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Zitat von Mariebelle:
Auch Beziehungen veraendern sich mit der Zeit,nichts ist statisch.
Man kann den Ist-Zustand nicht festhalten.
Das ist eine Illusion.

Ja!
Wobei es ja erstmal die Menschen die in einer Beziehung sind, die sich verändern. Und damit kann sich auch die Beziehung verändern: sie kann intensiver und inniger werden, aber auch problematischer und schlimmstenfalls auseinander brechen.

Und den Verdacht hatte ich hier, also Angst um die Beziehung weil ein Partner sich verändert (sogar attraktiver wird). Die Kontrolle über das Gewicht des Partners ist dann nur der Versuch, dass alles so bleibt wie es ist.

Aber natürlich geht es so nicht. Man kann und darf seinen Partner nicht kontrollieren.
Man muss aber auch keine Angst vor einer Veränderung des Partners haben - im Gegenteil.

Ich bin 30 Jahre mit meiner Freundin zusammen und entdecke trotzdem immer wieder etwas neues, irgendeine eine Veränderung an ihr. Eine neue Vorliebe (oder auch Abneigung), neue Interessen, Freunde aber auch Verhaltensweisen oder körperliches.
Und das ist schön, weil es die Beziehung am Leben erhält. Und das müssen noch nicht mal Sachen sein, die ich selbst gut finde.

Das Gefühl, dass da jemand ist der vollkommen unabhängig, selbstbestimmt und in manchen Teilen vollkommen anders als ich ist - aber trotzdem mich als Lebenspartner gewählt hat ist unbeschreiblich und stärkt die Beziehung. Und das geht nur, wenn man den anderen so sein lässt wie er ist.

Ich weiss nicht, ob das bei @Gennevilliers der Fall ist, also die Angst vor Veränderung. Aber wenn, hätte ich gerne versucht ihn die zu nehmen.

Ich sehe das aehnlich.
Neue Interessen kommen,alte Interessen koennen wiederbelebt werden....

Man muss dem Partner/in seine Freiheiten lassen.

Ich gucke ungern Sport in der Glotze,er kann das gerne machen,aber da muss ich ja nicht dabei sein.

Evtl hilft das dem TE zu neuen Einsichten und zu einem entspannteren Beziehungsleben

A


Kontrollzwang der Ehefrau gegenüber

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Vielen Dank an die Leute, die wirklich auf das Thema eingehen um Ansätze und mögliche Ursachen zu nennen, das bedeutet mir schon sehr viel. Natürlich tappe ich mit diesem üblen Thema in viele offene Wunden, da bin ich mir um die Reaktionen natürlich bewusst und akzeptiere diese. Dass das ganze Verhalten absolut unfair, böse und traurig ist, weiß ich und ich bin mir auch bewusst, diese wunderbare Frau ganz und gar nicht verdient zu haben. Dennoch, auch wenn viele etwas andere behaupten, liebe ich sie von ganzen Herzen. Das ist ja das schlimme: ich weiß, ich habe ein Problem und sie musste es die Zeit über ausbaden, weil ich krank bin. Das ist ein Gefühl, das mich komplett zerreißt. Das soll keine Entschuldigung oder sowas sein, ich versuche nur zu erklären, was in mir vorgeht.
Sie ist meine traumfrau und ich werde nie wieder jemanden so lieben können. Das ist Fakt.
Und trotzdem misstraue ich ihr in diesem nervigen Thema ständig, bekomme regelrechte Wut, wenn sie vorschlägt, sich eine Pommes zu kaufen, da ich dann immer denke, sie verliert den Weitblick der gesunden Ernährung und nimmt wieder unkontrolliert zu.

Der Ansatz der Angst vor Veränderung ist vielleicht ein echt guter. Ich bin denjenigen sehr dankbar, die sich wirklich damit auseinandersetzen hier.
Es ist aber merkwürdig, da ich sie ja mit weitaus mehr kg kennengelernt habe und damals spielte das keine Rolle, im Gegenteil, ihre Kurven sind/waren toll, auch mit mehr damals.
Dass ich jetzt so eine Angst habe, da sie jetzt vielleicht 5 kg zugenommen hat, versuche ich ich zu ergründen. Ich kenne ja die Veränderungen in der Hinsicht. Möglicj ist natürlich auch die Kontrolle. Ich bin allgemein jemand, der ungern Kontrolle abgibt und wenn ich sehe, dass sie zunimmt, ihr Körper sich verändert und sie das überhaupt nicht stört, dreht mein Hirn wieder hohl. Bisher konnte ich mir keinen Reim draus machen, jedoch ist es übergriffig und böse. Das Gefühl, nicht mehr „Herr“ über ihren schlanken Körper zu sein, sondern hier und da Polster zu sehen, ist seltsam. Beängstigend, ich kann es nur schlecht erklären, ich will nur, dass ich aus diesem Kreisel herausfinde, ich möchte diese Frau nie verlieren.

