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Hallo Zusammen,

eigentlich gehört meine Frage in "soziale Phobie" , anderseits behindert meine SP mein Beziehungsleben und dadurch versuche ich keine enge Beziehung entstehen zu lassen...nämlich meine Angst Familienmitglieder meines Partners zu treffen. Mit ihnen womöglich bei Familienfeiern an einem Tisch zu sitzen, Unterhaltungen zu führen etc.

Wem ist es ähnlich ergangen oder kennt solche Ängste?

LG Insomnia

22.03.2009 18:40 • 25.03.2009 #1


15 Antworten ↓


Eine soziale Phobie entsteht ja durch die Angst, von anderen Menschen abgelehnt und negativ bewertet zu werden. Da ist doch völlig klar, das die Angst vor den Angehörigen des Partners besonders groß ist, da hier eine sehr genaue "Taxierung" und Einordnung statt findet. Oft nach dem Motto "keine Frau ist gut genug für unseren Prinzen (umgekehrt Prinzessin)". Es gleicht einem Vorstellungsgespräch und erzeugt bereits bei normal fühlenden Personen ein flaues Gefühl. Und dann passierts: zuerst im Kopf, dann real; die Gabel fällt herunter, das Glas kippt um, die Hände schwitzen und man fängt an zu stottern. Zu guter Letzt wird der Kopf auch noch puterrot (selbst erlebt). Wo ist das berühmte Mauseloch? Vielleicht ein wenig drastisch geschildert, aber so ähnlich läuft es doch ab, oder?

LG Elsa

22.03.2009 19:08 • #2



Angst vor Treffen mit Familie des Partners

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Hallo Insomnia,
das hatte ich ja schon fast vergessen, richtig, und ob ich das kenne. Ich hatte so riesige Hemmungen die Eltern meiner ersten Freundin zu besuchen, sie war zudem noch die einzige Tochter. Das ist nun 40 Jahre her, hatte es fast vergessen. Bei den Eltern der späteren Beziehungen war es zum Glück nichts Ungewöhnliches, wenn man mal einige Schnäpse oder B. getrunken hatte, was eine Zeitlang als enthemmende Dro. für mich sehr wichtig war.
LG redfox

22.03.2009 19:35 • #3


Hallo Elsa,

jau, genauso läuft es ab. Man fühlt sich ausgefragt, im Mittelpunkt und das löst dann bei mir Schweißausbrüche, Herzrasen, unkontrolliertes Zittern und Sprachstörungen aus. Ich kann dann vor lauter Verkrampftheit weder Tasse noch Gabel zum Mund führen. Am Ende hilft es nur noch, den Tisch fluchtartig zu verlassen, was einem dann auch noch peinlich ist (Was denken die jetzt von mir? "Die Frau hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank!" ) oder man fragt sich, wie der Partner mit dieser Peinlichkeit umgeht (verlässt er mich?).

Ich kann mir etliche Male sagen, dass es mir doch völlig egal sein sollte, was andere von mir denken, nett finden oder auch nicht. Schon der Gedanken, mit der Familie des Partners am Tisch zu sitzen, nicht zu wissen was man sagen soll oder gar von sich erzählen soll, löst bei mir eine Horrorvorstellung aus.

LG Insomnia

22.03.2009 19:44 • #4


Hallo redfox,

also bin ich mit enthemmende Dro. auch nicht alleine. Vor einigen Monaten war ich solo und um den Zustand zu ändern, muss man natürlich Männer daten. Allerdings schaffte ich das nur, wenn ich vorher ein bis zwei Gläser Wein getrunken hatte

Wie machst du das heute?

LG Insomnia

22.03.2009 19:51 • #5


Hallo Insomnia,

das mit den enthemmenden Dro. kenne ich auch. Um nicht noch in eine abhängige Sucht zu geraten, habe ich mich diesen angstbesetzten Situationen völlig entzogen. Leider mit dem Ergebnis, dass ich nun isoliert lebe und meine sozialen Kompetenzen immer mehr verkümmern. Diese Woche will ich es mit einer Selbsthilfegruppe probieren. Hoffe, ich schaffe den ersten Anlauf irgendwie.

