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11

S
Moin,
Ich bin diese Woche 6 Wochen krank geschrieben, habe bis jetzt zum Krankengeld noch nichts gehört. Als ich keine 4 Wochen krank geschrieben war bekam ich aber von der Techniker KK einen Schrieb das sie den MD hinzuziehen können und wenn ich weiter krank geschrieben bin sie sich um eine Gutachterliche Stellungnahme kümmern.
Ich habe täglich Kopfweh, teils so richtige Stiche die aber zum Glück dann nur kurz andauern. Ich bin nicht belastbar, bin also sehr schnell kaputt und könnte eigentlich den ganzen Tag liegen. Ich bin sehr vergesslich und sehr unkonzentriert. Autofahren zb strengt mich extrem an, hab es auch leider vor ein paar Tagen kaputt gefahren:(Herzrasen hab ich auch ab und zu, sowie einfach ein piepen im Ohr.
Ich fange manchmal an zu heulen und bin auch öfter einfach traurig.
Der Arzt weiß bis jetzt nicht was ich hab, war beim MRT, da war alles ok, langzeit ekg ebenfalls ok.
Hab wohl Vitamin d und b12 Mangel, ich nehme nun seit einer Woche etwas dagegen und muss nächste Woche hin zum Blut abnehmen. Eine Besserung merke ich nicht bis jetzt. Meine Diagnose lautet zur Zeit Neurasthenie. Bei Google steht dazu Nervenschwäche.
Ich hab auf das Schreiben der KK dort angerufen und denen gesagt was ich alles hab und wie es mir geht, das ich zum MRT muss und das noch keiner weiß was ich hab.
Ich hab nun Angst das ich kein Krankengeld bekomme weil die sich vielleicht denken das ich eben arbeiten kann mit den Sachen. ( bin pflegeassistentin im ambulanten Pflegedienst)
Bis jetzt hab ich zum Krankengeld von der KK noch nichts gehört.
Ich fühlte mich durch dieses Schreiben von denen sehr unter Druck gesetzt was mir gar nicht gut tut.

Hatte vielleicht jemand von euch schon mal solche Symptome die ich beschrieben habe?
Oder Ähnliches?
Ich würde so gerne wissen was mit mir nicht stimmt

16.04.2024 12:24 • 24.04.2024 #1


32 Antworten ↓


KenTucky
Solange ein Arzt dich krank geschrieben hat, bist du auch krank. Daran gibt es nichts zu rütteln. Da mache dir mal keine Sorgen, dass du kein Krankengeld bekommen könntest.

Wie äußert sich Neurasthenie?
In erster Linie klagen die Betroffenen über Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, allgemeine Schwäche, Magen-Darm-Probleme, Schwindel, Sexualstörungen, depressive Verstimmung, Atembeschwerden und Kreuzschmerzen.

Vielleicht auch einfach Erschöpfung? Ausgelaugt? Bei deiner Tätigkeit ja schnell mal möglich.

16.04.2024 12:34 • #2


A


Druck von der Krankenkasse

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S
Ich hab das Wort noch nie vorher gehört… die Ärztin hat davon auch nix gesagt sondern ich hab selbst nachgesehen..
ja abends hab ich Probleme mit dem einschlafen, tagsüber könnte ich ganz gut Schlafen….
Ich hab auch für nix mehr Antrieb, ich muss zwar weil ich Familie hab (2 Kinder) aber wenn’s nach mir geht würde ich nicht mal mehr einkaufen gehen im Moment.. auch weil ich mich unter Menschen im Moment nicht wohl fühle… kann ich schwer beschreiben.
Am liebsten wäre ich nur zu Hause.

