App im Playstore
Pfeil rechts
35

Islandfan
Wichtig ist noch zu erwähnen, dass man egal ob 3/5 oder 4/4 die gleichen Steuervorteile als Verheiratete hat. Bei 4/4 tritt man mehr in Vorleistung durch höhere Abgaben, bekommt aber bei der Einkommenssteuer am Ende mehr zurück, während der in 3 bei 3/5 jeden Monat sofort mehr bekommt, dann aber oft nachzahlen muss.
So, wollte das Thema nicht crashen, aber ich finde es wichtig, dass Menschen, die eh schon weniger verdienen, nicht auch noch durch die Steuerklasse weniger von ihrem Gehalt haben.

#41


BergziegeOnFire
@Islandfan

Danke für deinen Hinweis
Ich habe eine Freundin, die sich von ihrem Mann getrennt hat und sie hat es vorher geahnt…
Daher hat sie letztes Jahr ihre Steuerklasse von 5 auf 4 ändern lassen und ihr „bald Ex-Mann“ auch von 3 auf vier.
Sie haben 2 Erwachsene Kinder und ein gemeinsames Haus und hier sind sie sich nicht einig wer auszieht, deshalb wohnen die beiden noch Zusammen…
Ich bin glücklich in meiner Ehe, eine Garantie gibt es für nichts.
Da ich eigentlich ein positiver Mensch bin, glaube ich einfach an das Gute 🍀
und wenn es dann anders kommt, kann ich es nicht ändern.
Wir haben übrigens ein gemeinsames Konto.

x 2 #42


A


GdB Erstantrag Erfahrungen

x 3


Islandfan
Im Endeffekt bekommt man mit 4/4 als Steuerklasse nicht weniger, nur geht man mehr in "Vorkasse", weil die Abzüge jeden Monat höher sind, aber man bekommt viel zurück am Ende. Bei 3/5 hat der mit 3 jeden Monat viel mehr. Ich finde das ungerecht, denn der, der sowieso weniger verdient, hat mehr Abzüge. Und das wirkt sich auch auf das Krankengeld oder ALG1 aus, auch wenn es vom Brutto berechnet wird, so zählt das Netto auch. Warum sollte man als der, der weniger verdient, auf mehr verzichten?
Ich kenne einige Paare, die wegen der Gerechtigkeit auf 4/4 sind, so war es bei uns halt auch.

Zitat von BergziegeOnFire:
Da ich eigentlich ein positiver Mensch bin, glaube ich einfach an das Gute
und wenn es dann anders kommt, kann ich es nicht ändern.

Man hat leider keine Garantie und man muss sich selbst absichern, das ist das wichtigste, was man immer im Hinterkopf behalten muss.

Zitat von BergziegeOnFire:
Wir haben übrigens ein gemeinsames Konto.

Wir hatten ein gemeinsames, aber jeder noch sein eigenes. Ich war froh, dass ich nach der Trennung als einzige Zugang zu meinem Konto hatte.
In meiner nächsten Partnerschaft würde ich das auch weiter strikt trennen.

x 2 #43


Violetta
Die Steuerklassen ändern sich doch automatisch bei einer Scheidung, oder? Wie gesagt wir haben ein gemeinsames Konto. Also profitier ich sowieso auch von der Steuerklasse meines Mannes

x 1 #44


Islandfan
Zitat von Violetta:
Die Steuerklassen ändern sich doch automatisch bei einer Scheidung, oder? Wie gesagt wir haben ein gemeinsames Konto. Also profitier ich sowieso auch von der Steuerklasse meines Mannes

Ja, auch da hatte ich mit 4 Glück, denn ich hatte es verpennt dem Finanzamt zu melden. Die Frau meinte, dass ich keine Nachzahlung bekäme, da ich in 4 wäre, wäre ich in 5 gewesen, hätte ich eine hohe Nachzahlung gehabt. 4 ist genauso wie 1, aber wenn man verheiratet ist, bekommt man bei der gemeinsamen Einkommenssteuer Rückzahlungen.

#45


BergziegeOnFire
@Violetta

Ja, genau.

So ist das bei uns auch.

#46


Islandfan
Zitat von Violetta:
Also profitier ich sowieso auch von der Steuerklasse meines Mannes

Bei der Scheidung stehst du damit aber definitiv schlechter dar und das würde ich verhindern. Es macht schon Sinn, dass es ab 2030 wohl nur noch 4/4 geben wird.

#47


R
Auf das Materielle schauen ist ja wichtig in der Gesellschaft, aber diese Rechnerei in der Beziehung, in der Ehe schlägt sich letztendlich über die Seele auf das Gemüt. Wenn ich nur noch auf den finanziellen Vorteil gucke, kann es passieren, dass die seelischen Empfindungen den Bach heruntergehen und dann gibt es wieder Symptome. Ich würde die Beziehung zu meiner Partnerin nicht über den steuerlichen Vorteil einordnen, sondern über den zwischenmenschlichen Umgang im Alltag. Mehr oder weniger Geld hat auf diese Empfindungen kaum einen Einfluss. Ganz nach dem Motto: Ich bin in einer Ehe, weil das rechnet sich besser.

x 2 #48


BergziegeOnFire
@realo
Du sprichst mir aus der Seele
Danke, ich habe meinen Partner aus Liebe und Vertrauen geheiratet.