Was verbindest du mit Frauen, die etwas mehr haben? Erinnert dich das an eine Frau, mit der du schlechte Erfahrungen hast, deine Mutter oder Lehrerin oder?

Und stört es dich selbst, also die Optik? Fängst du doch an dich zu ekeln? Oder hängt das mit anderen zusammen? Also hast du Bedenken, wie andere Menschen sie dann wahrnehmen und sie beurteilen? Schämst du dich dann für sie und willst dich nicht mehr mit ihr zeigen?

Mit welchen Einstellungen bist du denn aufgewachsen? Also haben sich deine Eltern oder Freunde über andere lustig gemacht oder wurdest du bezüglich des Essens immer wieder ermahnt oder bestraft?....
Hat Essen für dich eine bestimmte Assoziation?

Zitat von hereingeschneit:
Was verbindest du mit Frauen, die etwas mehr haben? Erinnert dich das an eine Frau, mit der du schlechte Erfahrungen hast, deine Mutter oder Lehrerin ...

Nichts dergleichen. Ich würde mich auch niemals für sie schämen, es war mir völlig Wurst damals und mir ist das ohnehin egal, was andere denken von uns. Im Gegenteil, ich bin gerne mit ihr öffentlich unterwegs, da sie wunderschön ist. Damals hatte sie ja wirklich Übergewicht, nicht böse gemeint aber faktisch, und ich habe mich nie auch nur eine Sekunde geschämt, es ist ja immerhin meine Frau. Das war nie das Problem. Nur damals habe ich das auch nie wahrgenommen mit dem Gewicht.

Und ich bin ja auch an Lösungen interessiert, ich möchte das ja in den Griff bekommen.

Sorry, ich habe vom letzten Post nur die Hälfte gesehen irgendwie.
Essen war für mich eigentlich immer nur ein Mittel zum Zweck, ich esse, um satt zu werden. Für sie steht Essen dagegen relativ weit oben, da sie eine Genießerin ist und auf Süßigkeiten abfährt. In ihrer Familie sind die meisten übergewichtig, in meiner dagegen alle sehr schlank und gesund. Das ist ein unterschied, die Grundeinstellung unterscheidet sich da sehr.

@Princess-Luna schäm dich für deinen Kommentar, er weiß das es falsch ist und ekelt sich selber am und sucht Hilfe, du gibt's ihm das Gefühl das es keine Hilfe gibt was sicherlich nicht stimmt. Er ist ein Mensch mit Problemen so wie jeder hier und ist so verzweifelt das er so etwas schamvolles hier teilt um Hilfe zu erhalten, was eben beweist das er sie wirklich liebt und etwas ändern will.

@Princess-Luna und wer bist du zu beurteilen wie hoch die Chance eines Rückfalles ist? Bist du sein Therapeut? Hast du ihn als schwer therapierbar eingestuft anhand von ein paar hundert Worten?

Ich nehme es niemandem übel, der in mir einen widerwärtigen übergriffigen Kontrollfreak sieht. Wenn ich mir mein geschriebenes durchlese, muss ich selber schlucken. Ich möchte so nicht mehr sein, ich möchte eine gesunde glückliche Ehe. Es wird für alles eine Lösung geben und ich bin zu allem bereit. Ich habe das riesige Glück, die wohl geduldigste, einfühlsamste und loyalste Frau an meiner Seite zu haben, denn eine andere wäre schon längst über alle Berge.

Hallo @Gennevilliers,
leider kann ich dir zu deinem wirklich großen Problem nichts wirklich hilfreiches sagen.
Ich denke dass du dich sehr ,sehr intensiv und ! professionell ! begleitet damit auseinandersetzen musst.
Und das es harte Arbeit wird.
Und es wird lange dauern.
Ich weiß nicht was für eine Therapieform du im Moment gewählt hast - hier solltest du dir unbedingt jemanden suchen / haben der sich auf diese Form (Zwangsstörung?) der psychischen Erkrankung spezialisiert hat.
Vielleicht wäre sogar ein Klinikaufenhalt angebracht.
Du scheinst ja sehr unter deinen Zwängen zu leiden und deine Beziehung leidet natürlich auch.