16.04.2024 12:38 • #3


D
@Sonne90
Sobald Krankengeld zu leisten wäre, wird immer der MD zurande gezogen. Übrigens auch wenn es um Bewilligung anderer Art geht, die die Krankenkasse zu leisten hätte. Das man Dir das mitteilt hat natürlich Gründe, zum einen besteht eine Mitteilungspflicht und zum anderen, ist eine Verunsicherung des Leistungsempfängers ja nicht unerwünscht. Vielleicht könnte man ja jemanden „ertappen“ der nur simuliert. Was ich hier aber garnicht andeuten will, dass es bei Dir so wäre, sondern das es eben gängige Praxis ist.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Du eine Zahlung nicht bekommst, wenn Du weiter Krankgeschrieben bist und die Vorgaben für eine Zahlung nicht „verschluderst“.
Was bei einer längerfristig prognostizierten Erkrankung dann aber sicher ins Haus steht, wäre, dass die Krankenkasse Dich auffordert einen Rehaantrag bei der DRV zu stellen, oder selbst eine Reha auf Kosten der Krankenkasse anzuordnen, sofern eine Rehafähigkeit attestiert würde.

Wichtig ist aber, solche Briefe nicht einfach zu ignorieren, aber eben auch nicht gleich Panik zu bekommen, weil es eben die übliche Vorgehensweise der Krankenkassen ist, denn Die will Dich natürlich wieder arbeitsfähig sehen, in absehbarer Zeit. Und das der Erkrankte das auch will, erwartet sie halt auch von ihm. Wie bei allem im Leben, werden Erwartungen aber nicht immer erfüllt. Daher hilft es am besten, erstmal Ruhe zu bewahren und mit dem behandelnden Arzt darüber sprechen und klären ob er einem diesbezüglich Rückhalt geben wird.

16.04.2024 12:58 • #4


Zwergeule
@Sonne90
Krankenkassen verschicken gerne maschinelle Vordrucke, die dem Betroffenen das Gefühl geben bedroht zu werden. Kenne ich auch von Ämtern. Lass dich nicht einschüchtern, schreibt der Arzt dich krank ist das erst einmal so. Wichtig ist aber, dass es 1. lückenlos ist und 2. dass du kooperierst oder vielleicht sogar selbst anbietest zum Beispiel eine Reha zu beantragen.
Einfach mal so kein Krankengeld zahlen geht nur, wenn du deine Mitwirkungspflichten nicht erfüllt. Auch wenn du denkst die sitzen am längeren Hebel. Auch die KK hat sich an Gesetze zu halten

16.04.2024 13:09 • #5


Schlaflose
Zitat von Sonne90:
Ich bin diese Woche 6 Wochen krank geschrieben, habe bis jetzt zum Krankengeld noch nichts gehört. Als ich keine 4 Wochen krank geschrieben war bekam ich aber von der Techniker KK einen Schrieb das sie den MD hinzuziehen können und wenn ich weiter krank geschrieben bin sie sich um eine Gutachterliche Stellungnahme kümmern.

Das verstehe ich nicht. Normalerweise bekommt man ja für die ersten 6 Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Solange mischt sich die Krankenkasse nicht ein. Das Krankengeld bekommt man erst ab der 7. Woche der Krankschreibung. Und dann dauert es noch ein paar Wochen, bis sie sich regen und einem mit MD drohen oder verlangen, dass man eine Reha macht o.ä.

16.04.2024 15:54 • #6


N
@Sonne90 Ich habe ebenfalls unter anderem die Diagnose Neurasthenie. Auch ich bin nach jahrelangem Stress nun seit Monaten nicht mehr belastbar, könnte ebenfalls den ganzen Tag lang liegen, hab öfters herzstolpern, ebenfalls einen Tinnitus und dazu schwere orthostatische Probleme. Also wenn ich aufstehe oder mich zu schnell bewege, entsteht Druck in der Brust, Schwindel, Schwäche und sowas. Sehr unangenehm. Ärzte finden aber nichts.

Meine Krankenkasse ruft auch öfters mal an, da ich schon 7 Monate krank bin. Ich sag denen die Wahrheit und solange der Arzt mich krankschreibt, ist es denke ich problemlos. Würde die KK trotz Krankschreibung kein Krankengeld zahlen, müssten die ja erstmal beweisen, dass du arbeitsfähig bist. Und solange die das nicht können, sind sie in meinen Augen verpflichtet, Krankengeld zu zahlen. Setz dich da noch nicht unter Druck. Das wird bestimmt alles klappen.

