerseits sehnt man sich nach einer Beziehung, aber dann , wenn man kurz davor steht, will man doch nicht mehr. Ich hatte auch schon längere Beziehungen, aber nur, weil die Leute Es mit meinen Unmut Phasen ausgehalten haben. Es ist super anstrengend

05.01.2017 15:21 • #20




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