Im meinem Bekanntenkreis gab es mal einen Mann der seine Frau plötzlich nach 40 Ehejahren extrem kontrollierte und sich in eine Art Eifersuchtswahn hineinsteigerte.

Übel und auch völlig belastend - aber eben auch eine Zwangstörung, die man dem Mann nicht zum Vorwurf machen konnte.

Ebenso wenig wie man hier den leidgeplagten Hypochondern, Ängstlern und Depressiven ihre Erkrankung zum Vorwurf machen kann und sollte.

Und eben dir auch nicht.

Der Ton in dem du hier z.T. angegangen wirst ist erstaunlich und peinlich.
Und du musst m.E. auch nicht mit Versicherungen, wie sehr du deine Frau liebst und wie sehr du leidest, darauf reagieren.
Keiner muss sich in einem solchen Forum für seine Macken entschuldigen!

Klar gibt es psychische Störungen die den Rahmen eines solchen Formats hier sprengen und zwangsläufig zu Aufruhr führen müssen.

Aber das hat nichts mit dir und deiner Erkrankung zu tun.

Ich bin aus beruflichen Gründen in einem Forum für autistische Menschen untwerwegs.
Und ich mus sagen dass dort der Schutz der TN viel ernster genommen wird als hier.

Dort würden solche Beschimpfungen (wie hier geschehen) nicht zugelassen.

Finde ich gut und beruhigend zu wissen.

Alles Gute wünsche ich Dir!

Möglicherweise geht es auch nicht darum, dass sich deine Frau verändert. Es geht vielleicht nur darum, dass sie anders ist als du. Sie legt einen anderen Maßstab ans Essen und das stört dich?
Beherrsche dich und deine Gedanken, öffne dich, mach ihr Komplimente und gehe mit ihr öfter essen, wo sie dann essen darf, was und soviel sie will. Gönne ihr den Genuss am Essen und am Leben, denn sie ist dein Schatz. Ansonsten geht die Beziehung zu Bruch.

Vielen Dank für die netten Antworten! Ich werde mir das zu Herzen nehmen, da ich die Beziehung auf jeden Fall retten möchte.
Ich bin zur Zeit in einer Verhaltenstherapie, habe diese Zustände aber erst in der letzten Sitzung angesprochen, da ich es nicht mehr ausgehalten habe und gemerkt habe, dass ich da Hilfe brauche.
Ich weiß nur nicht, wie ich im Alltag damit umgehen kann? es ist ja nicht schlecht, auf gesunde Ernährung zu achten, das machen ja viele Leute unabhängig davon, ob sie krank sind. Ich habe es nur total übertrieben und habe jede böse Nudel abgewogen etc.
Ich gehe gerne mit ihr essen, ich mag das auch die gemeinsame Zeit zu 2. ich muss irgendwie die Waage halten, nicht in die beiden Extreme abdriften, da sie mir auch mal erklärt hat, sie hatte auch schon immer ein Problem mit dem ess Verhältnis. Entweder isst sie über die Maßen oder nur sehr sehr wenig.
Meint ihr, ich solle sie dann einfach machen lassen? Einfach nichts mehr dazu sagen? Ich bin verzweifelt und frag mich, was der richtige Weg ist, damit sie glücklich ist. Aber mit anschauen, wie sie vom einen extrem ins nächste geht, ist auch nicht gerade sooo super, auch wenn es ihr eigener Körper und ihre eigene Entscheidung ist. Sie ist mir eben das wichtigste auf der Welt.
Es hat mich wohl gestört ja, dass Essen für sie einen anderen Stellenwert hat, da ich (wieder total böse) ihre Eltern vor mir als negativ Beispiel sehe. Beide stark übergewichtig, an diversen Folge Erkrankungen erkrankt und sich um keine Ausrede zu schade, warum nichts geändert wird. Und ich rede da nicht von 5-10 Lg zu viel, sondern im gesundheitsgefährdenden Bereich. Das macht mir einfach Sorgen. Gehört das auch zum Zwang?

Zitat von Gennevilliers:
Meint ihr, ich solle sie dann einfach machen lassen? Einfach nichts mehr dazu sagen?

