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S

stl1988
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Bin vorhin wach geworden und hatte eine Zecke bemerkt, die auch gejuckt hat. Mein Onkel hat versucht, sie mit der Pinzette rauszubekommen, aber der Kopf ist stecken geblieben. Die Stelle ist dick und rot, und nach links ist noch mehr rot als in die andere Richtung. Unser früherer Hausarzt meinte mal, der Kopf kommt von alleine raus, und der Körper war auch noch ziemlich klein, aber ich habe trotzdem Angst, dass was übertragen wurde.

01.06.2023 #1


55 Antworten ↓
marialola

marialola
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Ich habe mich mit dem Thema intensiv befasst, weil ich vor einigen Jahren massiv von Zecken befallen war und natürlich Angst hatte.

Fakt ist, dass selbst beim Stich einer mit Borreliose infizierten Zecke die Krankheit nicht zwangsläufig übertragen wird, ich habe die exakten Zahlen nicht im Kopf, aber die Wahrscheinlichkeit NICHT infiziert zu werden ist deutlich höher. Deswegen ist es auch nicht zielführend, die Zecke untersuchen zu lassen.

Es passiert auch nichts, wenn ein bisschen von dem Übeltäter in der Haut bleibt. Auch wenn es rot wird und leicht anschwillt, ist das völlig normal. Eine Wanderröte sieht ganz anders aus.
Das richtige Verhalten ist also, Zecke entfernen so gut es geht, Stelle desinfizieren und abwarten, ob ein bis zwei Wochen später eine Wanderröte auftritt. Dann unverzüglich zum Hausarzt.
Fakt ist auch, dass der Bluttest erst ungefähr nach zwei Wochen anschlägt, vorher ist es also sinnfrei zum Arzt zu gehen.

Ist der Test positiv, keine Panik, Antibiotika und gut ist.

Übrigens: in den allermeisten Fällen wird das Immunsystem selbst mit dem Erreger fertig!
Viele bemerken die Infektion nicht einmal.

In dem Zusammenhang ist sehr interessant, was mein Hausarzt berichtet: er hat viele Jäger und Waldarbeiter unter den Patienten, bei fast allen fällt der Bluttest positiv aus, das bedeutet, sie hatten irgendwann Kontakt mit Borrelien, aber keiner hat davon etwas bemerkt.
Auch das sollte zu denken geben.

Der Arzt hat mir zudem erklärt, dass vieles, viel zu vieles, auf Spätfolgen einer Borreliose geschoben wird, weil das eine Modediagnose geworden ist.

Wenn man nicht weiter weiß, mit unklaren Beschwerden konfrontiert wird, tippt man dann auf die Spätfolgen der Borreliose.
Das Problem ist aber, dass der Bluttest dann nur feststellen kann, dass der Mensch irgendwann im Leben Kontakt damit hatte, ob die Beschwerden damit zusammenhängen ist aber - Achtung - reine Spekulation und viele „Spezialisten“ verdienen ein Schweinegeld damit und die Kasse übernimmt das verständlicherweise nicht. Das ist ein Punkt, der Hausärzte natürlich ärgert.
Damit will ich die Gefahr keinesfalls herunterspielen, natürlich gibt es bedauerliche Schicksale, wo Borreliose ein Leben ruinieren kann. Aber das sind seltene Ausnahmen und eben nicht wirklich nachweisbar.

Die FSME Impfung schützt natürlich gut vor der gefährlichen Hirnhautentzündung, die Impfung habe ich. Allerdings ist auch hier Tatsache, dass nicht jeder erkrankt, der befallen wird und die Impfung ist nicht völlig unumstritten, wie es bei Impfungen so ist. Ich habe sie gut vertragen.

Ich habe das einmal so ausführlich beschrieben, weil ich selbst extreme Angst hatte und das Thema mit Hilfe meines Hausarztes durchexerziert habe.
Man soll die Zecken nicht auf die leichte Schulter nehmen, achtsam sein, aber vieles wird in dem Zusammenhang gnadenlos übertrieben….

25.05.2023 10:47 • x 5 #46


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A


Zeckenbiss, geschwollen und rot

x 3


Angor

Angor
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Zitat von Butterfly-8539:
Werde mich wohl nicht mehr impfen lassen, wenn es nur noch 4-fache gibt.