16.04.2024 16:01 • x 1 #7


SilentRoG
1. Du musst schauen, dass du regelmäßig die Krankmeldungen lückenlos einholst.
2. Wenn die Krankenkasse irgendwelche Fragen am Telefon stellt bezüglich wann du meinst wieder arbeiten gehen zu können, freundlich aber bestimmend mitteilen, dass du keine Ahnung hast wie lange es dauern wird, du aber arbeitsunfähig geschrieben bist. Alle weiteren Informationsanfragen mögen sie dir gerne schriftlich zukommen lassen!
Warum? Weil die geschultes Personal haben, dass dich überraschen soll, ggf. zu Aussagen oder Zugeständnissen bringen soll.
Sogar Verbraucherschützer geben da mittlerweile „Meldungen“ raus.

Und MDK ist normal, weil die Krankenkasse keine Ahnung hat und die Kompetenz über den MDK einholt. DeinArzt schickt da dann Befunde hin
und die Details bleiben auch beim MDK. Die Krankenkasse bekommt nur was sie braucht, als gesagt passt auch nicht.
Am Telefon hingegen erfahren sie zu viel, was ggf. gegen dich verwendet werden kann. Wer bezahlt denn schon freiwillig?

16.04.2024 16:13 • x 1 #8


KenTucky
Zitat von Sonne90:
aber wenn’s nach mir geht würde ich nicht mal mehr einkaufen gehen im Moment.. auch weil ich mich unter Menschen im Moment nicht wohl fühle… kann ich schwer beschreiben.
Am liebsten wäre ich nur zu Hause.

scheint so, also ob du gerade eine Angststörung (soziale Phobie) entwickelst. Sozialer Rückzug.
Bei einer sozialen Angststörung fürchten sich die Betroffenen vor bestimmten Situationen oder Dingen und meiden diese deshalb. Furcht und Angst stehen in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung.
Das kann bis zu Panikattacken führen

16.04.2024 16:50 • #9


S
Zitat von KenTucky:
scheint so, also ob du gerade eine Angststörung (soziale Phobie) entwickelst. Sozialer Rückzug. Bei einer sozialen Angststörung fürchten sich die ...

Ich habe seit einer Weile das „Problem“ das ich Angst bekomme bei verschiedenen Kleinigkeiten… zb Würde ich am liebsten zu Hause jeden Stecker ziehen weil ich Angst hab es könnte brennen (kabelbrand oder sowas?!) …Spielzeug was Geräusche macht, da würde ich am liebsten die Batterien rausmachen weil ich auch da Angst hab es passiert was… oder bei zu lauter Musik bekomm ich auch Angst… das ist doch nicht normal?! Ich weiß nicht mal genau wie ich das Gefühl was ich dann ab und zu habe beschreiben soll… ich werde sowas von nervös, habe ein ganz unangenehmes Gefühl im Bauch….Total bekloppt…
habe das noch nie jemandem erzählt weil es sich doch echt bescheuert anhört

16.04.2024 17:04 • x 1 #10


KenTucky
Nein, ist nicht bekloppt oder verrückt, aber normal auch nicht.
Das ist ein Kontrollzwang.
Haben viele Menschen...einiger weniger stark, andere richtig schlimm.
Sprich das bei deinem nächsten Arzttermin unbedingt an. Langfristig solltest du zu einem Psychiater gehen, gerade wenn die Krankenkasse *Ärger macht* wegen Krankschreibung.

Kontrollzwang ist eine Zwangshandlung, bei der die betroffene Person wiederholt Kontrollen ausführt, die das Eintreten potentiell gefährlicher Situationen vermeiden sollen. So wird beispielsweise immer wieder überprüft, ob eine Tür verschlossen oder ein Herd ausgeschaltet wurde.

Menschen, die an einem Kontrollzwang leiden, haben ständig Angst, Katastrophen zu verschulden. Sie befürchten, durch Fahrlässigkeit einen Brand, eine Überschwemmung oder einen Einbruch verursacht zu haben. Andere haben den Gedanken, einen Menschen überfahren zu haben, ohne es zu merken.

Lies mal in dem Link
https://www.ocdland.com/blog/kontrollzwang

Deine Motivation zum Kontrollieren ist keine gewöhnliche Vorsicht, sondern Angst.
Die Beschäftigung mit Kontroll-Routinen ist belastend und zeitintensiv.
Du traust deiner Wahrnehmung nicht.
Dir ist bewusst, dass deine Sorgen und dein Verhalten eigentlich übertrieben sind.

