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Hallo liebe Fories,

habe schon öfter hier wegen meiner Probleme geschrieben, aber gerade jetzt ist mir ganz elend zumute und es fällt mir echt schwer davon zu schreiben, aber ich denke, ich muss es mal rauslassen. Deswegen finde ich es umso paradoxer, was ich manchmal tue, nämlich nichts!
Ich nehme mal ein Beispiel: Nach einem harmlosen Streit oder einer etwas intensiveren Diskussion mit meinem Schatzi verfalle ich in so etwas wie eine „Baby-Starre“... weiß nicht, wie ich es anders nennen soll, denn ich fühle mich völlig hilflos, bekomme nichts mehr hin, versteife mich und weine. Es wird erst dann langsam wieder gut, wenn er mich in den Arm nimmt, liebevoll ist zu mir und mir ganz deutlich zeigt, dass er nicht böse ist auf mich oder mich noch lieb hat. Es kommt mir sooo albern vor, aber ich kriege echt nichts mehr auf die Reihe. Es ist auch egal, ob es einen „Schuldigen“ gab bei dem Streit oder er mich fragt, was los ist. Ich kann in dem Moment nichts sagen, schon gar nicht, dass ich es brauche, in den Arm genommen zu werden und zu hören, dass alles wieder gut ist. Ich fühle mich wie kurz vorm Sterben in diesem Moment und ich vermute, dass ich diesen Zustand beenden könnte, wenn ich nur den Mund aufmache, oder? Aber es ist wie eine Blockade, ein Schalter, der umgelegt wird und dann falle ich wie in eine Starre. Mein Schatzi hat neulich sogar richtig Angst bekommen, weil er nicht wusste, was er tun sollte, weil es ein „harmloser“ Anlass war....
Kennt das jemand oder hat da wer ne Meinung zu? Danke schon mal!

02.11.2009 13:50 • 03.11.2009 #1


3 Antworten ↓


Hmm, er ist mir gerade so, als würdest du meinen Freund beschreiben, zumindestend denke ich es, weil er in solchen Situationen auch nicht reden kann, er weint dann auch immer nur ganz schlimm und versteift, er meint dann jedesmal das es nicht geht, er kann nichts sagen, alles wäre leer, ich aber, warte immer auf etwas, es macht mich genauso fertig das er dann nichts sagt, weil ich nie weiß, wie er denkt, was er dazu meint etc. Hmm, ich würde gerne auch wissen, was das ist.
Ich finde es für beide schlimm.

02.11.2009 14:35 • #2



Bedürfnisse nicht mitteilen können? So bescheuert.

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Also, ich kenne das so ähnlich von mir. Wenn man mich mit etwas konfrontiert oder sauer auf mich ist, versteife ich mich und bekomme keinen Ton heraus. Ich kann dann nicht mal weinen, sondern werde völlig apathisch und es fühlt sich so an, als ob ich die Situation von außen beobachte, jedoch selbst nicht involviert bin. Mein Gegenüber verzweifelt dann auch meistens, weil er nicht weiß was los ist.

Ich denke mal, daß so ein Verhalten einfach eine Art Selbstschutz darstellt...man klinkt sich völlig aus. Mir gehen dann auch meistens tausend Dinge gleichzeitig durch den Kopf, so daß ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll mit erzählen. Zudem gehe ich meistens eh davon aus, daß der andere mich nicht verstehen wird.
Vielleicht haben Leute mit solchen Problemen nie wirklich gelernt mit Konfrontationen umzugehen und nehmen vor allem den Diskussionsanlass (sei es noch so eine Kleinigkeit) als persönlichen Angriff wahr. Und man erträgt es nicht, daß jemand böse auf einen ist. Und deshalb fängt man vielleicht auch an zu weinen (aus Reflex?), denn wer kann jemanden anschreien oder böse sein, wenn Tränen fließen?

02.11.2009 15:49 • #3


Mag sein, mein Freund ist ähnlich.
Er schaut dann nur auf den Boden , weint und nichts!
Ich sitze dann da, fühle mich schlecht (weil irgendetwas war - ich sauer bin oder so) und keine Antwort.

Es nervt mich dann jedesmal, ich bin verletzt könnte heulen, er aber erstart völlig, weint und geht garnicht auf mich ein.

Ich muss trösten, obwohl ich stinksauer bin, muss dann herhalten obwohl ich verletzt bin - aber dann tut es mir das so weh, das er so weint, und leidet, das ich nicht anders kann.
Und was ist mit mir?

Er kann dann einfach nichts sagen, statt stellung dazu zu nehmen und es mir zu erklären weint er und sagt kein Ton.
Oft weiß ich nicht, ob ich nun mit meiner Vermutubg richtig liege oder eben nicht, das ist für mich echt unerträglich.

03.11.2009 02:31 • #4




Dr. Reinhard Pichler