Warum nicht? Auch die anderen Erkrankungen können schlimm sein. Meine Mutter ist als Jugendliche fast an Diphterie gestorben, da gab es noch keine Impfung. Und Dank Impfung gibt es kaum noch Fälle von Diphterie oder von Polio in Deutschland.

Gegen Keuchhusten hatte ich mich auf Wunsch meiner Tochter vor der Geburt meines dritten Enkels impfen lassen.
Man selber kommt wohl mit der Erkrankung klar, fatal wäre es, Babys oder eventuell ungeimpfte Kleinkinder damit anzustecken.

Mein ältester Sohn wurde mit nicht mal einem Jahr von einer Bekannten mit Keuchhusten angesteckt, es war die Hölle, für das Kind, aber auch für mich. Damals gab es nur einen Impfstoff gegen Keuchhusten, der viele Nebenwirkungen hatte, aber heute ist der viel ausgereifter.

Die letzte Einfachimpfung gegen Tetanus hatte ich 2014 nach einem Frettchenbiss, daher weiß ich, dass die meisten Nebenwirkungen, jedenfalls bei mir, von der Tetanusimpfung kommen. Ich habe eine rote Schwellung um die Einstichstelle, und mein Arm schmerzte bestimmt eine Woche lang, als hätte mir ein Pferd gegen den Oberarm getreten.

Am besten erkundigt man sich bei so einer Impfung vorher bim HA, gegen was wird geimpft, mögliche Nebenwirkungen, und sind die anderen Impfungen sinnvoll, er wird es sicher bestätigen.

19.05.2023 05:03 • x 4 #29


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Abendschein
Zitat von stl1988:
Bin vorhin wach geworden und hatte eine Zecke bemerkt, die auch gejuckt hat. Mein Onkel hat versucht, sie mit der Pinzette rauszubekommen, aber der Kopf ist stecken geblieben. Die Stelle ist dick und rot, und nach links ist noch mehr rot als in die andere Richtung. Unser früherer Hausarzt meinte mal, der Kopf kommt ...

An Deiner Stelle würde ich sofort zum Krankenhaus gehen. Zecken sind nicht ungefährlich und können gefährliche
Krankheiten übertragen.

x 1 #2


Phaedra
Geh damit zum Hausarzt. Wenn die Stelle geschwollen ist, hat sich da was entzündet und das sollte angeschaut werden.
Bist Du gegen FSME geimpft?

x 2 #3


S
@Phaedra Habe meines Wissens nach keine FSME-Impfung...

#4


Angor
Hallo

Wohnst Du denn in einem FSME Risikogebiet dass Du was befürchtest ?
Hier mal die Karte
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/F/F...%2Ddenburg.

Ich würde erst mal zum HA gehen, der den Kopf der Zecke entfernt, dann kann man nur die Stelle beobachten, wegen einer eventuellen Borrelioseübertragung.

Aber: Nicht alle Zecken sind Krankheitsüberträger, also versuch ruhig zu bleiben.

x 2 #5


S
@Angor Ja, Bayern, LK Landshut...

#6


S
Es hieß auch, da der Zeckenkörper noch klein war, dass dann die Gefahr gering wäre, dass was übertragen wurde, und dass auch nichts mehr übertragen wird, wenn der Körper ab ist. Stimmt das?

#7


Phaedra
Je kürzer die Zecke am Körper ist, desto geringer ist die Gefahr einer Krankheitsübertragung. Trotzdem würde ich, wenn ich in einem FSME-Risikogebiet lebe, mich auf jeden Fall impfen lassen.

x 3 #8


Abendschein
Zitat von stl1988:
Es hieß auch, da der Zeckenkörper noch klein war, dass dann die Gefahr gering wäre, dass was übertragen wurde, und dass auch nichts mehr übertragen wird, wenn der Körper ab ist. Stimmt das?

Auf das was ich geschrieben habe, gehst Du nicht ein. Ich habe einen Nachbarn und eine Arbeitskollegin,
die haben diese Borreliose bekommen und die ist nicht mehr rückgängig zu machen. Im Krankenhaus kann
man notfalls gegen spritzen und die sehen auch, ob es in dem Sinne gefährlich werden könnte, oder nicht.