16.04.2024 22:25 • #11


Butterfly-8539
Zitat von KenTucky:
Solange ein Arzt dich krank geschrieben hat, bist du auch krank. Daran gibt es nichts zu rütteln. Da mache dir mal keine Sorgen, dass du kein Krankengeld bekommen könntest. Wie äußert sich Neurasthenie? In erster Linie klagen die Betroffenen über Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, allgemeine ...

Das dachte ich vor Jahren auch, als mich ein Internist krank schrieb. Der Med. Dienst hatte wohl Röntgenaugen und behauptete bei der Kasse gegenteiliges. Er meinte ich seit ab der nächsten Woche wieder gesund. Der checkte gar nicht, wie schwer ich mit dem Atlas, HWS und BWS zu tun hatte. Totale Aussetzer der Durchblutung, Kreislaufstörungen, Schwindel..................
Bei mir ist es aber schon sehr lange her. Vielleicht ist es heute anders. Damals war ein heftiger Druck..................Schleppte mich auch wieder in die Arbeit, bis ich auf TZ gehen mußte. Ich schaffte es einfach nicht in VZ mit ca. 2 h einfacher Hinfahrt in die Arbeit.

16.04.2024 23:51 • #12


Schlaflose
Zitat von Sonne90:
Ich habe seit einer Weile das „Problem“ das ich Angst bekomme bei verschiedenen Kleinigkeiten… zb Würde ich am liebsten zu Hause jeden Stecker ziehen weil ich Angst hab es könnte brennen (kabelbrand oder sowas?!) …Spielzeug was Geräusche macht, da würde ich am liebsten die Batterien rausmachen weil ich ...

Aber was nützt dir dabei die Krankschreibung? Davon geht das nicht weg.

17.04.2024 08:44 • #13


KenTucky
Zitat von Schlaflose:
Aber was nützt dir dabei die Krankschreibung? Davon geht das nicht weg.

Es bedarf wohl erstmal einer genaueren Diagnostik, bis man sich Gedanken über Therapie und Behandlung machen kann.
Inzwischen ist zu der Neurasthenie anscheinend noch eine Angststörung und Kontrollzwang dazu gekommen.
Wenn ich das so richtig verstehe.

17.04.2024 09:52 • #14


KenTucky
Zitat von Sonne90:
Ich hab auch für nix mehr Antrieb, ich muss zwar weil ich Familie hab (2 Kinder) aber wenn’s nach mir geht würde ich nicht mal mehr einkaufen gehen im Moment.

Du bist 33, berufstätig und hast 2 Kinder. Lebt ihr alleine oder hast du jemanden noch an deiner Seite. Mann, Partner?
Mit dem Job als Pflegeassistentin hast du aber auch reichlich am Hals, ehrlich gesagt.

17.04.2024 09:57 • #15


SilentRoG
Zitat von Schlaflose:
Aber was nützt dir dabei die Krankschreibung? Davon geht das nicht weg.

Erst mal runter kommen, um eine Therapie machen zu können und nicht unter permanentem Dauerfeuer zu stehen.

17.04.2024 15:24 • x 1 #16


S
@KenTucky ich hab einen Mann, aber ich glaub der versteht mich nicht wirklich

17.04.2024 16:21 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

KenTucky
Zitat von Sonne90:
@KenTucky ich hab einen Mann, aber ich glaub der versteht mich nicht wirklich

Was versteht er nicht? Arbeitest du Vollzeit? Ist er dir keine Hilfe?

17.04.2024 16:24 • #18


S
Zitat von KenTucky:
Was versteht er nicht? Arbeitest du Vollzeit? Ist er dir keine Hilfe?

Ne vollzeit arbeite ich nicht.
er unterstützt im Haushalt und so. Aber ich kann mit ihm nicht darüber reden wie es mir geht…

17.04.2024 16:48 • #19


KenTucky
@Sonne90 wenn du nicht mir ihm reden kannst, kann er es auch nicht verstehen. Sei doch einfach ehrlich, so wie hier auch...

17.04.2024 17:08 • x 1 #20


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