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Ich habe ein großes Problem und weiß mittlerweile keinen Ausweg mehr
Ich habe riesige Probleme wenn mich jemand (insbesondere männliche Personen) berührt. ich fühle ich mich entweder eingeengt oder habe das massive Gefühl mich wehren zu müssen.
ich suche nähe bin aber immer eiskalt damit es mir niemand anmerkt. Gefühle zeigen kann ich nicht und was liebe ist ist mir bis heute ein rätsel den ich habe scheinbar kein Zugriff auf die Welt in der man sich entspannen kann
dazu kommt das ich verdammt leicht reizbar bin und es häufiger vorkommt das menschen die mich nicht näher kennen, aufgrund meiner Charakterzüge und meiner Hobbys angst vor mir haben

und ich wollte fragen was ich zum einen gegen diesen penetranten Wunsch meiner Wut Luft zu lassen und gegen meine angst angefasst zu werden machen kann

03.03.2014 02:51 • 06.03.2014 #1


8 Antworten ↓


nostromo
Es ist leidvoll, sich nicht berühren lassen zu können. Ich verstehe das, weil ich es selbst kenne. Bei mir ist die Unnahbarkeit nicht mit Wut oder Aggression verbunden. Das stelle ich mir noch eine Nummer härter vor. "Ein autistisches Leben, ohne AutistIn zu sein." Den Satz habe ich in der vergangenen Woche gehört. Der trifft es vielleicht ganz gut. Wärst du so auf die Welt gekommen, würdest du nicht arg darunter leiden. Das tust du aber ... also ist es wahrscheinlich zugefügt ... wodurch könnte das geschehen sein ? Beantworte die Frage für dich selbst ... es kann sein, dass deine Erinnerung dafür nicht ausreicht ... In jedem Fall gut, dass du was dagegen tun möchtest. Viel Glück.

03.03.2014 04:31 • x 1 #2


ich kann dir die frage beantworten
ich wurde in meiner gesamten kindheit bis ich strafmündig wurde von meine vater geschlagen und meine mutter hat ihre sorgen im alk ertränkt

05.03.2014 20:40 • #3


nostromo
Zitat von Thysen:
ich kann dir die frage beantworten
ich wurde in meiner gesamten kindheit bis ich strafmündig wurde von meine vater geschlagen und meine mutter hat ihre sorgen im alk ertränkt


Zu wissen, dass es überhaupt Jemanden gibt, der verstehen kann, ist ein gewisser Trost und wer könnte es besser verstehen, als Personen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Deshalb halte ich was von Gruppentherapie und von gut organisierten Selbsthilfegruppen.

>>ich suche nähe bin aber immer eiskalt, damit es mir niemand anmerkt.

Kinder, die mit Vertrauenspersonen schlechte Erfahrungen machen, beginnen ein emotionales Doppelleben, das sie als Erwachsene nicht so leicht wieder ablegen können. Aber hoffnungslos ist das nicht. Auch dein Vertrauen kann gewonnen werden ... auch wenns nicht leicht sein wird und lange dauert. Dornröschens-Schlaf wärt 100 Jahre ... das ist zu lange ;) Grüße.

06.03.2014 00:50 • #4


Danke für die Antworten

06.03.2014 00:54 • #5


nostromo
Zitat von Thysen:
Danke für die Antworten


Danke auch ... Ich habe mich in meinem Leben schon oft geirrt ... kritisch sein schadet nicht :-)

06.03.2014 01:12 • #6


Zitat von Thysen:
ich kann dir die frage beantworten
ich wurde in meiner gesamten kindheit bis ich strafmündig wurde von meine vater geschlagen und meine mutter hat ihre sorgen im alk ertränkt


Das ist echt tragisch...
Mein Vater hatte leider auch mit dem Alk. angefangen, als ich Kind war und später war er mit dem Messer auf meine Mutter losgegangen, ich hatte solche Angst um sie..., war dazwischen gegangen...

06.03.2014 06:03 • #7


Zitat von nostromo:
Zitat von Thysen:
ich kann dir die frage beantworten
ich wurde in meiner gesamten kindheit bis ich strafmündig wurde von meine vater geschlagen und meine mutter hat ihre sorgen im alk ertränkt


Zu wissen, dass es überhaupt Jemanden gibt, der verstehen kann, ist ein gewisser Trost und wer könnte es besser verstehen, als Personen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Deshalb halte ich was von Gruppentherapie und von gut organisierten Selbsthilfegruppen.

>>ich suche nähe bin aber immer eiskalt, damit es mir niemand anmerkt.

Kinder, die mit Vertrauenspersonen schlechte Erfahrungen machen, beginnen ein emotionales Doppelleben, das sie als Erwachsene nicht so leicht wieder ablegen können. Aber hoffnungslos ist das nicht. Auch dein Vertrauen kann gewonnen werden ... auch wenns nicht leicht sein wird und lange dauert. Dornröschens-Schlaf wärt 100 Jahre ... das ist zu lange Grüße.


Als Hoffnungslos sehe ich das auch nicht. Dennoch ist es kein einfacher Weg, den man gehen muss, aber ein Weg, der sich lohnt... Und aus MISSTRAUEN wird VERTRAUEN...

06.03.2014 06:06 • #8


Nach dem, was ich grad gelesen hab über Deine Kindheit, ist es für Dich total ungewohnt berührt zu werden weil Dich als Kind nie jemand umarmt oder geherzt hat.

Bei mir ist es so dass ich Pickel kriege wenn mich jemand umarmt oder drücken will. Hände schütteln allein nervt mich schon fast.

Nur bei den Männern, mit denen ich eine feste Beziehung hatte war das möglich. Da war ich körperlich so hingebungsvoll und der Sex war schon fast eine Sucht. Ist es auch heute noch, aber ich mag das. Glaub dass ich mir da immer alles geholt habe und auch noch immer hole was mir sonst an Zuwendung gefehlt hat.

Wie Du mit Deinem Problem weiter kommst kann ich Dir nicht sagen, ich weiß nur dass es nicht einfach ist.
Aber noch ist nicht aller tage Ende. Du hast noch einen Weg vor Dir, und Du bist nicht allein. Hoffe Du findest eine Art für Dich selber Gefühle und auch körperliche Berührungen zu genießen und nicht als negativ zu empfinden.

06.03.2014 07:29 • #9





Dr. Reinhard Pichler