Hallo zusammen, ich weiß nicht, ob ich hier in der richtigen Kategorie bin.

Ich wollte einmal in die Runde fragen, ob jemand Erfahrungen damit hat, wenn die Firma zum BEM bzw. Wiedereingliederungsgespräch einlädt.
Zu mir : ich bin im 5. Monat krank geschrieben. Meine Diagnose ist eine generalisierte Angststörung, Panikattacken und Hypochondrie.

Den Rest gab mit dann die Firma, bei der ich 26 Jahre beschäftigt bin. Dank einer neuen Chefin ist nichts mehr wie es war. Anfangs lief alles gut. Aber es hat sich mit der Zeit herausgestellt, dass unsere Chefin alles weiter trägt uns mit Abmahnungen droht, wenn wir nicht zu Überstunden bereit sind. Na klar mach ich auch Überstunden, aber es geht nicht immer so, wie sie es gerne hätte. .Schlussendlich kam einiges zusammen, sodass ich mich krank schreiben lassen musste. Eine Kollegin ist mittlerweile auch aufgrund der Chefin im Krankenstand.

Naja, und gestern kam der o.g. Brief. Ich bin zurzeit gesundheitlich nicht in der Lage, dort wieder anzufangen. Das kann ich meinen Vorgesetzten natürlich nicht sagen.
Aber wie verhalte ich mich jetzt? Ich weiß, dass ich zu diesem Gespräch nicht gehen muss.

Aber was für Konsequenzen hätte das für mich. Hat jemand vielleicht Erfahrung damit?
Ach ja, einen Betriebsrat hat die Firma auch nicht, obwohl es eine große Firma ist. Aber es hat sich niemand mehr getraut, sich aufstellen zu lassen.
LG
Violetta

11.04.2019 10:55 • 11.04.2019 #1


4 Antworten ↓


timmae87
Hallo Violetta,

ich habe damit bereits Erfahrung gemacht. Ich war aufgrund Angststörung und depressiver Episode auch länger krank geschrieben. Mein damaliger Arbeitgeber hat Druck gemacht, das es so nicht weitergehe. Ich hab das dann mit der Wiedereingliederung in Angriff genommen, da mein Arbeitsvertrag wenige Monate später ausgelaufen ist und ich dem Arbeitgeber Argumente liefern wollte, diesen zu verlängern.

Mein Arzt hat einen Plan aufgestellt (2 Wochen 2h, 2 Wochen 4 h, 2 Wochen 6 h und 2 Wochen volle 8 h). Der Arbeitgeber hat diesem zugestimmt. Die 2 Wochen mit 2h habe geschafft, die 2 Wochen mit 4 h gingen auch noch grad so. Bei 6 h ist dann wieder alles über mir zusammengebrochen und ich musste abbrechen.

Wenige Tage später bekam ich mitgeteilt, das mein Arbeitsvertrag nicht verlängert wird. Das wirtschaftliche Risiko sei zu groß. Danach bin ich in ein noch tieferes Loch gefallen. Rückblickend war ich noch nicht soweit wieder zu arbeiten. Ich wollte einfach nur meinen Job behalten und habe deshalb die Wiedereingliederung versucht.

LG

timmae

11.04.2019 11:18 • #2


Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe vergessen, zu erwähnen; dass ich schon mal eine Wiedereingliederung hatte. 2017 war ich 12 Wochen in einer Tagesklinik. Danach kam von mir aus der Wunsch zur Wiedereingliederung. Jetzt liegt der Fall leider anders, da es nun so ist, dass ich aufgrund der jetzigen Arbeitsbedingungen dort im Moment nicht arbeiten kann. Mir geht es nicht gut genug, um das in Angriff zu nehmen. Darum weiß ich nicht, was auf mich zukommt, wenn ich einer Wiedereingliederung nicht zustimme. Ich muss noch erwähnen; dass ich dieses Jahr 60 werde, somit würde es auch schwierig werden, mir einen neuen Job zu suchen.

11.04.2019 12:31 • #3


Schlaflose
Beim BEM läuft es so, dass bei dem Gespräch verschiedene Personen anwesend sein können, die du benennst z.B. jemand vom Personalrat, eine Person deines Vertrauens usw. Natürlich auch der BEM-Beauftragte deines Unternehmens. Es wird schriftlich festgehalten und von allen Beteiligten unterschrieben, welche Maßnahmen für wie lange durchgeführt werden und deine Chefin muss sich daran halten. Der BEM Beuaftragte wacht darüber. Bei uns wird das häufig in Anspruch genommen (im Öffentlichen Dienst). Für dich wäre es auch günstig, einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen. Wenn du mindestens 50GdB bekämst, kannst du früher in den Ruhestand ohne Abzüge. Aber auch ab ich glaube 30GdB kann man einen Gleichstellungsantrag stellen und genießt dann z.B. einen besonderrn Kündigungsschutz.

11.04.2019 16:20 • #4


Danke Schlaflose, 30 % habe ich, wäre toll, wenn man eine Gleichstellung bekommt. Ich dachte, das geht erst ab 40 %. Ich habe einen Verschlimmerungsantrag gestellt, wurde abgelehnt. Über den VDK habe ich Ei süruch erhoben. Ich bin gespannt. .und was du schreibst über ein BEM Gespräch. ..Ja das sind die Regeln. Die gelten in der Firma nicht. Die machen was sie wollen. Und da der Großteil der Belegschaft kuscht, ändert sich auch nichts.
Naja, meine Anwältin weiß Bescheid und hat auch sämtliche Mails, die unsere Chefin geschrieben hat. Da stehen Sachen drin, das glaubt man nicht. Wenn wir nicht genug Überstunden machen, will sie uNS eine Abmahnung geben. Wenn wenig zu tun ist, schickt sie uns nach Hause, und zieht ums die Stunden ab, alles unrechtmäßig. .Ich warte mal den Dienstag ab, was meine Anwältin zu all dem sagt

11.04.2019 16:35 • #5




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