An Deiner Stelle wäre ich schon da. Aber Du mußt es alleine wissen.
Du hast Angst das etwas übertragen wird, keiner hier ist Hellseherisch und kann Dir helfen, in dem Sinne.

x 2 #9


Angor
Auch in Risikogebieten ist die Wahrscheinlichkeit, an FSME zu erkranken, sehr gering. Nur etwa 0,1 bis 5 % der dortigen Zecken tragen das FSME-Virus.

x 3 #10


Angor
Wenn 7-10 Tage (bis zu 1 Monat) nach dem Stich ein ringförmiger rötlicher Ausschlag mit abgegrenztem blassem Zentrum auftritt, sollte man einen Arzt aufsuchen. In dem Stadium kann das man gut behandeln.

x 5 #11


Phaedra
Zitat von Angor:
Auch in Risikogebieten ist die Wahrscheinlichkeit, an FSME zu erkranken, sehr gering. Nur etwa 0,1 bis 5 % der dortigen Zecken tragen das FSME-Virus.

Das stimmt, aber ich zB wohne in einem Hochrisikogebiet und habe schon Leute gesehen, die in dieser Hinsicht Pech hatten. Deshalb ist für meine Familie und mich eine Impfung zweifelsfrei die bessere Option.

x 2 #12


S
Ich werd mal schauen, dass ich heute Nachmittag zur Hausärztin komme. Mein Onkel meinte zwar, nach dem, was der alte Hausarzt damals gesagt hat, dass der Zrckenkopf irgendwann rauseitert, umd auch die Schwellung sei normal, sagt mir meine Familie, aber ich lass das lieber anschauen. Im Moment geht's noch nicht, da mein Onkel selbst grad unterwegs ist sich eine Spritze wegen Bandscheibe zu holen.

#13


S
Habe meine Hausärztin angerufen. Sie meint, es bleiben ja eher die Werkzeuge stecken als der Kopf, und die eitern nach einiger Zeit auch raus. Aber anschauen lassen soll ich es nir trotzdem. Hoffentlich klappt das heute noch, denn sie ist heute nur am Vormittag in der Praxis.

#14


S
War vorhin bei der Hausärztin, ging dann doch schneller als gedacht. Sie hat die restliche Zecke weitgehend entfernt, davor und danach desinfiziert und so ein dunkelrotes Gel mit Pflaster drauf gemacht (Betaisodona?). Am Freitag muss ich wieder hin. Allerdings soll ich dann auch eine Tetanus-Impfung bekommen, und damit wäre da schon das nächste, wovor ich Angst habe. Wird heute da immer noch der gleiche Impfstoff verwendet wie in den vorangegangenen Jahrzehnten? Und ist es in Ost und West der gleiche? Mir wurde gesagt, dass ich den als Kind auch schon bekommen hätte, daher sollte ich den eigentlich vertragen, oder?

x 1 #15


S
@stl1988 wurde denn kein Blut abgenommen? Ich hatte letzte Woche das selbe Problem. Mein Arm war sehr dick und heiß. Es wurde gleich Blut abgenommen, heute das Ergebnis.

#16


S
@SandrineC Nein. Aber am Freitag schaut sich die Hausärztin die Stelle nochmal an. Meine Schwellung ist nur klein, heiß geworden ist da auch nichts. Die Rötung bildet sich sogar schon zurück.

#17

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S
Mal eine etwas andere Frage: Ist bei diesem Zeckenstich noch eine Tetanus-Erkrankung möglich? Oder nach dem Desinfizieren nicht mehr?

#18


O
Ich hoffe ich schreibe jetzt nichts Falsches, aber prinzipiell kann man sich immer dann mit Tetanus anstecken, wenn eine Verletzung entsteht und diese verschmutzt z.B. der rostige Nagel im Fuß. Soweit mein Laienverständnis einer Tetanus Infektion.
In der Realität scheint das äußerst selten der Fall zu sein. In meinem beruflichen und privaten Umfeld habe ich noch nie von einer Infektion gehört.

Über die Impfung würde ich mir keine großen Sorgen machen. Tetanus war früher auch meine "Hass-Impfung", weil ich danach jedes Mal flach lag. Letztes Jahr war es Mal wieder soweit und die Impfung scheint verändert worden zu sein, denn ich hatte keinerlei größeren Probleme. Die Wissenschaft entwickelt sich da ja auch laufend weiter.

#19


rockarazza0410
Würde da auch zum Arzt gehen oder ins Krankenhaus! ..! Meine Schwester hatte Borreliose und hat lange mit den "Nachwehen" gekämpft.

#20


A


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