Zu viel Reichtum und Besitz belastet nur. Wenn ich jetzt alles zerdenke und am Besten noch nachträglich einen Ehevertrag aufsetzen würde, entferne ich mich von meinen Werten und Vorstellungen…
Ich bin zufrieden und welche Steuerklasse oder Status ich oder mein Mann haben, ist mir „Wurst“.

Es gibt hier schöne Zitate von Louise Hay über Finanzen und Geldfluss 💸
Zum Beispiel:
„Ich segne meine Rechnungen mit Liebe und bezahle sie freudig.“ (Aus ihrer Philosophie der Dankbarkeit und des Vertrauens in den Geldfluss).
Louise Hay (amerikanische Autorin) hatte die Einstellung, dass das Geld zum Schluss dort landet, wo es gebraucht wird.

x 1 #49


Islandfan
Eine Ehe ändert ja nichts an der Liebe, man liebt die Person genauso wie vorher, aber sie ändert halt was an bestimmten Sachen. Ich glaube, dass kaum einer nur aus Vernunft heiratet. Aus eigener Erfahrung würde ich aber immer empfehlen, auch realistisch zu sein und sich selbst abzusichern, ein Ehevertrag ist da nicht das verkehrteste. Das ist nicht unromantisch, sondern sinnvoll. Man geht gemeinsam durchs Leben, aber das kann sich ändern. Manchmal geht man bis ans Lebensende den gleichen Weg und entwickelt sich gemeinsam weiter, manchmal eben nicht. Das kann niemand vorhersagen.
Mir ist Geld und Status bei einem Mann egal, weil ich selbst für meine Finanzen verantwortlich bin. Man ist halt nicht wirklich frei, wenn man finanziell abhängig ist, das habe ich ja selbst erfahren. Und damit ist man abhängig.
Meine damalige Schwiegermutter zb wollte nicht mehr heiraten, ihr Mann bestand dann darauf, er war um einiges älter und wollte, dass sie von seiner Rente profitiert und so kam es dann auch, dass sie nach seinem Tod ausgesorgt hatte.
Ehe aus Liebe ist es ja trotzdem.

#50


Violetta
@realo
Ich danke dir für deine Worte. Genauso denke ich auch.

x 1 #51


Islandfan
Zitat von realo:
Ich würde die Beziehung zu meiner Partnerin nicht über den steuerlichen Vorteil einordnen, sondern über den zwischenmenschlichen Umgang im Alltag. Mehr oder weniger Geld hat auf diese Empfindungen kaum einen Einfluss. Ganz nach dem Motto: Ich bin in einer Ehe, weil das rechnet sich besser.

Leute, die heiraten, tun es aus Liebe und nehmen gleichzeitig auch die steuerlichen Vorteile, Rentenansprüche, etc mit. Im Endeffekt ist die Ehe heute sowieso eher überholt, Paare können zusammen genauso leben wie in einer Ehe nur dass es nicht amtlich ist. Früher war das anders.
Wenn man die Finanzen trennt, dann liebt man doch den Partner nicht weniger. Deswegen verstehe ich die Empörung nicht. Im Endeffekt könnte man sogar nach der Theorie das ganze umdrehen und sagen, dass erst wenn die Finanzen getrennt sind, man wirklich nur aus Liebe zusammen ist und nicht aus finanzieller Abhängigkeit.

#52


BergziegeOnFire
Zitat von Violetta:
@realo Ich danke dir für deine Worte. Genauso denke ich auch.

🫶🏼
Ich bin trotz der Steuerklasse 5 nicht finanziell abhängig von meinem Mann.
Deswegen ist alles ok.

@Islandfan
Leben und Leben lassen.
Und wenn man nur Hausfrau und Mutter wäre, muss doch jeder selber wissen.
Die Verantwortung trägt der- oder die jenige selber.

Die „was wäre wenn und Steuerszenarien“ in Deutschland kennen wohl 90% der Menschen im Forum hier.

#53


Violetta
Zitat von BergziegeOnFire:
Und wenn man nur Hausfrau und Mutter wäre, muss doch jeder selber wissen.

Auch als "nur" Hausfrau, wobei das nur eigentlich nicht passt, hat man genug zu tun. Ich habe 8 Jahre gar nicht gearbeitet, weil ich für meine 2 Kinder da sein wollte. Natürlich gibt es Situationen, wo man trotz Kinder als Frau arbeiten muss, wel ein Verdienst einfach nicht reicht. Ich habeAls dann, als die Kinder alt genug waren, wieder angefangen zu arbeiten. Jeder muss für sich entscheiden, ob man die Berufstätigkeit für die Kinder unterbricht oder nicht.

x 1 #54


BergziegeOnFire
@Violetta
genau, deswegen habe ich das so geschrieben
Mit Familie und Kindererziehung hat man schon viel zu tun.
Das ist eine ehrenwerte und anstrengende Aufgabe.
Ich habe bis 2024 meine Mutter betreut und habe daher weniger Stunden gearbeitet, damit ich das hingekriegen konnte.
In Holland gibt es eine monatliche Vergütung für Hausfrauen.
Als Anerkennung finde ich das gut.

#55


A


x 4





App im Playstore