Es ist aber sehr gut, dass Du es trotzdem noch schaffst, überhaupt Männer zu treffen.

LG Elsa

23.03.2009 09:14 • #6


Hallo Elsa,

es tut wirklich gut zu lesen, dass auch andere zu ihren Hilfsmittelchen (wenn auch äußerst bedenklich) gegriffen haben.

Bei einer Selbsthilfegruppe hast du ja noch den Vorteil, dass dort nur Menschen hingehen, die ebenfalls unter Angst leiden. Ich wünsche dir, dass du es schaffst, dort hinzugehen!

Männer brauche ich nun keine mehr zu treffen, mein Single-Dasein hat sich erledigt, aber nun kommt obiges Problem auf mich zu, was mir schwer im Magen liegt.

Liebe Grüße
Insomnia

23.03.2009 13:30 • #7


Wenn du meinst, dass es dein Lebenspartner ist, dann solltest du dich mit der Familie treffen, aber wenn du dir das noch nicht zutraust, dann hat das auch noch Zeit.
Manchmal ist es jedoch besser einfach ganz spontan zu sein und garnicht weiter drüber nachzudenken.
Wenn du trotz allem Schwierigkeiten hast solltest du mal mit ihm darüber reden.

25.03.2009 13:27 • #8


Hallo Henry,

bist du aus der Seo-Branche?

Er kennt meine Probleme und wir können über alles reden, nur ich kann mich einfach nicht überwinden, da meine Erwartungsangst einfach zu groß ist.

LG Insomnia

25.03.2009 13:53 • #9


Hallo Insomnia, ich kenne diese Ängste zu genüge. Das Herzrasen die Ängste nicht akzeptiert zu werden, bis hin zu einem überaus großen Fehler. Das aufstehen vom Tisch! Man hält es nicht aus, und verlässt diesen Tisch fluchtartig, nun hat man das getan und kann dies nie wieder gutmachen. Das wird mir jedes Mal wieder vor die Nase gehalten bei Einladungen, aber wenn dir das nicht recht ist, dann lassen wir das (zwickmühle da mein mann ja seine familie liebt)
Nunja es wird eben dann immer so ausgelegt das man die schlechte Person ist, die verrückte weil man ja vom Tisch aufgestanden ist.

Ich würde diesen einen Tag wirklich gerne löschen. Aber das geht nicht und somit muß ich die ganzen Jahre eben damit leben das ich als streitsüchtiger Mensch bezeichnet werde, wegen EINMAL TISCH verlassen.
Werden zum glück nurnoch selten eingeladen von der Familie, (wegen mir).

Ich hoffe für alle die so ein problem haben, versucht bitte am tisch sitzen zu bleiben, oder habt schmerzen ihr müsst nach hause. ABER bitte verlasst diesen tisch nicht. MfG

25.03.2009 14:14 • #10


Hallo Licht,

weißt die Familie deines Mannes von deiner Angststörung? Wenn nein, dann solltest du es ihnen erzählen.
Meine andere Familie (die meines Exmannes) weiß davon und bei denen hätte ich jederzeit vom Tisch gehen können. Die haben das akzeptiert und gaben mir auch das Gefühl trotzdem völlig ok zu sein.

Nur die Familie meines neuen Partners weiß es nicht und da habe ich das Gefühl völlig unter Druck zu stehen. Ich will da aber nun auch nicht auftauchen und direkt mit meinen Problemen ankommen
Ich glaub bei mir ist es generell die Angst vor der Angst und das projezier ich auf alle Situationen, in denen ich mal eine Panikattacke bekommen habe. Ich kann gar nicht mehr differenzieren ob ich nun Angst vor Menschen, weiten Plätzen oder enge Räume habe.

