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Hallo

Ich vermute das meine Frau an einer Angststörung leidet. Die Symthome sind so wie überall geschildert. Und für mich ist es so schwierig die Ängste nachzuvollziehen. Es ist teilweise so absurd worüber meine Frau sich Sorgen macht. Und mir macht Angst das Sie keinen Ausweg sieht und als Lösung nur den Tod sieht. Die diskosionen über "kleine Probleme " nehmen kein Ende und enden das einer durch Worte verletzt wird. Es scheint als ob die Realität verschwindet und es nur darum geht seine Meinung durchzusetzen. Auch wenn ich ihr recht gebe hilft nicht .In 99 Prozent stellt sich ihre Angst als unbegründet raus aber es führt nicht dazu das Situationen anders bewertet werden. Wie verhalte ich mich richtig. Ich versuche ihr die angst zu nehmen aber es gibt kein ende es geht immer weiter. logische dinge werden unlogisch. inzwischen meint sie die Lösung ihrer Probleme sieht so aus das sie ihren job kündigt und zuhause auszieht weil sie sich so unverstanden fühlt.

08.12.2008 09:53 • 06.02.2009 #1


5 Antworten ↓


Hallo loewe,

wie es aussieht, hast Du die Situation Deiner Frau richtig eingeschätzt.
Sie muß es nun nur noch selbst akzeptieren, dass sie an einer Angststörung leidet.
Hier auf psychic.de ist irgendwo ein Link zu einem Expertenforum (den ich gerade nicht finde, sorry).
Da sind zu den verschiedenen Angsterscheinungen Erklärungs-Videos.
Schau Dir das für Deine Frau Zutreffende mal an und dann versuch sie dazu zu bewegen, es sich auch anzusehen.
Ich denke, das ist für Euch beide hilfreich.
Vermutlich steht sie noch am Anfang des Selbsterkenntnis-Prozesses.
Für viele Menschen ist es schmerzhaft zu begreifen, dass sie eine Angststörung haben. Leider sind die bundesdeutschen Medien, insbesondere die Privaten immer noch daran interessiert, Angstpatienten als Verrückte abzustempeln. Das bewirkt, dass sich viele Betroffene nicht zu ihrer Krankheit bekennen und sich daher Hilfe verweigern,
Wenn Du ihr auch im Verlauf ihrer Selbsterkenntnis zu Seite stehst, hat sie das große Glück und die Chance, diese Krankheit in den Griff zu bekommen, bevor sie sich ausweitet und sich dauerhaft in eurem Leben breit macht.
Vielleicht kann sie auch bald eine Therapie machen. Aber das muss sie selbst wollen, sonst hilft es nicht.

Guck Dich ruhig weiter im Forum um. Du wirst eine Menge von den Problemen Deiner Frau wiedererkennen.

Viele Grüße
schnuffi

08.12.2008 11:46 • #2



Wie umgehen mit der Angst des Partners ?

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hallo loewe,

in deinem beitrag hast du für mich 2 prägende sätze getroffen zum einen das diskussionen aus unnichtigen gründen kein ende finden und zum anderen logische dinge werden unlogisch.....

genau das sind sätze die ich von meinem freund kenne, er ist an verständnis und geduld mit mir kaum zu übertreffen, er steht zu 100 prozent hinter mir und versucht alles mögliche das es mir gut geht.

betreffs deiner sätze ist es als betroffene für mich persönlich so das ich das selber nie erkenne wenn meine gedanken und ängste mich überrennen und ich mich in meinem kopfsalat verstricke-vielleicht ist es für deine frau ebenso , mit absicht macht sie es mit sicherheit nicht.

wenn solche situationen sind sagt mir dann mein freund das ich mich wieder nicht bremsen kann und damit hat er dann auch recht.
ich weiß auch nicht woran das liegt, ich kann nur von mir sprechen das ich dann themen bei denen ich nicht alle szenarien(egal wie absurd sie sind) vom kopf her abgespielt habe und das auch ausspreche ich mich schlecht fühle-einfach unruhig und angespannt.mein kofkino wird erst besser wenn ich es loswerden kann.so ist das beim dikutieren auch.

es ist schön das auch angehörige hier schreiben, mein freund hatte bspweise mit diesem thema auch noch nichts zu tun und erlebt es erst durch mich.er fragt sich auch oft wie auch ich wie es in anderen beziehungen mit diesen problemen läuft.

mein tip an dich -immer offen und ehrlich miteinander umgehen auch wenn es manchmal weh tut.
gib sie nicht auf und versuch auch weiter mit verständnis da zu sein und auf sie einzugehen, aber ich denk das machst du bestimmt gut.

jedem angehörigen von betroffenen möcht ich sagen das ihr eine große stütze seid und ich großen respekt habe das ihr es mit uns durchlebt und nicht einfach die flinte ins korn werft.


warum einfach wenns auch schwierig geht ............

lg

14.01.2009 15:21 • #3


p.s. vielleicht weiß sie einfach auch nicht wie sie sich gegenüber dir verhalten soll, es wäre schade wenn sie aus diesem grund gehen möchte.
den gedanken das sie zur belastung für dich werden könnte schwingt dabei von ihr eventuell auch mit.....redet offen!
ob sie nun geht oder bleibt-steckt euch kleine ziele und lock sie manchmal im kleinen rahmen aus der reserve, vielleicht sieht sie noch nicht die notwendigkeit gegen das problem anzugehen, sich eine therapie zu suchen etc..........
und lass es auch zu wenn sie mal scheitert....der weg ist das ziel!