Das musst du. Sie ist ein eigenständiger Mensch mit eigener Handlungsfreiheit. Du kannst sie nicht beim essen bevormunden, denn das würde in ihr Schuldgefühle auslösen und ihre Lebensqualität verringern. Wenn sie selbst mit sich nicht zufrieden ist, dann kannst du ihr vorsichtig dabei helfen, ohne dass das erzieherisch wirkt. Mach ihr doch mal ein tolles gesundes Gericht! Sie muss sich dabei zufrieden und frei fühlen. Hat sie Freude an Bewegung? Wenn die Liebe leidet, weil du sie nicht mehr attraktiv findest, dann könnt ihr darüber sprechen, aber das ist offenbar nicht der Fall.

@Ferrum danke dir.
Also die Liebe leidet nicht, wir lieben uns, jedoch merke ich, wie dieses Thema noch zwischen uns steht und mal mehr, mal weniger zum Vorschein kommt. Sie ist seit der Ernährungsumstellung damals zufrieden damit, dass wir abends wenig Kohlenhydrate essen, einfach auch, da sie sagt, sie schläft besser. Da sind wir uns grundsätzlich einig. Was sie mir ankreidet ist dieses krampfhafte, dass eben ja keine Kartoffel oder keine Nudel mit ins Gericht kommt, da böse. Sie ist bei uns auch eher diejenige die kocht, schickt mir Vorschläge für low-carb Rezepte etc. Sie will normal-bewusst essen, doch mein Kopf misstraut ihr total, denkt, für sie ist normal = Unmengen ungesundes rein stopfen.
Ein Mittelweg wäre da echt super, ich bin ja auch offen dafür, das ganze anzugehen und vor allem auch mittags spricht ja nichts gegen Nudeln etc.
Sie ist eher ein Sportmuffel, allerdings haben wir uns jetzt fürs Fitnessstudio im Ort angemeldet und gehen da 2 mal die Woche hin. Ich hoffe, sie hält es auch durch aber sie sieht ihre Mutter vor sich und ich denke, sie möchte nicht so werden.
Wir bzw. Ich versuche sie zum regelmäßigen Sport zu animieren und fragen ich gleichzeitig, ob das auch schon übergriffig ist?

Ich muss halt auch überlegen, wie ich so Situationen zukünftig meistere, wie vorhin zb: sie stand vorm Spiegel und meinte, dass sie ja je nach Licht ein sixpack habe. Sie hatte den Ansatz vor ein paar Monaten, jetzt aber nicht mehr, da sie ja wieder zugenommen hat. Was sage ich da? Ich kann ja nicht sagen „oh ja, jeden einzelnen Muskel sieht man“ aber auch nicht „du hast kein sixpack du hast wieder nen Bauch“
Ich kann ja da nur verlieren in so Momenten. Lügen find ich auch nicht gut. Sie hat da manchmal auch eine verzerrte Wahrnehmung. Wie ich auch.

@Gennevilliers Sie hat dich überhaupt nicht um deine Meinung gebeten. Wieso willst du sie ihr aufdrücken. Darüber hinaus könntest du auch etwas liebes sagen, wie zB: Ich finde dich schön!
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Hast du vielleicht Angst, dass andere Männer sie auch schön finden und sie dich verlässt, sie dir entgleitet?
Vielleicht wäre es gut, später, dass sie mit geht zur Therapie um herauszufinden um was es eigentlich geht. Zwangsgedanken los zu werden ist nicht so einfach.

@TheFunnyOne doch, indirekt schon. Sie möchte ja eine Reaktion von mir, wenn sie sich vorm Spiegel zeigt und sich mir präsentiert. Ich sage ihr jedes Mal, dass sie die schönste Frau der Welt ist. Wirklich. Ist sie ja auch. Egal wie viel sie wiegt, normal ist das Nebensache, nur für meinen kranken Kopf nicht.

Ich habe eigentlich keine Angst, dass sie mich verlässt, ich habe Vertrauen zu ihr, sonst hätte sie mich nicht geheiratet. Wir reden über Familienplanung und Haus Planung etc. Es ist eigentlich alles angerichtet; eigentlich.

Ich frage mich nur, wie soll ich mich verhalten? Ich merke diesen „Zwang“ in mir hochkommen, ich habe jetzt heute drauf geachtet und es ist einfach oft so, wenn ich ihre Figur und ihre neuen Kurven ansehe. Das ist ein Gefühl des fremdseins, Angst, Wut, als ob ich dem Ganzen nicht gewachsen bin oder ihr unterlegen bin dadurch, dass sie fülliger wird (?) Ich kann es mich nicht richtig erklären. Ich habe aber meine Gedanken versucht zu kontrollieren und habe mit Logik und rationalem Denken versucht dagegen z halten, da sie wie gesagt, sehr sehr hübsch ist.

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