LG Insomnia

25.03.2009 14:31 • #11


nein sie wissen es nicht, und denen könnte ich auf garkeinen Umständen das erzählen, da es seit anbegin Probleme gab, wie das halt bei den meisten Schwiegermüttern so ist. Meine wollte eine super Schwiegermutter sein, war aber das grauenvollste überhaupt. Beschimpfungen Verachtung usw mir gegenüber, war ja ihr ältester Sohn. Das alles hat dahin geführt das 2 Jahre lang 0 Kontakt war, auch meine Schuld, mein mann wollte nicht ohne mich zu den Eltern, und die Eltern gaben mir die Schuld und die vorwürfe ich verbiete es ihm. Akzeptiert das er einen eigenen Kopf hat haben sie auch nicht. Nunja in den 2 Jahren kamen Briefe immer mit persönlich an meinem Mann, (die ich dann in vollen stücken immer im Papiermülleimer gefunden habe. Die Dinge die dadrin standen haben mein Vertrauen völlig zu Ihr zerstört. Mein Mann meinte nur er wollte mich damit nicht belasten, darum habe er sie dann weggeschmissen. Meine Angst vor solchen Treffen, auch wenn sie sich entschuldigt hat, (PER BRIEF) hat das vertrauen nicht wieder herstellen können.

Ihr zu sagen das ich unter ständiger Angst leide, kann ich nicht. Und werd wohl damit leben müssen.

Insomnia warum möchtest du das denn nicht der jetzigen Familie sagen? Hast du da Angst das sie es nicht verstehen könnten? Weißt du das? oder was macht dich da so unsicher?

MfG Gefro

25.03.2009 14:48 • #12


Hallo Gefro,

puh, das macht es bei dir nicht einfacher, wenn auch noch ein gestörtes Familienverhältnis besteht. Ich finde es aber richtig klasse, dass dein Mann zu dir steht und sich notfalls von seiner Familie abwendet, wie er es schon getan hat.

Jetzt hast du mich zum Grübeln gebracht. Die Familie besteht aus Akademikern mit hochbegabten Kindern. Das ist mir zwar die ganze Zeit hintergründig im Kopf, aber ich habs noch nie formuliert. Und wenn ich mir vorstelle, ich erzählen denen von meinen Panikattacken, hab ich das Gefühl, mein restliches Selbstwertgefühl auch noch zu verlieren.

LG Insomnia

25.03.2009 15:22 • #13


ok das kann ich verstehen, weil du dich mit dem Gespräch indem du das von dir preis gibst auch angreifbar machst. Nun überlege ich auch, was evtl das beste wäre für dich, (was du im endeffekt selbst dann entscheidest).
Machst du dich angreifbar um diesen Druck loszuwerden, oder möchtest du weiterhin diesem Druck standhalten (dann aber ohne zu wissen das sie es verstehen könnten).
Das ist bei dir sicherlich ein sehr großer Schritt, aber im Endeffekt weißt du was du dann von den Leuten erwarten kannst. (Verständnis, oder Ablehnung)

Und das ganze Aufzuschieben, weil man ja Angst vor dieser Reaktion hat kann ich voll nachvollziehen. Aber da du erwähnst das die Hochbegabt sind, vermute ich das die weiter darüber nachdenken, und somit evtl verstehen könnten? Meinst du nicht auch?

25.03.2009 15:32 • #14


Hochbegabt sind nur die Kinder, aber von dem Standpunkt, dass diese Leute eher nachdenken und verstehen könnten, habe ich es bisher noch nicht gesehen. Damit magst du Recht haben.

Ablehnung würde mir ja gar nicht viel ausmachen, wenn es sich nicht eben um die Familie des Partners handelt. Ich denke oft, dass dies auch die Beziehung ansich beeinflussen könnte. Anderseits, was wäre er für ein Partner, wenn er nicht hinter mir stehen würde.

Ich denke, ich weiß nun wo ich gedanklich ansetzen muss Danke für deine Hilfe!

Liebe Grüße
Insomnia

25.03.2009 16:12 • #15


Wenn es geholfen hat und du erfolg hattest darfst dich gern bedanken. Vorher brauchst du das nicht. liebe grüße und viel Erfolg

25.03.2009 16:14 • #16



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