14.01.2009 15:29 • #4


Hallo

im Moment habe ich das Gefühl ich kann den Gedanken meiner Frau nicht mehr entgegensetzen. Sie hat den Gedanken alle ringsum wollen Ihr mit jeder Bemerkung schaden und meinen Sie persönlich. Wenn ich sage unsere Tochter hat schlecht geschlafen, kommt von ihr dann muss ich eben ausziehen. Auf alles kommt immer eine ich bezogene negative Antwort. Kritik ist überhaupt nicht möglich und endet immer im streit. Ich weiß nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Inzwischen leidet unsere Tochter 2 sie will nicht zu Mamma. Und das löst Gedanken aus wie " Sie hasst mich " es natürlich schwierig wenn ein Kind nicht zu Mamma möchte aber es ist auch so das ihr verhalten die zwei mehr entzweit. FraGEN WIE WEN HAST dU MEHR LIEB verschärfen die Situation weil unsere Tochter inzwischen immer Papa sagt. Ich will Sie ja gar nicht ständig kritisieren aber im Moment gibt es nichts positives was sie akzeptiert. Ich sehe auch das sie sich schlecht fühlt wenn ich sie ständig damit konfrontiere was sie " Falsch macht". Aber wo liegt die Lösung? Alle leiden und keiner kann helfen. Ich selbst habe auch genug Fehler aber ich bin nicht nachtragend nach 5 Minuten ist wieder gut. Aber Sie kann Tagelang nachtragend sein. Das Problem Momentan ist, das leidet unter der Situation aber wir finden keinen weg den Kreislauf zu durchbrechen. Immer wieder kommen die Ängste und Minderwertigkeit Gefühle.

06.02.2009 12:29 • #5


Sokratessa
hallo Loewe,
ja das Problem ist, ein gesunder Mensch kann einfach nicht nachvollziehen, welches Karusell sich in uns abspielt, wir verstehn uns ja meist selbst nicht, weil alles so unlogisch ist.

Neben vielen anderen Dingen hab ich ein Wetterproblem, wir wohnen relativ nah an einem Fluss, ab einer bestimmten Hochwassermarke sickert dann bei uns Grundwasser in den Keller, inzwischen kann ich damit umgehn, aber noch vor ein paar Jahren war für mich das auch fast eine Scheidungsursache.
Mein Mann meinte, um mich zu beruhigen, mir sagen zu müssen: "ist doch nur ein bisschen sauberes Grundwasser, das keinen grösseren Schaden anrichtet", dieses "ist doch nur a Tröpferl Wasser" diese Verniedlichung hat mich echt fast in den Wahnsinn getrieben, dafür hab ich ihn manchmal richtig gehasst, mir gings so schlecht vor Angst und er hat mich meiner Meinung nach ausgelacht, verarscht.

Wenn die Angst überhand nimmt, kommst du mit Logik nicht an sie ran, übrigens ich selbst an mich auch nicht. Die meisten Leute behaupten von mir, ich sei ein sehr logisch denkender Mensch, ist wie weggeblasen, wenn ich aus welchen Gründen auch immer, Angst bekomme. Dann setzt einfach der Verstand aus und ich werd nur noch von meinem vegetativen Nervensystem regiert.

Ich kann dir jetzt nicht mal raten, nimm sie einfach nur in den Arm, denn das konnte ich damals auch nicht ertragen, wie gesagt, ich hab mir eingebildet er verarscht mich nur, manchmal gings sogar soweit, dass ich dachte, er genießt es, wenn es mir schlecht geht. So verrückt kann man durch Angst werden, leider

Völlig logisch, dass deine Tochter sich bei dir geborgener fühlt, mit 2 Jahren spürt sie die Schwäche ihrer Mutter und braucht doch selbst noch den perfekten Schutz.

Und ich denke, genau da setzt das Problem deiner Frau ein, vielleicht hat sie panische Angst als Mutter zu versagen, ihrer "Verantwortung" nicht gerecht werden zu können, deshalb will sie weg, wenn sie weg ist, kann sie nicht versagen und die gesamte Verantwortung auf dich abwälzen. Bin ziemlich sicher, das hängt mit ihrer Kindheit und ihrer Beziehung zu ihrer Mutter zusammen.

Da kann nur ein Profi helfen.

Wenn sie weg will, und du es beruflich irgendwie hinbekommst, lass sie weg, am besten in eine Klinik.

Nach deiner Beschreibung will sie sich nicht von dir trennen, sondern wie ein scheues Reh einfach nur flüchten, flüchten aus der Verantwortung, der sie sich nicht gewachsen fühlt. Der Streit mit dir, dient nur dazu, dir die Schuld für ihre Flucht in die Schuhe schieben zu können, damit sie sie nicht vor sich selbst verantworten muss.

Für Menschen mit wenig Selbstbewusstsein gibt es oft nur die Möglichkeit der Flucht und erst nach einer gewissen Zeit und einem gewissen Abstand fängt der Verstand wieder an zu funktionieren.

Mein Tipp: Sie muss zum Arzt und in eine Klinik, gute Adressen findest du hier im Forum, die Trennung tut Mutter und Tochter gut und weckt die Sehnsucht aufeinander.

Selbst wenn sie dich dafür momentan hassen sollte, es kommt der Tag, an dem sie versteht, dass du das Beste für euch alle getan hast.

Ich wünsch dir viel Kraft für die Zukunft, Tessa

06.02.2009 13:27 • #6




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